














Orientteppich Sarough 295x195cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 2840$462$Aktueller Preis ist: 462$
Handgeknüpfter Sarough Orientteppich | Knotendichte: ca. 250.000-300.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 295x195cm | Muster: Sarough MIR symmetrisch | Zustand: Sehr gut, professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000371
Beschreibung
Sarough Orientteppich
Material und Verarbeitung
Dieser handgeknüpfte INDO Sarough MIR Orientteppich besitzt einen Flor aus 100% Wolle und eine Kette aus 100% Baumwolle. Beide Materialien übernehmen innerhalb der Teppichkonstruktion unterschiedliche Aufgaben. Der Flor bildet die sichtbare Oberfläche, während die Kette das tragende Grundgerüst bildet, in das die Knoten eingearbeitet werden. Wolle ist ein traditionelles Material für den Flor orientalischer Teppiche. Baumwolle wird häufig für die Kette verwendet, weil sie eine gleichmäßige Grundlage für die Knüpfreihen bilden kann.
Die Ausführung ist handgeknüpft. Bei dieser Technik wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Kette eingearbeitet. Nach einer Reihe werden Schussfäden eingezogen und verdichtet, bevor die nächste Reihe entsteht. Die Oberfläche wächst somit schrittweise aus vielen einzelnen Arbeitsschritten. Im Unterschied zu einem maschinell hergestellten Belag wird das Muster nicht nachträglich auf eine fertige Fläche aufgebracht, sondern direkt in die textile Struktur eingebunden.
Die im Shorttext angegebene Knotendichte beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche. Sie ist ein technisches Merkmal, anhand dessen die Feinheit und der Aufbau eines geknüpften Teppichs beschrieben werden. Für die Herstellung sind eine kontrollierte Fadenspannung, eine regelmäßige Knotenfolge und eine sorgfältige Ausarbeitung der Oberfläche erforderlich. Die konkrete Knotendichte dieses Stücks ist mit ca. 250.000-300.000 Knoten/qm angegeben.
Der Wollflor verleiht dem Teppich eine natürliche textile Oberfläche. Wolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, ihrer Wärme und ihrer angenehmen Haptik geschätzt. Ihre Faserstruktur kann außerdem dazu beitragen, dass der Flor im täglichen Gebrauch eine griffige und lebendige Wirkung behält. Die Baumwollkette bleibt bei einem fertigen Teppich weitgehend im Inneren der Konstruktion und stabilisiert den Aufbau.
Der Teppich wurde professionell gewaschen. Sein Zustand ist als sehr gut angegeben; für die zusätzliche Einschätzung stehen die Bilder zur Verfügung. Die Materialangaben werden getrennt nach Flor und Kette genannt: Der Flor besteht vollständig aus Wolle, die Kette vollständig aus Baumwolle. Weitere Materialien oder zusätzliche Verarbeitungsschritte sind für dieses Stück nicht angegeben.
Herkunft und Tradition
Dieser Teppich ist als INDO bezeichnet und stammt aus Indien. Die Bezeichnung INDO benennt das Herstellungsland und macht deutlich, dass es sich um einen indischen Orientteppich handelt. Er ist daher kein Perserteppich aus Iran. Sarough MIR bezeichnet bei diesem Stück die Mustertradition beziehungsweise die gestalterische Einordnung und nicht das Land, in dem der Teppich hergestellt wurde. Diese Unterscheidung ist bei orientalischen Teppichen besonders wichtig, da Musterbezeichnungen und Herkunftsangaben unterschiedliche Informationen vermitteln.
Indien besitzt eine eigenständige und vielfältige Geschichte der Teppichherstellung. In verschiedenen Regionen entstanden Werkstätten, in denen handgeknüpfte Teppiche für unterschiedliche Märkte gefertigt wurden. Dabei wurden Techniken, Kompositionsformen und ornamentale Vokabulare aus älteren Teppichtraditionen aufgenommen und mit lokalen Arbeitsweisen verbunden. Indische Knüpfer arbeiten daher häufig mit Mustern, deren Namen auf andere historische Teppichzentren verweisen, ohne dass der fertige Teppich aus diesen Zentren stammen muss.
Die indische Teppichproduktion entwickelte sich insbesondere durch den Austausch zwischen Handwerk, Handel und Designvorlagen. Muster konnten über Werkstätten, Händler, Zeichnungen und Musterbücher weitergegeben werden. Die Knüpfer übertrugen diese Vorlagen in die eigene Produktion und passten sie an die verwendeten Webstühle, Garne und Arbeitsabläufe an. So entstand eine internationale Teppichsprache, in der ein Herstellungsland und eine stilistische Vorlage nebeneinander genannt werden können.
Sarough ist ursprünglich mit einer traditionsreichen Teppichregion im westlichen Iran verbunden. Teppiche aus dieser Stilrichtung werden häufig mit geordneten Kompositionen, einer detailreichen floralen Zeichnung und wiederkehrenden Ornamenten in Verbindung gebracht. Der Name Sarough kann im Handel deshalb sowohl einen regionalen Bezug als auch eine bestimmte Designfamilie beschreiben. Bei einem INDO Sarough Teppich weist die Bezeichnung auf die verwendete Musterwelt hin; die Herstellung dieses Exemplars erfolgte in Indien.
Die Übernahme regional geprägter Muster in andere Länder ist in der Geschichte des Teppichhandels weit verbreitet. Händler und Werkstätten griffen auf erfolgreiche Zeichnungen zurück, entwickelten sie weiter und stellten sie für unterschiedliche Märkte her. Dadurch entstanden Teppiche, die formal an persische Vorbilder erinnern können, aber in Indien, Pakistan, der Türkei oder anderen Produktionsländern gefertigt wurden. Für eine sachgerechte Beschreibung müssen deshalb Herkunft, Technik und Muster getrennt betrachtet werden.
Handgeknüpfte Teppiche stehen allgemein für eine textile Tradition, in der Gestaltung und Konstruktion unmittelbar miteinander verbunden sind. Der Entwurf muss während des gesamten Knüpfvorgangs kontrolliert werden. Begrenzungen, Felder, Ranken und kleinere Motive werden Knoten für Knoten aufgebaut. Jede Arbeitsreihe trägt dabei zur späteren Gesamtwirkung bei. Dieses Verfahren erfordert Erfahrung im Umgang mit Material, Spannung, Reihenfolge und Musteraufbau.
Die Geschichte orientalischer Teppiche ist nicht auf eine einzige Region oder einen einzigen Zeichentyp beschränkt. Unterschiedliche Zentren entwickelten eigene Farbordnungen, Knotentechniken und Ornamentformen, beeinflussten sich aber zugleich gegenseitig. Die Bezeichnung Orientalteppich fasst deshalb eine große Zahl regionaler Traditionen zusammen. Bei diesem Stück sind die entscheidenden Angaben klar voneinander getrennt: indische Herkunft, handgeknüpfte Ausführung und eine Sarough-MIR-Musterbezeichnung.
Design und Muster
Das Muster ist als Sarough MIR symmetrisch beschrieben. Symmetrie bedeutet bei einem Teppich, dass sich die wesentlichen Motive und Linien in einem geordneten Verhältnis zueinander befinden. Die beiden Seiten einer Komposition oder ihre Hauptachsen beziehen sich aufeinander. Dadurch entsteht ein strukturierter Bildaufbau, bei dem die Musterfläche als zusammenhängende Einheit wahrgenommen werden kann.
Die Bezeichnung MIR wird im Teppichhandel für eine bestimmte Sarough-nahe Musterauffassung verwendet. Diese Designfamilie wird häufig durch eine dichte florale Zeichnung, geschwungene Ranken, Blütenformen und kleinere Füllmotive charakterisiert. Die Elemente können entlang von Achsen, in Feldern oder in fortlaufenden Bahnen angeordnet sein. Die genaue Zeichnung hängt von der jeweiligen Vorlage und Werkstatt ab. Für dieses Stück ist konkret die symmetrische Sarough-MIR-Ausführung angegeben.
Florale Ornamente orientalischer Teppiche sind in der Regel stilisierte Darstellungen der Natur. Eine Blüte wird nicht wie in einer botanischen Abbildung wiedergegeben, sondern in eine klar erkennbare ornamentale Form übersetzt. Ranken verbinden einzelne Bereiche miteinander. Blätter, Rosetten und kleine Blüten können Zwischenräume füllen und einen gleichmäßigen Rhythmus erzeugen. Auf diese Weise entsteht eine Verbindung zwischen organischen Formen und der geometrischen Ordnung der Teppichfläche.
Eine symmetrische Anlage muss dabei nicht starr wirken. Innerhalb eines ausgewogenen Grundaufbaus können unterschiedliche Größen, Richtungen und Konturen für Bewegung sorgen. Größere Motive geben der Komposition Orientierung, während kleinere Details die Fläche differenzieren. Das Auge nimmt zunächst die Ordnung der Gesamtzeichnung wahr und entdeckt danach feinere Verzweigungen, Wiederholungen und Übergänge.
Bei vielen Sarough-bezogenen Mustern spielt die Beziehung zwischen Hauptmotiv und Füllornament eine wichtige Rolle. Die Fläche wird nicht nur durch einzelne große Formen bestimmt, sondern auch durch die Art, wie kleinere Elemente die Zwischenräume ausarbeiten. Ranken können den Blick führen, wiederkehrende Blüten einen Rhythmus schaffen und symmetrisch gesetzte Details die Balance der Komposition stärken. Solche Prinzipien gehören zur allgemeinen Designtradition und ersetzen keine zusätzliche Aussage über die konkrete Farbgebung dieses Teppichs.
Der Name Sarough MIR ist deshalb als Hinweis auf die gestalterische Sprache zu verstehen. Er beschreibt, wie die Musterkomposition eingeordnet wird, nicht wo dieses Exemplar hergestellt wurde. Die indische Herkunft und die Sarough-MIR-Designbezeichnung stehen für zwei verschiedene Eigenschaften: Die erste bezieht sich auf die Produktion, die zweite auf den ornamentalen Stil. Eine Musterbezeichnung darf daher nicht als zusätzliche iranische Herkunftsangabe gelesen werden.
Da das Muster handgeknüpft ist, entstehen Linien und Konturen aus der Folge einzelner Knoten. Geschwungene Formen werden dabei in kleine textile Einheiten übertragen, die sich aus einiger Entfernung zu einer fließenden Zeichnung verbinden. Je nach Blickrichtung kann die Oberfläche unterschiedlich erscheinen, weil die Knoten und der Flor eine bestimmte Ausrichtung besitzen. Das Muster ist somit nicht bloß aufgedruckt, sondern Bestandteil der Konstruktion.
Besonderheiten
Dieses Stück verbindet eine Herstellung in Indien mit einer Sarough-MIR-Mustertradition. Es ist als INDO Sarough MIR bezeichnet, handgeknüpft und mit einer symmetrischen Musteranlage ausgeführt. Der Flor besteht aus 100% Wolle, die Kette aus 100% Baumwolle. Diese Angaben machen Herkunft, Technik, Material und Gestaltung des Teppichs voneinander unterscheidbar.
Die Knotendichte ist mit ca. 250.000-300.000 Knoten/qm angegeben. Der Zustand wird als sehr gut beschrieben, und der Teppich wurde professionell gewaschen. Diese Informationen gehören zur konkreten Beschreibung dieses Exemplars. Eine Signatur, ein Herstellungsdatum oder eine besondere Provenienz sind nicht angegeben und werden daher nicht ergänzt.
Jeder handgeknüpfte Teppich wird aus einzelnen Knoten aufgebaut. Seine konkrete Verbindung aus Zeichnung, Material und handwerklicher Ausführung macht ihn zu einem eigenen textilen Stück. Bei diesem Teppich bleiben die sachlich belegten Merkmale maßgeblich: indische Herkunft, Wollflor, Baumwollkette, handgeknüpfte Technik, symmetrisches Sarough-MIR-Muster, sehr guter Zustand und professionelle Wäsche.
FAQ
Wie kann ich meinen Orientteppich pflegen?
Regelmäßiges, vorsichtiges Absaugen hilft, losen Staub und Alltagsschmutz aus dem Flor zu entfernen. Verwenden Sie einen Staubsauger ohne Bürstenaufsatz, damit die Wolloberfläche nicht unnötig mechanisch beansprucht wird. Starke chemische Reinigungsmittel sollten vermieden werden. Bei Bedarf kann die Oberfläche vorsichtig feucht abgewischt werden, ohne den Teppich stark zu durchnässen. Für eine gründliche Reinigung wird eine professionelle Teppichreinigung empfohlen. Dieses Stück wurde bereits professionell gewaschen. Bei einer späteren Behandlung sollte ein Fachbetrieb mit Erfahrung in der Reinigung handgeknüpfter Teppiche beauftragt werden.
Was macht den INDO Sarough MIR Teppich besonders?
Besonders ist die Verbindung aus indischer Herstellung und der Sarough-MIR-Mustertradition. Das Muster ist symmetrisch angelegt und verbindet eine geordnete Komposition mit der detaillierten Ornamentik orientalischer Teppiche. Hinzu kommen die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Wolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Die angegebene Knotendichte von ca. 250.000-300.000 Knoten/qm beschreibt ein weiteres technisches Merkmal. Der sehr gute Zustand und die professionelle Wäsche sind zusätzliche konkrete Eigenschaften dieses Einzelstücks.
In welchen Räumen kann der Teppich eingesetzt werden?
Der handgeknüpfte Orientteppich kann in Wohnräumen wie Wohnzimmern und Esszimmern eingesetzt werden. Auch Schlafräume oder Flure kommen infrage. Das symmetrische Sarough-MIR-Muster lässt sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden, weil seine geordnete Komposition neben traditionellen Möbeln ebenso wie in einer zurückhaltender gestalteten Umgebung wirken kann. Die konkrete Platzierung sollte sich an der Raumaufteilung, der Nutzung und dem Schutz des Wollflors orientieren.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








