
















Perserteppich Täbriz 330 x 238 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 3579$1420$Aktueller Preis ist: 1420$
Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 160.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 330 x 238 cm | Muster: Antik Mahi Lachak-Toranj Täbriz Medaillon, Semi-Antik, rare Farbkombination | Zustand: Sehr guter Zustand, frisch gewaschen (siehe Fotos)
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1001200003632
Beschreibung
Täbriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Täbriz Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Schurwolle. Die Kette ist aus 100% Baumwolle gefertigt. Wolle wird bei handgeknüpften Teppichen wegen ihrer Strapazierfähigkeit und ihrer weichen Haptik verwendet. Sie verleiht der Oberfläche eine angenehme Struktur und sorgt für ein komfortables Laufgefühl. Die Baumwolle der Kette bildet die Grundlage, in der die einzelnen Knoten befestigt werden.
Mit einer Knotendichte von ca. 160.000 Knoten/qm verfügt der Teppich über eine fein gearbeitete Konstruktion. Eine hohe Knotendichte ermöglicht es, Muster und Konturen differenziert auszuarbeiten. Bei einem Medaillon-Teppich unterstützt sie die klare Lesbarkeit des zentralen Feldes, der Bordüren und der kleineren Ornamentdetails. Die Arbeit von Hand macht jeden Knoten zu einem Bestandteil der individuellen Oberfläche.
Handgeknüpfte Teppiche werden nicht in einem industriellen Durchlauf gefertigt, sondern entstehen Schritt für Schritt am Knüpfstuhl. Flor und Kette übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben: Die Kette trägt die Konstruktion, während die Schurwolle die sichtbare und fühlbare Oberfläche bildet. Diese Verbindung aus Wollflor, Baumwollkette und dichter Handarbeit prägt den Aufbau dieses Stücks.
Herkunft und Tradition
Täbriz liegt im Nordwesten Irans und zählt zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt ist für eine jahrhundertealte Web- und Knüpftradition bekannt, deren Entwicklung bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Durch seine Lage und seine lange Handelsgeschichte wurde Täbriz zu einem wichtigen Ort für den Austausch von Mustern, Materialien und handwerklichen Techniken. Perserteppiche aus Täbriz stehen deshalb für eine Verbindung aus regionaler Tradition und einer vielseitigen Ornamentik.
Die Teppichkunst der Stadt wird von Generation zu Generation weitergegeben. In den Werkstätten entstehen Entwürfe, bei denen Zeichnung, Farbabstimmung und Knüpfarbeit eng zusammenwirken. Täbriz-Teppiche sind für eine sorgfältige Verarbeitung und für farbenreiche, häufig medaillonartige Kompositionen bekannt. Das zentrale Medaillon wird meist von einem geordneten Feld und einer ausgearbeiteten Bordüre begleitet. Dadurch entsteht ein Aufbau, der sowohl auf Symmetrie als auch auf eine differenzierte Detailgestaltung setzt.
Die Bezeichnung Täbriz beschreibt hier die Herkunft des Perserteppichs. Sie verweist nicht allein auf ein einzelnes Motiv, sondern auf eine eigenständige Teppichtradition im iranischen Nordwesten. In dieser Tradition werden klassische Vorlagen immer wieder neu interpretiert. Florale Formen, geschwungene Linien und geometrisch gefasste Bereiche können zu einem zusammenhängenden Gesamtbild verbunden werden. Die handwerkliche Ausführung bleibt dabei ein wesentlicher Teil der regionalen Identität.
Die historische Bedeutung der Täbrizer Teppichkunst zeigt sich auch in ihrer stilistischen Bandbreite. Werkstätten greifen auf Medaillonaufbauten, florale Muster und Musterfamilien wie Mahi zurück. Dabei wird ein Entwurf nicht mechanisch reproduziert, sondern durch die Wahl der Farben, die Ausführung der Konturen und die Anordnung der Details geprägt. So verbindet die Tradition eine klare Komposition mit der individuellen Handschrift der jeweiligen Knüpfarbeit.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als antikes Mahi Lachak-Toranj Täbriz Medaillon bezeichnet. Außerdem ist das Stück als semi-antik beschrieben. Im Zentrum steht die Medaillon-Komposition, während Mahi und Lachak-Toranj die Musterbezeichnung näher bestimmen. Ein Medaillon bildet einen klaren Mittelpunkt und gibt dem Teppich eine erkennbare innere Ordnung. Die Bezeichnung Toranj wird in der persischen Ornamentik häufig für eine mandelförmige oder ovale Medaillonform verwendet.
Mahi ist als Musterfamilie durch die sogenannte Fischornamentik bekannt. Die Motive erscheinen häufig paarweise oder spiegelbildlich und werden mit Blättern, Blüten und geschwungenen Ranken verbunden. In einer Lachak-Toranj-Komposition treffen Eckelemente und zentrales Medaillon aufeinander. Diese Anordnung schafft einen Rahmen für die Zeichnung und lässt das Muster über die gesamte Fläche hinweg zusammenhängend wirken. Die genaue Wirkung entsteht durch das Verhältnis von Hauptmotiv, Nebenornamenten und Bordüren.
Die floralen und geometrischen Elemente übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Ranken und Blüten führen den Blick durch das Feld, während klar begrenzte Formen dem Entwurf Struktur geben. Kleine Details beleben die Zwischenräume, ohne die zentrale Ordnung aufzulösen. Bei einem fein geknüpften Mahi-Muster können die Konturen und Wiederholungen präzise ausgearbeitet werden. Das Medaillon bleibt dabei der visuelle Bezugspunkt der Komposition.
Als besondere Eigenschaft wird eine rare Farbkombination genannt. Die Farbwirkung gehört damit zu den ausdrücklich beschriebenen Merkmalen dieses Teppichs. Sie ergänzt die klassische Täbriz-Komposition um eine weniger häufige Abstimmung und beeinflusst, wie Medaillon, Feld und Bordüre zueinander wahrgenommen werden. Die Farben und Muster wurden traditionell mit pflanzlichen Farbstoffen gefärbt. Pflanzliche Färbungen sind in der persischen Teppichkunst mit einer differenzierten Farbwirkung und einer guten Lichtbeständigkeit verbunden.
Die Bezeichnung antik und die zusätzliche Einordnung als semi-antik gehören zur Beschreibung des Musters und der Gestaltung. Das Stück verbindet somit ein traditionelles Mahi-Lachak-Toranj-Thema mit einem Täbriz-Medaillon und einer seltenen Farbkombination. Die Gesamtwirkung entsteht nicht aus einem einzelnen Ornament, sondern aus dem Zusammenspiel von zentraler Form, flankierenden Motiven, Bordüren und der ausgewählten Farbgebung.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen zählen die hohe Knotendichte, der handgeknüpfte Aufbau und die rare Farbkombination. Die dichte Knüpfung unterstützt die Detailtreue des Musters und die geschlossene Wirkung des Flors. Als Material wurden 100% Schurwolle im Flor und 100% Baumwolle in der Kette verwendet. Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand und wurde frisch gewaschen; die Fotos zeigen den beschriebenen Zustand.
Die traditionelle Färbung mit pflanzlichen Farbstoffen ist ebenfalls als Eigenschaft des Teppichs angegeben. Sie steht für die überlieferte Verbindung von Material, Farbe und Muster in der persischen Teppichkunst. Zusammen mit der Täbriz-Herkunft, dem Mahi-Lachak-Toranj-Medaillon und der semi-antiken Einordnung ergibt sich eine klar benannte gestalterische und handwerkliche Charakteristik.
FAQ
Wie pflege ich diesen Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenkopf hilft, Staub aus dem Flor zu entfernen, ohne die Fasern unnötig zu beanspruchen. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben kann die Oberfläche und die Farbwirkung belasten. Schwere Möbel sollten nicht über lange Zeit auf dem Teppich stehen, damit keine dauerhaften Abdrücke entstehen. Für eine weitergehende Reinigung ist eine fachkundige Teppichwäsche sinnvoll.
Woran erkenne ich, ob der Teppich ein Original ist?
Bei einem echten Perserteppich geben mehrere Merkmale Hinweise: natürliche Materialien, eine charakteristische Musterzeichnung und die sichtbare Ausführung der Handarbeit. Ist das Muster auch auf der Rückseite erkennbar, spricht dies für eine handgeknüpfte Konstruktion. Eine hohe Knotendichte kann die Detailausarbeitung unterstützen, ist allein jedoch kein vollständiger Herkunftsnachweis. Eine Zertifizierung oder ein Expertengutachten bietet zusätzliche Sicherheit bei der Prüfung.
Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung liegen?
Handgeknüpfte Perserteppiche sind in der Regel für die Verwendung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Die Temperatur sollte nicht zu hoch eingestellt werden, damit die Fasern nicht unnötig belastet werden. Eine moderate Raumtemperatur ist ebenfalls ratsam. Wichtig ist außerdem, dass der Teppich eben liegt und die Wärme gleichmäßig an den Raum abgegeben werden kann.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |
























