









Orientteppich Indien 239 x 62 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 852$320$Aktueller Preis ist: 320$
Handgeknüpfter Indien Orientteppich | Knotendichte: 420.000/qm | Material: Flor 100 % Wolle, Kette 100 % Baumwolle | Größe: 239 x 62 cm | Muster: Blumen-Ghom-Medaillon | Zustand: Gebraucht, in gutem Zustand, mit geringen Gebrauchsspuren, professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000368
Beschreibung
Indien Orientteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Orientteppich stammt aus Indien und ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100 % aus Wolle, während die Kette aus 100 % Baumwolle gefertigt ist. Wolle wird im Teppichhandwerk seit langer Zeit eingesetzt, weil sie sich zu einem belastbaren Flor verarbeiten lässt und eine charakteristische, textile Oberfläche bildet. Baumwolle wird häufig für die Kette verwendet, da sie sich zu stabilen, gleichmäßigen Fäden verspinnen lässt. Bei diesem Teppich sind beide Materialangaben klar voneinander getrennt: Wolle bildet den sichtbaren Flor, Baumwolle die Kettfäden im Grundgerüst.
Die Knüpfung ist mit einer Knotendichte von 420.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Eine solche Dichte steht für eine Vielzahl kleiner, eng gesetzter Knoten und ermöglicht eine detaillierte Ausarbeitung von Konturen. Besonders bei floralen Kompositionen können feine Linien, Blattformen und die Begrenzung eines Medaillons dadurch differenziert wiedergegeben werden. Die handgeknüpfte Herstellung verbindet jeden einzelnen Knoten mit dem Trägergewebe und unterscheidet sich damit grundsätzlich von einer maschinellen Fertigung.
Die Ausführung als handgeknüpfter Läufer verbindet die längliche Form mit einer detaillierten Teppichtechnik. Beim Handknüpfen wird der Flor Knoten für Knoten aufgebaut; anschließend werden die Reihen geordnet und die Oberfläche bearbeitet. Die tatsächliche Verarbeitung dieses Stücks wird durch die angegebene feine Knüpfung und die hohe Knotendichte beschrieben. Weitere Materialbestandteile außer dem Wollflor und der Baumwollkette sind für diesen Teppich nicht angegeben.
Herkunft und Tradition
Indien besitzt eine vielseitige Teppichtradition, in der regionale Handwerkstechniken, unterschiedliche Materialien und zahlreiche Gestaltungssprachen nebeneinander bestehen. Indische Orientteppiche werden häufig von Hand gefertigt. Das handwerkliche Wissen wird in vielen Familien und Werkstätten über Generationen weitergegeben. Dadurch entstehen Teppiche, in denen die Sorgfalt der Knüpfarbeit, die Auswahl der Garne und die Planung des Musters eng miteinander verbunden sind.
Die indische Teppichkultur ist von den vielen Regionen und kulturellen Einflüssen des Landes geprägt. Im Norden finden sich Traditionen mit geometrischen Ordnungen und fein gegliederten Ornamenten. Andere Stilrichtungen greifen florale Formen, verschlungene Ranken oder Kompositionen auf, die von historischen Hof- und Dekorationskünsten beeinflusst wurden. Diese Vielfalt erklärt, weshalb der Begriff indischer Teppich keine einzelne, einheitliche Musterform bezeichnet. Er umfasst handgeknüpfte ebenso wie handgewebte Arbeiten und reicht von fein ausgeführten Florarbeiten bis zu flach gewebten Textilien.
Zu den bekannten indischen Teppichstilen zählen Kaschmir-Teppiche, Dhurries, Agra-Teppiche und Jaipur-Teppiche. Kaschmir ist für feine Wolle und handgeknüpfte Designs bekannt. Dhurries sind flach gewebte Teppiche, die besonders mit Rajasthan und Gujarat verbunden werden und häufig lebendige Farben sowie geometrische Muster zeigen. Agra-Teppiche tragen den Namen der Stadt Agra und stehen in der Tradition klassischer Mughal-Muster und feiner Seidenarbeit. Jaipur-Teppiche werden mit floralen Entwürfen und lebendiger Farbgestaltung in Verbindung gebracht; als Materialien kommen dort unter anderem Baumwolle oder Seide zum Einsatz.
Die Herstellung indischer Teppiche beruht auf einer Verbindung aus überliefertem Können und regionaler Anpassung. Ein Entwurf wird zunächst in einzelne Formen und Farbbereiche gegliedert. Beim Knüpfen müssen die Handwerker die Abfolge der Knoten, die Dichte und den Verlauf der Konturen fortlaufend beachten. Je feiner ein Muster gegliedert ist, desto größer ist die Bedeutung einer gleichmäßigen Ausführung. Indien wurde dadurch zu einem wichtigen Herkunftsland für Orientteppiche, die sowohl im eigenen Kulturraum als auch auf internationalen Märkten Beachtung finden.
Dieser Teppich wird als indischer Orientteppich eingeordnet. Sein Ursprung liegt damit in Indien und nicht in einer iranischen Provinz, auch wenn das Muster die Bezeichnung Ghom verwendet. Die Bezeichnung des Musters verweist auf die Gestaltungstradition des Medaillons, nicht auf eine andere Herkunft dieses Stücks. Die indische Herkunft steht neben der floralen Ghom-Medaillon-Komposition und beschreibt zwei verschiedene Ebenen des Teppichs: den Ort seiner Herstellung und die Sprache seines Entwurfs.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Blumen-Ghom-Medaillon bezeichnet. Im Mittelpunkt steht damit ein Medaillon, das von floralen Formen geprägt ist. Ein Medaillon schafft eine klare Ordnung innerhalb des Teppichfeldes: Die zentrale Form bildet den visuellen Schwerpunkt, während die übrigen Ornamente auf ihre Ausrichtung und Umrahmung bezogen werden können. Bei einem Läufer sorgt diese zentrale Komposition für eine deutlich lesbare Gestaltung innerhalb der länglichen Fläche.
Florale Muster gehören zu den verbreiteten Ausdrucksformen der indischen Teppichkunst. Blumen, Blätter, Ranken und stilisierte Blüten können in regelmäßigen Abfolgen, symmetrischen Achsen oder fein gegliederten Bordüren angeordnet werden. Die Motive müssen dabei nicht naturalistisch erscheinen. In der Teppichzeichnung werden sie häufig vereinfacht, gespiegelt oder rhythmisch wiederholt, damit sie als textile Ornamente funktionieren. Die Bezeichnung Blumen-Ghom-Medaillon fasst bei diesem Teppich die florale Bildsprache und die zentrale Medaillonstruktur zusammen.
Ghom, auch Qom genannt, ist als Musterbezeichnung mit einer persischen Ornamenttradition verbunden, die für sorgfältig gegliederte Kompositionen, zentrale Medaillons und florale Details bekannt ist. Solche Entwürfe können auf ein klar abgegrenztes Mittelfeld, eine umlaufende Hauptbordüre und feinere Nebenbordüren aufgeteilt sein. Entscheidend ist die Beziehung zwischen Zentrum, Feld und Rand: Das Medaillon bündelt den Entwurf, während Blüten und Ranken den Übergang zu den umgebenden Bereichen gestalten.
Die hohe Knüpfdichte unterstützt die Wiedergabe eines solchen Musters. Kleine Knoten erlauben es, Linien enger zu führen und die Konturen von Blütenblättern, Stängeln und Medaillonrändern feiner abzustufen. Bei handgeknüpften Teppichen wird die Zeichnung nicht auf die Oberfläche gedruckt, sondern aus der Folge farbiger Knoten aufgebaut. Jede Form entsteht daher aus vielen einzelnen textilen Entscheidungen. Das erklärt, warum detailreiche florale Muster eine sorgfältig geplante Knüpfarbeit erfordern.
Die Gestaltung ist nicht mit der Herkunft gleichzusetzen. Ghom bezeichnet hier das Blumen-Medaillon als Motivsprache; der Teppich selbst ist als Arbeit aus Indien angegeben. Diese Unterscheidung ist bei Orientteppichen wichtig, weil Entwürfe, Ornamentnamen und Herstellungsorte voneinander abweichen können. Der vorliegende Teppich verbindet somit eine Ghom-inspirierte florale Komposition mit indischer handwerklicher Fertigung.
Besonderheiten
Als Besonderheiten dieses Einzelstücks sind die handgeknüpfte Ausführung, die feine Knüpfung mit 420.000 Knoten pro Quadratmeter und die Materialkombination aus 100 % Wolle im Flor sowie 100 % Baumwolle in der Kette festgehalten. Die Musterbezeichnung Blumen-Ghom-Medaillon beschreibt das zentrale florale Gestaltungskonzept. Die längliche Ausführung macht den Teppich als Läufer erkennbar.
Der Teppich ist gebraucht, befindet sich in gutem Zustand und weist geringe Gebrauchsspuren auf, die in den Bildern sichtbar sind. Außerdem wurde er professionell gewaschen. Diese Angaben gehören zur konkreten Beschaffenheit dieses Stücks und ergänzen die Beschreibung der handwerklichen Ausführung. Da jeder handgeknüpfte Teppich ein Einzelstück ist, beziehen sich die genannten Material-, Muster- und Zustandsmerkmale genau auf dieses Exemplar.
FAQ
Welche bekannten indischen Teppichstile gibt es?
Zu den bekannten indischen Teppichstilen gehören Kaschmir-Teppiche, Dhurries, Agra-Teppiche und Jaipur-Teppiche. Kaschmir-Teppiche sind für feine Wolle und handgeknüpfte Designs bekannt. Dhurries sind flach gewebt und werden besonders mit Rajasthan und Gujarat verbunden. Agra-Teppiche greifen traditionelle Mughal-Muster und feine Seidenarbeit auf. Jaipur-Teppiche werden häufig mit floralen Designs und lebendigen Farben verbunden und können aus Baumwolle oder Seide gefertigt sein.
Welche Materialien werden für indische Teppiche verwendet?
Für indische Teppiche kommen hochwertige Materialien wie feine Wolle, Seide oder Baumwolle zum Einsatz. Die Auswahl hängt von der jeweiligen Technik und dem Stil ab. Bei diesem Teppich besteht der Flor aus 100 % Wolle. Die Kette, also das tragende Grundgerüst unter dem Flor, besteht aus 100 % Baumwolle. Damit sind die Materialien dieses Stücks eindeutig als Wollflor und Baumwollkette beschrieben.
Warum sind indische Teppiche kulturell bedeutsam?
Indische Teppiche sind kulturell bedeutsam, weil sie eine lange Tradition der Handarbeit und Gestaltung in Indien widerspiegeln. Ihre Muster können regionale Formen, historische Einflüsse und überlieferte Techniken aufnehmen. Florale Entwürfe, geometrische Ordnungen und verschiedene Web- und Knüpfarten zeigen die Vielfalt des Landes. Zugleich wurden indische Teppiche zu international beachteten Kunst- und Gebrauchsobjekten, ohne ihre Verbindung zu den kulturellen und regionalen Traditionen ihrer Herstellung zu verlieren.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








