Orientteppich 310 x 215 cm handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 2982$Aktueller Preis ist: 959$

Handgeknüpfter INDO Orientteppich | Knotendichte: 50 Radj, ca. 500.000 Knoten/qm | Material: Flor Schurwolle, Kette Baumwolle | Größe: 310 x 215 cm | Muster: INDO Isfahan Medaillon | Zustand: neuwertig, frisch gewaschen

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Inventarnummer: 100120000195

Beschreibung

INDO Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Orientteppich ist handgeknüpft und besteht aus Schurwolle auf Baumwolle. Die Schurwolle bildet den Flor, während Baumwolle als Kette verwendet wird. Damit sind die beiden Materialien ihrer jeweiligen Funktion klar zugeordnet: Der Flor prägt die sichtbare Oberfläche, die Kette bildet die Grundlage des geknüpften Teppichs. Die Kombination von Wolle und Baumwolle ist eine traditionelle Materialaufteilung bei handgearbeiteten Teppichen und verbindet einen wollenen Flor mit einem stabilen Grundaufbau.

Die Knüpfung ist mit 50 Radj und etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter als sehr fein angegeben. Eine solche Dichte ermöglicht es, Linien, Konturen und kleine Farbflächen eng aufeinander abzustimmen. Bei einem Medaillonmuster unterstützt die feine Knüpfung eine klar erkennbare Gliederung zwischen dem zentralen Motiv, den begleitenden Ornamenten und dem umlaufenden Rahmen. Die Ausführung bleibt dabei eine manuelle Knüpfarbeit und nicht ein maschinell erzeugtes Gewebe.

Schurwolle wird bei Teppichen traditionell wegen ihrer belastbaren Faserstruktur eingesetzt. Sie kann dem Flor eine griffige Oberfläche und eine natürliche Elastizität geben. Baumwolle lässt sich als Kettmaterial gleichmäßig spannen und bildet dadurch eine geeignete Basis für die einzelnen Knoten. Diese allgemeine Materialeigenschaft erklärt die klassische Verbindung, ohne dem konkreten Stück weitere Materialbestandteile zuzuschreiben. Für diesen Teppich sind Schurwolle im Flor und Baumwolle in der Kette angegeben.

Herkunft und Tradition

Die Bezeichnung INDO weist bei diesem Teppich auf eine Herstellung in Indien hin. Er ist daher ein indischer Orientteppich und kein Perserteppich. Die zusätzliche Bezeichnung Isfahan beschreibt das verwendete Muster beziehungsweise die stilistische Orientierung des Dekors; sie benennt nicht die Herkunft dieses Stücks. Diese Unterscheidung ist bei Teppichen wichtig, weil Ortsnamen sowohl eine Webtradition als auch eine bestimmte Ornamentik bezeichnen können.

Indien verfügt über eine lange Geschichte der Teppichherstellung und hat verschiedene persisch beeinflusste Mustertraditionen in eigener handwerklicher Praxis weitergeführt. In indischen Werkstätten werden klassische Kompositionen mit zentraler Ordnung, fein ausgearbeiteten Blumenformen und geregelten Bordüren geknüpft. Die Muster werden dabei nicht automatisch zu Nachweisen einer iranischen Herkunft. Bei einem INDO-Teppich steht die Herstellung in Indien im Vordergrund, während eine Bezeichnung wie Isfahan die gestalterische Vorlage oder den Dekortyp angibt.

Isfahan zählt in der Teppichgeschichte zu den wichtigen Zentren persischer Kunst und Ornamentik. Die dort bekannte Formensprache arbeitet häufig mit ausgewogenen Achsen, einem dominanten Mittelfeld und einer sorgfältig gegliederten Bordüre. Charakteristisch ist nicht allein ein einzelnes Zeichen, sondern das Verhältnis der Motive zueinander: Das Zentrum erhält Gewicht, die Seiten werden symmetrisch geordnet, und florale Details verbinden die einzelnen Bereiche. Diese Prinzipien können auch außerhalb Irans aufgegriffen und in anderen Ländern handwerklich umgesetzt werden.

Die Tradition solcher Muster beruht auf dem Zusammenspiel von Entwurf, Übertragung und manueller Ausführung. Ein Musterplan gibt die grundsätzliche Anordnung vor, während die Knüpferinnen und Knüpfer die einzelnen Knoten in Reihen setzen und die Konturen schrittweise aufbauen. Je feiner die Knüpfung ist, desto genauer können kleine Richtungswechsel und differenzierte Ornamentlinien wiedergegeben werden. Die handwerkliche Qualität liegt deshalb nicht nur in der Wahl eines bekannten Musters, sondern auch in der sorgfältigen Umsetzung des gesamten Plans.

Bei diesem Stück treffen somit zwei Informationen zusammen: INDO bezeichnet die indische Fertigung, und Isfahan Medaillon bezeichnet die benannte Mustertradition. Der Teppich wird als Orientteppich eingeordnet, weil er in Indien hergestellt wurde. Seine Gestaltung greift eine persische Ornamentgeschichte auf, ohne ihn zu einem Teppich aus Isfahan oder aus Iran zu machen. Diese klare Einordnung erhält die sachliche Aussage über das konkrete Angebot.

Design und Muster

Das Muster ist als INDO Isfahan Medaillon bezeichnet. Im Mittelpunkt steht dabei ein Medaillon, also ein klar abgegrenztes zentrales Ornament, das die Komposition ordnet. Von diesem Zentrum aus werden die übrigen Musterbereiche aufeinander bezogen. Die Medaillonform schafft eine erkennbare Mitte und gibt dem Dekor eine ruhige, ausgewogene Struktur. Sie ist ein grundlegendes Gestaltungsmittel vieler klassisch orientierter Teppichmuster.

Isfahan-inspirierte Kompositionen sind häufig durch eine präzise Symmetrie und eine feine florale Zeichnung geprägt. Ranken, Blätter und Blüten können sich um das Zentrum gruppieren oder von ihm aus in die Seitenbereiche führen. Entscheidend ist die kontrollierte Verbindung der Formen: Linien sollen nicht zufällig wirken, sondern den Blick durch das Muster leiten. Eine dichte Knüpfung unterstützt diese Wirkung, weil sie schmale Konturen und kleine ornamentale Übergänge differenziert darstellen kann.

Zur Wirkung eines Medaillonmusters gehört außerdem die Abstimmung zwischen Zentrum, Feld und Bordüre. Das zentrale Motiv bildet den Ausgangspunkt, während ein umlaufender Rahmen die Fläche fasst und den Übergang zum Außenrand markiert. Dazwischen können wiederholte florale Elemente, Ranken oder kleinere Füllornamente für eine geschlossene Gesamtzeichnung sorgen. Die genaue Farbgebung und jede einzelne Nebenform dieses Teppichs sind in der Beschreibung nicht weiter aufgeführt; festgehalten ist die Bezeichnung INDO Isfahan Medaillon.

Die Symmetrie eines solchen Entwurfs entsteht nicht durch ein gedrucktes Bild, sondern durch die schrittweise Wiederholung geknüpfter Farb- und Formeinheiten. Spiegelungen an der Mittelachse verlangen Aufmerksamkeit bei der Ausführung. Kleine Motive müssen in ihrer Position und Richtung aufeinander reagieren, damit das Gesamtbild geschlossen bleibt. Die handgeknüpfte Umsetzung verbindet daher ein festgelegtes klassisches Schema mit der Arbeit an jeder einzelnen Knotenreihe.

Die feine Knüpfung ist besonders für Muster geeignet, die aus vielen kleinen Details bestehen. Ein Medaillon kann dadurch scharf vom umgebenden Feld abgegrenzt werden, während florale Linien innerhalb der Komposition lesbar bleiben. Zugleich entsteht eine gleichmäßige visuelle Dichte, die für fein geknüpfte Teppiche typisch ist. Diese allgemeine gestalterische Wirkung erklärt, weshalb die Knotendichte bei einem Isfahan-Medaillon eine wichtige Rolle spielt, ohne zusätzliche Einzelheiten über die nicht beschriebene Farbpalette zu behaupten.

Das Design verbindet somit eine zentrale Medaillonordnung mit einer Isfahan-orientierten Ornamentik und einer indischen handwerklichen Ausführung. Der Ortsname im Mustertitel wird als Stil- und Musterhinweis verstanden. Die Herkunft bleibt die indische Herstellung, während die Mustertradition auf die klassische persische Formensprache verweist. So lässt sich der Teppich sowohl formal als Medaillonkomposition als auch sachlich als INDO Orientteppich einordnen.

Besonderheiten

Die angegebene Knotendichte beträgt 50 Radj beziehungsweise etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Beschreibung bezeichnet die Knüpfung als sehr fein. Außerdem wird der Teppich als neuwertig und frisch gewaschen ausgewiesen. Diese Angaben beschreiben den dokumentierten Zustand und die Ausführung des konkreten Stücks.

Die Kombination aus Schurwolle im Flor und Baumwolle in der Kette, die feine handgeknüpfte Ausführung und das INDO Isfahan Medaillon bilden die wesentlichen Merkmale dieses Einzelstücks. Weitere Aussagen zu Alter, Signatur, Farben oder einer besonderen Restaurierung liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Ist dieser Teppich ein Perserteppich?

Nein. Die Bezeichnung INDO weist auf eine Herstellung in Indien hin. Deshalb wird das Stück als Orientteppich eingeordnet. Isfahan Medaillon bezeichnet hier das Muster beziehungsweise die stilistische Vorlage und nicht den Herstellungsort. Der Teppich greift eine persisch geprägte Ornamentik auf, stammt aber nicht aus Iran.

Was bedeutet Isfahan Medaillon?

Isfahan Medaillon beschreibt eine Musterkomposition mit einem klaren zentralen Medaillon und einer an der klassischen Isfahan-Ornamentik orientierten Gestaltung. Das Zentrum ordnet die Fläche, während florale und rahmende Elemente die Komposition ergänzen können. Die Bezeichnung ist bei diesem Stück ein Musterhinweis und keine Herkunftsangabe.

Wie ist der Zustand des Teppichs?

Der Teppich wird als neuwertig und frisch gewaschen beschrieben. Diese beiden Angaben gehören zu den Merkmalen des angebotenen Einzelstücks. Zur Erhaltung werden keine weiteren Einzelheiten genannt. Festgehalten ist damit ein neuwertiger Zustand nach einer frischen Wäsche.

Zusätzliche Informationen
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