















Perserteppich Täbriz 284 x 191 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2840$994$Aktueller Preis ist: 994$
Handgeknüpfter Täbriz Perserteppich | Knotendichte: ca. 90.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 284 x 191 cm | Muster: Täbriz mit Medaillon, seltene Farbkombination | Zustand: Guter Zustand, professionell gewaschen, mit Gebrauchsspuren
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1001200003631
Beschreibung
Täbriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich aus Täbriz ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100% aus Schurwolle, während für die Kette 100% Baumwolle verwendet wurde. Die Verbindung von Wollflor und Baumwollkette gehört zu den klar benannten Materialmerkmalen dieses Teppichs. Der Flor bildet die sichtbare und fühlbare Oberfläche; die Kette trägt die geknüpften Reihen und gibt der Konstruktion ihre Grundlage.
Die Knotendichte beträgt ca. 90.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten innerhalb einer Fläche und steht bei handgeknüpften Teppichen in engem Zusammenhang mit der Ausarbeitung von Konturen und kleinen Musterdetails. Sie ist ein technisches Merkmal der Knüpfarbeit und keine Bezeichnung für das Alter oder den Zustand des Teppichs.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln um Kettfäden gelegt und anschließend in die Reihe eingebunden. Reihe für Reihe entsteht so ein Flor, dessen Muster während des Arbeitsprozesses aufgebaut wird. Die Baumwollkette bildet dabei das Traggerüst, die Schurwolle den Flor. Diese Angaben beschreiben die Material- und Fertigungsmerkmale des vorliegenden Stücks, ohne weitere Fasern oder Beimischungen zu behaupten.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Iran, aus der Stadt Täbriz. Täbriz liegt im Nordwesten des Landes und ist eines der bedeutenden Zentren der persischen Teppichknüpferei. Die Stadt war über Jahrhunderte ein wichtiger Handels- und Kulturort zwischen dem iranischen Hochland, dem Kaukasus, Anatolien und den Handelswegen nach Osten. Diese Lage förderte den Austausch von Zeichnungen, Farben, Materialien und handwerklichen Methoden.
Die Teppichtradition von Täbriz ist besonders mit einer sorgfältigen, zeichnerisch präzisen Gestaltung verbunden. Werkstätten in der Stadt und ihrer Umgebung arbeiteten mit Entwürfen, die von erfahrenen Zeichnern vorbereitet wurden. In der klassischen persischen Praxis wird ein Muster häufig auf einem Entwurfsraster entwickelt, damit Medaillons, Borten, Ranken und Blüten ausgewogen auf der Fläche angeordnet werden können. Anschließend übertragen Knüpferinnen und Knüpfer die Farb- und Knotenvorgaben schrittweise in den Teppich.
Täbriz-Teppiche werden oft mit einer klaren Gliederung und einer großen Bandbreite an Ornamenten verbunden. Neben zentralen Medaillons gehören florale Ranken, Palmetten, Blütenformen und fein geführte Bordüren zum regionalen Formenvokabular. Die Stadt ist zugleich für unterschiedliche Detaillierungsgrade und verschiedene Größenordnungen der Zeichnung bekannt. Nicht jeder Teppich aus Täbriz sieht gleich aus; die Werkstatt, der Entwurf und die jeweilige Zeit prägen die Ausführung.
Dieses Stück wird als halb-antiker Täbriz-Perserteppich aus der Zeit vor der iranischen Revolution 1978 beschrieben. Damit gehört seine Entstehung in eine frühere Phase der modernen iranischen Geschichte. Die Bezeichnung halb-antiker Teppich verweist hier auf die zeitliche Einordnung, nicht auf eine zusätzliche Provenienz oder eine bestimmte Sammlung. Die Herkunft Iran und die Zuordnung zu Täbriz sind davon getrennt zu betrachten und benennen den geografischen und handwerklichen Zusammenhang.
Die persische Teppichherstellung verbindet Gebrauchsgegenstand, Handwerk und ornamentale Überlieferung. In Täbriz wurden Muster aus älteren persischen Bildtraditionen weitergeführt und zugleich an zeitgenössische Geschmäcker angepasst. Medaillonkompositionen konnten dabei streng symmetrisch, floral aufgelöst oder von einer besonders differenzierten Bordürenzeichnung begleitet sein. Die regionale Tradition erklärt den Aufbau und die Formensprache des Stücks; sie ersetzt keine Aussage über eine nicht genannte Werkstatt oder einen nicht belegten Entwerfer.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Täbriz mit Medaillon angegeben. Im Zentrum steht damit eine Medaillonkomposition, bei der ein hervorgehobenes Ornament den Mittelpunkt des Feldes bildet. Ein Medaillon kann oval, rautenförmig, polygonal oder aus geschwungenen Konturen aufgebaut sein. Entscheidend ist die zentrale Ordnung: Das Auge erhält einen klaren Schwerpunkt, von dem aus sich das übrige Muster auf die Fläche bezieht.
Bei persischen Medaillonteppichen wird das zentrale Feld häufig durch eine Bordüre gefasst. Die Bordüre bildet einen Übergang zwischen dem Innenfeld und dem äußeren Rand und kann aus fortlaufenden Ranken, Blüten, Palmetten oder geometrisch geordneten Ornamenten bestehen. Zwischen Medaillon und Rand können ergänzende Blätter, Blüten und Linien liegen. Für dieses Stück ist die Musterbezeichnung Täbriz mit Medaillon überliefert; einzelne zusätzliche Ornamente werden nicht festgelegt und werden daher nicht als konkrete Merkmale dieses Teppichs ausgegeben.
Eine Besonderheit der Gestaltung ist die seltene Farbkombination. Farben wirken in einem Teppich nicht isoliert, sondern werden durch Grundfeld, Medaillon, Konturen und Bordüren aufeinander bezogen. Eine ungewöhnliche Kombination kann den Unterschied zwischen den einzelnen Ornamentebenen sichtbar machen und die Gewichtung des zentralen Motivs verändern. Die Angabe beschreibt die Farbwirkung als selten, ohne einzelne Farbtöne zu nennen, die nicht ausdrücklich überliefert sind.
Die Zeichensprache der Täbriz-Teppiche verbindet häufig kontrollierte Symmetrie mit fein abgestuften floralen Formen. Ein Medaillon kann von gegenläufigen Ranken begleitet werden, während die Ecken des Feldes auf das Zentrum antworten. Solche Beziehungen zwischen Mitte, Ecken und Rand schaffen eine lesbare Komposition. In der persischen Ornamentik werden Pflanzenformen dabei nicht als naturgetreue Abbildung verstanden, sondern als stilisierte und rhythmisch wiederholte Zeichen.
Auch die Dichte der Knüpfung kann bei einer Medaillonzeichnung eine detaillierte Konturführung unterstützen. Kleine Veränderungen in Linienbreite, Farbfläche und Wiederholung lassen sich in einem fein gegliederten Entwurf differenziert ordnen. Die Knotendichte dieses Teppichs ist mit ca. 90.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Das erklärt den technischen Rahmen der Ausarbeitung, ohne aus der Knotenzahl allein eine Aussage über den künstlerischen Rang, die Haltbarkeit oder den Wert des einzelnen Stücks abzuleiten.
In der persischen Teppichgestaltung werden Muster nicht nur dekorativ, sondern auch als überlieferte Ordnungssysteme eingesetzt. Wiederholte Ranken verbinden einzelne Bildteile, Bordüren begrenzen das Feld und ein Medaillon konzentriert die Komposition. Bei Täbriz kommen solche Prinzipien in unterschiedlichen Varianten vor. Das vorliegende Design wird durch die Kombination aus Täbriz-Zuordnung, Medaillon und seltener Farbkombination beschrieben.
Besonderheiten
Der Teppich ist halb-antiker Herkunft und wurde vor der iranischen Revolution 1978 gefertigt. Er stammt aus Iran und wird Täbriz zugeordnet. Als weitere Besonderheit ist die seltene Farbkombination des Medaillonmusters genannt. Diese Angaben bilden die zeitliche, geografische und gestalterische Einordnung des Stücks.
Der Zustand wird als gut beschrieben. Der Teppich wurde professionell gewaschen und weist Gebrauchsspuren auf. Diese Gebrauchsspuren gehören zum dokumentierten Zustand und sind auf den Fotos zu sehen. Eine professionelle Wäsche ist als ausgeführte Pflegebehandlung angegeben; daraus wird keine zusätzliche Restaurierung oder Reparatur abgeleitet.
Die Materialausstattung mit einem Flor aus 100% Schurwolle und einer Kette aus 100% Baumwolle, die Handknüpfung sowie die angegebene Knotendichte vervollständigen die sachlichen Besonderheiten. Zusammen mit dem Medaillon, der seltenen Farbkombination und der halb-antiken Einordnung ergibt sich eine klar beschriebene Verbindung aus Herstellung, Gestaltung und Gebrauchsgeschichte.
FAQ
Woher stammt der Teppich?
Der Teppich stammt aus Iran und wird Täbriz zugeordnet. Täbriz ist ein traditionsreiches Zentrum der persischen Teppichknüpferei im Nordwesten des Landes. Die Bezeichnung beschreibt seine Herkunft und regionale Einordnung. Das Medaillon ist dagegen ein Merkmal des Musters und bezeichnet nicht einen zusätzlichen Herkunftsort.
Welche Materialien wurden verwendet?
Der Flor besteht zu 100% aus Schurwolle. Die Kette besteht zu 100% aus Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft und besitzt eine Knotendichte von ca. 90.000 Knoten pro Quadratmeter. Weitere Materialien werden für dieses Stück nicht angegeben.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der Zustand wird als gut beschrieben. Der Teppich wurde professionell gewaschen und weist Gebrauchsspuren auf. Diese Spuren sind auf den Fotos zu sehen. Die zeitliche Einordnung lautet halb-antiker Teppich aus der Zeit vor der iranischen Revolution 1978.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Form | |
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