






Perserteppich Tabriz 390 x 300 cm Wolle handgeknüpft
3417$
Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: 40 Raj | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 390 x 300 cm | Zustand: Top Zustand, neuwertig
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Beschreibung
Tabriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser handgeknüpfte Perserteppich aus Tabriz besteht im Flor aus 100% Wolle und bei der Kette aus 100% Baumwolle. Die Verbindung von Wollflor und Baumwollkette gehört zu den klassischen Materialaufbauten, die bei persischen Teppichen eine klare Trennung zwischen sichtbarer Oberfläche und tragender Grundstruktur ermöglichen. Die Wolle bildet den Teil, der im Alltag unmittelbar genutzt wird. Baumwolle dient als Kettenmaterial und bildet damit die Grundlage, in die die Knoten eingearbeitet werden.
Die Herstellung als Handknüpfteppich erfolgt Knoten für Knoten. Dabei werden die Florfäden in die gespannte Kette eingearbeitet und anschließend Reihe für Reihe verdichtet. Anders als bei einem maschinell gefertigten Teppich entsteht so ein textiles Einzelstück aus handwerklicher Arbeit. Die angegebene Knotendichte von 40 Raj bezeichnet die Feinheit der Knüpfung. Raj ist bei persischen Teppichen eine traditionelle Bezeichnung für die Knotenzahl und macht die handwerkliche Struktur der Arbeit nachvollziehbar.
Wolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer Strapazierfähigkeit und ihrer natürlichen textilen Eigenschaften verwendet. Sie kann Farbe gut aufnehmen und verleiht dem Flor eine griffige, zugleich angenehme Oberfläche. Die Baumwollkette sorgt für eine stabile Basis der Knüpfarbeit. Bei diesem Teppich sind beide Materialien ausdrücklich benannt: 100% Wolle im Flor und 100% Baumwolle in der Kette.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Täbriz, einem der bedeutenden Zentren der persischen Teppichkunst im Iran. Täbriz liegt im Nordwesten des Landes und besitzt eine lange Tradition in der Herstellung geknüpfter Teppiche. Die Stadt war über viele Epochen hinweg ein wichtiger Handels- und Kulturort. Dadurch konnten sich dort unterschiedliche Einflüsse begegnen und in einer eigenständigen Teppichsprache verbinden.
Die Tabrizer Knüpftradition ist für eine sorgfältige Ausarbeitung, kontrollierte Zeichnung und eine breite stilistische Vielfalt bekannt. Werkstätten in und um Täbriz arbeiteten sowohl mit klassischen persischen Vorbildern als auch mit Entwürfen, die auf die Wünsche verschiedener Märkte abgestimmt waren. Das erklärt, warum Tabriz-Teppiche nicht auf ein einziges Erscheinungsbild festgelegt sind. Florale Kompositionen, Medaillonanlagen, figürliche Szenen und streng gegliederte Ornamente können innerhalb der regionalen Tradition nebeneinanderstehen.
Persische Teppiche werden traditionell auf einem senkrechten oder waagerechten Knüpfstuhl gefertigt. Die Kette wird gespannt, anschließend werden die einzelnen Knoten gesetzt und mit Schussfäden gesichert. Nach mehreren Reihen wird der Flor geglättet, damit die Zeichnung sichtbar bleibt. Dieser wiederkehrende Ablauf verlangt Erfahrung, ein gutes Auge für Proportionen und eine gleichmäßige Hand. In Täbriz entwickelte sich daraus eine ausgeprägte Werkstattkultur, in der Entwurf, Färbung und Knüpfarbeit eng zusammengehören.
Die Herkunft aus Täbriz steht außerdem für die Einbindung in die persische Handelsgeschichte. Teppiche aus der Region wurden nicht nur für den lokalen Gebrauch gefertigt, sondern auch über größere Handelswege verbreitet. Dabei blieb die Verbindung zu iranischen Materialien, Motiven und handwerklichen Verfahren erhalten. Die Bezeichnung Tabriz verweist deshalb auf ein gewachsenes regionales Umfeld und nicht lediglich auf eine dekorative Stilrichtung.
Das Stück gehört zur Epoche des 21. Jahrhunderts und wird dem Zeitraum 2000 bis 2009 zugeordnet. Es verbindet damit die fortgeführte Tabrizer Handknüpftradition mit einer zeitgenössischen Entstehungszeit. Der Zustand ist als Top Zustand und neuwertig angegeben. Es handelt sich somit nicht um eine als antik beschriebene Arbeit, sondern um einen neuzeitlichen Teppich aus einem traditionsreichen iranischen Zentrum.
Design und Muster
Die Tabrizer Teppichkunst umfasst eine große Bandbreite an Musterordnungen. Häufig werden zentrale Medaillons von einem Feld und einer Bordüre begleitet. Andere Entwürfe verteilen florale Ranken über die gesamte Fläche oder ordnen kleinere Ornamente in einem regelmäßigen Rapport an. Auch fein gezeichnete Blüten, Blätter, Arabesken und Palmetten gehören zum allgemeinen Formenschatz persischer Werkstätten. Diese Muster werden nicht beliebig aneinandergereiht, sondern in ein Verhältnis von Zentrum, Feld und Randzone gebracht.
Ein Medaillon kann als optischer Mittelpunkt eines Teppichs dienen. Es wird oft durch Eckzwickel, Ranken oder weitere Bordüren ergänzt. Bei einem Allover-Entwurf entsteht dagegen ein gleichmäßiger Rhythmus, bei dem sich die Motive über das gesamte Feld wiederholen. Geometrischere Tabriz-Kompositionen arbeiten mit klaren Linien und symmetrischen Achsen, während florale Muster durch geschwungene Formen und fein abgestufte Details geprägt sind. Die regionale Tradition erlaubt dabei sowohl ruhige als auch sehr differenzierte Bildaufteilungen.
Eine klassische persische Bordüre besteht aus einer Hauptbordüre und schmaleren Nebenbordüren. Sie fasst das Innenfeld ein und schafft einen Übergang zwischen Teppichfläche und Umgebung. Blüten, Ranken, Rosetten und Blattmotive können in einer Bordüre wiederholt werden. Bei figürlichen oder erzählerischen Entwürfen kommen zusätzlich Szenen, Tiere oder architektonische Elemente vor. Solche Motive gehören zur allgemeinen Geschichte persischer Teppichmuster und sind nicht als konkrete Aussage über die Gestaltung dieses Stücks zu verstehen.
Die Wirkung eines geknüpften Musters entsteht aus dem Zusammenspiel von Knotung, Florhöhe, Farbverteilung und Zeichnung. Kleine Knoten erlauben eine differenzierte Darstellung, während klar gesetzte Konturen die Lesbarkeit eines Motivs unterstützen. Wolle nimmt Farbtöne auf eine charakteristische Weise auf und verleiht der Oberfläche eine textile Tiefe. Bei Tabriz-Teppichen spielt außerdem die präzise Ausarbeitung der Linien eine wichtige Rolle, weil sie sowohl feine Blüten als auch strengere geometrische Formen tragen kann.
Der Begriff Tabriz bezeichnet dabei die Herkunft und die damit verbundene Knüpftradition, nicht automatisch ein bestimmtes einzelnes Muster. Persische Teppiche aus Täbriz können deshalb sehr unterschiedlich gestaltet sein. Ihre Gemeinsamkeit liegt eher in der handwerklichen Schule, der sorgfältigen Komposition und der Verbindung von traditionellem Entwurf mit zeitgemäßer Fertigung. So bleibt die regionale Identität erkennbar, ohne die Gestaltung auf ein einziges Dekor zu reduzieren.
Besonderheiten
Der Teppich wird als allergikerfreundlich, rutschsicher, für Fußbodenheizung geeignet und leicht zu reinigen beschrieben. Diese Eigenschaften verbinden textile Alltagstauglichkeit mit der klassischen Handknüpftechnik. Die Bezeichnung allergikerfreundlich ist eine ausdrücklich genannte Produkteigenschaft. Ebenso ist die Rutschsicherheit als Besonderheit angegeben und gehört damit zur Ausstattung, die bei der Verwendung auf dem Boden berücksichtigt werden kann.
Die Eignung für Fußbodenheizung erweitert die möglichen Einsatzbereiche im Wohnraum. Die Angabe leicht zu reinigen weist auf eine unkomplizierte Pflege im täglichen Gebrauch hin. Für die langfristige Erhaltung eines Wollteppichs empfiehlt sich dennoch ein schonender Umgang mit der Oberfläche. Regelmäßiges vorsichtiges Absaugen entfernt lose Verschmutzungen; Flüssigkeiten sollten zeitnah aufgenommen werden, ohne den Flor stark zu reiben. Bei einer intensiveren Reinigung kann eine fachgerechte Teppichreinigung gewählt werden.
Der Zustand ist mit Top Zustand und neuwertig angegeben. Die Entstehungszeit liegt im 21. Jahrhundert, konkret im Zeitraum 2000 bis 2009. Damit werden Alter und Erhaltungszustand klar eingeordnet. Zusammen mit der Herkunft aus Täbriz, der Handknüpfung und dem Materialaufbau aus Wolle und Baumwolle ergibt sich ein eindeutig beschriebenes Profil dieses Einzelstücks.
FAQ
Wie pflege ich einen handgeknüpften Perserteppich richtig?
Für die laufende Pflege genügt in der Regel regelmäßiges, vorsichtiges Absaugen. Dabei sollte die Oberfläche nicht unnötig belastet werden. Frische Flecken lassen sich am besten sofort mit einem feuchten Tuch aufnehmen, ohne kräftiges Reiben oder aggressive Mittel einzusetzen. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Dadurch kann die Wolloberfläche sachgerecht behandelt und die textile Struktur geschont werden.
Welche Vorteile bietet ein handgeknüpfter Perserteppich?
Handgeknüpfte Perserteppiche verbinden eine traditionelle Fertigungsweise mit einem eigenständigen textilen Charakter. Jeder Knoten wird in die Kette eingearbeitet, wodurch ein individuell gefertigtes Stück entsteht. Wolle ist strapazierfähig und angenehm im Flor, während die Baumwollkette eine tragende Grundlage bildet. Dieses Modell wird zusätzlich als allergikerfreundlich, rutschsicher, für Fußbodenheizung geeignet und leicht zu reinigen beschrieben. Der neuwertige Zustand gehört ebenfalls zu seinen angegebenen Eigenschaften.
Woher stammen Perserteppiche aus Tabriz?
Tabriz- beziehungsweise Täbriz-Teppiche stammen aus dem iranischen Zentrum Täbriz im Nordwesten des Landes. Die Region besitzt eine lange Tradition der Handknüpfung und ist für unterschiedliche klassische persische Entwürfe bekannt. Dazu können Medaillonmuster, florale Kompositionen, geometrische Ornamente oder figürliche Darstellungen gehören. Die Bezeichnung Tabriz verweist auf diese Herkunft und Handwerkstradition. Das vorliegende Stück wird der Epoche des 21. Jahrhunderts, dem Zeitraum 2000 bis 2009, zugeordnet.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |














