






Perserteppich Bakhtiar 312 x 208 cm Wolle handgeknüpft
1375$
Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 312 x 208 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven | Zustand: Sehr gut
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Beschreibung
Bakhtiar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus hochwertiger Wolle. Die Wolle prägt die Oberfläche, die Haptik und die robuste Wirkung des Teppichs. Wolle wird seit Jahrhunderten für orientalische Teppiche verwendet, weil sie bei sorgfältiger Verarbeitung eine dichte, belastbare und zugleich angenehm griffige Oberfläche bilden kann. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht jedes einzelne Florstück durch wiederholte Handarbeit. Dadurch wird das Muster Knoten für Knoten aufgebaut, anstatt maschinell auf eine fertige Fläche gedruckt oder aufgelegt zu werden.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt, wie eng die einzelnen Knoten innerhalb der Fläche gesetzt sind, und steht damit in Zusammenhang mit der Ausarbeitung des Musters. Die Handarbeit erfordert ein gleichmäßiges Vorgehen und eine genaue Orientierung an der Zeichnung. Gleichzeitig bleibt ein handgeknüpfter Teppich ein textiles Einzelstück, dessen Oberfläche die Arbeit der Knüpfer sichtbar bewahrt.
Die Bauweise wird in der Beschreibung als robust und langlebig charakterisiert. Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand. Diese Angaben gehören zur konkreten Beschaffenheit dieses Stücks: hochwertiger Wollflor, handgeknüpfte Verarbeitung, die genannte Knotendichte und eine robuste Ausführung. Eine Kette aus einem bestimmten Material ist nicht angegeben und wird daher nicht näher bezeichnet.
Herkunft und Tradition
Der Bakhtiar stammt aus dem westlichen Umfeld von Isfahan im Iran. Die Region liegt in der Nähe des Zagros-Gebirges und ist mit der Teppichtradition der Bakhtiar verbunden. Das Gebirge und seine Bergregionen bilden den kulturellen Rahmen, in dem sich die Web- und Knüpfkunst der Bakhtiar entwickelt hat. Bakhtiar-Teppiche stehen damit für eine iranische Handwerkstradition, in der Gebrauchsgegenstände zugleich mit sorgfältig geordneten Mustern gestaltet werden.
Die Bakhtiar werden als iranisches Nomadenvolk beschrieben. Bei nomadisch geprägten Teppichtraditionen ist die Herstellung eng mit dem Alltag, der verfügbaren Wolle und der Weitergabe handwerklicher Kenntnisse verbunden. Das Knüpfen wird nicht nur als technischer Vorgang verstanden, sondern auch als eine Form der Überlieferung: Motive, Farbzusammenstellungen und der Aufbau einer Fläche werden von einer Generation an die nächste weitergegeben. Der Teppich verbindet so Material, Arbeit und regionale Bildsprache.
Das Zagros-Gebirge ist für die Herkunftserzählung der Bakhtiar-Teppiche von Bedeutung. In den Bergregionen werden Schafe gehalten, deren Wolle für die Herstellung verwendet wird. Diese Wolle wird als dicht und strapazierfähig beschrieben und eignet sich deshalb für Teppiche, die eine belastbare Oberfläche erhalten sollen. Bei diesem Stück wird die Verwendung hochwertiger Wolle ausdrücklich genannt; die Verbindung zur Wolle aus den Bergregionen erklärt den traditionellen materiellen Zusammenhang, ohne eine individuelle Herde oder einen bestimmten Herstellungsort zu behaupten.
Isfahan ist ein bedeutender Bezugspunkt der iranischen Teppichkultur. Der Bakhtiar wird westlich von Isfahan verortet und gehört damit zu einem Umfeld, in dem unterschiedliche regionale Knüpftraditionen nebeneinander bestehen. Der Name Bakhtiar bezeichnet hier sowohl die regionale und kulturelle Zuordnung als auch die gewachsene Gestaltungstradition. Vergleichbare iranische Teppiche können sich in Aufbau und Motivwahl unterscheiden, doch die Bakhtiar-Tradition bleibt durch ihre Verbindung zum Zagros, zur Wolle und zur handwerklichen Fertigung erkennbar.
In der regionalen Teppichwelt werden auch Gabbeh-Teppiche mit nomadischem Hintergrund und schlichter geometrischer Gestaltung genannt. Qashqai-Teppiche sind für kräftige Farben und natürliche Materialien bekannt. Diese Beispiele zeigen das breite Spektrum iranischer Nomadentraditionen. Sie ändern jedoch nicht die Einordnung dieses Stücks: Es handelt sich um einen Bakhtiar-Perserteppich aus dem westlichen Raum von Isfahan im Iran.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist ein Gartenmuster, das als Kheshti bezeichnet wird. Der Name verweist auf eine in Felder gegliederte Garten- und Landschaftsvorstellung. In der Gestaltung werden einzelne Bereiche so angeordnet, dass sie zusammen eine klar lesbare Gesamtfläche bilden. Das Kheshti-Motiv kann dadurch eine strukturierte Ordnung schaffen, während Pflanzen- und Tiermotive innerhalb der Felder für Abwechslung sorgen.
Auf diesem Bakhtiar finden sich Pflanzen- und Tiermotive. Florale Darstellungen können in der iranischen Teppichkunst als stilisierte Blätter, Blüten, Ranken oder Bäume erscheinen. Tiermotive werden ebenfalls nicht zwingend naturgetreu wiedergegeben, sondern häufig in einer vereinfachten, ornamentalen Form. Entscheidend ist die Verbindung von Naturmotiven und wiederholter Ordnung: Das Bild wirkt als textile Komposition, deren Einzelzeichen durch die Knüpfarbeit dauerhaft in die Fläche eingebunden werden.
Die Gartenfelder geben dem Muster einen klaren Rhythmus. Ein Feld kann als eigenständige kleine Szene gelesen werden, zugleich steht es in Beziehung zu den benachbarten Feldern. Diese Aufteilung erlaubt es, unterschiedliche Pflanzen- und Tierzeichen nebeneinander zu setzen, ohne die Gesamtordnung aufzugeben. Bei einem handgeknüpften Kheshti-Teppich wird diese Struktur mit Knoten, Farben und Konturen schrittweise aufgebaut. Die Gestaltung ist deshalb nicht bloß eine aufgebrachte Dekoration, sondern Teil der Konstruktion der Fläche.
Die Farben dieses Teppichs sind Rot, Braun und Creme. Rot bringt eine warme Grundwirkung in die Komposition, Braun verbindet die farbigen Bereiche mit einem erdigen Ton, und Creme setzt helle Akzente. Diese Aussagen beschreiben die vorhandenen Farben dieses Stücks. In der iranischen Teppichkunst werden Farben häufig so kombiniert, dass Feldaufteilung und Motivkonturen voneinander unterscheidbar bleiben. Die Farbwahl unterstützt hier die Lesbarkeit des Gartenmusters und der darin angeordneten Pflanzen- und Tiermotive.
Gartenmuster wie Kheshti gehören zu einer Bildsprache, in der der Teppich als geordnete Landschaft verstanden werden kann. Die Felder erinnern an abgegrenzte Gartenbereiche, während die Motive auf Wachstum, Natur und die Beziehung zwischen Mensch und Umgebung verweisen. Das Muster muss dabei nicht als exakte Darstellung eines bestimmten Gartens gelesen werden. Es ist vielmehr ein überliefertes Ornament, das Landschaftsideen in wiederholbare Zeichen und geometrisch gefasste Bereiche übersetzt.
Die Bakhtiar-Tradition verbindet diese geordnete Musterwelt mit der handwerklichen Eigenart regionaler Teppiche. Jede Partie wird beim Knüpfen aus einzelnen Knoten und Farbbereichen aufgebaut. Dadurch entsteht eine Oberfläche, in der das Motiv dauerhaft mit dem Wollflor verbunden ist. Das Ergebnis ist ein Gartenmuster mit Pflanzen- und Tiermotiven, dessen regionale Zuordnung, Material und Technik gemeinsam gelesen werden können.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die Einordnung als Bakhtiar-Perserteppich, die Herkunft aus dem westlichen Raum von Isfahan im Iran und das Kheshti-Gartenmuster. Hinzu kommen der Wollflor, die handgeknüpfte Fertigung und die Knotendichte von 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Farbgebung umfasst Rot, Braun und Creme. Der Teppich wird als robust und langlebig beschrieben und befindet sich in sehr gutem Zustand.
Das Zusammenspiel dieser Angaben macht die Identität des Einzelstücks aus: eine iranische Herkunft, eine Bakhtiar-Tradition, eine klar gegliederte Gartenkomposition und eine handwerklich aufgebaute Wolloberfläche. Die Pflanzen- und Tiermotive geben dem Muster seinen gegenständlichen Charakter, während die Felder des Kheshti-Designs für die erkennbare Ordnung sorgen.
FAQ
Wie pflege ich meinen Bakhtiar-Perserteppich richtig?
Für die regelmäßige Pflege eignet sich vorsichtiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. So wird die Oberfläche von losem Schmutz befreit, ohne den Wollflor unnötig zu beanspruchen. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben kann die betroffene Stelle stärker belasten und sollte vermieden werden. Zusätzlich kann eine professionelle Reinigung alle paar Jahre sinnvoll sein. Dabei wird die Reinigung an Wolle und an die handgeknüpfte Struktur angepasst.
Woher stammt die Wolle für Bakhtiar-Teppiche?
Die Wolle für Bakhtiar-Teppiche stammt aus der Tradition der Schafhaltung in den Bergregionen des Zagros-Gebirges. Sie wird als besonders dicht und strapazierfähig beschrieben und ist dadurch für die Teppichherstellung geeignet. Bei diesem Teppich ist hochwertiger Wollflor angegeben. Die Wolle bildet die sichtbare Oberfläche und trägt zur robusten, langlebigen Ausführung bei.
Kann ich einen Bakhtiar-Perserteppich auch im Freien verwenden?
Bakhtiar-Teppiche sind hauptsächlich für Innenräume vorgesehen. In einem überdachten Außenbereich ist eine Verwendung möglich, sofern direkte Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit vermieden werden. Diese Einflüsse können die Farben und die Struktur des Teppichs beeinträchtigen. Ein geschützter, trockener Standort trägt dazu bei, die Eigenschaften des Wollflors und die handgeknüpfte Oberfläche zu bewahren.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














