Perserteppich Bachtiar 313 x 215 cm handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 1775$Aktueller Preis ist: 888$

Handgeknüpfter Bachtiar Perserteppich | Knotendichte: 120000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 313×215 cm | Muster: Symmetrisches florales Medaillon in Naturfarben | Zustand: Sehr guter Zustand, professionell gewaschen

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Artikelnummer: 1001200003461 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 1001200003461

Beschreibung

Bachtiar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Bachtiar Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100% aus Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Baumwollkette bildet die Grundlage der Konstruktion; der Schuss besteht bei Bachtiar-Teppichen aus Wolle. Diese Verbindung von Baumwolle im Grund und Wolle im Aufbau gehört zur überlieferten Machart der Bachtiari-Webkunst.

Die Knotendichte dieses Einzelstücks beträgt 120000/Qm. Bei Bachtiar-Teppichen können die Eigenschaften der Wolle je nach dem Stamm und der jeweiligen Herde unterschiedlich ausfallen. Das Material reicht traditionell von eher matter bis zu stark glänzender Wolle. Der Flor wird gewöhnlich mittel bis hoch geschnitten. Neben der Knotendichte beeinflussen auch Muster und Färbung die Einordnung eines Teppichs.

Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand und wurde professionell gewaschen. Diese Angabe beschreibt den Zustand des angebotenen Stücks. Weitere Aussagen zu Alter, Signatur oder Restaurierungen werden nicht gemacht.

Herkunft und Tradition

Bachtiari-Teppiche sind eine bedeutende Kunstform des Bachtiari-Stammes. Das historische Siedlungsgebiet liegt in der persischen Region Chahar Mahaal und Bachtiari. Ursprünglich wurden diese Teppiche von Bakhtiari-Nomaden hergestellt. Heute entstehen die meisten authentischen Exemplare in sesshaften Bachtiari-Gemeinden im mittleren West-Persien, südwestlich von Isfahan.

Das wichtigste traditionelle Gebiet umfasst Chahar Mahaal und Bakhtiari. Darüber hinaus wird die Bachtiari-Webkunst mit Teilen der Provinzen Isfahan, Lorestan und Ost-Khuzestan verbunden. Besonders häufig wird die Stadt Shahr-Kurd als Zentrum genannt. Die regionale Einordnung erklärt, warum Bachtiari-Teppiche sowohl nach Stammeszugehörigkeit als auch nach Orten innerhalb dieses westpersischen Kulturraums bezeichnet werden.

Die Namen Saman und Hureh, auch Hori geschrieben, verweisen auf Ursprungsorte, unter denen Bachtiari-Teppiche bekannt wurden. Im heutigen Sprachgebrauch gelten Saman und Hori jedoch eher als Bezeichnungen für Qualitätsgruppen innerhalb der Bachtiari-Tradition als als eindeutige geografische Angaben. Die Ortsnamen können deshalb auf den Ursprung eines Musters oder auf eine bestimmte Qualitätsvorstellung hinweisen, ohne den tatsächlichen Herstellungsort jedes einzelnen Teppichs festzulegen.

Seit dem Beginn des neunzehnten Jahrhunderts werden Bachtiari-Teppiche in die ganze Welt exportiert. Ihre Verbreitung beruht auf der Verbindung von Stammestradition, regionaler Gestaltung und einer eigenständigen handwerklichen Konstruktion. Gleichzeitig wurden Bachtiari-Muster auch in anderen persischen Webzentren sowie in Pakistan, Indien und China nachgeahmt. Die Bezeichnung Bachtiari beschreibt daher in erster Linie eine gewachsene Muster- und Webtradition; sie ist bei jedem einzelnen Stück sorgfältig von einer bloßen Musterübernahme zu unterscheiden.

Innerhalb der Bachtiari-Gemeinschaften unterscheiden sich die Erzeugnisse nach Webart, Knotendichte, Wolle, Muster und Farbstoffen. Bibibaff bezeichnet häufig die Produktionen mit der höchsten Knotendichte. Chapel Shotur und Saman werden etwas niedriger eingestuft als Bibibaff, gelten aber weiterhin als gut bis ausgezeichnet. Hori-Teppiche sind lockerer gewebt und werden traditionell als qualitativ niedriger und dadurch meist erschwinglicher beschrieben.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als symmetrisches florales Medaillon in Naturfarben beschrieben. Ein Medaillon ordnet die Gestaltung um ein zentrales, klar erkennbares Motiv. Die symmetrische Anlage sorgt für eine ausgewogene Verteilung der Formen. Florale Elemente stellen dabei den Bezug zu den Pflanzen- und Gartenmotiven her, die für Bachtiari-Teppiche charakteristisch sind.

Blumen und Gärten bilden den wichtigsten Motivkreis der Bachtiari-Tradition. Das bekannte Khesti-Muster übersetzt die Vorstellung eines Gartens in eine geordnete Teppichfläche. Das Feld wird in einzelne Quadrate gegliedert; Tiere und Pflanzen erscheinen darin als symbolische Elemente. Diese quadratische Gartenstruktur unterscheidet sich formal vom Medaillonaufbau, gehört aber zum selben regionalen Vorrat an Natur- und Gartenvorstellungen.

Ein weiterer einflussreicher Bachtiari-Motivtyp zeigt ein Feld mit Gitterwerk und Blumenornamenten. Das Gitter schafft eine regelmäßige Ordnung, während die floralen Formen die Fläche beleben. Auch bei Gartenmustern ist die Verbindung von Geometrie und Natur ein wiederkehrendes Prinzip. Die Muster können je nach Stamm und Webzentrum unterschiedlich ausgearbeitet werden, ohne dass ihr Bezug zur Bachtiari-Tradition verloren geht.

Naturfarben bilden bei dem angebotenen Teppich die angegebene Farbwirkung. In der Bachtiari-Webkunst kommen allgemein Weiß, Rot, Braun, Grün und Gelb in unterschiedlichen Schattierungen vor. Die Farbverwendung variiert nach dem Stil einzelner Stämme. Natürliche Farbstoffe können Farbabweichungen hervorbringen, die bei alten Bibibaff-Teppichen besonders deutlich sichtbar sind. Diese regionalen Farbtraditionen erklären die breite Palette, ohne die konkrete Farbzusammensetzung dieses Stücks über die Bezeichnung Naturfarben hinaus festzulegen.

Die Nachahmung von Bachtiari-Mustern in anderen Webzentren zeigt, dass die Motive über ihre ursprüngliche Region hinaus bekannt wurden. Für die Musterkunde ist daher wichtig, zwischen einem regionalen Traditionstyp und dem tatsächlichen Herstellungsort zu unterscheiden. Das hier beschriebene Stück ist als Bachtiar Perserteppich bezeichnet; sein konkretes Muster verbindet die florale Bildwelt mit einem symmetrischen Medaillon.

Besonderheiten

Das Einzelstück verbindet einen handgeknüpften Aufbau mit einem Flor aus 100% Wolle und einer Kette aus 100% Baumwolle. Die Knotendichte von 120000/Qm ist als Merkmal dieses Teppichs angegeben. Sein Muster besteht aus einem symmetrischen floralen Medaillon und wird in Naturfarben beschrieben.

Der Teppich wird in sehr gutem Zustand angeboten und wurde professionell gewaschen. Die Bezeichnung als Original Unikat weist darauf hin, dass dieses konkrete Stück einmalig angeboten wird. Angaben zu Alter, Signatur oder einer besonderen Provenienz liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Woher stammt die Kunstform der Bachtiari-Teppiche?

Die Bachtiari-Teppiche sind eine bedeutende Kunstform des Bachtiari-Stammes aus der persischen Region Chahar Mahaal und Bachtiari. Ursprünglich wurde diese Webkunst von Bakhtiari-Nomaden ausgeübt. Seit dem Beginn des neunzehnten Jahrhunderts werden Bachtiari-Teppiche in die ganze Welt exportiert. Die Tradition ist damit sowohl in der Stammesgeschichte als auch in der regionalen persischen Webkultur verankert.

Wo werden authentische Bachtiari-Teppiche hergestellt?

Die meisten authentischen Bachtiari-Teppiche werden heute in sesshaften Bachtiari-Gemeinden im mittleren West-Persien gewebt, südwestlich von Isfahan. Als wichtige Gebiete gelten Chahar Mahaal und Bakhtiari sowie Teile von Isfahan, Lorestan und Ost-Khuzestan. Besonders die Stadt Shahr-Kurd wird als Zentrum genannt. Häufig tragen Bachtiari-Teppiche die Ursprungsnamen Saman oder Hureh, auch Hori. Diese Namen werden heute eher als Qualitätsbezeichnungen verstanden.

Wie sind Bachtiari-Teppiche konstruiert und welches Motiv ist bekannt?

Bachtiari-Teppiche basieren traditionell auf einer Baumwollkette und einem Schuss aus Wolle. Ihre Qualität kann je nach Knotendichte, Wolle, Muster und Färbung stark variieren. Die höchste Knotendichte wird häufig mit der Bezeichnung Bibibaff verbunden. Inhaltlich sind die Muster meist von Blumen oder Gärten inspiriert. Besonders bekannt ist Khesti, ein Gartenmuster mit unterteilten Feldern, in denen Tiere und Pflanzen als Symbole erscheinen.

Zusätzliche Informationen
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