





Perserteppich Tabriz 131 x 72 cm Wolle handgeknüpft
1511$
Handgeknüpfter Tabriz Perserteppich | Knotendichte: 500.000 Knoten/m² | Material: Flor 95% Schurwolle, 5% Seide | Größe: 131 x 72 cm | Muster: traditionell orientalisch und persisch | Zustand: perfekt, unbenutzt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: FAC2B709
Beschreibung
Tabriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Tabriz Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 95% Schurwolle und 5% Seide. Die Materialkombination verbindet die textile Struktur der Schurwolle mit dem feinen Anteil an Seide. Schurwolle wird im Teppich traditionell wegen ihrer belastbaren Faser und ihrer angenehmen Oberfläche verwendet. Seide kann innerhalb eines Materialmixes für eine glattere Haptik und eine differenzierte Lichtwirkung sorgen. Die Materialangabe dieses Teppichs bezieht sich auf den Flor; eine separate Angabe zur Kette liegt nicht vor.
Die Knotendichte beträgt 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte entsteht durch eine große Zahl eng gesetzter Knoten und erlaubt eine detaillierte Ausarbeitung von Linien, Konturen und kleinen Ornamenten. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingebracht. Danach werden die Schussfäden eingelegt und die Knotenreihe verdichtet. Dieser wiederholte Arbeitsablauf macht die Herstellung zu einem von Hand ausgeführten Prozess.
Die handgeknüpfte Ausführung unterscheidet den Teppich von maschinell gefertigten Bodenbelägen. Kleine Unterschiede in der Spannung, in der Knotensetzung oder in der Oberfläche gehören grundsätzlich zur handwerklichen Herstellung. Bei einem dichten Flor können Musterkanten klar voneinander abgegrenzt und feinere Übergänge sorgfältig gestaltet werden. Die angegebene Florhöhe beträgt etwa 8 mm. Der Teppich ist als perfekt und unbenutzt beschrieben.
Die Herstellung nach iranischer Knotentradition verbindet Materialkenntnis mit einer systematischen Arbeitsweise. Je nach Entwurf werden Farbflächen, Bordüren und zentrale oder wiederkehrende Ornamente schrittweise aufgebaut. Die Schurwolle bildet dabei den Hauptbestandteil des Flors, während der Seidenanteil eine zusätzliche textile Nuance einbringt. Der Teppich ist außerdem für die Verwendung auf einer Fußbodenheizung geeignet.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Persien, also aus dem heutigen Iran, und wird der Stadt Tabriz zugeordnet. Tabriz liegt in der Provinz Ost-Aserbaidschan und zählt zu den bekannten Zentren der iranischen Teppichkunst. Die Stadt befindet sich an einer historischen Verbindung zwischen dem iranischen Hochland, dem Kaukasus, Anatolien und den Handelswegen Richtung Zentralasien. Diese Lage unterstützte über lange Zeit den Austausch von Materialien, Mustern, Farben und handwerklichen Kenntnissen.
Die Teppichtradition von Tabriz reicht bis in die Zeit zurück, in der die Stadt im 16. Jahrhundert ein bedeutender Ort für Kunst und Handel war. Werkstätten und Händler trugen dazu bei, dass Entwürfe aus unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen aufgenommen, weiterentwickelt und in eine eigene regionale Form überführt wurden. Tabriz steht deshalb nicht für nur ein einziges Muster, sondern für eine vielseitige Gruppe persischer Teppiche mit unterschiedlichen Kompositionen und Ausprägungen.
In der klassischen iranischen Teppichherstellung werden Entwürfe häufig auf einen genau gegliederten Aufbau abgestimmt. Ein Feld, eine Bordüre und ergänzende Randzonen können in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Die Knüpfer setzen die Gestaltung anhand einer Vorlage oder eines überlieferten Entwurfs um. Dabei ist die Knüpftechnik nicht nur ein Herstellungsverfahren, sondern auch ein Mittel, um regionale Gestaltungsideen dauerhaft in Wolle und Seide zu übertragen.
Tabriz-Teppiche werden traditionell mit einer sorgfältigen Ausarbeitung der Zeichnung verbunden. Die Werkstätten der Region haben sowohl florale als auch geometrische und medaillonartige Kompositionen hervorgebracht. Manche Entwürfe sind streng symmetrisch aufgebaut, andere verteilen Ranken, Blüten oder kleinere Ornamente über ein durchgehendes Feld. Die Bezeichnung Tabriz beschreibt damit die Herkunftstradition und den gestalterischen Zusammenhang, nicht ein einheitliches, unveränderliches Dekor.
Die iranische Teppichkultur misst der Weitergabe von Wissen eine zentrale Bedeutung bei. Kenntnisse über das Spannen der Kette, das Eintragen der Schüsse, die Auswahl der Wolle, das Färben und das Schneiden des Flors werden innerhalb von Werkstätten und Familien weitergegeben. Auch die Farbwirkung entsteht durch das Zusammenspiel von Faser, Färbung, Knotendichte und Scherung. Beim Tabriz-Stil können dadurch fein abgestufte Flächen und differenzierte Konturen entstehen, ohne dass jeder Teppich denselben Entwurf wiederholt.
Die Herkunft aus Persien steht außerdem in einer langen Geschichte des Teppichs als Gebrauchsgegenstand und als dekoratives Textil. Persische Teppiche wurden für Wohnräume, Empfangsräume und repräsentative Bereiche gefertigt. Ihre Muster konnten architektonische Ordnung, Pflanzenformen oder abstrakte Symmetrie aufnehmen. Ein Tabriz-Teppich verbindet diese kulturelle Tradition mit der praktischen Funktion eines handgeknüpften Bodenbelags. Bei diesem Stück gehören die iranische Herkunft, die handgeknüpfte Herstellung und die Einordnung in die Tabriz-Tradition zusammen.
Design und Muster
Der Teppich ist dem traditionellen orientalischen und persischen Stil zugeordnet. Diese Stilangabe verweist auf eine Gestaltung, die sich an den überlieferten Bildwelten orientalischer Teppiche orientiert. Dazu gehören klar gegliederte Flächen, wiederkehrende Ornamente und eine bewusste Beziehung zwischen Innenfeld und Bordüre. Die konkrete Stilbezeichnung sagt dabei mehr über den gestalterischen Rahmen aus als über ein einzelnes, festgelegtes Motiv.
Für Tabriz-Teppiche sind in der regionalen Tradition verschiedene Entwurfsformen bekannt. Häufig begegnen florale Ranken, Blüten, Blätter und Palmetten, die symmetrisch angeordnet oder über das Feld verteilt werden. Ebenso möglich sind zentrale Medaillons, fein gezeichnete Eckzwickel und umlaufende Bordüren. Geometrische Linien können die floralen Formen ordnen, während kleinere Füllornamente Zwischenräume ausbalancieren. Diese Elemente werden je nach Werkstatt, Vorlage und Ausführung unterschiedlich kombiniert.
Ein Medaillon kann den Blick auf die Mitte des Teppichs konzentrieren und dem Feld eine klare Achse geben. Ein Allover-Muster arbeitet dagegen mit einem über das gesamte Innenfeld wiederholten Rhythmus. Bei floralen Kompositionen führen Ranken das Auge von einem Ornament zum nächsten. Bordüren schaffen einen äußeren Rahmen und trennen das zentrale Feld von der Umgebung. Solche Gestaltungsmittel sind in der persischen Teppichkunst nicht bloß dekorativ, sondern strukturieren die gesamte Bildfläche.
Die hohe Knotendichte unterstützt eine präzise Wiedergabe feiner Muster. Kleine Blüten, schmale Ranken, gezackte Blätter und differenzierte Konturen lassen sich bei eng gesetzten Knoten in einer klaren Zeichnung anlegen. Die Schurwolle nimmt die Farben in ihrer flächigen Struktur auf, während der Seidenanteil einzelne Partien je nach Verarbeitung anders auf das Licht reagieren lassen kann. Dadurch kann innerhalb eines traditionellen Entwurfs ein Wechsel zwischen ruhigeren und stärker akzentuierten Bereichen entstehen.
Die traditionelle persische Gestaltung arbeitet häufig mit dem Verhältnis von Wiederholung und Variation. Ein Ornament kann mehrfach erscheinen und dennoch durch seine Position, Größe oder Einbindung in eine Ranke eine andere Funktion erhalten. Symmetrie sorgt für Ordnung, während kleine Abweichungen in der handgeknüpften Ausführung den textilen Charakter sichtbar halten. Die Muster wirken deshalb als zusammenhängendes System aus Linien, Flächen und wiederkehrenden Formen.
Die Bezeichnung Tabriz erlaubt verschiedene gestalterische Lesarten. Neben streng klassischen floralen Entwürfen gibt es in der Tradition auch geometrisch geprägte und zeitgenössisch interpretierte Kompositionen. Der vorliegende Teppich ist als traditionell orientalisch und persisch beschrieben; konkrete einzelne Motive oder eine bestimmte Farbfolge sind nicht näher benannt. Deshalb bleibt die Stilzuordnung auf der Ebene der überlieferten persischen Formensprache und behauptet kein nicht genanntes Einzelmotiv.
Als Bodenbelag kann ein traditioneller Teppich die Anordnung eines Raumes optisch gliedern. Das Innenfeld bildet eine textile Fläche, während die Bordüre einen Abschluss schafft, sofern der jeweilige Entwurf eine solche Einfassung verwendet. Die Tabriz-Tradition bietet dafür unterschiedliche Lösungen zwischen ruhiger Flächenordnung und fein gegliederter Ornamentik. Entscheidend ist die Verbindung aus Zeichnung, Knotendichte und handwerklicher Ausführung, durch die ein Teppich seine eigene Oberfläche erhält.
Besonderheiten
Eine zentrale Besonderheit dieses Stücks ist die Knotendichte von 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie gehört zu den ausdrücklich genannten Merkmalen und erklärt die aufwendige, detailorientierte handgeknüpfte Ausführung. Die Kombination aus 95% Schurwolle und 5% Seide unterscheidet den Flor von einem reinen Woll- oder reinen Seidenteppich. Der Teppich ist unbenutzt und als perfekt beschrieben.
Für die Nutzung im Raum ist außerdem die Eignung für Fußbodenheizung angegeben. Damit ist eine Verwendung auf einem entsprechend ausgestatteten Fußboden möglich. Wie bei handgeknüpften Textilien bleiben eine geeignete Unterlage und eine sachgerechte Pflege sinnvoll, damit der Teppich flach liegt und seine Oberfläche geschützt wird.
Die Tabriz-Herkunft, die hohe Knotendichte und die traditionelle orientalisch-persische Stilzuordnung verbinden regionale Handwerkstradition mit einer fein ausgearbeiteten Textilstruktur. Eine Wertsteigerung oder eine bestimmte Sammlerentwicklung wird hier nicht zugesichert; beschrieben werden ausschließlich die genannten Eigenschaften und die Herkunftstradition.
FAQ
Wie pflege ich diesen Teppich richtig?
Für die Pflege eines handgeknüpften Teppichs empfiehlt sich regelmäßiges, schonendes Abstauben. Lose Partikel sollten entfernt werden, ohne den Flor unnötig stark zu beanspruchen. Die Reinigung sollte mindestens einmal jährlich professionell erfolgen, insbesondere weil der Flor aus Schurwolle und einem Seidenanteil besteht. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht verblassen. Bei Flecken ist es sinnvoll, nicht selbst mit aggressiven Reinigungsmitteln zu arbeiten, sondern eine fachkundige Teppichreinigung zu beauftragen.
Kann der Teppich im Wohnzimmer verwendet werden?
Ja. Der handgeknüpfte Tabriz Perserteppich ist für das Wohnzimmer geeignet. Seine handwerkliche Ausführung und die hohe Knotendichte machen ihn zu einem belastbaren textilen Bodenbelag für einen häufig genutzten Wohnbereich. Die Eignung für Fußbodenheizung ist ebenfalls angegeben. Eine rutschhemmende Unterlage kann die Lage des Teppichs stabilisieren und den Flor zusätzlich schonen. Möbel sollten möglichst nicht dauerhaft mit starkem Druck auf einzelnen Stellen stehen.
Woran erkennt man einen Tabriz Perserteppich?
Ein Tabriz Perserteppich wird durch seine Zuordnung zur iranischen Stadt Tabriz, die handgeknüpfte Herstellung, die Verwendung hochwertiger Materialien und eine detaillierte persische Gestaltung charakterisiert. Eine hohe Knotendichte kann die feine Zeichnung unterstützen. Ebenso wichtig sind die geordnete Komposition und die traditionelle orientalisch-persische Formensprache. Für die Herkunftsbestimmung sollte ein Teppich von einem anerkannten Händler oder einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Einzelne Merkmale allein ersetzen keine fachkundige Prüfung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














