Orientteppich Fars 150 x 104 cm Wolle handgewebt

511$

Handgewebter Fars Orientteppich | Material: Flor Wolle | Größe: 150 x 104 cm | Muster: Vorder- und Rückseite identisch | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: E119805D

Beschreibung

Fars Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim aus Fars ist handgewebt und besteht aus Wolle. Bei einem handgewebten Kelim entsteht die Fläche durch das Verweben von Fäden und nicht durch das Einbringen einzelner Knoten. Dadurch bildet sich eine flache textile Struktur, in der das Material unmittelbar Teil der Konstruktion ist. Wolle ist für diese Technik ein traditionell verwendeter Werkstoff. Sie lässt sich zu stabilen Garnen verarbeiten und eignet sich für textile Flächen, die sowohl als Bodenbelag als auch als Wandbehang genutzt werden können.

Die Herstellung eines Kelims beginnt mit dem Einrichten der Kette auf dem Webstuhl. Die Kettfäden bilden das Grundgerüst, durch das die Schussfäden geführt werden. Beim fortlaufenden Einweben der Schüsse entsteht die Fläche Schritt für Schritt. Anders als bei einem geknüpften Teppich wird kein Flor aus einzelnen Knoten aufgebaut. Das Muster befindet sich in der Webstruktur selbst und ist deshalb eng mit dem handwerklichen Herstellungsprozess verbunden.

Der Teppich ist auf beiden Seiten identisch gemustert. Bei vielen Flachgeweben ist das Muster nicht nur auf einer dekorativ ausgearbeiteten Oberseite vorhanden, sondern ergibt sich aus dem Aufbau des Gewebes. Die Vorder- und Rückseite können dadurch eine ähnliche oder gleiche Gestaltung zeigen. Bei diesem Stück ist die beidseitig identische Ausführung ausdrücklich angegeben. Die textile Fläche lässt sich deshalb von beiden Seiten betrachten.

Die flache Webkonstruktion unterscheidet einen Kelim von einem handgeknüpften Teppich. Beim Knüpfen werden einzelne Knoten um Kettfäden gelegt und anschließend durch Schüsse gesichert. Beim Weben werden Kette und Schuss unmittelbar miteinander verbunden. Daraus entsteht eine andere Oberfläche und ein anderes Gewichtsempfinden. Für diesen Teppich ist die handgewebte Ausführung angegeben. Eine Knotendichte ist nicht genannt und wird daher nicht ergänzt.

Als Material ist Wolle angegeben. Angaben zu weiteren Fasern, zu einer besonderen Färbung, zur Kette oder zu einer speziellen Webdichte liegen nicht vor. Die Beschreibung bleibt deshalb bei der belegten Materialangabe und der handgewebten Verarbeitung. Diese Zurückhaltung ist bei einem handgefertigten Einzelstück wichtig, weil zusätzliche technische Angaben nur dann übernommen werden können, wenn sie für genau diesen Teppich dokumentiert sind.

Herkunft und Tradition

Fars liegt im Süden des Iran und gehört zu den Regionen mit einer langen und vielfältigen Textiltradition. Die Landschaft umfasst unterschiedliche geografische Räume, darunter Ebenen und Bergregionen. In der regionalen Geschichte treffen sesshafte, ländliche und nomadisch geprägte Lebensweisen aufeinander. Diese Vielfalt hat verschiedene Formen des Webens und Knüpfens hervorgebracht. Neben geknüpften Teppichen gehören auch flach gewebte Kelims zum textilen Erbe von Fars.

Die Bezeichnung Fars verweist auf eine regionale Herkunftstradition und nicht auf ein einziges, überall gleiches Erscheinungsbild. Unterschiedliche Webergruppen können eigene Vorstellungen von Fläche, Ornament, Farbordnung und Proportion entwickeln. Gerade bei ländlichen und tribal geprägten Textilien werden überlieferte Formen häufig mit der praktischen Funktion des Gegenstands verbunden. Ein Kelim aus Fars steht daher in einer regionalen Flachwebtradition, während einzelne Stücke dennoch voneinander abweichen können.

Flachgewebe haben im iranischen Kulturraum eine lange Geschichte. Sie wurden als Bodenbelag, Abdeckung, textile Trennfläche oder Wandbehang verwendet. Ihre Konstruktion ist flach, flexibel und vergleichsweise leicht zu bewegen. Diese Eigenschaften waren für viele traditionelle Lebensbereiche nützlich. Ein gewebtes Textil konnte ausgebreitet, zusammengerollt, transportiert oder aufgehängt werden, ohne dass seine Funktion auf einen einzigen Einsatzort beschränkt war.

Der Kelim nimmt innerhalb der persischen Teppichtradition eine besondere technische Stellung ein. Der Begriff Perserteppich wird im allgemeinen Sprachgebrauch für unterschiedliche textile Arbeiten aus dem Iran verwendet. Dazu zählen sowohl handgeknüpfte Teppiche als auch flach gewebte Kelims. Bei einem Kelim beschreibt die Bezeichnung vor allem die Webtechnik. Die regionale Angabe Fars beschreibt die Herkunftstradition, während handgewebt die konkrete Art der Herstellung bezeichnet.

Die Weitergabe des Webhandwerks erfolgt traditionell durch praktische Erfahrung. Kenntnisse über das Spannen der Kette, das Einführen des Schusses, die Verbindung einzelner Farbflächen und die Ausarbeitung von Rändern werden im Arbeitsprozess erworben. Ein Webstück entsteht dabei nicht nur aus einem abstrakten Muster, sondern aus dem Zusammenspiel von Material, Werkzeug, Handbewegung und regionaler Überlieferung. Diese Verbindung ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte iranischer Flachgewebe.

In Fars wurden textile Arbeiten sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für dekorative Zwecke hergestellt. Die Grenzen zwischen Gebrauchsgegenstand und Kunsthandwerk waren dabei nicht strikt getrennt. Ein Teppich konnte einen Wohnbereich ausstatten und zugleich durch seine Musterung eine kulturelle Tradition sichtbar machen. Ein Wandbehang konnte einen Raum schmücken und gleichzeitig die Eigenschaften eines gewebten Textils zeigen. Diese doppelte Funktion gehört zur allgemeinen Tradition des Kelims.

Kelims sind außerdem mit regionalen Formen des mobilen Lebens verbunden. Flache Gewebe lassen sich einfacher bewegen und vielseitig einsetzen als viele schwere textile Einrichtungsgegenstände. Das bedeutet nicht, dass jedes Stück denselben historischen Zweck hatte. Es erklärt jedoch, warum Kelims in unterschiedlichen Zusammenhängen als Teppiche, Abdeckungen oder Wandtextilien vorkommen. Der Fars-Kelim wird traditionell als Teppich oder als Wandbehang verwendet.

Die iranische Teppichgeschichte umfasst zahlreiche Zentren und regionale Schulen. Fars bildet darin eine eigene geografische und kulturelle Landschaft. Die Herkunft lässt sich nicht allein aus einem einzelnen allgemeinen Motiv ableiten, sondern steht im Zusammenhang mit Herstellungstradition, Material, Webtechnik und regionalem Gebrauch. Bei diesem Stück ist Fars als Herkunft angegeben. Weitere Angaben zu einer bestimmten Stadt, Webergruppe oder Werkstatt liegen nicht vor.

Design und Muster

Das konkrete Muster dieses Kelims ist auf der Vorder- und Rückseite identisch. Diese Eigenschaft ergibt sich bei Flachgeweben häufig aus der Art, wie das Design während des Webens aufgebaut wird. Farbige Bereiche, Linien und Formen werden in die textile Fläche eingearbeitet. Die Rückseite ist dadurch keine bloße technische Rückansicht, sondern zeigt bei diesem Stück dasselbe Muster wie die Vorderseite.

Die Musterwelt der Kelims aus Fars kann allgemein geometrische, stilisierte und regional überlieferte Formen umfassen. Geometrische Gestaltung eignet sich besonders für die Webtechnik, weil Rauten, Streifen, gestufte Linien, Hakenformen und wiederholte Felder aus klaren Abschnitten aufgebaut werden können. Solche Formensprachen kommen in verschiedenen iranischen Flachwebtraditionen vor. Sie dürfen jedoch nicht als konkrete Einzelmotive dieses Teppichs behauptet werden, da für ihn nur die identische Musterung beider Seiten angegeben ist.

Ein Muster ordnet die Fläche und gibt dem Webvorgang einen Rhythmus. Wiederholungen können einzelne Bereiche miteinander verbinden, während Umrandungen und Streifen dem Textil eine klare Gliederung geben. Bei handgewebten Arbeiten wird die Ornamentik nicht unabhängig vom Material ausgeführt. Die Möglichkeiten des Webstuhls, die Breite der Schussführung und die Verbindung der Farbflächen beeinflussen, wie ein Motiv tatsächlich erscheint.

Regionale Muster sind häufig Teil einer überlieferten Bildsprache. Formen können von älteren Textilien übernommen, verändert oder neu angeordnet werden. Dabei muss ein Motiv nicht immer eine eindeutig festgelegte Bedeutung besitzen. Es kann zugleich dekorativ, ordnend und technisch bedingt sein. Die Weberin oder der Weber arbeitet mit bekannten Formen, passt sie aber an die jeweilige Fläche und an den Ablauf des Webens an. So bleibt ein Kelim in einer Tradition verankert, ohne ein maschinell wiederholtes Produkt zu sein.

Die beidseitig identische Gestaltung beeinflusst auch die Verwendung. Als Teppich liegt die Musterfläche horizontal im Raum. Als Wandbehang wird dieselbe textile Gestaltung vertikal sichtbar. Weil beide Seiten gleich gemustert sind, bleibt die Wirkung unabhängig davon erhalten, welche Seite nach außen zeigt. Diese Eigenschaft verbindet die technische Beschaffenheit des Flachgewebes mit seiner traditionellen Funktion als Teppich oder Wandbehang.

Ein Kelim wird anders wahrgenommen als ein Teppich mit hohem Flor. Beim Kelim entsteht die Wirkung durch flache Farbflächen, Konturen, die Webstruktur und die Verteilung der Muster. Bei einem geknüpften Teppich trägt dagegen die Knotenschicht wesentlich zur Oberfläche bei. Die Gestaltung eines Flachgewebes bleibt näher an der textilen Fläche. Dadurch können Muster auf beiden Seiten sichtbar sein und die Rückseite stärker in die Nutzung einbezogen werden.

Die regionale Gestaltung von Fars-Kelims ist allgemein mit einer direkten, flächigen und häufig geometrisch geordneten Ornamentik verbunden. Das ist Hintergrundwissen zur Teppichart und keine zusätzliche Beschreibung des einzelnen Stücks. Eine konkrete Farbpalette, ein benanntes Einzelmotiv oder eine bestimmte Bordüre ist für diesen Kelim nicht angegeben. Festgehalten ist, dass das Muster beidseitig identisch ist.

Die Verbindung von Muster und Handarbeit macht den Kelim zu einem Beispiel für angewandte Textilkunst. Das Muster ist nicht auf eine fertige Oberfläche aufgesetzt, sondern entsteht gemeinsam mit dem Gewebe. Jede Veränderung in der Fadenführung kann die Kontur einer Fläche beeinflussen. In traditionellen Arbeiten ist diese Nähe von Entwurf und Herstellung ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Gestaltungskultur.

Besonderheiten

Eine besondere Eigenschaft dieses Kelims ist die identische Musterung auf beiden Seiten. Vorderseite und Rückseite zeigen dasselbe Muster. Dadurch kann das Stück von beiden Seiten betrachtet werden, ohne dass eine Seite als ausschließlich dekorative Vorderseite festgelegt werden muss. Die flache, handgewebte Konstruktion unterstützt diese Eigenschaft.

Der Kelim stammt aus Fars, ist aus Wolle gefertigt und handgewebt. Als traditionelle Verwendung sind der Einsatz als Teppich oder als Wandbehang angegeben. Der Zustand ist sehr gut. Angaben zu Alter, Signatur, Reparaturen, Farbpalette oder einer besonderen Webdichte liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Was ist ein Kelim aus Fars?

Ein Kelim aus Fars ist ein flach gewebtes Textil aus der iranischen Region Fars. Im Unterschied zu einem handgeknüpften Teppich entsteht seine Fläche durch das Verweben von Kett- und Schussfäden. Die Bezeichnung Fars verweist auf die regionale Herkunftstradition, während Kelim die flache Webtechnik beschreibt. Dieses Stück ist handgewebt und aus Wolle gefertigt.

Kann dieser Kelim beidseitig verwendet werden?

Bei diesem Kelim sind Vorder- und Rückseite identisch gemustert. Das Muster bleibt deshalb unabhängig von der gewählten Seite sichtbar. Die traditionelle Verwendung ist sowohl als Teppich als auch als Wandbehang angegeben. Die beidseitig gleiche Gestaltung ist eine Eigenschaft dieses Stücks und passt zur Konstruktion eines Flachgewebes, bei dem das Muster in der textilen Fläche selbst entsteht.

Wie wird ein Kelim traditionell eingesetzt?

Kelims werden traditionell als flache Teppiche oder als textile Wandbehänge verwendet. Auf dem Boden bilden sie eine gewebte Fläche, an der Wand übernehmen sie eine dekorative textile Funktion. Die flache Struktur eignet sich für beide Formen der Präsentation. Dieser Kelim aus Fars ist ausdrücklich für die traditionelle Verwendung als Teppich oder Wandbehang vorgesehen und befindet sich in sehr gutem Zustand.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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