Perserteppich Fars 124 x 84 cm Wolle handgeknüpft

604$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 124 x 84 cm | Muster: Abstrakte Muster mit großen Farbflächen und spielerischen Tier- und Pflanzenmotiven | Zustand: Neu

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Inventarnummer: 56D87F1A

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh Teppich wird aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle gefertigt. In der ausführlichen Beschreibung wird das Material als reine Schurwolle bezeichnet. Damit verbindet der Teppich zwei wesentliche Merkmale der Gabbeh-Tradition: die Verwendung von Wolle und die Verarbeitung durch Handarbeit. Die Wolle bildet die Grundlage für den weichen, hohen Flor, der bei diesem Teppich besonders hervorgehoben wird. Sein Flor vermittelt ein angenehmes Tretgefühl und verleiht der Oberfläche eine warme, textile Wirkung.

Die Ausführung ist handgeknüpft. Jeder Knoten entsteht einzeln und trägt zur charakteristischen Struktur eines Gabbeh bei. Die genannte Knotendichte liegt im Bereich von 50.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter; in der Beschreibung wird außerdem eine Dichte von 50.000 Knoten pro Quadratmeter genannt. Diese Angaben gehören zur Beschreibung der handgearbeiteten Konstruktion. Sie erklären die klar erkennbare, kompakte Struktur des Teppichs, ohne seinen ursprünglichen, handwerklichen Charakter aufzugeben.

Der Flor kann bis zu zwei Zentimeter hoch und weich sein. Bei Gabbeh Teppichen ist diese reliefartige Oberfläche ein wichtiges Gestaltungselement, weil sie Farben ruhig wirken lässt und den einfachen Formen eine fühlbare Tiefe gibt. Die Wolle wird als langlebig, schmutzabweisend und leicht zu reinigen beschrieben. Außerdem werden ihr isolierende und schalldämpfende Eigenschaften zugeschrieben. Der Teppich ist neu und stellt als handgeknüpftes Einzelstück eine eigenständige Arbeit dar.

Herkunft und Tradition

Gabbeh Teppiche stammen aus dem Iran und stehen in enger Verbindung mit den nomadisch geprägten Regionen des Landes. Dieser Teppich wird Ghashghai in Fars zugeordnet. Fars ist eine iranische Landschaft, in der die Teppichherstellung eng mit den Lebensformen wandernder und halbnomadischer Gemeinschaften verbunden ist. Teppiche wurden dort nicht allein als dekorative Gegenstände hergestellt. Sie gehörten ebenso zur praktischen Ausstattung des täglichen Lebens und mussten sich in einer beweglichen, von Natur und Jahreszeiten bestimmten Umgebung bewähren.

Die Gabbeh-Tradition wird besonders mit den Qashqai und Bakhtiari in Verbindung gebracht. Ihr Wissen über das Spinnen, Färben, Gestalten und Knüpfen wurde über Generationen weitergegeben. In dieser Tradition steht nicht die vollkommen standardisierte Wiederholung eines Entwurfs im Vordergrund. Vielmehr entsteht jedes Stück aus dem Zusammenspiel von überlieferten Formen, vorhandenen Materialien und der persönlichen Arbeit der Knüpferin oder des Knüpfers. Dadurch bewahren Gabbeh Teppiche eine unmittelbare, handwerkliche Sprache.

Die Teppichkunst des Iran reicht weit zurück. Die Geschichte des Teppichknüpfens lässt sich bis ins vierzehnte Jahrhundert verfolgen. Über lange Zeit entwickelten sich dabei unterschiedliche regionale Ausdrucksformen. Gabbeh Teppiche gehören zu jenen Formen, bei denen die Herkunft nicht nur durch eine technische Bauweise, sondern auch durch die Nähe zur nomadischen Kultur sichtbar wird. Wolle war verfügbar, vielseitig einsetzbar und für den Alltag geeignet. Aus ihr entstanden robuste textile Gegenstände, deren Funktion und Gestaltung eng miteinander verbunden waren.

Die Herkunft aus Fars erklärt den besonderen Zusammenhang zwischen Landschaft, Gemeinschaft und Musterbildung. Nomadische Teppiche tragen häufig Erinnerungen an Tiere, Pflanzen, Wege, Zelte und die natürliche Umgebung in sich. Diese Elemente werden nicht unbedingt naturgetreu wiedergegeben. Sie erscheinen als vereinfachte Zeichen, geometrische Formen oder frei gesetzte Figuren. So entsteht ein Teppich, der eine regionale Tradition erkennen lässt, ohne auf eine einzige festgelegte Vorlage beschränkt zu sein.

Ein Gabbeh wird deshalb oft als eigenständige Form iranischer Teppichkunst verstanden. Seine Wirkung beruht auf der Verbindung von handgeknüpfter Wolle, einem weichen Flor und einer Bildsprache, die mit wenigen klaren Mitteln auskommt. Die überlieferte Herstellung bleibt dabei sichtbar. Kleine Unterschiede in Knoten, Farbverteilung oder Motivsetzung gehören zur handwerklichen Entstehung und unterscheiden den Teppich von industriell gefertigten Bodenbelägen.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh Teppichs wird als abstrakt beschrieben. Große Farbflächen prägen die Gestaltung und geben dem Teppich eine klare, übersichtliche Gliederung. Die Flächen stehen nicht für eine komplizierte, dicht gefüllte Ornamentik, sondern lassen einzelne Formen und Farbbereiche deutlich hervortreten. Dadurch erhält das Design eine ruhige Grundordnung, in der die handgeknüpfte Oberfläche und der weiche Flor ebenfalls zur Wirkung beitragen.

Typisch für Gabbeh Muster ist eine reduzierte, geometrisch geprägte Formensprache. Linien, Felder und vereinfachte Umrisse werden so eingesetzt, dass sie auch ohne naturalistische Einzelheiten verständlich bleiben. Der Entwurf kann streng gegliedert sein oder bewusst einen freien, spielerischen Charakter zeigen. Bei diesem Teppich verbinden sich die großen Farbflächen mit spielerischen Tier- und Pflanzenmotiven. Diese Motive bilden einen deutlichen Kontrast zu den größeren, ruhigeren Bereichen.

Tier- und Pflanzenfiguren gehören zu den wiederkehrenden Bildideen der Gabbeh-Tradition. Sie können als stilisierte Erinnerungen an die natürliche Umgebung verstanden werden. Ein Tier wird dabei nicht mit allen anatomischen Einzelheiten dargestellt, sondern durch wenige kennzeichnende Linien oder Flächen. Auch Pflanzen erscheinen als vereinfachte Zeichen. Diese Abstraktion macht die Motive Bestandteil der Gesamtkomposition und lässt sie zugleich als eigenständige Figuren erkennbar bleiben.

Die Farbflächen geben dem Design seinen spielerischen Zusammenhang. Sie können als ruhige Felder gelesen werden, zwischen denen Figuren auftauchen und wieder in die Gesamtordnung zurückführen. Bei nomadisch geprägten Teppichen ist eine solche Gestaltung nicht von einem einzigen, überall identischen Schema abhängig. Die Anordnung kann innerhalb der überlieferten Bildsprache variieren. Genau diese Verbindung aus Wiedererkennung und individueller Ausführung gehört zum Charakter handgeknüpfter Gabbeh Teppiche.

Die Gestaltung wirkt schlicht und geometrisch und besitzt dadurch einen zeitgemäßen wie auch traditionsbezogenen Ausdruck. Schlicht bedeutet hier nicht frei von Inhalt. Die sparsame Formensprache lenkt den Blick auf die Beziehung von Farbe, Fläche, Motiv und Struktur. Der Flor verändert die Wahrnehmung zusätzlich, weil seine Höhe und Weichheit die Konturen nicht völlig flach erscheinen lassen. Das Muster wird damit nicht nur gesehen, sondern auch durch die textile Oberfläche vermittelt.

Gabbeh Teppiche werden häufig wegen dieser Verbindung aus abstrakten Formen und naturbezogenen Motiven geschätzt. Sie können in einem modernen Wohnzimmer ebenso eingesetzt werden wie in einem traditionell eingerichteten Raum. Der Grund dafür liegt in der offenen Gestaltung: Große Farbflächen schaffen Ordnung, während die Tier- und Pflanzenmotive einen individuellen Akzent setzen. Der Teppich bewahrt dabei seine Zugehörigkeit zur iranischen, insbesondere zur Fars geprägten Gabbeh-Tradition.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören der hohe, weiche Flor, die handgeknüpfte Verarbeitung und das abstrakte Design mit großen Farbflächen. Die spielerischen Tier- und Pflanzenmotive geben der zurückhaltenden Grundgestaltung eine eigene Note. Die Oberfläche wird als angenehm im Tritt beschrieben und vermittelt durch die Wolle Wärme und Behaglichkeit. Der Teppich ist neu.

Die Eigenschaften der Wolle machen den Gabbeh für trockene Innenräume geeignet. Er wird als strapazierfähig beschrieben und kann deshalb auch in stärker genutzten Räumen eingesetzt werden. Zugleich ist er nicht für Feuchträume geeignet, weil Feuchtigkeit die Wolle beeinträchtigen kann. Für die Pflege genügt regelmäßiges Staubsaugen ohne rotierende Bürste. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Bei stärkerem Bedarf ist eine professionelle Teppichreinigung möglich.

FAQ

Wie reinige ich diesen Gabbeh Teppich richtig?

Regelmäßiges Staubsaugen entfernt Staub und lose Verschmutzungen. Dabei sollte ein Staubsauger ohne rotierende Bürste verwendet werden, damit der weiche, hohe Flor schonend behandelt wird. Frische Flecken werden nicht kräftig gerieben, sondern möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft. Auf diese Weise lässt sich die Verschmutzung aufnehmen, ohne die Oberfläche unnötig zu belasten. Wenn eine gründlichere Behandlung erforderlich ist, kann eine professionelle Teppichreinigung beauftragt werden.

Kann ich den Teppich in einem Feuchtraum verwenden?

Dieser Gabbeh Teppich ist nicht für Feuchträume geeignet. Die Wolle kann empfindlich auf anhaltende Feuchtigkeit reagieren, weshalb der Teppich in trockenen Innenräumen verwendet werden sollte. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen regelmäßig Wasser oder hohe Luftfeuchtigkeit auf die textile Oberfläche einwirken. In einem trockenen Wohnbereich können seine handgeknüpfte Struktur, der weiche Flor und die beschriebenen Eigenschaften der Wolle angemessen erhalten bleiben.

Woran erkenne ich einen echten Gabbeh Teppich?

Ein echter Gabbeh zeichnet sich durch handgeknüpfte Verarbeitung, eine hohe Knotendichte und die Verwendung reiner Wolle aus. Bei diesem Teppich werden handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle sowie eine handgeknüpfte Ausführung beschrieben. Auch der weiche, hohe Flor und die reduzierte, abstrakte Gestaltung mit Tier- und Pflanzenmotiven passen zur benannten Gabbeh-Tradition. Für die Prüfung eines Kaufs sind außerdem die Qualität der Verarbeitung und die Echtheit des Materials wichtig. Zertifikate oder eine entsprechende Dokumentation können zusätzliche Hinweise auf die Authentizität geben.

Zusätzliche Informationen
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