Perserteppich Bakhtiar 209 x 142 cm Wolle handgeknüpft

905$

Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor weiche und kräftige Wolle | Größe: 209 x 142 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven | Zustand: Sehr widerstandsfähig und belastbar

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Inventarnummer: 3930FE42

Beschreibung

Bakhtiar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus weicher, zugleich kräftiger Wolle. Die Verbindung aus angenehmer Haptik und widerstandsfähiger Faser prägt den Charakter des Teppichs. Wolle wird bei orientalischen Teppichen seit jeher wegen ihrer Belastbarkeit und ihrer natürlichen Griffigkeit verwendet. Sie kann dem Flor eine lebendige Oberfläche geben, während ihre robuste Struktur für den praktischen Alltag geeignet ist. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster Knoten für Knoten. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 150.000 – 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine differenzierte Ausarbeitung von Flächen, Linien und kleinen Motivdetails, ohne dass die kräftige Wollqualität verloren geht. Die Herstellung von Hand macht jedes Stück zu einem Einzelstück; kleine Abweichungen im Erscheinungsbild gehören zur individuellen Ausführung eines handgefertigten Teppichs.

Herkunft und Tradition

Bakhtiar-Teppiche stehen für eine iranische Webtradition aus dem Zagros-Gebirge. Die Bakhtiar sind ein nomadisches Volk, das westlich der Stadt Isfahan lebt. Ihre Teppichkunst ist eng mit dieser Landschaft und mit einer Lebensweise verbunden, in der handwerkliche Fertigkeiten über Generationen weitergegeben wurden. Der Begriff Bakhtiar bezeichnet dabei nicht nur eine Gestaltung, sondern verweist auf die kulturelle Herkunft der Teppiche. Das Zagros-Gebirge erstreckt sich durch den Westen Irans und bildet den regionalen Rahmen für unterschiedliche Formen der Textil- und Teppichherstellung. In dieser Umgebung entwickelte sich eine robuste Bildsprache, die mit klar gegliederten Flächen und naturbezogenen Motiven arbeitet.

Die nomadische Tradition der Bakhtiar ist von der Herstellung nützlicher und zugleich ausdrucksstarker Textilien geprägt. Teppiche wurden in diesem kulturellen Umfeld nicht nur als dekorative Gegenstände verstanden, sondern auch als Teil des täglichen Lebens. Handarbeit, verfügbare Wolle und überlieferte Muster bildeten dabei eine enge Einheit. Die Verwendung kräftiger Wolle passt zu dieser handwerklichen Tradition, weil sie einen belastbaren Flor ermöglicht und zugleich eine weiche Oberfläche bewahren kann. Bei Bakhtiar-Teppichen begegnen sich daher praktische Eigenschaften und eine geordnete Ornamentik. Die Arbeit am Webstuhl verlangt Erfahrung, ein gutes Verhältnis von Farbe und Form sowie die Fähigkeit, ein Muster über die gesamte Fläche konsequent fortzuführen.

Die Nähe zu Isfahan macht Bakhtiar zugleich zu einem Teil der vielfältigen persischen Teppellandschaft, ohne die eigenständige regionale Prägung aufzuheben. Isfahan-Teppiche sind für feine, detailreiche Muster und hohe Knotenzahlen bekannt. Kerman-Teppiche werden mit opulenten Entwürfen und lebendigen Farben verbunden. Beide Traditionen zeigen ebenso wie Bakhtiar die große Bandbreite persischer Teppichkunst. Der Bakhtiar-Stil bleibt jedoch durch seine Herkunft aus dem Zagros-Gebirge, seine nomadische Überlieferung und seine charakteristischen Gartenkompositionen klar erkennbar. So verbindet dieser Teppich regionale Geschichte mit einer Gestaltung, die sich aus der iranischen Handwerkskultur entwickelt hat.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist ein Gartenmuster, das auch als Kheshti bezeichnet wird. Kheshti-Kompositionen gliedern die Fläche in einzelne Felder, die an Gartenparzellen erinnern. Diese Aufteilung schafft eine erkennbare Ordnung und lässt viele Motive nebeneinander erscheinen. Typisch für diese Bildidee ist die Verbindung von Pflanzen- und Tiermotiven. Florale Formen können dabei mit geometrischen Begrenzungen zusammenwirken. Die Geometrie gibt dem Entwurf Struktur, während Blätter, Blüten und Tiere die einzelnen Felder beleben. Das Ergebnis ist keine ungeordnete Naturdarstellung, sondern eine übersichtlich aufgebaute, ornamentale Interpretation der Pflanzen- und Tierwelt.

Die Farbgebung dieses Teppichs umfasst Rot, Braun und Creme. Kräftige Rottöne können in einem Kheshti-Muster als tragende Farbbereiche auftreten, während warme Brauntöne den Naturbezug unterstreichen. Cremefarbene Partien schaffen helle Kontraste und helfen dabei, einzelne Motive voneinander abzugrenzen. Das Zusammenspiel dieser Farben unterstützt die klare Feldaufteilung des Gartenmusters. Zugleich bleibt die Palette in einem Bereich natürlicher, erdverbundener Töne. Dadurch lässt sich die Gestaltung mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden, ohne dass die floralen, tierischen und geometrischen Elemente ihre Eigenständigkeit verlieren.

Bei Bakhtiar-Teppichen ist das Gartenmotiv ein wichtiger Ausdruck der regionalen Mustertradition. Die Darstellung von Natur kann als geordnetes Bild eines idealisierten Gartens verstanden werden. Jedes Feld erhält dabei seine eigene Binnenstruktur, während die Gesamtkomposition durch Wiederholung und Rhythmus zusammengehalten wird. Gerade die Kombination aus kleinen Naturmotiven und geometrischer Einteilung macht Kheshti-Muster vielseitig lesbar: Aus der Nähe treten die einzelnen Pflanzen- und Tierformen hervor, aus größerer Entfernung wirkt die Gesamtfläche als zusammenhängendes Ornament. Die handgeknüpfte Ausführung unterstützt diese Differenzierung, weil sie die Ausarbeitung der verschiedenen Formen über viele einzelne Knoten ermöglicht.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Einzelstücks gehören die weiche und kräftige Wolle, die handgeknüpfte Ausführung sowie das Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven. Die Farbauswahl beschränkt sich auf Rot, Braun und Creme und gibt dem Teppich eine klar erkennbare, naturbezogene Wirkung. Mit einer Knotendichte von 150.000 – 200.000 Knoten pro Quadratmeter verbindet er die kräftige Wollqualität mit einer detailliert angelegten Musterarbeit. Der Zustand wird als sehr widerstandsfähig und belastbar beschrieben. Damit steht bei diesem Bakhtiar nicht nur die dekorative Gestaltung im Vordergrund, sondern ebenso die robuste Beschaffenheit, die für die regionale Teppichtradition kennzeichnend ist.

FAQ

Wie pflege ich meinen Bakhtiar Teppich richtig?

Regelmäßiges Absaugen hilft dabei, lose Verschmutzungen aus dem Wollflor zu entfernen und die Oberfläche sauber zu halten. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden, ohne die betroffene Stelle stark zu reiben. Starke Chemikalien sind zu vermeiden, da sie die Wollfasern und die Farbwirkung beeinträchtigen können. Für eine gründliche Pflege empfiehlt sich, den Teppich gelegentlich professionell reinigen zu lassen. Die weiche und kräftige Wolle ist zwar sehr widerstandsfähig und belastbar, eine schonende Behandlung unterstützt jedoch den langfristigen Erhalt des handgeknüpften Flors und der Kheshti-Motive.

Welche Farben sind für Bakhtiar Teppiche typisch?

Bei diesem Bakhtiar Teppich erscheinen Rot, Braun und Creme. Diese Farbtöne entsprechen der naturbezogenen Wirkung, die mit Bakhtiar-Gartenmustern verbunden ist. Kräftige Rottöne setzen deutliche Akzente, warme Brauntöne ergänzen die erdige Anmutung und Creme sorgt für helle Bereiche innerhalb der gegliederten Musterflächen. Die Kombination wirkt ausgewogen, ohne die Pflanzen- und Tiermotive zu verdecken. Im Zusammenspiel mit den geometrisch geordneten Kheshti-Feldern entsteht eine Farbgestaltung, die sowohl die einzelnen Ornamente als auch die Gesamtkomposition klar erkennen lässt.

Woher stammen die Materialien für Bakhtiar Teppiche?

Die Materialien stammen hauptsächlich aus der Region. Besonders die Wolle wird mit den Schafen der Bakhtiar-Nomaden verbunden. Diese Wolle ist für ihre Robustheit und Weichheit bekannt und passt deshalb zur handwerklichen Herstellung belastbarer Teppiche. Ihre kräftige Struktur kann dem Flor Stabilität geben, während die weiche Beschaffenheit eine angenehme Oberfläche ermöglicht. Die regionale Verbindung von Wolle, nomadischer Tradition und Handarbeit gehört zum kulturellen Hintergrund der Bakhtiar-Teppiche. Bei diesem Stück zeigt sie sich in der Verwendung weicher und kräftiger Wolle für den handgeknüpften Flor.

Zusätzliche Informationen
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