










Perserteppich Bachtiari 316 x 213 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 1775$1065$Aktueller Preis ist: 1065$
Handgeknüpfter Bachtiari Perserteppich | Knotendichte: 160000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 316 x 213 cm | Muster: Symmetrisches florales Medaillon | Zustand: Top Zustand, renoviert, professionell gewaschen
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 1001200003431
Beschreibung
Bachtiari Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bachtiari-Teppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100% aus Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die angegebene Knotendichte beträgt 160000/Qm. Damit verbindet das Stück einen Wollflor mit einer Baumwollgrundlage, wie sie für Bachtiari-Teppiche typisch ist. Die Kette bildet das tragende Gerüst des Teppichs; die Wollknoten bilden daraus den sichtbaren Flor und geben dem Muster seine textile Oberfläche.
Bachtiari-Teppiche beruhen grundsätzlich auf einer Baumwollkette und einem Schuss aus Wolle. Die Wolle stammt traditionell häufig von den Herden des herstellenden Stammes. Ihre Beschaffenheit kann von eher stumpf bis sehr glänzend reichen. Entsprechend kann der Flor mittel bis hoch geschnitten sein. Bei diesem Stück sind als konkrete Materialien 100% Wolle im Flor und 100% Baumwolle in der Kette angegeben. Die Fertigung als Handknüpfteppich macht jeden einzelnen Knoten zu einem Teil der Gesamtstruktur.
Die Qualität von Bachtiari-Teppichen wird unter anderem mit der Knotendichte, dem Muster und den verwendeten Farbstoffen in Verbindung gebracht. Teppiche mit besonders hoher Knotendichte werden häufig als Bibibaff bezeichnet. Chapel Shotur und Saman werden etwas niedriger als Bibibaff eingeordnet, gelten aber weiterhin als gut bis ausgezeichnet. Hori-Teppiche sind lockerer gewebt und werden qualitativ niedriger bewertet. Diese Bezeichnungen beschreiben unterschiedliche Einordnungen innerhalb der Bachtiari-Tradition. Die vorliegende Ausführung ist als handgeknüpfter Teppich mit einer Knotendichte von 160000/Qm dokumentiert.
Herkunft und Tradition
Die Bachtiari-Teppichkunst ist eine bedeutende Kunstform des Bachtiari-Stammes. Der Stamm ist in der Region Chahar Mahaal und Bachtiari im westlichen Persien ansässig. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts werden Bachtiari-Teppiche in die ganze Welt exportiert. Ihre Geschichte ist deshalb sowohl mit der Lebensweise der Bachtiari als auch mit dem internationalen Handel persischer Teppiche verbunden.
Ursprünglich wurden Bachtiari-Teppiche von nomadisch lebenden Bakhtiari hergestellt. Die meisten authentischen Stücke entstehen heute jedoch in sesshaften Bakhtiari-Gemeinden im mittleren West-Persien. Diese Gemeinden liegen südwestlich von Isfahan, in Chahar Mahaal und Bakhtiari sowie in Teilen der Provinzen Isfahan, Lorestan und Ost-Khuzestan. Besonders häufig wird die Stadt Shahr-Kurd als Zentrum der Herstellung genannt. Die regionale Teppichtradition besteht damit nicht nur in einer einzelnen Werkstatt, sondern in mehreren miteinander verbundenen Gemeinden und Gebieten.
Die Teppiche wurden auch nach ihrem Ursprungsort als Saman oder Hureh, beziehungsweise Hori, bezeichnet. Diese Namen werden heute eher als Qualitätsmerkmale innerhalb der Bachtiari-Teppiche verstanden als als streng geografische Bezeichnungen. Ein Ortsname kann bei dieser Teppichgruppe daher auf eine bestimmte Tradition, eine Musterüberlieferung oder eine Qualitätsstufe verweisen. Die Bezeichnungen Saman und Hori gehören zur Geschichte und zur fachlichen Einordnung der Bachtiari-Produktion.
Bakhtiari-Muster wurden außerdem in anderen Webzentren nachgeahmt. Dazu zählen Webzentren in Persien, Pakistan, Indien und China. Der ortsbezogene Name eines Musters kann sich dort auf den Ursprungsort der Gestaltung und auf die Qualität beziehen, ohne den tatsächlichen Herstellungsort jedes einzelnen Nachahmers zu bezeichnen. Diese Verbreitung zeigt, wie einflussreich die Bachtiari-Motive in der Teppichwelt geworden sind. Für die Bachtiari-Tradition bleibt die Verbindung zu den sesshaften Gemeinden im mittleren West-Persien dennoch zentral.
Innerhalb der Region unterscheiden sich die Teppiche je nach Stamm und Ort in Wolle, Farben, Webweise und Gestaltung. Die Wolle kann einen unterschiedlichen Glanz besitzen, und auch die Dichte der Knüpfung variiert. Preis und Einordnung hängen deshalb nicht allein vom Namen Bachtiari ab. Knotendichte, Muster und Farbstoffe spielen ebenfalls eine Rolle. Ältere Teppiche werden häufig von Sammlern gesucht, während seltene größere Stücke schwerer zu finden sind. Die Bachtiari-Tradition verbindet damit regionale Herkunft, handwerkliche Unterschiede und eine lange Exportgeschichte.
Design und Muster
Die Gestaltung dieses Teppichs ist als symmetrisches florales Medaillon angegeben. Ein Medaillon ordnet die Komposition um ein zentrales Gestaltungselement; florale Formen ergänzen dieses Zentrum. Die symmetrische Anlage sorgt für eine klare Balance der Flächen. Beim vorliegenden Stück verbinden sich somit ein floraler Dekor, ein zentrales Medaillon und eine spiegelnde Ordnung zu einem eindeutig gegliederten Muster.
Bachtiari-Muster sind im Allgemeinen von Blumen und Gärten inspiriert. Diese Verbindung zur Gartenidee gehört zu den bekanntesten Gestaltungsthemen der Region. Pflanzenmotive werden in unterschiedlichen Anordnungen eingesetzt und können ein ganzes Feld füllen oder in einzelne Bereiche gegliedert werden. Auch das florale Medaillon dieses Teppichs steht in diesem größeren Zusammenhang der Bachtiari-Ornamentik.
Ein besonders bekanntes Bachtiari-Muster ist das Khesti. Es gilt als etabliertes Gartenmuster und teilt das Teppichfeld in einzelne Quadrate. Tiere und Pflanzen erscheinen dort als symbolische Elemente. Ein anderes einflussreiches Motiv zeigt ein Feld mit Gitterwerk und Blumenornamenten. Diese Garten- und Rastermuster unterscheiden sich formal vom Medaillonaufbau, gehören aber zur gleichen regionalen Bildwelt. Sie machen deutlich, wie vielfältig Bachtiari-Teppiche trotz wiederkehrender Naturmotive gestaltet werden.
Die Farbgebung variiert je nach Stil und Herkunft des jeweiligen Stammes. Allgemein kommen bei Bachtiari-Teppichen Schattierungen von Weiß, Rot, Braun, Grün und Gelb vor. Natürliche Farbstoffe können Farbabweichungen hervorbringen. Bei den ältesten Bibibaff-Teppichen treten solche Veränderungen besonders deutlich hervor. Die Farben werden dadurch nicht nur als dekorative Mittel verstanden, sondern auch als Teil der materiellen und regionalen Geschichte eines Teppichs.
Bei einem symmetrischen floralen Medaillon liegt der Schwerpunkt auf der geordneten Wiederholung und dem Verhältnis von Mitte und Umfeld. Die floralen Formen geben der Komposition ihre botanische Richtung, während die Symmetrie für eine regelmäßige Verteilung sorgt. Die Bachtiari-Tradition kennt daneben Gartenquadrate, Gitterfelder und weitere pflanzlich geprägte Systeme. Das hier dokumentierte Muster ist jedoch ausdrücklich als symmetrisches florales Medaillon bezeichnet und wird nicht mit einem anderen regionalen Muster gleichgesetzt.
Besonderheiten
Der Teppich befindet sich in Top Zustand. Er wurde renoviert und professionell gewaschen. Diese Angaben beschreiben die Aufarbeitung und den aktuellen Zustand des angebotenen Stücks. Die Renovierung gehört damit ebenso zu seiner dokumentierten Geschichte wie die professionelle Wäsche. Der Teppich wird als handgeknüpfter Bachtiari-Perserteppich mit einem Flor aus 100% Wolle und einer Kette aus 100% Baumwolle geführt.
Eine weitere konkrete Eigenschaft ist die Knotendichte von 160000/Qm. Zusammen mit dem symmetrischen floralen Medaillon ergibt sich daraus die technische und gestalterische Kennzeichnung dieses Einzelstücks. Bachtiari-Teppiche unterscheiden sich innerhalb ihrer Tradition nach Knotendichte, Muster und Farbstoffen. Bei diesem Teppich sind diese Angaben mit der Bezeichnung Bachtiari, der Wollqualität des Flors, der Baumwollkette sowie dem renovierten und professionell gewaschenen Zustand verbunden.
FAQ
Woher stammt die Kunstform der Bachtiari-Teppiche?
Die Bachtiari-Teppichkunst ist eine bedeutende Kunstform des Bachtiari-Stammes, der in der Region Chahar Mahaal und Bachtiari im westlichen Persien ansässig ist. Ihre handwerkliche Tradition ist mit den Bachtiari-Gemeinschaften und ihrer Teppichherstellung verbunden. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts werden Bachtiari-Teppiche in die ganze Welt exportiert. Dadurch wurde diese regionale Kunstform früh über ihr ursprüngliches Gebiet hinaus bekannt.
Wo werden die meisten authentischen Bachtiari-Teppiche hergestellt?
Die meisten authentischen Bachtiari-Teppiche werden heute in sesshaften Bakhtiari-Gemeinden im mittleren West-Persien gewebt, südwestlich von Isfahan. Wichtige Gebiete sind Chahar Mahaal und Bakhtiari sowie Teile von Isfahan, Lorestan und Ost-Khuzestan. Besonders die Stadt Shahr-Kurd wird als Herstellungsort genannt. Nach Ursprungsorten wurden Bachtiari-Teppiche auch Saman oder Hureh, beziehungsweise Hori, genannt. Diese Namen gelten heute eher als Qualitätsmerkmale als als ausschließlich geografische Bezeichnungen.
Wie unterscheiden sich Konstruktion und Muster der Bachtiari-Teppiche?
Bachtiari-Teppiche basieren auf einer Baumwollkette und einem Schuss aus Wolle. Die Qualität unterscheidet sich je nach Knotendichte, Muster und verwendeten Farbstoffen. Die höchste Knotendichte wird häufig mit der Bezeichnung Bibibaff verbunden, während Hori-Teppiche lockerer gewebt und qualitativ niedriger eingeordnet werden. Die Muster sind meist von Blumen oder Gärten inspiriert. Besonders bekannt ist das Khesti-Muster, ein Gartenmuster mit einzelnen Quadraten, in denen Tiere und Pflanzen als Symbole erscheinen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








