Perserteppich Bakhtiar 333 x 217 cm Wolle handgeknüpft

1460$

Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 333 x 217 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven | Zustand: Sehr gut erhalten

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: DADCA745 Kategorien: , ,

Inventarnummer: DADCA745

Beschreibung

Bakhtiar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus hochwertiger, weicher und widerstandsfähiger Wolle. Die Verwendung von Wolle ist für viele persische Teppiche aus dem westlichen iranischen Bergland charakteristisch. Schafwolle verbindet eine angenehme Haptik mit einer belastbaren Faserstruktur. Dadurch eignet sie sich für Teppiche, die im Alltag verwendet werden und zugleich eine sorgfältig ausgearbeitete Oberfläche zeigen sollen.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine differenzierte Darstellung von Motiven und unterstützt eine gleichmäßige, stabile Teppichstruktur. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Gewebe eingearbeitet. Das macht die Herstellung zu einem zeitaufwendigen Verfahren, bei dem die Ausführung von Hand die Grundlage für die individuelle Beschaffenheit jedes einzelnen Teppichs bildet.

Die Kombination aus handgeknüpfter Verarbeitung und widerstandsfähiger Wolle steht bei Bakhtiar Teppichen für eine Verbindung von Gebrauchstauglichkeit und dekorativer Gestaltung. Die weiche Wolle verleiht der Oberfläche eine angenehme Ausstrahlung, während ihre Belastbarkeit dem Teppich eine solide Grundlage für den täglichen Gebrauch gibt. Dieses Exemplar ist sehr gut erhalten.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus dem westlichen Teil der iranischen Hochebene, westlich von Isfahan und nahe dem Zagros-Gebirge. Die Bakhtiar-Teppichtradition ist eng mit dieser Landschaft verbunden. Der Zagros erstreckt sich über große Teile des westlichen Iran und ist von Gebirgszügen, Tälern und Hochland geprägt. In einer solchen Umgebung entwickelte sich eine textile Kultur, in der Teppiche sowohl für den praktischen Gebrauch als auch für die Gestaltung des häuslichen Umfelds hergestellt wurden.

Bakhtiar Teppiche gehören zu den bekannten persischen Teppicharten aus dem westlichen Iran. Ihre Geschichte ist mit den Bakhtiari verbunden, deren Siedlungs- und Wandergebiete in der Zagros-Region liegen. Die örtliche Knüpftradition bewahrt Muster und Arbeitsweisen, die über Generationen weitergegeben wurden. Dabei entsteht kein vollkommen einheitliches Serienprodukt. Handarbeit, regionale Überlieferung und die individuelle Ausführung durch die Knüpferin oder den Knüpfer prägen jedes einzelne Stück.

Die Nähe zu Isfahan ist für die Einordnung dieser Herkunft von Bedeutung. Isfahan war und ist ein wichtiges Zentrum persischer Kunst und Teppichkultur. Gleichzeitig unterscheiden sich Bakhtiar Teppiche von den fein ausgearbeiteten Hof- und Stadtteppichen durch ihre starke Verbindung zur westiranischen Region und zu deren eigenständiger Musterwelt. Die Landschaft des Zagros, die Pflanzenwelt der Gärten und die Beobachtung der Tierwelt finden in der Gestaltung der Teppiche einen sichtbaren Ausdruck.

Traditionelle Teppichherstellung ist in dieser Region nicht nur eine technische Tätigkeit. Sie verbindet die Auswahl geeigneter Wolle, das Spinnen und Färben des Garns, die Vorbereitung des Webgrundes und das eigentliche Knüpfen. Bei einem handgeknüpften Teppich wird die Zeichnung während der Arbeit Knotengruppe für Knotengruppe aufgebaut. Das verlangt ein gutes Verständnis des Musters und eine sichere Beherrschung der überlieferten Technik.

Die persische Teppichkultur ist außerdem von der Weitergabe von Entwürfen geprägt. Ein Motiv kann über lange Zeit in einer Region verwendet werden und dennoch bei jedem Teppich eine eigene Anordnung und Ausführung erhalten. Bakhtiar Teppiche zeigen diese Verbindung von Wiedererkennbarkeit und individueller Handarbeit besonders deutlich. Ihr regionaler Charakter ergibt sich aus der Herkunft westlich von Isfahan, der traditionellen Knüpfweise und der für Bakhtiar bekannten Gartenmuster.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist ein Gartenmuster, das als Kheshti bezeichnet wird. Kheshti bedeutet in der Teppichgestaltung eine in Felder gegliederte Komposition. Die einzelnen Felder erinnern an Gartenbeete oder abgegrenzte Bereiche eines persischen Gartens. In jedem Abschnitt können eigene florale und figürliche Elemente erscheinen. So entsteht aus vielen Einzelfeldern eine geordnete Gesamtfläche, die zugleich abwechslungsreich und klar strukturiert wirkt.

Das Gartenmotiv gehört zu den markanten Gestaltungsformen der Bakhtiar-Tradition. Persische Gärten wurden historisch als geordnete, bewässerte und von Wegen gegliederte Räume verstanden. Die Teppichgestaltung überträgt dieses Prinzip in eine textile Fläche. Wege, Begrenzungen und Felder werden nicht als naturalistische Landschaft wiedergegeben, sondern als ornamentale Ordnung. Dadurch lässt sich ein Kheshti-Muster aus der Nähe in zahlreichen Details lesen und aus größerer Entfernung als zusammenhängende Komposition betrachten.

Die Pflanzenmotive können in dieser Mustersprache stilisiert auftreten. Blätter, Blüten, Ranken und Baumformen werden so gezeichnet, dass sie sich in die einzelnen Felder einfügen. Entscheidend ist nicht die botanisch exakte Darstellung, sondern die rhythmische Wiederholung und die ausgewogene Verteilung der Formen. Die Tiermotive ergänzen diese Pflanzenwelt und verleihen dem Gartenmuster eine zusätzliche erzählerische Ebene. Sie verweisen auf die Verbindung von kultivierter Gartenlandschaft und natürlicher Umgebung.

Bei Bakhtiar Teppichen werden Gartenfelder häufig mit deutlichen Konturen und einer gut erkennbaren Binnenzeichnung gestaltet. Die Abgrenzung der Felder hilft dabei, die verschiedenen Motive voneinander zu unterscheiden. Gleichzeitig können sich ähnliche Farben und Formen über die Feldgrenzen hinweg wiederholen. So entsteht ein Wechsel aus Ordnung und Bewegung. Die ornamentale Struktur ist traditionell, bleibt aber durch die jeweilige handwerkliche Ausführung individuell.

In der persischen Mustertradition stehen Gartenmotive für eine idealisierte, gegliederte Natur. Das Kheshti-Muster ist dabei eine besonders anschauliche Form, weil es viele kleine Bildbereiche zu einem Teppichbild verbindet. Pflanzen und Tiere werden nicht zufällig verteilt, sondern in einen übergeordneten Aufbau eingebunden. Bei diesem Bakhtiar Teppich ist diese Gartenkonzeption mit Pflanzen- und Tiermotiven das zentrale gestalterische Thema.

Bakhtiar Muster lassen sich außerdem im größeren Zusammenhang persischer Teppichkunst betrachten. Auch Teppiche aus anderen iranischen Regionen verwenden florale Ornamente, Gartendarstellungen oder wiederholte Felder. Die jeweilige regionale Tradition verändert jedoch die Linienführung, die Anordnung und den Charakter der Motive. Bei Bakhtiar Teppichen bleibt die Kheshti-Komposition eng mit der westiranischen Herkunft und der dort überlieferten Handarbeit verbunden.

Besonderheiten

Eine Besonderheit dieses Einzelstücks ist die Verbindung aus handgeknüpfter Fertigung, weicher und widerstandsfähiger Wolle sowie einer Knotendichte von 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Das Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven gibt dem Teppich seine klar erkennbare thematische Ausrichtung. Die Herkunft westlich von Isfahan nahe dem Zagros-Gebirge ordnet ihn der Bakhtiar-Tradition des westlichen Iran zu.

Der Teppich ist sehr gut erhalten. Seine belastbare Wolle und die traditionelle Verarbeitung machen ihn für eine Nutzung geeignet, bei der eine robuste textile Oberfläche gefragt ist. Wie bei jedem handgeknüpften Teppich ist die konkrete Ausführung ein Einzelstück. Das Muster wird nicht industriell identisch reproduziert, sondern entsteht während des Knüpfens aus vielen einzelnen Arbeitsschritten.

Zur Erhaltung empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürste. Bei Flecken sollte sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel gehandelt werden. Der Teppich sollte dabei nicht nass werden. Eine gelegentliche professionelle Reinigung kann dazu beitragen, seine Oberfläche und seine textile Struktur langfristig zu erhalten.

FAQ

Wie pflege ich einen Bakhtiar Teppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig mit einem Staubsauger ohne Bürste abgesaugt werden. Bei einem Fleck ist es sinnvoll, sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel zu reagieren. Dabei darf der Teppich nicht durchnässt werden. Eine professionelle Reinigung in größeren Abständen ist eine geeignete Ergänzung zur laufenden Pflege und hilft, die Schönheit und Integrität der Wolle zu bewahren.

Woher stammt die Wolle für Bakhtiar Teppiche?

Die Wolle für Bakhtiar Teppiche stammt traditionell von einheimischen Schafen aus der Region des Zagros. Sie ist für ihre Qualität und Strapazierfähigkeit bekannt. Für die Teppichherstellung wird Wolle verwendet, weil sie eine weiche Oberfläche mit einer belastbaren Faser verbindet. Bei diesem Teppich wird hochwertige, weiche und widerstandsfähige Wolle als Flor angegeben.

Welche Farben sind typisch für Bakhtiar Teppiche?

Für Bakhtiar Teppiche sind natürliche Farbtöne wie Rot, Braun und Creme typisch. Diese Farbwelt steht in der regionalen Tradition für eine warme und harmonische Gesamtwirkung. Häufig werden solche Töne mit pflanzlichen Farbstoffen erzielt. Die Farbgestaltung unterstützt die Gliederung des Kheshti-Musters und hilft dabei, Pflanzen- und Tiermotive innerhalb der Gartenfelder deutlich voneinander abzuheben.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen