







Perserteppich Fars 149 x 98 cm handgewebt
473$
Handgewebter Fars Perserteppich | Material: gewebt ohne Flor | Größe: 149 x 98 cm | Muster: beidseitig identisch | Zustand: sehr gut | Herkunft: Fars, Iran
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Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim ist handgewebt und aus Naturfasern gefertigt. Im Unterschied zu einem geknüpften Teppich besitzt er keinen Flor. Die Oberfläche entsteht durch das Verkreuzen der Schussfäden mit der Kette. Dadurch liegt das textile Gewebe flach und zeigt seine Muster unmittelbar in der Webstruktur. Die Verarbeitung ist auf die traditionelle Kelimtechnik ausgerichtet, bei der das Gewebe ohne aufgerichtete Florfäden entsteht.
Ein handgewebter Kelim wird an einem Webstuhl Bahn für Bahn aufgebaut. Die Schussfäden bilden dabei zugleich die sichtbare Farb- und Musterfläche. Je nach Arbeitsweise können kleine Unregelmäßigkeiten im Gewebe entstehen. Sie gehören zur handwerklichen Herstellung und unterscheiden ein handgewebtes Einzelstück von einem vollständig gleichförmigen maschinellen Erzeugnis. Die Naturfasern und die flache Webstruktur prägen Griff, Fall und Erscheinungsbild dieses Teppichs.
Das Material wird in der Produktbeschreibung als gewebt ohne Flor angegeben. Eine Knotendichte ist bei diesem Kelim nicht ausgewiesen, da die Gestaltung nicht durch eine Knüpfung mit Flor entsteht. Seine Konstruktion lässt sich daher über die Webtechnik und nicht über die Anzahl von Knoten beschreiben. Der Kelim ist beidseitig identisch gemustert, weil die textile Struktur auf beiden Seiten ein lesbares, gleiches Muster zeigt. So bleibt seine Gestaltung unabhängig von der jeweiligen Seite erkennbar.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Fars im Iran. Fars gehört zu den historisch bedeutenden Landschaften des Landes und ist eng mit der Entwicklung persischer Kultur verbunden. Die Region liegt im Süden des Iran und umfasst unterschiedliche Landschaften, von fruchtbaren Ebenen bis zu Gebirgszügen. Diese Vielfalt hat die Lebensweisen der dort ansässigen Bevölkerungsgruppen geprägt und auch die textile Handarbeit beeinflusst.
Fars besitzt eine lange Teppich- und Webtradition. Neben geknüpften Teppichen werden dort seit langer Zeit flach gewebte Textilien hergestellt. Kelims konnten als Bodenbelag, Wandbehang, Decke oder Gebrauchsgegenstand dienen. Ihre flache Konstruktion machte sie vergleichsweise leicht und vielseitig einsetzbar. In nomadischen und dörflichen Gemeinschaften war das Weben zudem Bestandteil des alltäglichen handwerklichen Wissens, das innerhalb der Familien und über Generationen weitergegeben wurde.
Die persische Webtradition arbeitet nicht ausschließlich mit einer einzigen, überall gleichen Formensprache. Regionale Werkstätten, sesshafte Dorfgemeinschaften und wandernde Gruppen entwickelten jeweils eigene Vorlieben für Farben, Rhythmen und Zeichen. Gerade bei Kelims tritt die technische Seite dieser Tradition offen hervor: Das Muster wird nicht nachträglich auf eine fertige Fläche aufgebracht, sondern während des Webens aufgebaut. Farbe, Bindung und Motiv entstehen somit in einem gemeinsamen Arbeitsprozess.
Fars ist außerdem mit einer reichen Geschichte von Kunst, Architektur und Handel verbunden. Die Region war im Mittelalter ein wichtiges kulturelles Zentrum. Historische Wege verbanden verschiedene Orte und Bevölkerungsgruppen miteinander, wodurch sich Gestaltungsideen verbreiten und verändern konnten. Persische Textilien wurden in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen verwendet und waren Teil der Gastfreundschaft sowie der Ausstattung von Wohnräumen. Ein Kelim aus Fars steht deshalb sowohl für einen praktischen Gebrauchsgegenstand als auch für eine regionale textile Überlieferung.
Bei der Einordnung dieses Stücks ist zwischen Herkunft und Design zu unterscheiden. Die Herkunft ist Fars im Iran. Die Bezeichnung Fars Design beschreibt zugleich die regionale Gestaltungstradition, ersetzt aber nicht die konkrete Angabe zur Fertigung. Dieser Teppich ist als handgewebter Kelim ausgewiesen. Seine Verbindung zu Fars zeigt sich damit in der angegebenen Herkunft und im benannten Design, während die Herstellung über die Webtechnik definiert wird.
Design und Muster
Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Diese Eigenschaft ist für die Nutzung eines flach gewebten Teppichs besonders praktisch, weil die Gestaltung von beiden Seiten gleich gelesen werden kann. Die Musterfläche ist nicht durch einen Flor verdeckt, sondern wird direkt aus den miteinander verbundenen Fäden gebildet. Dadurch bleibt die Beziehung zwischen Webstruktur und Zeichnung sichtbar.
Das Fars Design verbindet traditionelle und moderne Muster. In der regionalen Formensprache kommen florale und geometrische Motive vor. Florale Zeichen können stilisierte Blätter, Blüten oder Ranken darstellen, während geometrische Elemente aus Rauten, Streifen, Haken, Zacken und wiederholten Feldern aufgebaut werden. Bei einem Kelim werden solche Formen häufig vereinfacht und rhythmisch angeordnet, damit sie sich klar in die Webstruktur übertragen lassen.
Die Gestaltung persischer Kelims ist oft modular aufgebaut. Ein Mittelbereich kann von Bordüren eingefasst werden, oder einzelne Motive reihen sich über die Fläche. Wiederholungen schaffen einen visuellen Rhythmus, während ein einzelnes größeres Zeichen den Blick bündeln kann. Diese Ordnung ist nicht nur dekorativ. Sie hilft der Weberin oder dem Weber, ein Muster während der Arbeit aus dem Gedächtnis oder nach einer Vorlage fortzuführen. Kleine Abweichungen können dabei Teil des handgewebten Charakters sein.
Für das Fars Design werden warme Rottöne sowie sanfte Blau- und Grüntöne genannt. Rot kann in der persischen Textilkunst als kräftiger Grund- oder Akzentton eingesetzt werden. Blau und Grün bringen dazu eine kühlere Abstufung. Das Zusammenspiel solcher Farbfamilien kann klare Kontraste zwischen Feldern, Bordüren und Motiven erzeugen. Entscheidend ist bei einem Kelim, dass die Farben nicht auf eine fertige Florfläche gemalt werden, sondern in den farbigen Schussbereichen des Gewebes erscheinen.
Viele Motive aus der persischen Webtradition besitzen neben ihrer sichtbaren Form auch kulturelle Bezüge. Pflanzenformen können auf Natur und Wachstum verweisen, geometrische Zeichen auf Ordnung, Abgrenzung oder Wiederholung. Solche Bedeutungen sind regional und familiär unterschiedlich und lassen sich nicht jedem einzelnen Motiv eindeutig zuordnen. Beim vorliegenden Stück ist als konkrete Mustereigenschaft festgehalten, dass beide Seiten identisch gestaltet sind und das Design der Fars-Tradition zugeordnet wird.
Die Kombination aus floralen und geometrischen Elementen erlaubt eine Verbindung von gegenständlicher Anmutung und klarer Struktur. Ein florales Motiv kann stark stilisiert und damit nahezu geometrisch wirken. Umgekehrt können Rauten oder Haken durch ihre Anordnung an Blätter, Blüten oder andere Formen erinnern. Diese Wechselwirkung ist ein kennzeichnendes Prinzip vieler orientalischer Flachgewebe und erklärt, warum ein Fars Design zugleich geordnet und erzählerisch erscheinen kann.
Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft dieses Stücks ist seine handgewebte Kelimkonstruktion ohne Flor. Dadurch unterscheidet es sich in Aufbau und Oberfläche von einem handgeknüpften Teppich. Das Muster ist beidseitig identisch, sodass beide Seiten dieselbe Gestaltung zeigen. Als Zustand ist sehr gut angegeben. Die Pflegeleichtigkeit und die strapazierfähige Beschaffenheit werden in der Produktbeschreibung als weitere Merkmale des Kelims genannt.
Der flache Aufbau ermöglicht eine Verwendung in unterschiedlichen Wohnbereichen. Genannt werden Wohnzimmer, Flure und Essbereiche. Auch Haushalte mit Kindern oder Haustieren werden als geeigneter Einsatzbereich beschrieben. Für die konkrete Pflege ist dennoch ein schonender Umgang sinnvoll, damit Naturfasern, Farben und Gewebestruktur erhalten bleiben. Die Verbindung von regionalem Design, handwerklicher Webtechnik und beidseitig gleichem Muster macht dieses Stück als Fars Kelim klar einordenbar.
FAQ
Wie pflege ich einen handgewebten Kelim?
Regelmäßiges Staubsaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem flach gewebten Material zu entfernen. Bei hartnäckigen Flecken kann ein feuchtes Tuch mit einem milden Reinigungsmittel verwendet werden. Aggressive Chemikalien sollten vermieden werden, ebenso übermäßige Feuchtigkeit. Da der Kelim aus Naturfasern gefertigt und ohne Flor gewebt ist, sollte die Reinigung behutsam erfolgen und das Gewebe nicht unnötig durchnässt werden.
Kann ich den Kelim im Freien verwenden?
Für einen dauerhaften Einsatz im Freien ist der handgewebte Kelim nicht geeignet. Direkte Sonneneinstrahlung kann die Farben beeinträchtigen, während Feuchtigkeit die Struktur des Gewebes schädigen kann. Im Innenbereich lässt er sich in verschiedenen Wohnräumen einsetzen, darunter Wohnzimmer, Flure und Essbereiche. Für die langfristige Erhaltung empfiehlt sich ein trockener, geschützter Standort ohne anhaltende direkte Witterungseinwirkung.
Wie erkenne ich die Echtheit eines handgewebten Kelims?
Bei einem handgewebten Kelim geben die Webtechnik, die Materialqualität und individuelle Unregelmäßigkeiten Hinweise auf die Herstellung. Handgewebte Stücke können kleine Abweichungen zeigen, die bei vollständig maschinell gefertigten Teppichen nicht in derselben Weise auftreten. Zusätzlich kann ein Herkunftszertifikat wichtige Informationen liefern, sofern es dem Teppich beigefügt ist. Beim vorliegenden Stück sind die Herkunft Fars im Iran, die Kelimtechnik, die Naturfasern und das beidseitig identische Muster dokumentiert.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft |
















