Perserteppich Täbriz 286 x 178 cm Korkwolle handgeknüpft

1059$

Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 500.000 Knoten/m² | Material: Flor Korkwolle, Kette Baumwolle | Größe: 286 x 178 cm² | Muster: Orientalisch | Zustand: Gut, siehe Bilder

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Inventarnummer: 2B7E9625

Beschreibung

Täbriz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Täbriz ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus Korkwolle, während für die Kette Baumwolle verwendet wurde. Korkwolle bezeichnet eine besonders feine Wollqualität, die bei persischen Teppichen wegen ihrer angenehmen Haptik und ihrer Eignung für fein ausgearbeitete Knüpfungen eingesetzt wird. Die Baumwollkette bildet dabei das tragende Gerüst des Teppichs. Sie gibt den einzelnen Knoten Halt und sorgt für eine gleichmäßige Grundlage innerhalb der handwerklichen Konstruktion.

Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln um die Kettfäden gelegt und anschließend befestigt. Reihe für Reihe entsteht so eine textile Oberfläche, deren Aufbau unmittelbar aus der Arbeit der Knüpferinnen und Knüpfer hervorgeht. Anders als bei maschinell hergestellten Bodenbelägen ist die Struktur eines handgeknüpften Teppichs das Ergebnis vieler einzelner Arbeitsschritte. Die im Stück vorhandene Knotendichte unterstützt die feine Ausarbeitung seiner orientalischen Musterung.

Die Materialangabe ist bei diesem Einzelstück klar gefasst: Korkwolle im Flor und Baumwolle in der Kette. Weitere Materialien werden für diesen Teppich nicht angegeben. Der Zustand ist als gut beschrieben; die Bilder ergänzen die Zustandsbeurteilung und ermöglichen die Betrachtung der sichtbaren Oberfläche. Der Teppich wurde im Zeitraum von 1970 bis 1979 hergestellt.

Herkunft und Tradition

Täbriz liegt im Nordwesten Irans und zählt zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt war über Jahrhunderte ein Handels- und Kulturort an wichtigen Verbindungen zwischen Iran, dem Kaukasus, Anatolien und weiteren Regionen. Diese Lage förderte den Austausch von Entwürfen, Farben und handwerklichen Techniken. Die Teppiche aus Täbriz stehen deshalb für eine Tradition, in der regionale Knüpfkunst und eine große stilistische Offenheit miteinander verbunden sind.

Die Geschichte der Teppichherstellung in Täbriz reicht weit zurück und wird häufig mit der Entwicklung persischer Hof- und Werkstattteppiche in Verbindung gebracht. Im Lauf der Zeit bildeten sich in der Stadt Werkstätten heraus, die sowohl klassische persische Kompositionen als auch neue Entwürfe umsetzten. Das handwerkliche Wissen wurde innerhalb von Werkstätten und Familien weitergegeben. Kenntnisse über das Spannen der Kette, das Setzen der Knoten, die Abstimmung der Farben und den abschließenden Scher- und Waschvorgang gehören dabei zu den wesentlichen Bestandteilen dieser Tradition.

Ein Täbriz-Teppich ist nicht auf ein einziges Muster festgelegt. Die regionale Tradition umfasst florale Entwürfe, geometrisch geordnete Flächen, Medaillonkompositionen und Darstellungen mit figürlichen oder architektonischen Anklängen. Gemeinsam ist vielen dieser Arbeiten die sorgfältige Gliederung der Fläche. Ein zentraler Entwurf kann von einem Rahmen- und Eckbereich begleitet werden, während kleinere Details die Übergänge zwischen den einzelnen Partien ordnen.

Die hohe Bedeutung der Knüpfkunst in Täbriz zeigt sich auch in der Verbindung von Entwurf und Ausführung. Ein Karton oder ein überlieferter Musterplan kann als Orientierung dienen, doch die eigentliche Umsetzung erfolgt Knoten für Knoten. Die Knüpfenden müssen dabei die Farbfolge, die Konturen und die Proportionen über die gesamte Fläche hinweg nachvollziehen. Feine Knüpfungen erlauben es, geschwungene Linien, Blütenformen und kleine Ornamente klar voneinander zu unterscheiden.

Als iranischer Herkunftsort steht Täbriz für persische Teppichtradition. Der Begriff bezeichnet hier den Ursprung und die kunsthandwerkliche Einordnung, nicht lediglich ein dekoratives Motiv. Dieses Stück verbindet die Herkunft aus Iran mit einer handgeknüpften Ausführung, einer Korkwolle im Flor und einer Baumwollkette. Seine Herstellungszeit liegt zwischen 1970 und 1979 und ordnet es in die moderne Phase der Täbrizer Teppichproduktion ein.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als orientalisch beschrieben. Orientalische Muster bilden keine einzelne, überall identische Stilform, sondern umfassen eine große Gruppe überlieferter Gestaltungsweisen aus den Teppichregionen des Orients. Dazu gehören pflanzliche Ornamente, wiederholte Ranken, Blüten, geometrische Felder und unterschiedlich aufgebaute Bordüren. Die genaue Komposition dieses Einzelstücks ist in der Beschreibung nicht weiter unterteilt; festgehalten ist seine orientalische Musterung.

In der Täbrizer Gestaltungstradition spielt die Gliederung der Fläche eine wichtige Rolle. Häufig wird ein Teppich aus einem Mittelpunkt, einem umgebenden Feld und mehreren Bordüren aufgebaut. Andere Entwürfe arbeiten mit einem durchgehenden Muster, das sich über die gesamte Fläche wiederholt. Ein Medaillon kann die Mitte betonen, während Eckzwickel und Randzonen für einen geordneten Übergang sorgen. Bei floralen Kompositionen verbinden Ranken einzelne Blüten und Blätter zu einem zusammenhängenden Rhythmus.

Geometrische Muster beruhen dagegen stärker auf klaren Achsen, wiederkehrenden Formen und geradlinigen Begrenzungen. Auch innerhalb eines geometrischen Aufbaus können stilisierte Pflanzenmotive vorkommen. Die persische Entwurfstradition übersetzt natürliche Formen nicht in eine naturgetreue Abbildung, sondern in Ornamente, die sich an die rechteckige Teppichfläche anpassen. Dadurch entsteht ein Verhältnis zwischen Wiederholung, Symmetrie und handwerklicher Variation.

Farben übernehmen in orientalischen Teppichen mehrere Aufgaben. Sie grenzen Musterteile voneinander ab, schaffen Hierarchien zwischen Innenfeld und Bordüre und unterstützen die Lesbarkeit kleiner Ornamente. In persischen Werkstatttraditionen werden häufig Grundfarben mit kontrastierenden Akzenten verbunden. Je nach Entwurf können gedämpfte Farbbereiche neben kräftigeren Partien stehen. Für dieses Stück ist die Musterart als orientalisch angegeben; eine detaillierte Farbliste oder eine genaue Benennung einzelner Motive liegt nicht vor.

Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht die Wirkung des Designs aus dem Zusammenspiel von Zeichnung, Knoten und Flor. Konturen werden durch die Folge der Knoten aufgebaut, während die Schur die Oberfläche ordnet und die Muster sichtbar macht. Die feine Ausführung unterstützt dabei eine differenzierte Darstellung, ohne dass daraus ein bestimmtes, nicht genanntes Einzelmotiv abgeleitet werden sollte. So bleibt die Einordnung dieses Teppichs sachlich: ein handgeknüpfter Täbriz mit orientalischem Muster.

Besonderheiten

Eine besondere Eigenschaft dieses Einzelstücks ist seine hohe Knotendichte. Sie gehört zu den ausdrücklich genannten Merkmalen des Teppichs und steht in engem Zusammenhang mit der feinen handwerklichen Ausführung. Eine dichte Knüpfung ermöglicht es grundsätzlich, Linien und kleine Musterbereiche differenziert anzulegen. Sie ist zugleich ein Kennzeichen der sorgfältigen Ausarbeitung, die mit der Täbrizer Werkstatttradition verbunden wird.

Hinzu kommen die klar benannten Materialien: Korkwolle im Flor und Baumwolle in der Kette. Die Kombination beschreibt sowohl die sichtbare Nutzschicht als auch den tragenden Aufbau des Teppichs. Das Stück ist handgeknüpft und stammt aus Iran. Sein Zustand wird als gut angegeben; zur Beurteilung der sichtbaren Details dienen die Produktbilder.

FAQ

Wie pflege ich diesen Perserteppich aus Täbriz?

Regelmäßiges, schonendes Absaugen entfernt Staub und lose Partikel. Dabei sollte die Oberfläche nicht durch harte Bürsten oder eine zu starke Einstellung belastet werden. Flüssigkeiten und Flecken werden am besten sofort mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch vorsichtig abgetupft, statt sie zu verreiben. Für eine gründliche Behandlung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Sie kann auf die Korkwolle, die Baumwollkette und die Färbung abgestimmt werden und hilft, die textile Struktur zu erhalten.

Woher stammt der Teppich und was zeichnet ihn aus?

Der Teppich stammt aus Täbriz im Iran und wurde zwischen 1970 und 1979 hergestellt. Er ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus Korkwolle auf einer Baumwollkette. Als besondere Eigenschaft ist seine hohe Knotendichte angegeben. Zusammen mit dem orientalischen Muster verbindet dieses Stück damit die Herkunft aus einem wichtigen persischen Teppichzentrum mit einer fein ausgeführten handwerklichen Konstruktion.

Für welche Räume eignet sich der Teppich?

Der Täbriz Perserteppich kann in unterschiedlichen Wohn- und Arbeitsbereichen eingesetzt werden. In einem Wohnzimmer lässt sich seine orientalische Musterung in eine klassische oder modern eingerichtete Umgebung einordnen. Auch im Schlafzimmer oder in einem Büro kann ein handgeknüpfter Teppich dieser Art als textile Fläche eingesetzt werden. Entscheidend sind eine geeignete, ebene Unterlage und eine Nutzung, die den guten Zustand und die feine Oberfläche berücksichtigt.

Zusätzliche Informationen
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