






Orientteppich Pakistan 180 x 120 cm Schurwolle handgeknüpft
691$
Handgeknüpfter pakistanischer Orientteppich | Material: Flor Schurwolle | Größe: 180 x 120 cm | Muster: Geometrisch | Zustand: Gebraucht, wie neu
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1804557F
Beschreibung
Pakistanischer Orientteppich
Material und Verarbeitung
Dieser pakistanische Orientteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Schurwolle. Die handwerkliche Knüpftechnik verbindet einzelne Wollknoten zu einer belastbaren Teppichfläche. Dabei entsteht ein textiles Gefüge, dessen Oberfläche von der Struktur des Wollflors und der sorgfältigen Anordnung der Knoten geprägt ist. Die Verwendung von Schurwolle gehört zu den traditionellen Grundlagen orientalischer Teppiche. Das Material lässt sich gut färben, nimmt klare Farbtöne an und bildet eine griffige, zugleich textile Oberfläche.
Schurwolle wird für handgeknüpfte Teppiche eingesetzt, weil sie widerstandsfähig und elastisch ist. Die einzelnen Fasern können sich nach einer Belastung teilweise wieder aufrichten. Zugleich besitzt Wolle eine natürliche, leicht unregelmäßige Struktur, die handgefertigte Teppiche von industriell gleichförmigen Bodenbelägen unterscheidet. Bei einem geknüpften Teppich wird das Muster nicht auf eine fertige Fläche gedruckt, sondern während des Knüpfens aus den farbigen Knoten aufgebaut. Die Gestaltung ist dadurch unmittelbar mit der Herstellung verbunden.
Die Ausführung als handgeknüpfter Teppich steht für eine Technik, bei der die Musterflächen Schritt für Schritt entstehen. Der Flor wird auf einem Grundgewebe befestigt, anschließend wird die Oberfläche bearbeitet, damit ein geschlossenes Erscheinungsbild entsteht. Die im Angebot genannte Florhöhe beträgt 0,5 cm. Die Kombination aus Schurwolle und handwerklicher Knüpfung macht die Materialangabe dieses Einzelstücks eindeutig: Es handelt sich um einen Orientteppich aus pakistanischer Fertigung mit Wollflor.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Pakistan und wird im Bochara-Design geführt. Pakistan besitzt eine bedeutende Teppichtradition, die sich aus regionalen Web- und Knüpftechniken sowie aus Einflüssen benachbarter persischer, turkmenischer, afghanischer und zentralasiatischer Musterwelten entwickelt hat. In pakistanischen Werkstätten werden sowohl eigenständige regionale Entwürfe als auch traditionelle Orientteppichmotive umgesetzt. Die Bezeichnung Bochara verweist dabei auf eine Stilrichtung und ein überliefertes Musterrepertoire; sie macht aus diesem Stück keinen Perserteppich.
Bochara-Motive stehen historisch in Verbindung mit den Teppichen Zentralasiens. Ihre Gestaltung wurde über lange Zeit durch nomadische und städtische Knüpftraditionen geprägt. Typisch ist ein Aufbau, der klare Wiederholungen, geordnete Felder und gut erkennbare Ornamentformen miteinander verbindet. Pakistanische Knüpfer haben solche Muster in ihre eigene Herstellung aufgenommen und sie mit den dort verfügbaren Materialien, Farben und Arbeitsweisen ausgeführt. So entstand eine breite Gruppe von Teppichen, die sich an Bochara-Traditionen orientiert, ohne dass jedes Stück aus derselben historischen Region stammen muss.
Die Teppichherstellung in Pakistan umfasst unterschiedliche Qualitäten, Formate und Stilrichtungen. Handgeknüpfte Stücke werden auf einem Knüpfstuhl aufgebaut, wobei die Knoten einzeln gesetzt und durch Schussfäden gesichert werden. Nach und nach wachsen daraus Bordüren, Innenfelder und ornamentale Wiederholungen. Dieses Verfahren erfordert Zeit und eine genaue Orientierung am Musterentwurf. Die Arbeit wird von der Auswahl der Wolle über das Färben und Knüpfen bis zur abschließenden Bearbeitung der Oberfläche von mehreren handwerklichen Schritten bestimmt.
Die Verbindung von pakistanischer Herkunft und Bochara-Design ordnet den Teppich in eine Tradition ein, in der Geometrie, Rhythmus und Wiederholung eine wichtige Rolle spielen. Zentralasiatische Vorbilder wurden nicht nur kopiert, sondern in verschiedenen Werkstätten angepasst und weitergeführt. Unterschiede können sich in der Farbwahl, in der Zeichnung der Ornamente und in der Dichte der Wiederholungen zeigen. Deshalb ist die Bezeichnung Bochara-Design eine Einordnung der gestalterischen Tradition, während Pakistan die Herkunft dieses konkreten Teppichs bezeichnet.
Orientteppiche aus Pakistan werden international als eigenständige Gruppe gehandelt. Ihre Herstellung verbindet regionale Arbeit mit einem Musterkanon, der über Ländergrenzen hinweg bekannt ist. Für die Einordnung dieses Teppichs sind daher zwei Angaben voneinander zu trennen: Die Herkunft ist Pakistan, und der Stil ist Bochara-Design. Diese Unterscheidung ist bei orientalischen Teppichen wichtig, weil ein Mustername nicht automatisch das Herstellungsland angibt.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist geometrisch. Geometrische Teppichmuster beruhen auf Linien, Winkeln, klar gegliederten Flächen und wiederkehrenden Formen. Anders als bei frei fließenden floralen Darstellungen wird die Zeichnung durch eine erkennbare Ordnung bestimmt. Achsen, Spiegelungen und regelmäßige Abfolgen können das Auge durch das Innenfeld führen. Auch kleinere Ornamente werden so platziert, dass ein zusammenhängender Rhythmus entsteht.
Im Bochara-Design spielen geometrisch aufgebaute Medaillons und sogenannte Gül-Motive traditionell eine wichtige Rolle. Ein Gül ist ein wiederkehrendes Ornament, das häufig in Reihen angeordnet wird. Je nach Entwurf kann es kantig, rautenförmig, achteckig oder stärker stilisiert erscheinen. Um solche Hauptmotive herum liegen oft kleinere Füllformen, die Zwischenräume strukturieren. Bei einem geometrischen Entwurf entsteht die Wirkung nicht durch ein einzelnes Bild, sondern durch das Verhältnis von Wiederholung, Abstand und Begrenzung.
Ein weiteres wichtiges Element vieler Bochara-inspirierter Teppiche ist die Gliederung durch Bordüren. Randstreifen fassen das Innenfeld ein und schaffen einen Übergang zwischen dem zentralen Muster und dem äußeren Abschluss. In ihnen können kleinere Rauten, Haken, Rosetten oder andere stilisierte Zeichen wiederholt werden. Die Bordüre hat damit nicht nur eine dekorative Funktion. Sie stabilisiert auch die Gesamtkomposition und sorgt dafür, dass die Musterflächen trotz ihrer Wiederholungen klar voneinander getrennt bleiben.
Geometrische Muster sind in der Teppichkunst eng mit der technischen Umsetzung des Knüpfens verbunden. Gerade Linien werden aus einzelnen Knotenreihen aufgebaut und wirken je nach Maßstab mehr oder weniger fein gegliedert. Kurven und Rundungen werden in stilisierter Form durch gestufte Konturen dargestellt. Diese Übersetzung einer Zeichnung in ein Raster aus Knoten gehört zu den charakteristischen Aufgaben des Knüpfhandwerks. Das Muster erhält dadurch eine textile, nicht grafisch gedruckte Erscheinung.
Die Bochara-Tradition arbeitet häufig mit einer ausgewogenen Wiederholung statt mit einer zufälligen Verteilung einzelner Zeichen. Das Auge erkennt ein Zentrum, begleitende Felder und eine Rahmung. Solche Ordnungsprinzipien machen geometrische Teppiche vielseitig einsetzbar, weil die Gestaltung deutlich lesbar bleibt, ohne an ein einzelnes bildliches Motiv gebunden zu sein. Die klare Struktur kann in klassischen ebenso wie in reduzierteren Einrichtungen wirken, wobei die konkrete Farbwirkung immer von der jeweiligen Ausführung abhängt.
Bei diesem Stück sind Dunkelblau und geometrische Muster als zentrale Gestaltungsmerkmale angegeben. Dunkelblau verleiht einer Teppichfläche eine ruhige, geschlossene Grundwirkung und hebt kontrastierende Ornamente deutlich hervor. In Verbindung mit wiederholten geometrischen Formen entsteht ein Design, bei dem Farbe und Struktur gemeinsam arbeiten. Die konkrete Anordnung der Motive gehört zur individuellen Ausführung dieses handgeknüpften Einzelstücks und wird nicht durch den allgemeinen Stilnamen ersetzt.
Besonderheiten
Der Teppich stammt aus Pakistan, ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 100% Schurwolle. Als Gestaltung sind ein geometrisches Muster, ein dunklblauer Farbeindruck und Bochara-Design angegeben. Der Zustand wird als gebraucht, wie neu beschrieben. Damit verbindet das Stück sichtbare Nutzungsgeschichte mit dem angegebenen sehr guten Erhaltungszustand. Die Material- und Zustandsangaben beziehen sich auf diesen konkreten Teppich und ergänzen die stilistische Einordnung.
Eine Besonderheit ist die klare Trennung zwischen Herkunft und Mustertradition. Pakistan bezeichnet das Herstellungsland, während Bochara-Design die gestalterische Orientierung benennt. Diese Kombination ist typisch für den internationalen Charakter orientalischer Teppiche, deren Muster über verschiedene Regionen hinweg aufgenommen und handwerklich neu interpretiert wurden. Die geknüpfte Ausführung aus Schurwolle bleibt dabei das zentrale textile Merkmal des Stücks.
Die angegebene Florhöhe von 0,5 cm beschreibt die Ausprägung der Oberfläche. Zusammen mit der handgeknüpften Herstellung und dem geometrischen Entwurf ergibt sich ein Teppich, bei dem Material, Technik und Muster unmittelbar zusammengehören. Als gebrauchtes Stück mit dem Zustand wie neu kann er die Geschichte eines bereits genutzten Teppichs mit einer erhaltenen, gepflegten Erscheinung verbinden.
FAQ
Ist dieser Teppich ein Perserteppich?
Nein. Der Teppich stammt aus Pakistan und ist deshalb ein pakistanischer Orientteppich. Sein Bochara-Design beschreibt die Mustertradition, nicht das Herstellungsland. Die Bezeichnung Perserteppich ist für iranische Teppiche vorgesehen und wird hier nicht verwendet. Die Herkunft Pakistan und die stilistische Orientierung an Bochara sind zwei getrennte Angaben, die gemeinsam die Einordnung dieses Stücks bestimmen.
Was bedeutet Bochara-Design?
Bochara-Design bezeichnet eine Stilrichtung mit Wurzeln in zentralasiatischen Teppichtraditionen. Geometrische Wiederholungen, gereihte Ornamente, klar gegliederte Innenfelder und Bordüren gehören zu den typischen Gestaltungsideen. Der Name sagt nicht zwingend, dass ein Teppich in Bochara hergestellt wurde. Bei diesem Stück steht Pakistan für die Herkunft, während Bochara-Design das Musterrepertoire und die gestalterische Orientierung beschreibt.
Aus welchem Material besteht der Flor?
Der Flor besteht aus 100% Schurwolle. Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk wegen ihrer widerstandsfähigen und elastischen Fasern verwendet. Sie lässt sich färben und bildet eine textile Oberfläche mit eigener Struktur. Bei diesem Teppich ist die Schurwolle mit der handgeknüpften Herstellung verbunden. Die Kette wird in der Produktbeschreibung nicht näher bezeichnet und wird daher nicht ergänzt.
Zusätzliche Informationen
| Farbe | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |














