Orientteppich Fars 118 x 78 cm Wolle handgewebt

303$

Handgewebter Fars Orientteppich | Material: handgewebte Wolle | Größe: 118 x 78 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Gut erhalten | Verwendung: Wandbehang und Teppich

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Inventarnummer: AE13EDD7

Beschreibung

Fars Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim aus der Region Fars ist handgewebt und aus Wolle gefertigt. Im Unterschied zu einem geknüpften Teppich entsteht ein Kelim nicht durch einzelne Knoten, sondern durch das Einbringen von Schussfäden in die Kette. Die Webtechnik erzeugt eine flache textile Fläche ohne den für einen Flor typischen Aufbau. Bei einem Kelim liegen die Fäden in einer klaren, geordneten Struktur, die unmittelbar aus dem Webvorgang hervorgeht.

Die Wolle ist bei diesem Stück das angegebene Material. Sie gehört zu den traditionellen Rohstoffen der orientalischen Flachweberei und wird seit langer Zeit für Teppiche, Decken und andere textile Gebrauchsgegenstände verwendet. Ihre Eignung für das Weben beruht auf der Verbindung von Faserfestigkeit und einer gewissen Elastizität. Je nach Vorbereitung kann Wolle dicht, weich oder griffig wirken; die konkrete Beschaffenheit dieses Stücks wird durch die Handarbeit und den Webaufbau bestimmt.

Die Bezeichnung Kelim steht für eine handgewebte Textilform, bei der Vorder- und Rückseite aus der Struktur des Gewebes hervorgehen. Das Schussfaden-Muster ist deshalb nicht als aufgesetzte Verzierung zu verstehen, sondern als Bestandteil der Herstellung. Die Schussfäden bilden die sichtbare Gestaltung und verbinden zugleich die einzelnen Bereiche des Gewebes. Dieses Verfahren unterscheidet den Kelim grundlegend von einem handgeknüpften Orientteppich.

Der Kelim ist gut erhalten. Diese Zustandsangabe beschreibt den erhaltenen Gesamtzustand des angebotenen Stücks, ohne darüber hinaus einzelne Reparaturen, Gebrauchsspuren oder restauratorische Maßnahmen zu behaupten. Die handgewebte Ausführung bleibt dabei klar erkennbar und prägt den Charakter des Textils.

Herkunft und Tradition

Die Region Fars gehört zu den bekannten Landschaften der iranischen Teppich- und Textiltradition. Sie liegt im Süden des Iran und wird in der Teppichkunde häufig mit Shiraz in Verbindung gebracht. In Fars bestehen unterschiedliche Formen der ländlichen und regionalen Webkunst nebeneinander. Dazu zählen flach gewebte Kelims ebenso wie andere textile Arbeiten, deren Formen, Materialien und Herstellungsweisen an lokale Lebensbedingungen angepasst sind.

Flachgewebe haben in vielen Gesellschaften des Orients eine praktische und kulturelle Funktion. Sie konnten als Bodenauflage, Wandbehang, Raumteiler, Decke oder als textile Abdeckung verwendet werden. Ein Kelim ist daher nicht ausschließlich als dekorativer Bodenbelag zu verstehen. Seine flache Konstruktion erlaubt verschiedene Einsatzbereiche, und die Verwendung als Wandbehang gehört ebenso zur Tradition wie die Nutzung als Teppich.

Die Herstellung eines handgewebten Kelims beginnt mit dem Einrichten der Kette auf dem Webgerät. Die Kettfäden geben dem Gewebe seine Längsrichtung und bilden das Gerüst, in das die Schussfäden eingetragen werden. Anders als beim Knüpfen wird jeder Gestaltungsschritt direkt im Webprozess ausgeführt. Die Weberin oder der Weber führt den Schussfaden durch die Kettfäden und verdichtet ihn anschließend. Wiederholt sich dieser Vorgang, wächst das Gewebe Reihe für Reihe.

In Fars wurde und wird textile Arbeit sowohl in dörflichen als auch in nomadisch geprägten Zusammenhängen ausgeübt. Dabei entstanden unterschiedliche regionale Ausdrucksformen. Die Kenntnis über das Spinnen, Färben, Weben und Fertigstellen von Wolle wurde traditionell innerhalb von Familien und Gemeinschaften weitergegeben. Ein Kelim verbindet damit eine konkrete handwerkliche Technik mit einer langen Geschichte des textilen Gebrauchs.

Die Einordnung in Fars benennt die Region dieses Kelims, nicht eine beliebige Musterbezeichnung. Bei orientalischen Teppichen ist diese Unterscheidung wichtig, weil Ortsnamen sowohl für Herkunftsgebiete als auch für Mustertraditionen verwendet werden können. Hier steht Fars für die angegebene Region des Kelims. Seine Herstellung als flach gewebtes Wolltextil verweist zugleich auf eine im iranischen Raum verbreitete Form der Handweberei.

Handgewebte Teppiche unterscheiden sich in ihrer Wirkung von geknüpften Teppichen. Sie besitzen keinen geschnittenen Flor, der das Licht in derselben Weise reflektiert wie ein Knotenflor. Stattdessen zeigt das Gewebe seine textile Oberfläche direkt. Dadurch stehen Konstruktion, Schussfaden und Farb- oder Motivaufbau enger miteinander in Verbindung. Bei einem Kelim sind Herstellung und Erscheinungsbild deshalb besonders unmittelbar gekoppelt.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist ein Schussfaden-Muster. Die Gestaltung entsteht somit aus dem Zusammenspiel von Kette und Schuss und nicht durch eine nachträglich aufgetragene Farbe oder eine separate Stickerei. Der Schussfaden ist ein wesentlicher Bestandteil der sichtbaren Fläche. Er wird in die Kette eingearbeitet und bildet im Verlauf des Webens die vorgesehenen Musterbereiche.

Die Bezeichnung Schussfaden-Muster beschreibt vor allem den Aufbau der Gestaltung. Bei Flachgeweben können Motive durch die Folge von Schussfäden, durch Wechsel in der Webrichtung oder durch die Abgrenzung einzelner Webabschnitte entstehen. Das Ergebnis ist eine textile Zeichnung, deren Konturen aus der Konstruktion des Gewebes hervorgehen. Diese Art des Musterns gehört zu den grundlegenden Möglichkeiten der Kelimherstellung.

Bei diesem Stück ist das Muster beidseitig identisch. Vorder- und Rückseite zeigen daher dieselbe angegebene Musteranordnung. Diese Eigenschaft passt zur Logik eines Flachgewebes, bei dem die sichtbare Gestaltung aus den durchgehenden Fäden des Textils entsteht. Sie ist nicht mit einem Flor gleichzusetzen, bei dem die Rückseite konstruktionsbedingt anders aufgebaut ist als die geschnittene Oberseite.

Die beidseitige Identität erweitert auch die traditionelle Nutzung eines Kelims. Wird ein solches Gewebe als Wandbehang eingesetzt, kann die Gestaltung von der sichtbaren Vorderseite wahrgenommen werden, während die textile Konstruktion ihre Wirkung von beiden Seiten nachvollziehbar macht. Bei der Verwendung als Teppich bleibt die Musteranordnung unabhängig davon erhalten, welche Seite nach oben gelegt wird. Entscheidend ist dabei die konkrete Angabe, dass beide Seiten identisch gemustert sind.

Kelim-Muster können in der regionalen Webtradition aus wiederholten Formen, linearen Elementen, Flächenaufteilungen oder anderen gewebten Zeichen bestehen. Ihre Wirkung entsteht nicht nur durch das einzelne Motiv, sondern auch durch Rhythmus, Abfolge und die Verteilung der Schussfäden. Da für dieses Stück ausschließlich ein Schussfaden-Muster und die beidseitig identische Ausführung angegeben sind, wird hier keine zusätzliche Motivgruppe behauptet.

Die Fars-Tradition zeigt, wie eng Gebrauch und Gestaltung bei gewebten Textilien verbunden sein können. Ein Kelim muss nicht zwischen nützlichem Gegenstand und dekorativem Textil wählen. Seine Musterung ist Teil der Herstellung und zugleich Teil seiner Funktion. Als Wandbehang tritt die Fläche stärker als textiles Bild in Erscheinung; als Teppich wird sie in die Einrichtung und den täglichen Gebrauch einbezogen.

Besonderheiten

Eine zentrale Besonderheit dieses Kelims ist seine beidseitig identische Musterung. Das Muster ist auf beiden Seiten gleich angeordnet, was bei einem flach gewebten Textil unmittelbar mit der Herstellung aus Kette und Schuss zusammenhängt. Die Gestaltung bleibt dadurch unabhängig von einer einzelnen dekorativen Oberseite erkennbar.

Der Kelim stammt aus der Region Fars, ist aus Wolle handgewebt und gut erhalten. Diese Angaben beschreiben seine Herkunft, sein Material, seine Technik und seinen Zustand. Als Verwendung sind traditionell Wandbehang und Teppich genannt. Das Stück lässt sich damit sowohl als flach gewebtes textiles Gestaltungselement als auch als Teppich einordnen.

Das Schussfaden-Muster macht den Webprozess in der Gestaltung sichtbar. Anders als bei einem geknüpften Teppich liegt der Schwerpunkt nicht auf einer Knotendichte oder einem Flor, sondern auf der Verbindung der Fäden zu einer ebenen Fläche. Die Besonderheit liegt somit in der Webtechnik und in der identischen Gestaltung beider Seiten.

FAQ

Wie wird dieser Kelim hergestellt?

Dieser Kelim wird von Hand gewebt. Dabei werden Schussfäden durch die Kettfäden geführt und zu einer flachen textilen Fläche verdichtet. Das angegebene Schussfaden-Muster entsteht während dieses Webvorgangs. Der Kelim ist daher kein handgeknüpfter Teppich mit Flor, sondern ein handgewebtes Wolltextil. Die Gestaltung gehört unmittelbar zur Konstruktion des Gewebes. Bei diesem Stück ist das Muster auf Vorder- und Rückseite identisch.

Wofür kann der Kelim verwendet werden?

Für diesen Kelim ist die traditionelle Verwendung als Wandbehang und Teppich angegeben. Als Wandbehang kann er seine flache textile Struktur und das beidseitig identische Muster zeigen. Als Teppich wird er auf dem Boden eingesetzt und übernimmt dort die Funktion eines flach gewebten Orientteppichs. Die konkrete Nutzung hängt vom vorgesehenen Platz und vom Umgang mit dem Textil ab. Seine Einordnung als Kelim bleibt bei beiden Verwendungen bestehen.

Was bedeutet die Herkunftsangabe Fars?

Fars bezeichnet die Region, aus der dieser Kelim stammt. Die Region liegt im Iran und ist mit einer vielfältigen Teppich- und Webtradition verbunden. In Fars werden neben anderen textilen Arbeiten auch Kelims hergestellt. Die Herkunftsangabe beschreibt dabei die regionale Einordnung des Stücks; sie ist nicht lediglich eine Bezeichnung für ein beliebiges Muster. Zusammen mit der Handwebtechnik und dem Wollmaterial ordnet sie den Kelim in die regionale Tradition der iranischen Flachweberei ein.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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