Perserteppich Täbriz 300×200 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 5120$Aktueller Preis ist: 959$

Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 360.000 Knoten/qm (42 Radj) | Material: Flor Schurwolle mit Seide, Kette Baumwolle | Größe: 300×200 cm | Muster: Täbriz Medaillon Fischmuster (Mahi) | Zustand: Sehr guter Zustand, minimale Gebrauchsspuren, frisch gewaschen

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Inventarnummer: 100120000161

Beschreibung

Täbriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus Schurwolle mit Seidenanteil. Als Grundmaterial ist Baumwolle angegeben. Die Verbindung aus Wolle, Seide und Baumwolle steht für eine klassische Materialordnung orientalischer Knüpfteppiche: Der Flor bildet die sichtbare und fühlbare Oberfläche, während die Kette das textile Gerüst des Teppichs trägt. Schurwolle wird bei handgeknüpften Teppichen wegen ihrer widerstandsfähigen, zugleich angenehm griffigen Faser verwendet. Seide kann innerhalb eines Wollflors feine Akzente setzen und eine differenzierte Wirkung von Linien und Musterpartien ermöglichen.

Die Knüpfung ist mit einer Dichte von etwa 360.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben, entsprechend 42 Radj. Eine solche Dichte erlaubt es, ornamentale Formen kleinteilig auszuarbeiten und Konturen sauber voneinander zu trennen. Beim Knüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Grundfäden eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so ein geschlossenes Gewebe, dessen Muster nicht aufgedruckt, sondern in der Struktur des Teppichs angelegt ist. Die handwerkliche Herstellung erklärt die präzise Wirkung des Medaillons und der feinen Fischmotive.

Die Baumwolle bildet dabei eine feste Basis für den Flor. In der traditionellen Teppichherstellung wird sie häufig für Kette und Schuss eingesetzt, weil sie formstabil ist und eine klare Grundlage für die Knüpfarbeit schafft. Die Wolle sorgt für die textile Fülle der Oberfläche, während der Seidenanteil innerhalb der Gestaltung eine feinere zeichnerische Differenzierung ermöglicht. Diese Beschreibung bezieht sich auf die im Teppich genannten Materialien und nicht auf eine zusätzliche Ausstattung oder Behandlung.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien und wird Täbriz zugeordnet. Täbriz zählt zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt liegt im Nordwesten des heutigen Iran und war über lange Zeit ein wichtiger Handels- und Kulturort. Durch ihre Lage kreuzten sich dort unterschiedliche künstlerische Einflüsse, die in der Teppichgestaltung eine ausgeprägte Vorliebe für klare Kompositionen, fein gezeichnete Ornamente und sorgfältig gegliederte Flächen begünstigten.

Teppiche aus Täbriz werden traditionell mit einer ausgearbeiteten Bildordnung verbunden. Häufig steht ein zentrales Medaillon im Mittelpunkt, das von einer ausgewogenen Feldgestaltung und einer ornamentierten Bordüre begleitet wird. Diese Ordnung kann streng symmetrisch wirken, lässt aber innerhalb der einzelnen Ornamente Raum für eine differenzierte Zeichnung. Die Knüpfer übertragen die Vorlage nicht einfach als grobe Fläche, sondern setzen sie aus zahlreichen einzelnen Farbfeldern und Linien zusammen.

Die regionale Tradition entstand aus dem Zusammenspiel von Werkstattarbeit, Entwurf und überliefertem Formenschatz. In Täbriz wurden sowohl repräsentative Teppiche als auch Stücke für den alltäglichen Gebrauch gefertigt. Die dortige Knüpfkunst ist deshalb nicht auf ein einziges Erscheinungsbild beschränkt. Sie umfasst unterschiedliche Medaillonformen, florale Ranken, geometrische Gliederungen und figürlich oder symbolisch interpretierte Details. Gemeinsam ist vielen Täbriz-Teppichen die Absicht, ein gut lesbares Gesamtbild mit sorgfältig ausgeführten Einzelheiten zu verbinden.

Die Bezeichnung Täbriz beschreibt bei diesem Stück seine persische Herkunft und die damit verbundene regionale Tradition. Sie ist nicht mit dem Namen des Musters gleichzusetzen. Das Fischmuster Mahi gehört zu einem weit verbreiteten persischen Ornamentvokabular, während Täbriz die Herkunftsbezeichnung des Teppichs ist. Gerade diese Verbindung aus regionaler Werkstatttradition und überlieferten Musterelementen prägt die Einordnung des Stücks.

Die hohe angegebene Knotendichte passt zu einer Arbeitsweise, bei der kleine Ornamentformen und feine Konturen eine wichtige Rolle spielen. Bei persischen Knüpfteppichen wird die Dichte oft in Radj ausgedrückt. Radj bezeichnet die Zahl der Knoten auf einer bestimmten Strecke und dient als traditionelle Angabe für die Feinheit der Knüpfung. Die im Angebot genannte Angabe von 42 Radj ergänzt daher die Knotenangabe und beschreibt die handwerkliche Feinheit, ohne allein über den Charakter des Teppichs zu entscheiden.

Design und Muster

Das Muster ist als Täbriz Medaillon Fischmuster, auch Mahi genannt, bezeichnet. Ein Medaillon ordnet die Gestaltung um ein zentrales Motiv. Es kann den Blick in die Mitte des Feldes führen und dem übrigen Muster eine erkennbare Achse geben. Bei einer solchen Komposition stehen zentrale Form, Binnenzeichnung und umgebende Ornamente in einem strukturellen Zusammenhang. Die Wirkung entsteht nicht durch ein einzelnes Element, sondern durch das Verhältnis von Mitte, Feld und Bordüre.

Der Begriff Mahi bedeutet Fisch und verweist auf ein stilisiertes Ornament, das in der persischen Teppichkunst häufig in Ranken und Blattformen eingebunden wird. Die Fischform erscheint dabei nicht zwingend als naturgetreue Darstellung. Sie kann als kleine, wiederkehrende Figur in einer floralen Zeichnung auftreten oder die Linienführung eines größeren Ornaments bestimmen. Durch die Wiederholung entstehen Rhythmus und Bewegung innerhalb des Musters.

Bei Mahi-Kompositionen werden die Fischformen oft mit geschwungenen Ranken, Blättern und weiteren pflanzlichen Details verbunden. Die einzelnen Motive können dicht beieinanderliegen und sich zu einem kontinuierlichen Rapport ergänzen. Eine solche Musterlogik verlangt eine klare Zeichnung, damit die kleinen Formen trotz ihrer Nähe zueinander unterscheidbar bleiben. Die angegebene Knotendichte unterstützt grundsätzlich die Möglichkeit einer präzisen Wiedergabe, ohne dass daraus eine bestimmte Farbgebung oder ein nicht genannter Aufbau abgeleitet werden darf.

Das Täbriz-Medaillon verbindet den zentralen Aufbau mit dem Mahi-Ornament. Dadurch treffen zwei Ordnungsideen aufeinander: Die Medaillonkomposition strukturiert die Gesamtfläche, während die Fischmotive und ihre pflanzlichen Verbindungen die Binnenzeichnung beleben. In der persischen Ornamenttradition werden solche Muster nicht als zufällige Dekoration verstanden, sondern als überlieferte Formen, die in verschiedenen Werkstätten und regionalen Ausprägungen neu interpretiert werden können.

Die Bezeichnung des Designs macht keine Aussage über eine zusätzliche Herkunft. Mahi benennt das Motiv, Täbriz die regionale Zuordnung. Diese Unterscheidung ist bei orientalischen Teppichen wichtig, weil viele Muster über ihre ursprüngliche Region hinaus verwendet wurden. Bei diesem Stück bleibt die Einordnung dennoch klar: Es handelt sich um einen persischen Teppich aus Täbriz mit Medaillon- und Fischmuster.

Besonderheiten

Zu den im Angebot genannten Besonderheiten gehören die feine Knüpfung, der Flor aus Schurwolle mit Seidenanteil, die Baumwolle als Grundmaterial und das Täbriz-Medaillon mit Mahi-Motiv. Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand und weist nur minimale Gebrauchsspuren auf. Er wurde frisch gewaschen. Damit verbindet sich bei diesem Einzelstück die traditionelle handgeknüpfte Ausführung mit einer klar benannten Mustertradition und einem gepflegten Erhaltungszustand.

Die Kombination aus handgeknüpfter Herstellung und fein ausgearbeitetem Mahi-Muster macht die textile Struktur für die Betrachtung relevant. Wolle, Seide und Baumwolle erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen innerhalb des Teppichs. Die Angaben zum Zustand beziehen sich auf die sichtbaren Gebrauchsspuren und die genannte Wäsche; weitere Restaurierungen oder besondere Behandlungen sind nicht angegeben.

FAQ

Woher stammt der Teppich?

Der Teppich stammt aus Persien und ist Täbriz zugeordnet. Täbriz ist ein bedeutendes Zentrum der persischen Teppichkunst im Nordwesten des heutigen Iran. Die Herkunftsbezeichnung verweist auf diese regionale Tradition und ist von der Musterbezeichnung Mahi zu unterscheiden. Mahi beschreibt das Fischmotiv, während Täbriz die Herkunft des Teppichs bezeichnet.

Was bedeutet Mahi?

Mahi ist die Bezeichnung für ein Fischmuster der persischen Teppichkunst. Die Fischformen sind in der Regel stilisierte Ornamente und können mit Ranken, Blättern und weiteren floralen Elementen verbunden sein. Bei diesem Teppich erscheint das Mahi-Motiv in einer Täbriz-Medaillon-Komposition. Das zentrale Medaillon ordnet die Gesamtgestaltung, während die Fischmotive die innere Zeichnung prägen.

Aus welchen Materialien besteht der Teppich?

Der Flor besteht aus Schurwolle mit Seidenanteil. Als Grundmaterial ist Baumwolle angegeben. Schurwolle bildet die sichtbare textile Oberfläche, der Seidenanteil ermöglicht feinere Akzente in der Ausarbeitung, und die Baumwolle gehört zur tragenden Basis des Teppichs. Weitere Materialangaben enthält die Beschreibung nicht.

Zusätzliche Informationen
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