Perserteppich Fars 146 x 102 cm Wolle handgewebt

492$

Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Flor Wolle | Größe: 146 x 102 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut | Herkunft: Region Fars, nahe Shiraz

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Inventarnummer: 3AA54737

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim aus der Region Fars, nahe Shiraz, ist handgewebt und besteht aus Wolle. Im Unterschied zu einem geknüpften Teppich entsteht ein Kelim durch das Verweben der Fäden. Dadurch besitzt er keinen geknüpften Flor, sondern eine flach gewebte Struktur. Die handgewebte Ausführung macht die Herstellung zu einem Arbeitsschritt, bei dem Kette und Schuss unmittelbar miteinander verbunden werden. Das Muster wird während des Webens aufgebaut und nicht nachträglich auf eine fertige Fläche aufgebracht.

Wolle ist ein traditionelles Material für handgewebte Teppiche und Kelims. Sie lässt sich zu stabilen Fäden verspinnen und eignet sich für eine textile Fläche, die im Alltag verwendet werden kann. Ihre natürliche Struktur gibt dem Gewebe Griff und Substanz. Bei diesem Stück ist als Material handgewebte Wolle angegeben; weitere Materialbestandteile, eine Kette aus einem anderen Faserstoff oder eine besondere Faserzusammensetzung sind nicht ausgewiesen.

Die Oberfläche eines Kelims ist grundsätzlich anders als die eines Florwebteppichs. Die flache Webart lässt das Gewebe schlank erscheinen und bringt die Bindung der Fäden in den Vordergrund. Bei einem handgewebten Einzelstück können kleine Unterschiede in der Spannung oder im Verlauf des Schusses Teil des Herstellungsprozesses sein. Sie gehören zur manuellen Fertigung und sind nicht mit einer industriell vollkommen gleichförmigen Ware gleichzusetzen.

Der Zustand dieses Kelims ist als sehr gut angegeben. Diese Einstufung bezieht sich auf das vorliegende Stück. Eine weitergehende Aussage zu einzelnen Gebrauchsspuren, zur Restaurierung oder zu früheren Nutzungsjahren ist nicht Bestandteil der Beschreibung. Ebenso werden keine Angaben zu Knotendichte, Alter, Signatur oder zusätzlichen Veredelungen gemacht.

Herkunft und Tradition

Der Kelim stammt aus der Region Fars, nahe Shiraz. Fars liegt im Süden Irans und zählt zu den wichtigen Landschaften der persischen Textil- und Nomadenkultur. Shiraz ist das bekannteste städtische Zentrum der Region. Das Gebiet verbindet unterschiedliche Lebensformen: Es gibt sesshafte Bevölkerungsgruppen, ländliche Weber und nomadisch geprägte Gemeinschaften. Diese Vielfalt hat eine breite Tradition von Flachgeweben, Teppichen und textilen Gebrauchsgegenständen hervorgebracht.

Fars ist nicht mit einer einzigen, überall identischen Webart gleichzusetzen. Je nach lokaler Tradition unterscheiden sich Aufbau, Farbwirkung und Musterordnung. Gerade Kelims konnten für den persönlichen Gebrauch, für die Ausstattung von Zelten und Häusern oder als textile Abdeckung hergestellt werden. Die Webtechnik war dabei eng an die verfügbaren Materialien und an die Erfahrung der jeweiligen Weber gebunden. Ein Stück mit der Herkunftsangabe Fars steht deshalb in einer regionalen Tradition, ohne dass daraus ein bestimmtes Dorf oder eine einzelne Stammeszugehörigkeit abgeleitet werden kann.

Flachgewebe haben in den persischen Regionen eine lange Geschichte. Ihre Herstellung benötigt keinen separaten Knüpfvorgang für einzelne Knoten. Stattdessen wird das Design durch die Anordnung farbiger Schussfäden und durch die Art ihrer Verbindung mit der Kette gebildet. Das Verfahren kann auf kleineren oder größeren Webstühlen ausgeführt werden und lässt sich an unterschiedliche Verwendungszwecke anpassen. Bei nomadisch geprägten Arbeiten war die Möglichkeit, textile Flächen vergleichsweise praktisch herzustellen und zu transportieren, ein wichtiger Bestandteil ihrer Verwendung.

Die Nähe zu Shiraz verweist auf den regionalen Zusammenhang, nicht auf eine städtische Werkstatt. Shiraz war und ist ein Handels- und Kulturzentrum, über das Erzeugnisse aus verschiedenen Teilen von Fars zusammenkommen konnten. Deshalb werden Fars-Teppiche und Fars-Kelims häufig über die Region und ihr wichtigstes Zentrum eingeordnet. Die Herkunftsangabe dieses Stücks nennt die Region Fars nahe Shiraz; ein genauerer Herstellungsort wird nicht angegeben.

Persische Teppiche werden in vielen unterschiedlichen Techniken gefertigt. Neben geknüpften Teppichen gehören Kelims zu den Flachgeweben. Auch Gabbeh-Arbeiten sind mit Fars verbunden und werden häufig durch eine einfache, robuste Gestaltung charakterisiert. Ein Gabbeh ist jedoch eine eigene Teppichart und nicht automatisch mit jedem Kelim aus Fars gleichzusetzen. Die Bezeichnung dieses Stücks bleibt Kelim, weil sie die im Titel genannte Webtechnik und Teppichform beschreibt.

Die regionale Tradition lässt sich außerdem im größeren Zusammenhang persischer Handwerkskultur betrachten. In Iran werden Teppiche nicht nur in einem einzigen Stil gefertigt. Isfahan, Tabriz, Kashan, Nain und andere Zentren entwickelten jeweils eigene Muster- und Produktionstraditionen. Diese Namen dürfen nicht auf dieses Stück übertragen werden: Seine Herkunft ist die Region Fars nahe Shiraz. Die Einordnung nach Fars bildet den nachvollziehbaren regionalen Bezug, während die Bezeichnung Kelim die textile Konstruktion festlegt.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Damit ist die Gestaltung wendbar lesbar: Vorder- und Rückseite zeigen dasselbe Muster. Bei einem Flachgewebe kann diese Eigenschaft aus der Webkonstruktion und aus der Anordnung der Schussfäden entstehen. Sie unterscheidet den Kelim von vielen Teppichen mit Flor, bei denen die sichtbare Oberseite und die Rückseite unterschiedliche Funktionen und Erscheinungen haben.

Die Beschreibung nennt kein bestimmtes Medaillon, keine konkrete Bordüre, keine Pflanzenmotive und keine einzelnen Farbtöne. Daher wird das Design nicht mit einem zusätzlichen Muster- oder Farbnamen versehen. Sicher fest steht die beidseitig identische Musteranlage. Diese sachliche Einordnung lässt offen, welche geometrischen Zeichen, Flächenaufteilungen oder Farbkombinationen auf dem Gewebe im Einzelnen ausgeführt sind.

Bei Fars-Kelims kommen in der regionalen Überlieferung unterschiedliche Gestaltungssysteme vor. Geometrische Formen können aus Rauten, Haken, Stufen, Linien oder wiederholten Feldern aufgebaut sein. Andere Flachgewebe arbeiten mit vereinfachten Pflanzenformen, Tiermotiven oder einer streng gegliederten Bordüre. Solche Motive werden häufig nicht naturalistisch wiedergegeben, sondern in klare textile Zeichen übertragen. Die genaue Auswahl und Anordnung ist von der jeweiligen lokalen Tradition und vom Können der Weberin oder des Webers abhängig.

Ein Muster entsteht beim Weben nicht wie ein aufgedrucktes Bild. Die farbigen Fäden werden in einer festgelegten Reihenfolge eingetragen und miteinander verdichtet. Kleine Abschnitte können dadurch direkt aus der Webbewegung heraus aufgebaut werden. Bei diagonalen oder stufigen Linien verändert sich die sichtbare Kontur je nach Webschritt. So verbindet ein Kelim die Funktion einer textilen Fläche mit einer eigenständigen Musterkonstruktion.

Die beidseitige Identität des Musters ist auch für die Betrachtung des Designs wichtig. Der Kelim kann von beiden Seiten als gemusterte Fläche wahrgenommen werden. Bei der Präsentation an einer Wand oder als flach liegendes Textil bleibt die Gestaltung daher nicht auf eine einzige Sichtseite beschränkt. Welche Seite nach oben zeigt, muss nicht allein anhand eines Florverlaufs entschieden werden, da ein solcher Flor bei einem Kelim nicht vorhanden ist.

Fars ist für Muster bekannt, die mit der regionalen Lebenswelt und mit überlieferten Bildzeichen verbunden sein können. Das bedeutet nicht, dass jedes Stück dieselben Symbole trägt. Ein einzelner Kelim ist das Ergebnis einer konkreten Webarbeit und nicht eine schematische Wiederholung eines gesamten Regionalstils. Deshalb wird hier nur die belegte Eigenschaft der beidseitig identischen Musterung beschrieben. Angaben zu einem bestimmten Designnamen oder zu einer Farbpalette liegen nicht vor.

Im Vergleich zu geknüpften Teppichen wirkt die Musterbildung eines Kelims häufig unmittelbar mit der Struktur des Gewebes verbunden. Linien und Felder entstehen aus dem Rhythmus der Kette und des Schusses. Dadurch können Konturen eine textile, leicht gestufte Qualität erhalten. Diese allgemeine Eigenschaft erklärt, warum Flachgewebe in der persischen Gestaltungstradition sowohl als Gebrauchsgegenstand als auch als dekoratives Textil eingesetzt wurden, ohne dem konkreten Stück nicht genannte Motive zuzuschreiben.

Besonderheiten

Eine besondere Eigenschaft dieses Stücks ist die beidseitig identische Musterung. Das Muster ist somit auf beiden Seiten gleich beschrieben. Zusammen mit der handgewebten Ausführung verweist dies auf die Konstruktion als Kelim und nicht auf einen geknüpften Flor. Als Material ist handgewebte Wolle angegeben.

Die Herkunft wird mit der Region Fars nahe Shiraz bezeichnet. Der Zustand ist sehr gut. Weitere individuelle Merkmale wie eine Signatur, ein Herstellungsjahr, eine Knotendichte, eine Restaurierung oder eine genaue Farbangabe werden nicht genannt und sind daher nicht Bestandteil dieser Beschreibung.

Als flach gewebtes Textil kann ein Kelim grundsätzlich vielseitig betrachtet werden: Er lässt sich als Bodenbelag oder als dekoratives Gewebe einsetzen. Die konkrete Verwendung sollte sich an der vorhandenen Einrichtung und an der Belastung orientieren. Aus der Bezeichnung Kelim allein wird keine Aussage über eine bestimmte Nutzung, eine Wandmontage oder eine besondere Belastbarkeit dieses einzelnen Stücks abgeleitet.

FAQ

Wie pflege ich einen handgewebten Kelim aus Fars?

Ein Kelim sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden, damit sich loser Staub nicht zwischen den Fasern sammelt. Verwenden Sie dabei eine schonende Einstellung und vermeiden Sie unnötiges Ziehen an den Kanten. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung kann textile Farben mit der Zeit verändern; ein geeigneter Standort hilft, die Gestaltung zu bewahren. Bei stärkeren Verschmutzungen empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung, die auf flach gewebte Wolle abgestimmt ist. Nasse Hausmittelbehandlungen sollten nicht ohne Prüfung angewendet werden, da Feuchtigkeit und Reibung die Form oder die Farben beeinflussen können.

Woran erkenne ich die Qualität eines Kelims?

Bei einem Kelim sind die Webdichte, die Gleichmäßigkeit der Verarbeitung, die Stabilität der Kanten und die Klarheit des Musters wichtige allgemeine Beurteilungspunkte. Auch die Qualität der Wolle und der Zustand des Gewebes spielen eine Rolle. Eine Knotendichte ist bei einem Kelim nicht das passende alleinige Kriterium, weil die Fläche gewebt und nicht geknüpft ist. Bei diesem Stück sind die handgewebte Wolle, die beidseitig identische Musterung und der sehr gute Zustand beschrieben. Eine darüber hinausgehende Bewertung wird hier nicht vorgenommen.

Passt ein Fars-Kelim zu einer modernen Einrichtung?

Ein Kelim kann sich in unterschiedliche Einrichtungskonzepte einfügen, weil seine flache Struktur und sein gewebtes Muster klar lesbar bleiben. In einer modernen Umgebung kann er als textiler Kontrast zu glatten Möbeloberflächen dienen oder eine bereits vorhandene Farb- und Formensprache aufnehmen. Entscheidend sind die tatsächlich sichtbaren Farben, die Proportionen des Raums und die gewünschte Nutzung. Für dieses Stück sind die Größe, die Herkunft aus Fars nahe Shiraz, die Wolle, die handgewebte Technik und die beidseitig identische Musterung angegeben. Die konkrete Wirkung hängt daher vom gewählten Platz und von der übrigen Einrichtung ab.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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