Perserteppich Bakhtiar 320 x 215 cm Wolle handgeknüpft

1676$

Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 320 x 215 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven | Zustand: Sehr gut

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 40E97755 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 40E97755

Beschreibung

Bakhtiar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und aus hochwertiger, weicher Wolle gefertigt. Die Wolle verbindet eine angenehme Haptik mit einer robusten Beschaffenheit. Dadurch steht bei diesem Teppich nicht nur die dekorative Wirkung im Vordergrund, sondern auch die traditionelle textile Verarbeitung, für die Bakhtiar Teppiche bekannt sind. Die handwerkliche Herstellung macht jedes Stück zu einem Einzelstück. Beim Knüpfen entsteht Reihe für Reihe eine textile Oberfläche, in der das Muster unmittelbar mit der Struktur des Teppichs verbunden ist.

Die angegebene Knotendichte von 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter verweist auf eine sorgfältige und detailorientierte Ausführung. Eine dichte Knüpfung kann feine Übergänge in einem Muster sichtbar machen und gibt der Oberfläche eine ausgeprägte Textur. Bei einem Gartenmuster ist dies besonders relevant, weil Pflanzen- und Tiermotive in einzelne Felder gegliedert und klar voneinander abgegrenzt werden können. Die Wolle nimmt Farben gleichmäßig auf und unterstützt den Wechsel zwischen kräftigen und ruhigeren Flächen.

Handgeknüpfte Teppiche entstehen nicht in einem vollständig maschinell wiederholten Prozess. Die Arbeit erfordert Aufmerksamkeit bei der Umsetzung der Motive und bei der Verbindung der einzelnen Knoten. So erklärt sich die individuelle Ausprägung eines jeden Exemplars. Die Kombination aus weicher Wolle, dichter Knüpfung und traditioneller Handarbeit entspricht dem Charakter eines Bakhtiar Teppichs, dessen Gebrauchstauglichkeit mit einer differenzierten Musterwirkung verbunden wird.

Herkunft und Tradition

Der Bakhtiar Teppich stammt aus dem westlichen Umfeld von Isfahan im Iran. Dort lebt das Bakhtiar-Volk, dessen textile Tradition eng mit der Geschichte der Region verbunden ist. Die Landschaft westlich von Isfahan wird vom Zagros-Gebirge geprägt. In diesem kulturellen Raum entwickelte sich eine eigenständige Teppichtradition, in der praktische Nutzung, überlieferte Muster und handwerkliches Können zusammenwirken. Bakhtiar Teppiche werden deshalb nicht nur als Bodenbelag betrachtet, sondern auch als Ausdruck einer regionalen Gestaltungssprache.

Die Teppichkunst der Bakhtiar steht in Verbindung mit einer nomadisch geprägten Kultur. Bewegliche Lebensformen verlangten nach Textilien, die im Alltag verwendbar und zugleich widerstandsfähig waren. Diese Verbindung von Funktion und Gestaltung ist ein wichtiger Hintergrund für die regionale Tradition. Wolle war als verfügbares und vielseitiges Material besonders geeignet. Sie ließ sich verspinnen, färben und zu einer belastbaren Oberfläche verarbeiten. Zugleich bot sie eine weiche, warme Haptik, die den praktischen Nutzen mit textilem Komfort verband.

Isfahan ist in der persischen Teppichgeschichte ein bedeutendes kulturelles Zentrum. Das westlich gelegene Bakhtiar-Gebiet besitzt dennoch eine eigene Identität und ist nicht mit einem Isfahan Teppich gleichzusetzen. Die Bezeichnung Bakhtiar verweist auf die regionale Herkunft und auf die Tradition des Bakhtiar-Volkes. Andere persische Teppichzentren wie Tabriz haben ebenfalls eigenständige Formen, Farben und Musterentwicklungen. Im Bakhtiar Bereich blieb die Verbindung zu naturnahen Motiven und zu einer klar gegliederten Flächengestaltung besonders wichtig.

Regionale Teppiche werden über Generationen hinweg durch Wissen geprägt, das nicht allein aus einem Musterbuch stammt. Dazu gehören der Umgang mit Wolle, die Vorbereitung des Materials, die Auswahl einer passenden Farbwirkung und die geduldige Ausführung der Knüpfarbeit. Auch die Weitergabe von Motiven gehört zur Tradition. Dabei kann ein überliefertes Gartenmotiv in verschiedenen Ausprägungen erscheinen, ohne seine grundlegende Bedeutung zu verlieren. Der Bakhtiar Teppich steht damit für eine iranische Handwerkstradition, in der Herkunft, Material und Muster eng miteinander verbunden sind.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als Gartenmuster, auf Persisch Kheshti, bezeichnet. Kheshti bedeutet eine Gestaltung in abgegrenzten Feldern. Die Gesamtfläche wird dabei in einzelne Bereiche gegliedert, die zusammen einen geordneten Garten darstellen. In diesen Feldern erscheinen Pflanzen- und Tiermotive. Die Komposition verbindet eine klare Struktur mit einer abwechslungsreichen Folge von Einzelmotiven. So entsteht kein ungeordnetes Nebeneinander, sondern ein Muster, dessen Teile in einer wiederkehrenden Ordnung zusammenarbeiten.

Gartenmotive haben in der persischen Teppichkunst eine lange symbolische und gestalterische Tradition. Der Garten kann als geordnete, fruchtbare Gegenwelt zur offenen Landschaft verstanden werden. Wasserläufe, Pflanzen, Bäume und Tiere gehören zu den wiederkehrenden Vorstellungen, die in unterschiedlichen Formen textile Ausdruck finden. Beim Kheshti Muster wird diese Idee nicht zwingend als eine einzige Landschaft dargestellt. Stattdessen wird sie in viele Felder übertragen, die jeweils eigene pflanzliche oder tierische Details aufnehmen können.

Die Pflanzenmotive geben der Musterfläche eine organische Wirkung. Blätter, Blüten und stilisierte Gewächse können innerhalb der Felder rhythmisch angeordnet werden. Tiermotive ergänzen diese Pflanzenwelt und bringen zusätzliche Formen in die Komposition. Die Motive sind dabei in eine geometrische Ordnung eingebunden. Gerade dieser Gegensatz zwischen der geraden Feldgliederung und den bewegteren Formen der Natur ist ein kennzeichnendes Merkmal der Kheshti Gestaltung. Das Muster wirkt dadurch strukturiert und zugleich vielfältig.

Die Farbgebung umfasst Rot, Braun und Creme. Rot setzt deutliche Akzente und gehört zu den kräftigen Tönen der Komposition. Braun stellt eine erdige Verbindung her und unterstützt den Bezug zu Natur- und Gartenmotiven. Creme hellt die Gestaltung auf und schafft zwischen den intensiveren Flächen ruhigere Bereiche. Das Zusammenspiel dieser Farben ergibt ein ausgewogenes Gesamtbild. Die Farben wirken nicht losgelöst vom Muster, sondern unterstützen die Aufteilung in Felder und die Lesbarkeit der darin enthaltenen Pflanzen- und Tiermotive.

Bei einem dicht geknüpften Gartenmuster können kleine Unterschiede zwischen den Feldern sichtbar bleiben. Jedes Segment erhält dadurch eine eigene Binnenstruktur, während die Gesamtkomposition zusammenhängend bleibt. Die Kheshti Gestaltung eignet sich deshalb für eine Betrachtung aus der Nähe ebenso wie für die Wahrnehmung der gesamten Fläche. Ihre Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Wiederholung, Abgrenzung, Farbe und Motiv. Der Bakhtiar Hintergrund gibt dieser Form des Gartenmusters eine regionale Einordnung innerhalb der persischen Teppichkunst.

Besonderheiten

Der Teppich befindet sich in einem sehr guten Zustand. Als handgeknüpftes Einzelstück verbindet er eine traditionelle Herstellungsweise mit einer robusten und zugleich weichen Wollqualität. Die Gartenmotive mit Pflanzen- und Tierdarstellungen machen die Kheshti Gestaltung eindeutig erkennbar. Die Farbpalette aus Rot, Braun und Creme ist klar benannt und prägt die textile Erscheinung.

Für die Pflege eines Bakhtiar Teppichs sind regelmäßiges Staubsaugen und gelegentliches Ausklopfen geeignet. Diese einfache Pflege unterstützt den Erhalt der Farben und hilft, die Wolle in gutem Zustand zu halten. Bei sachgemäßer Behandlung kann ein solcher Teppich über viele Jahrzehnte genutzt und innerhalb einer Familie weitergegeben werden. Die Pflegeempfehlung gehört zur allgemeinen Behandlung handgeknüpfter Wollteppiche und ergänzt die Angaben zu Material und Zustand.

FAQ

Wie lange hält ein Bakhtiar Teppich?

Ein Bakhtiar Teppich kann bei richtiger Pflege mehrere Jahrzehnte halten. Für seine Haltbarkeit sind die robuste Wolle, die handgeknüpfte Verarbeitung und die dichte Ausführung wichtige Grundlagen. Regelmäßiges Staubsaugen entfernt lose Partikel, bevor sie tiefer in die textile Oberfläche gelangen. Gelegentliches Ausklopfen unterstützt ebenfalls die Reinigung. Eine sachgemäße Behandlung hilft, die Farben und die Struktur der Wolle zu erhalten. Wie bei jedem handgeknüpften Teppich hängt die tatsächliche Nutzungsdauer auch davon ab, wie sorgfältig er behandelt und gereinigt wird.

Woher stammen die Materialien für den Bakhtiar Teppich?

Die Materialien für Bakhtiar Teppiche stammen hauptsächlich aus der Region selbst. Besonders die Wolle wird mit Schafen verbunden, die in den Bergen des Zagros-Gebirges leben. Wolle ist für die regionale Teppichherstellung ein vielseitiges Material: Sie kann zu Garn verarbeitet, gefärbt und zu einer strapazierfähigen Oberfläche geknüpft werden. Gleichzeitig bleibt sie weich und angenehm im Griff. Diese Verbindung von regionalem Bezug, praktischer Belastbarkeit und textiler Weichheit gehört zum handwerklichen Hintergrund der Bakhtiar Teppiche.

Was macht den Bakhtiar Teppich einzigartig?

Seine Besonderheit liegt in der Verbindung aus traditioneller Handwerkskunst, robusten Materialien und naturnahen Designs. Der Bakhtiar Teppich wird von einer regionalen Tradition westlich von Isfahan im Iran geprägt. Das Kheshti Gartenmuster gliedert die Fläche in Felder und verbindet Pflanzen- und Tiermotive. Die Wollqualität bringt eine weiche und zugleich widerstandsfähige textile Oberfläche ein. Gemeinsam ergeben Herkunft, Handarbeit, Material und Muster eine eigenständige Gestaltung, die aus der Geschichte und Kultur des Bakhtiar-Volkes hervorgeht.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen