Perserteppich Täbriz ca. 355×244 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 2130$Aktueller Preis ist: 817$

Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 100.000 Knoten/qm | Material: Flor Schurwolle, Kette Baumwolle | Größe: ca. 355 x 244 cm | Muster: Täbriz-Muster, ca. 1970 | Zustand: sehr gut, minimale Gebrauchsspuren an den Fransen, frisch gewaschen

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Inventarnummer: 100120000352

Beschreibung

Täbriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus Schurwolle im Flor auf einer Kette aus Baumwolle. Damit sind die beiden im Teppich verwendeten Grundmaterialien klar benannt: Die Schurwolle bildet die sichtbare Oberfläche, während die Baumwolle als Kettmaterial die textile Grundlage der Knüpfarbeit bildet. Der Flor aus Schurwolle verleiht der Oberfläche ihre wollene Struktur. Die Baumwollkette liegt im Inneren des Teppichs und dient als Träger für die eingeknüpften Florfäden.

Die angegebene Knotendichte beträgt ca. 100.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und macht die Feinheit der handwerklichen Ausführung nachvollziehbar. Beim Handknüpfen wird jeder einzelne Knoten in das Grundgerüst des Teppichs eingebracht. Reihe für Reihe entsteht so die Fläche, in der Material, Farbe und Muster miteinander verbunden sind. Die Knotendichte ist deshalb ein technisches Merkmal der Ausführung und kein Hinweis auf ein anderes Material oder eine andere Herkunft.

Die Knüpfarbeit ist dem Täbriz-Typ zugeordnet und trägt eine Signatur von Nemat-Nejad. Die Signatur ist auf den Fotos zu sehen und gehört zu den besonderen Angaben dieses Einzelstücks. Das Material, die handgeknüpfte Technik und die genannte Knotendichte bilden zusammen die sachlichen Merkmale seiner Herstellung. Angaben zu weiteren Materialien, zu einer zusätzlichen Seidenausstattung oder zu einer abweichenden Konstruktion werden nicht gemacht.

Herkunft und Tradition

Täbriz liegt im Nordwesten Persiens und ist seit Jahrhunderten für handgeknüpfte Teppiche bekannt. Die Stadt und ihre Umgebung haben eine eigenständige Teppichtradition entwickelt, die in der Gestaltung, in der sorgfältigen Ausarbeitung und in der Vielfalt der verwendeten Muster sichtbar wird. Täbriz-Teppiche stehen damit für eine regionale Knüpfkunst innerhalb der persischen Teppichkultur. Die Bezeichnung Täbriz verweist hier auf das im Stück ausgeführte Muster und auf die Tradition, der diese Formensprache entstammt.

Die Teppichherstellung in Täbriz wird bis in das Altertum zurückgeführt. Für die Region wird eine mehr als 2.500 Jahre umfassende Geschichte der Knüpfkunst genannt. Über viele Generationen hinweg wurden Kenntnisse über das Anlegen eines Entwurfs, das Ordnen der Farben und das gleichmäßige Setzen der Knoten weitergegeben. Diese lange Entwicklung erklärt, weshalb Täbriz heute als eine der wichtigen Bezeichnungen innerhalb der persischen Teppichkunst gilt.

In Täbriz wurde und wird die Herstellung eines Teppichs als Verbindung von Entwurf und manueller Arbeit verstanden. Ein Muster kann zunächst als Zeichnung vorbereitet werden, damit die Anordnung von Feld, Bordüren und Einzelmotiven festgelegt ist. Die Knüpfer übertragen diese Vorlage anschließend in farbige Knoten. Dabei entsteht das Bild nicht auf einmal, sondern wächst schrittweise über die gesamte Teppichfläche. Die handwerkliche Tätigkeit verlangt Aufmerksamkeit, weil jede Reihe an die vorherige anschließt und die Farbfolge die Lesbarkeit des Musters bestimmt.

Die regionale Tradition umfasst unterschiedliche Gestaltungssprachen. Dazu gehören geometrische Ordnungen, florale Kompositionen sowie Darstellungen mit historischem oder religiösem Bezug. Täbriz-Muster können dadurch sehr verschieden wirken, ohne ihre Zugehörigkeit zur persischen Knüpftradition zu verlieren. Entscheidend ist die strukturierte Anlage des Entwurfs und die präzise Umsetzung in Knoten. Der vorliegende Teppich wird im Musterbereich als Täbriz-Muster bezeichnet und zeitlich in die Zeit um 1970 eingeordnet.

Die Werkstatttradition von Nemat-Nejad gehört bei diesem Stück zur konkreten Herkunftsangabe. Die Signatur macht die Zuordnung zu dieser Werkstatt beziehungsweise diesem Namen sichtbar, ohne darüber hinausgehende Aussagen über einzelne beteiligte Personen zu machen. Sie ist ein Bestandteil der Identität dieses Teppichs und unterscheidet ihn von nicht signierten Exemplaren mit ähnlicher Täbriz-Formensprache.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als Täbriz-Muster, etwa aus dem Jahr 1970, beschrieben. Damit wird die Gestaltung einer traditionsreichen persischen Mustersprache zugeordnet, während die zeitliche Einordnung die Entstehung in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts setzt. Die Bezeichnung beschreibt die stilistische Orientierung des Entwurfs und ist von der Signatur Nemat-Nejad zu unterscheiden. Beide Angaben gehören zur Beschreibung des Stücks, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen.

Täbriz-Kompositionen beruhen häufig auf einer klar gegliederten Gesamtordnung. Ein Teppich kann ein zentrales Feld, umlaufende Bordüren und kleinere verbindende Motive besitzen. Auch wenn einzelne Täbriz-Entwürfe in ihrer Anordnung voneinander abweichen, bleibt die Wirkung meist von einer bewussten Balance zwischen Fläche und Detail geprägt. Florale Formen können sich regelmäßig wiederholen, während geometrische Linien der Komposition Halt geben. Historische oder religiöse Bildthemen bilden eine weitere Möglichkeit innerhalb der regionalen Gestaltungstradition.

Die Musterzeichnung wird beim Knüpfen nicht einfach auf die Oberfläche gemalt. Sie entsteht aus einer Folge einzelner Knoten, deren Farben nach dem Entwurf angeordnet werden. Aus der Entfernung erscheint dadurch eine zusammenhängende Komposition; aus der Nähe lässt sich die kleinteilige Struktur der handgeknüpften Arbeit erkennen. Die Knotendichte unterstützt die Ausarbeitung feiner Übergänge und kleiner Formen, ohne dass sie selbst ein bestimmtes Motiv festlegt. Das Muster bleibt das Ergebnis der geplanten Farb- und Formverteilung.

Die persische Teppichkunst kennt eine große Zahl an floralen und geometrischen Zeichen. Blätter, Blüten, Ranken, Medaillons, Borten und rhythmisch gesetzte Ornamente können in unterschiedlichen Kombinationen auftreten. Ihre Bedeutung hängt vom jeweiligen Entwurf und vom kulturellen Zusammenhang ab. Bei einem Täbriz-Muster steht nicht ein einzelnes Zeichen allein im Mittelpunkt, sondern das Verhältnis der Motive innerhalb einer geordneten Fläche. So können Wiederholung, Symmetrie und ein fein ausgearbeiteter Rand gemeinsam den Charakter einer Komposition bestimmen.

Die Einordnung um 1970 zeigt außerdem, dass die Täbriz-Tradition auch in einer modernen Zeit fortgeführt wurde. Traditionelle Muster konnten weiterhin verwendet werden, während Werkstätten sie in zeitgenössischen Teppichen neu ausführten. Ein solcher Entwurf verbindet die überlieferte regionale Formensprache mit der Herstellungszeit des konkreten Stücks. Der Teppich wird deshalb weder nur als historisches Muster noch nur als Erzeugnis einer bestimmten Epoche beschrieben, sondern als handgeknüpfte Arbeit mit Täbriz-Muster aus der Zeit um 1970.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Einzelstücks gehören die Nemat-Nejad-Signatur, die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus Schurwolle auf Baumwollkette und die angegebene Knotendichte von ca. 100.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Signatur ist auf den Fotos erkennbar. Sie gibt dem Teppich eine konkrete Kennzeichnung, die über die allgemeine Bezeichnung Täbriz hinausgeht.

Der Zustand wird als sehr gut beschrieben. Zugleich werden minimale Gebrauchsspuren an den Fransen genannt. Diese beiden Angaben gehören zusammen und geben ein vollständiges Bild des Erhaltungszustands: Die textile Fläche befindet sich in sehr gutem Zustand, während an den Fransen geringfügige Gebrauchsspuren vorhanden sind. Der Teppich wurde außerdem frisch gewaschen. Weitere Restaurierungen, Reparaturen oder Veränderungen werden nicht angegeben.

Die Kombination aus Signatur, Täbriz-Muster aus der Zeit um 1970 und dem genannten Material macht die Beschreibung dieses Teppichs eindeutig. Jede dieser Angaben bezieht sich auf einen anderen Aspekt: Die Signatur weist auf Nemat-Nejad hin, das Muster auf die regionale Formensprache, die zeitliche Angabe auf die Einordnung und die Materialangabe auf den Aufbau. Zusammen ergeben sie das Profil dieses einen handgeknüpften Perserteppichs.

FAQ

Woher stammt der Perserteppich?

Der Teppich wird als Täbriz-Perserteppich bezeichnet. Täbriz liegt im Nordwesten Persiens und ist für seine handgeknüpften Teppiche bekannt. Die konkrete Herkunftsangabe bei diesem Stück ist die Signatur von Nemat-Nejad, die auf den Fotos zu sehen ist. Das Muster wird ebenfalls als Täbriz-Muster eingeordnet. Weitere Angaben zu einem bestimmten Dorf, einer einzelnen Knüpferin oder einem einzelnen Knüpfer werden nicht gemacht. Deshalb bleibt die Herkunftsbeschreibung bei Täbriz und der genannten Signatur.

Aus welchen Materialien besteht der Teppich?

Der Flor besteht aus Schurwolle, die Kette aus Baumwolle. Die Schurwolle bildet den sichtbaren Flor und gibt der Oberfläche ihre wollene Beschaffenheit. Die Baumwollkette bildet das innere Grundgerüst, in das die Knoten eingebracht werden. Der Teppich ist handgeknüpft und weist eine angegebene Knotendichte von ca. 100.000 Knoten pro Quadratmeter auf. Weitere Materialien werden in der Beschreibung nicht genannt; insbesondere wird keine Seide angegeben.

In welchem Zustand befindet sich das Stück?

Der Zustand ist als sehr gut bezeichnet. Gleichzeitig weist die Beschreibung auf minimale Gebrauchsspuren an den Fransen hin. Diese Spuren betreffen die Fransen und ändern nichts an der Angabe des insgesamt sehr guten Zustands. Der Teppich wurde frisch gewaschen. Hinweise auf größere Beschädigungen, Restaurierungen oder Reparaturen enthält die Beschreibung nicht. Die Fotos zeigen die Signatur und ergänzen die Angaben zum konkreten Stück.

Zusätzliche Informationen
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