















Orientteppich Bachtiar 340x255cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2840$1065$Aktueller Preis ist: 1065$
Handgeknüpfter Bachtiar Orientteppich | Knotendichte: ca. 120.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette Baumwolle | Größe: 340×255 cm | Muster: INDO Bachtiar | Zustand: Gut, professionell gewaschen, mit Gebrauchsspuren
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000365
Beschreibung
Bachtiar Orientteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Orientteppich ist handgeknüpft und trägt das Muster INDO Bachtiar. Der Flor besteht aus 100% Schurwolle, während die Kette aus Baumwolle gefertigt ist. Damit sind die beiden im Teppich verwendeten Materialien klar benannt: Schurwolle für die sichtbare, geknüpfte Oberfläche und Baumwolle für die Kette, die dem Gewebe seine Grundlage gibt. Die Ausführung als handgeknüpfter Teppich verweist auf eine Herstellung, bei der die einzelnen Knoten von Hand eingebracht werden und nicht durch eine maschinelle Fertigung entstehen.
Die angegebene Knotendichte beträgt ca. 120.000 Knoten/qm. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der Knoten auf einer Fläche und macht die Feinheit der geknüpften Struktur nachvollziehbar. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht das Muster aus der Folge der einzelnen Knoten und aus der anschließenden Bearbeitung des Flors. Die Dichte ist dabei ein technisches Merkmal der Ausführung; sie steht neben dem Material und der Gestaltung und ersetzt keine Aussage über das Alter oder die Herkunft eines einzelnen Stücks.
Der Teppich wurde professionell gewaschen. Sein Zustand ist als gut angegeben, zugleich sind Gebrauchsspuren vorhanden. Diese beiden Angaben gehören zusammen: Die Reinigung ist professionell erfolgt, und die sichtbare Geschichte der Nutzung bleibt dennoch durch die genannten Gebrauchsspuren Teil des Zustands. Für die Beurteilung im Detail sind die detaillierten Bilder maßgeblich.
Herkunft und Tradition
Der vorliegende Teppich ist als INDO Bachtiar bezeichnet und damit ein indischer Orientteppich. Bachtiar steht hier für die Musterbezeichnung, während INDO die indische Fertigung kennzeichnet. Es handelt sich daher nicht um einen Perserteppich. Die Bezeichnung Bachtiar benennt in diesem Zusammenhang die stilistische Tradition, an der sich das Muster orientiert; sie macht aus einem indischen Teppich keinen Teppich aus einer iranischen Provinz.
Indische Bachtiar-Teppiche haben ihren Ursprung in Bhadohi im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Bhadohi ist als Zentrum der indischen Teppichherstellung mit einer gewachsenen Handwerkstradition verbunden. In dieser Region werden Teppiche für unterschiedliche Märkte gefertigt und über den internationalen Handel verbreitet. Die Verbindung von regionalem Können, überlieferten Knüpfmethoden und vielfältigen Vorlagen hat dazu beigetragen, dass indische Bachtiar-Teppiche außerhalb Indiens bekannt wurden.
Die Geschichte dieser indischen Teppichtradition wird bis in das 16. Jahrhundert zurückgeführt. Während der Mogul-Herrschaft kamen persische Handwerker nach Indien und brachten ihre traditionellen Techniken des Teppichknüpfens mit. Diese Verfahren blieben nicht unverändert. Im Lauf der Zeit trafen sie auf lokale Einflüsse und wurden in Indien weiterentwickelt. Aus dieser Verbindung entstand eine eigenständige Stilrichtung, die als Bachtiari bekannt wurde. Die Bezeichnung beschreibt somit eine Entwicklung aus dem Austausch verschiedener handwerklicher und kultureller Einflüsse.
Die Mogulzeit spielt für die Geschichte des indischen Teppichhandwerks eine wichtige Rolle, weil in dieser Epoche Kenntnisse des persischen Knüpfens in den indischen Kulturraum gelangten. Entscheidend ist dabei nicht nur die Übernahme einer Technik, sondern ihre Anpassung an lokale Bedingungen. Materialien, Arbeitsweisen, Entwürfe und Farbvorstellungen konnten sich miteinander verbinden. So entstand eine indische Teppichkultur, in der historische Einflüsse und regionale Praxis nebeneinander erkennbar bleiben.
Die Herstellung indischer Bachtiar-Teppiche wird mit Handwerkern verbunden, deren Techniken häufig von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dieses Weitergeben umfasst die praktische Kenntnis des Knotens, den Umgang mit dem Entwurf und die sorgfältige Ausarbeitung einer Fläche. Die Handarbeit bildet damit einen wesentlichen Teil der Tradition. Sie erklärt zugleich, weshalb handgeknüpfte Teppiche innerhalb eines gemeinsamen Musterthemas individuelle Unterschiede in der Ausführung zeigen können.
Die indische Teppichherstellung besitzt außerdem eine wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Bachtiar-Teppiche sind Bestandteil der indischen Handwerkskultur und spielen eine Rolle im lokalen Handel und im Tourismus. Kulturelle Festivals und Ausstellungen greifen die Tradition des Teppichhandwerks auf und machen das regionale Erbe sichtbar. Die Teppiche stehen dadurch nicht nur für eine bestimmte Gestaltung, sondern auch für die Fortführung eines Handwerks, das in Indien über lange Zeit gewachsen ist.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als INDO Bachtiar angegeben. Bachtiar-Muster zeichnen sich in der indischen Ausprägung durch eine große Bandbreite an Entwürfen und Motiven aus. Dazu gehören florale Medaillons, geometrische Muster und abstrakte Kompositionen. Diese Kategorien zeigen, wie unterschiedlich die Gestaltung innerhalb der Bachtiar-Tradition angelegt sein kann. Der Name beschreibt daher kein einziges, unveränderliches Musterbild, sondern eine Stilrichtung mit verschiedenen gestalterischen Möglichkeiten.
Florale Medaillons ordnen die Zeichnung häufig um einen betonten Mittelpunkt. Geometrische Entwürfe arbeiten dagegen mit klaren Formen, Wiederholungen und einer stärker gegliederten Flächenaufteilung. Abstrakte Arbeiten lösen sich von einer unmittelbar erkennbaren Gegenständlichkeit und setzen auf freie Formen oder rhythmische Anordnungen. Diese drei Gestaltungsbereiche gehören zum überlieferten Spektrum indischer Bachtiar-Teppiche. Welche konkrete Ausprägung ein einzelner Teppich zeigt, ergibt sich aus seinem Musterbild und nicht allein aus dem Namen Bachtiar.
Die Muster werden von Hand in die geknüpfte Struktur umgesetzt. Beim Knüpfen entsteht die Zeichnung Schritt für Schritt aus der Folge farbiger Knoten. Ein Entwurf muss dabei in eine textile Fläche übertragen werden, sodass Konturen, Wiederholungen und Übergänge mit der Knüpftechnik zusammenpassen. In der indischen Tradition können dabei klassische Vorlagen mit lokalen Einflüssen verbunden werden. Das erklärt die Vielfalt, die mit Bachtiar-Teppichen in Verbindung gebracht wird.
Auch die Farbgestaltung gehört zu den kennzeichnenden Themen dieser Teppichart. Für indische Bachtiar-Teppiche werden satte Rottöne, kräftige Blau- und Grüntöne sowie warme Gold- und Beigetöne genannt. Diese Farbgruppen können in unterschiedlichen Kombinationen eingesetzt werden und stehen neben der Motivwahl als eigenes Gestaltungsmittel. Die Farben unterstützen die Gliederung eines Entwurfs, heben einzelne Formen hervor oder verbinden verschiedene Bereiche der Zeichnung miteinander.
Die Farbpalette lässt sich in unterschiedliche Einrichtungsstile einordnen, weil sie sowohl kräftige als auch warme und zurückhaltende Bereiche umfasst. Dabei geht es nicht um eine einheitliche Farbwirkung aller Bachtiar-Teppiche, sondern um die Bandbreite, die in dieser indischen Stilrichtung vorkommt. Medaillons, geometrische Linien und freie Motive können jeweils durch andere Farbkontraste akzentuiert werden. Die Gestaltung bleibt dadurch eng mit dem jeweiligen Entwurf und der Ausführung verbunden.
Ein Teppichmuster ist zugleich ein Ausdruck der Arbeit des Webers oder Knüpfers. Die Gestaltung wird nicht nur durch eine Vorlage bestimmt, sondern auch durch die Art, wie der Handwerker Formen, Farben und Wiederholungen in die Fläche überträgt. In diesem Sinn kann jeder Bachtiar-Teppich eine eigene gestalterische Ausprägung erhalten. Die traditionelle Grundlage bleibt erkennbar, während die konkrete Komposition ihren individuellen Charakter bewahrt.
Besonderheiten
Zu den besonderen Angaben dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Ausführung, die Knotendichte von ca. 120.000 Knoten/qm und die Materialkombination aus 100% Schurwolle im Flor und Baumwolle in der Kette. Der Teppich ist professionell gewaschen und befindet sich in einem guten Zustand. Gleichzeitig weist er Gebrauchsspuren auf. Diese Hinweise ermöglichen eine sachliche Einordnung des Stücks, ohne seine Nutzungsgeschichte auszublenden.
Das Kennzeichen INDO Bachtiar verbindet die indische Herstellung mit einer Bachtiar-Mustertradition. Die kulturelle Einordnung liegt damit in der indischen Teppichherstellung und nicht in einer iranischen Herkunft. Die detaillierten Bilder ergänzen die Zustandsbeschreibung, insbesondere im Hinblick auf die vorhandenen Gebrauchsspuren.
FAQ
Wo haben indische Bachtiar-Teppiche ihren Ursprung?
Indische Bachtiar-Teppiche haben ihren Ursprung in der Stadt Bhadohi im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Die Stadt ist mit der indischen Teppichherstellung und ihrer handwerklichen Tradition verbunden. Von dort entwickelte sich eine Produktion, die Bachtiar-Muster für den indischen und internationalen Markt hervorbrachte.
Welche Materialien werden für indische Bachtiar-Teppiche verwendet?
Für indische Bachtiar-Teppiche werden hochwertige Wolle oder Seide genannt, die von lokalen Schafzüchtern gewonnen wird. Bei diesem Stück besteht der Flor aus 100% Schurwolle; die Kette ist aus Baumwolle gefertigt. Die Materialangabe bezieht sich damit konkret auf die Ausführung dieses Teppichs und ergänzt die allgemeine Beschreibung der für Bachtiar-Teppiche verwendeten Materialien.
Warum sind indische Bachtiar-Teppiche kulturell bedeutsam?
Sie sind ein wichtiger Bestandteil der indischen Handwerkskultur und spielen eine bedeutende Rolle im lokalen Handel und Tourismus. Außerdem werden sie bei kulturellen Festivals und Ausstellungen gezeigt, die die Tradition und das Erbe des Teppichhandwerks in der Region würdigen. Ihre Bedeutung umfasst daher sowohl die handwerkliche Überlieferung als auch die kulturelle und wirtschaftliche Einbindung in Indien.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








