





Perserteppich Bakhtiar 316 x 215 cm Wolle handgeknüpft
1446$
Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 316 x 215 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven, Rot, Braun und Creme | Zustand: Sehr gut
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 83CEE185
Beschreibung
Bakhtiar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Wolle. Die handwerkliche Fertigung verbindet viele einzelne Arbeitsschritte zu einem geschlossenen Teppichbild. Jeder Knoten wird von Hand gesetzt und trägt dazu bei, dass das Muster klar gegliedert und dauerhaft mit dem Grundgewebe verbunden ist. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht die Oberfläche nicht durch ein industrielles Druckverfahren, sondern durch die Folge zahlreicher handwerklicher Entscheidungen.
Die verwendete Wolle wird als hochwertig beschrieben. Für Bakhtiar Teppiche ist Wolle ein traditionelles Material, weil sie sich für eine strapazierfähige und zugleich angenehm weiche Oberfläche eignet. Ihre natürliche Struktur unterstützt die Wirkung von Farben und Mustern und gibt dem Flor eine griffige Haptik. Die robuste Konstruktion dieses Teppichs passt zu dieser Materialwahl und macht ihn auch für Bereiche geeignet, die stärker genutzt werden.
Die Knotendichte liegt bei 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Dichte beschreibt die Anzahl der von Hand ausgeführten Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und verweist auf den aufwendigen Aufbau des Teppichs. Sie steht hier neben der handgeknüpften Ausführung und der hochwertigen Wolle als wichtiges Merkmal der Verarbeitung. Der Zustand des Teppichs ist sehr gut.
Herkunft und Tradition
Der Bakhtiar Perserteppich stammt aus dem Iran, genauer aus dem westiranischen Umfeld der Bakhtiar-Nomaden und dem Gebiet des Zagros-Gebirges. Die Bakhtiar-Region liegt im westlichen Iran und ist eng mit nomadischen und sesshaften Lebensformen verbunden. Teppichknüpfen entwickelte sich dort als überlieferte Handarbeit, deren Kenntnisse innerhalb von Familien und Gemeinschaften weitergegeben wurden. Das Umfeld des Zagros-Gebirges prägte dabei nicht nur die Lebensweise der Menschen, sondern auch die Bildsprache vieler regionaler Textilien.
Bakhtiar Teppiche gehören zur iranischen Teppichtradition und werden mit der Region um Isfahan sowie mit dem Zagros-Gebirge in Verbindung gebracht. Ihre Entstehung steht in einem kulturellen Raum, in dem textile Arbeiten sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für die Ausstattung von Wohnräumen Bedeutung hatten. Die Herstellung von Teppichen erforderte Geduld, Materialkenntnis und ein sicheres Verständnis für wiederholbare Muster. Diese Verbindung von praktischer Nutzung und dekorativer Gestaltung ist ein wesentlicher Bestandteil der Bakhtiar-Tradition.
Eine charakteristische Mustergruppe sind Gartenmotive, die als Kheshti bezeichnet werden. Der Begriff verweist auf eine in Felder gegliederte Komposition, in der einzelne Bildbereiche nebeneinander angeordnet werden. Solche Felder können von Pflanzen, Tieren und weiteren Naturmotiven bestimmt sein. Die Gartenidee ist in der persischen Kunst tief verankert: Sie steht für eine geordnete, von Wegen und Teilbereichen strukturierte Natur. Im Teppich wird diese Vorstellung in eine flache, textile Ordnung übertragen.
Die Tradition der iranischen Teppiche umfasst viele regionale Ausprägungen. Tabriz ist für fein ausgearbeitete Muster und eine differenzierte Farbgestaltung bekannt. Kashan wird häufig mit klassischen Motiven und einer dichten Knotentechnik verbunden. Teppiche aus dem Umfeld von Isfahan werden wegen ihrer Detailarbeit und ihrer handwerklichen Qualität geschätzt. Diese Beispiele zeigen, dass persische Teppiche nicht einer einzigen Form folgen, sondern je nach Herkunft, Werkstatttradition und regionaler Bildsprache unterschiedliche Erscheinungen entwickeln.
Bakhtiar Teppiche stehen innerhalb dieser Vielfalt für eine eigenständige westiranische Tradition. Die Verbindung zur nomadischen Kultur, die Nähe zum Zagros-Gebirge und die Vorliebe für strukturierte Gartenmuster bilden einen nachvollziehbaren regionalen Zusammenhang. Gleichzeitig bleibt jeder handgeknüpfte Teppich ein individuelles Gewebe, weil Ausführung, Farbverteilung und Knotensetzung von Hand entstehen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist ein Gartenmuster, auch Kheshti genannt. Die Komposition arbeitet mit einzelnen Feldern, die zusammen ein größeres Gesamtbild ergeben. Die Feldgliederung schafft eine klare Ordnung und erleichtert dem Auge, die verschiedenen Motive voneinander zu unterscheiden. Anders als bei einem einzigen durchgehenden Bild verteilt sich die Gestaltung auf mehrere textile Bildräume, die miteinander rhythmisch verbunden sind.
In den Feldern erscheinen Pflanzen- und Tiermotive. Pflanzen können in einer solchen Bildsprache als stilisierte Zweige, Blätter, Blüten oder Bäume auftreten; Tiere werden gewöhnlich in vereinfachten, ornamentalen Formen dargestellt. Bei einem Kheshti-Muster geht es nicht um eine naturalistische Abbildung wie in einem Gemälde. Die Natur wird in Zeichen, Wiederholungen und symmetrische oder ausgewogene Anordnungen übersetzt. Dadurch entsteht ein Muster, das dekorativ und zugleich lesbar bleibt.
Die Farben dieses Bakhtiar Teppichs sind Rot, Braun und Creme. Rot bildet eine kräftige, warme Farbrichtung, Braun bringt einen erdigen Ton in die Gestaltung, und Creme setzt hellere Flächen und Kontraste. Das Zusammenspiel dieser drei Farben unterstützt die Unterteilung in Felder und lässt Pflanzen- und Tiermotive deutlich hervortreten. Die Farbwahl verbindet eine warme Grundstimmung mit einer klaren Differenzierung der einzelnen Musterbereiche.
Gartenmuster besitzen in der persischen Teppichkunst eine lange Bildtradition. Der Garten gilt dort als geordneter Naturraum, in dem Wasserläufe, Pflanzen, Wege und abgegrenzte Bereiche zusammengehören. Im Kheshti wird diese Idee nicht als Landschaft mit einer einzigen Perspektive wiedergegeben, sondern als wiederholte Folge einzelner Felder. Die textile Fläche wird so zu einer symbolischen Gartenordnung, die sich über das gesamte Muster ausbreiten kann.
Die Wirkung eines solchen Entwurfs hängt stark von der handwerklichen Ausführung ab. Gerade Linien, wiederkehrende Feldformen und Motive müssen beim Knüpfen Schritt für Schritt in das Gewebe übertragen werden. Eine höhere Knotendichte kann dabei feinere Konturen und differenziertere Übergänge ermöglichen, ohne dass daraus eine bestimmte Einzelheit dieses Teppichs abgeleitet werden muss. Die regionale Gestaltung bleibt dennoch durch die charakteristische Kheshti-Struktur, die Naturmotive und die warme Farbgruppe erkennbar.
Im Unterschied zu floralen Gesamtmustern, bei denen ein Ornament über die ganze Fläche läuft, setzt das Gartenmuster auf Abgrenzung und Wiederholung. Jedes Feld kann als eigener kleiner Bildraum gelesen werden, während die gemeinsame Farbwelt und die wiederkehrende Ornamentik für Zusammenhalt sorgen. Pflanzen- und Tiermotive werden dadurch nicht isoliert, sondern als Teile einer geordneten Naturdarstellung wahrgenommen.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus hochwertiger Wolle und die robuste Konstruktion. Hinzu kommt das Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven. Die Farben Rot, Braun und Creme geben dem Entwurf seine warme, erdverbundene Farbigkeit. Die Knotendichte von 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter dokumentiert den aufwendigen Aufbau.
Der Teppich eignet sich laut Beschreibung auch für stärker frequentierte Bereiche. Seine robuste Ausführung verbindet damit die dekorative Wirkung des Gartenmusters mit einem praktischen Einsatz im Wohnbereich. Als möglicher Ort werden Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Flur genannt. Der Zustand ist sehr gut, sodass die handwerklichen und gestalterischen Eigenschaften in einer gepflegten Erhaltung vorliegen.
FAQ
Wie pflege ich einen Bakhtiar Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Absaugen gehört zur grundlegenden Pflege. Dabei sollte die Oberfläche schonend behandelt werden, damit der Wollflor nicht unnötig belastet wird. Eine gelegentliche professionelle Reinigung ergänzt die laufende Pflege und kann dazu beitragen, die Lebensdauer des Teppichs zu verlängern. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie die Farben mit der Zeit ausbleichen kann. Ein geeigneter Standort und eine regelmäßige, zurückhaltende Reinigung unterstützen somit den Erhalt von Flor, Farbwirkung und Muster.
Was macht einen Bakhtiar Teppich einzigartig?
Seine Eigenart entsteht aus dem Zusammenspiel von traditionellem Handwerk, hochwertiger Wolle und einem regional geprägten Muster. Das Kheshti-Gartenmuster gliedert die Fläche in Felder und verbindet Pflanzen- und Tiermotive zu einer geordneten Naturdarstellung. Die warme Farbpalette aus Rot, Braun und Creme unterstützt diese Gestaltung. Gleichzeitig verleiht die handgeknüpfte Herstellung jedem Teppich eine eigene Ausführung. Die Kombination aus robuster Konstruktion, Naturmotiven und westiranischer Tradition unterscheidet den Bakhtiar Teppich von anderen persischen Teppicharten.
Woher stammt die Wolle für Bakhtiar Teppiche?
Die Wolle für Bakhtiar Teppiche stammt meist von Schafen, die in der Region leben. Schafwolle wird traditionell wegen ihrer Robustheit und ihrer weichen Textur für die Teppichherstellung verwendet. Diese Eigenschaften machen sie für einen Flor geeignet, der angenehm in der Haptik und zugleich widerstandsfähig sein soll. Beim vorliegenden Teppich ist Wolle als Material des Flors angegeben. Die regionale Herkunft der Wolle fügt sich damit in die handwerkliche Tradition des Bakhtiar-Gebiets ein, ohne dass eine genauere Tierhaltung oder ein bestimmter Herkunftsbetrieb behauptet wird.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













