



Perserteppich Shiraz 293 x 210 cm Wolle handgeknüpft
1470$
Handgeknüpfter Shiraz Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor natürliche Wolle | Größe: 293 x 210 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Sehr gut erhalten
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 70987F24
Beschreibung
Shiraz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich stammt aus Shiraz im Iran, ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus natürlicher Wolle. Bei dieser Technik wird jeder Knoten einzeln von Hand gesetzt. Die sichtbare Fläche entsteht dadurch nicht in einem industriellen Druck- oder Webverfahren, sondern durch die Verbindung vieler einzelner Arbeitsschritte. Die handwerkliche Ausführung macht jedes Stück zu einem eigenen Teppich mit einer individuellen Oberfläche.
Natürliche Wolle wird für Teppiche wegen ihrer widerstandsfähigen Faser und ihrer angenehmen Haptik verwendet. Sie bildet einen belastbaren Flor und eignet sich für Wohnbereiche, in denen ein Teppich regelmäßig genutzt wird. Wolle kann Feuchtigkeit auf natürliche Weise aufnehmen und wieder abgeben. Dadurch kann sie zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Die Oberfläche fühlt sich zugleich griffig und textil an, ohne den Charakter eines industriell produzierten Belags anzunehmen.
Die Knüpfung dieses Teppichs ist dicht ausgeführt. Eine dichte Knüpfung unterstützt die Haltbarkeit und erlaubt eine klar erkennbare Ausarbeitung geometrischer Ornamente. Beim Handknüpfen wird das Muster unmittelbar in die Fläche eingearbeitet. Die Knüpferinnen und Knüpfer müssen deshalb die Abfolge der Formen, die Verteilung der Farben und die Spannung des Gewebes während der Arbeit im Blick behalten. Diese Verbindung von Materialkenntnis und manueller Präzision gehört zum technischen Kern persischer Teppichherstellung.
Die Fertigung von Hand unterscheidet sich von einer maschinellen Produktion, bei der ein Muster in gleichförmigen Abläufen wiederholt wird. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht dagegen schrittweise. Kleine Unterschiede in der Ausführung sind Bestandteil dieser Technik und machen die textile Oberfläche eines einzelnen Stücks aus. Bei Shiraz-Teppichen wird die Wolle traditionell häufig ohne vollständig ausgearbeitete Planung geknüpft. Dafür sind Erfahrung, ein gutes Formgefühl und die sichere Beherrschung der Knüpftechnik erforderlich.
Für die Pflege der natürlichen Wolloberfläche genügt eine regelmäßige Entfernung von Staub. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Aggressive Reinigungsmittel sind zu vermeiden. Wenn eine intensivere Reinigung notwendig ist, sollte sie von einem Fachmann ausgeführt werden. Die handgeknüpfte Konstruktion und der Wollflor machen eine sachgerechte Behandlung sinnvoll, damit die Oberfläche und die Farbwirkung erhalten bleiben.
Herkunft und Tradition
Der Ursprung dieses Teppichs ist Shiraz im Iran. Damit gehört er zur persischen Teppichtradition. Shiraz ist als Zentrum einer kulturell vielfältigen Region bekannt, in der verschiedene Formen der Textil- und Handwerkskunst nebeneinander bestehen. Die Teppiche aus dieser Gegend werden besonders mit geometrischen Mustern und lebendigen Farbtönen verbunden. Ihre Gestaltung steht für eine regionale Sprache, in der klare Formen, wiederkehrende Ornamente und kräftige Farbflächen zusammenwirken.
Persische Teppiche entstehen in einem Umfeld, in dem handwerkliches Wissen über Generationen weitergegeben wird. Die Herstellung umfasst nicht nur das eigentliche Knüpfen. Auch die Auswahl und Vorbereitung der Wolle, das Färben der Fasern, die Entwicklung der Muster und die abschließende Bearbeitung der Oberfläche gehören zum handwerklichen Prozess. Jede dieser Tätigkeiten beeinflusst das Ergebnis. Ein Teppich ist deshalb zugleich Gebrauchsgegenstand, textile Arbeit und Ausdruck einer regionalen Gestaltungstradition.
In der traditionellen Arbeitsweise wird ein Muster nicht immer nach einem vollständig ausgearbeiteten Plan umgesetzt. Gerade bei regionalen und nomadisch geprägten Teppichen kann die Gestaltung während des Knüpfens entwickelt werden. Die Weber orientieren sich dabei an ihrem Gedächtnis, an überlieferten Formen und an der eigenen Erfahrung. Geometrische Motive lassen sich in dieser Arbeitsweise besonders gut variieren. Sie können wiederholt, verkleinert, erweitert oder miteinander verbunden werden, ohne dass die regionale Grundsprache verloren geht.
Die Region um Shiraz ist auch mit der Ghashghai-Tradition verbunden. Ghashghai-Teppiche verwenden häufig ebenfalls geometrische Muster, werden jedoch mit einem höheren Detailgrad, einer ausgefeilten Knotentechnik und einer tieferen Farbtiefe beschrieben. Diese Teppiche bilden eine eigene Tradition und sind nicht mit jedem Shiraz-Teppich gleichzusetzen. Der Vergleich zeigt vielmehr, wie sich verwandte Formen innerhalb einer Region unterschiedlich entwickeln können.
Zum kulturellen Umfeld von Shiraz gehören außerdem Nomadenteppiche aus der Umgebung. Sie sind häufig weniger aufwendig gestaltet und zeigen eine große Vielfalt an Farben und Mustern. Ihre Motive und ihre Anordnung können die Lebensweise der Nomaden widerspiegeln. Nomadische Web- und Knüpftraditionen entstehen unter anderen Bedingungen als Arbeiten aus festen Werkstätten. Beweglichkeit, verfügbare Materialien und überlieferte Muster beeinflussen die Ausführung. Dadurch entsteht eine andere, ebenfalls eigenständige Form regionaler Teppichkunst.
Shiraz liegt in einem Gebiet, in dem städtische, dörfliche und nomadische Einflüsse aufeinandertreffen. Diese Vielfalt erklärt, warum Teppiche aus der Region nicht auf ein einziges Erscheinungsbild reduziert werden können. Geometrische Ornamente, kräftige Farben und unterschiedliche Grade an Detailreichtum gehören zu den wiederkehrenden Merkmalen, doch die konkrete Ausführung hängt von Werkstatt, Tradition und Handwerker ab. Die Herkunftsbezeichnung Shiraz verweist somit auf einen regionalen Zusammenhang und nicht auf eine vollständig einheitliche Schablone.
Die persische Teppichkunst besitzt eine lange Geschichte. Teppiche dienten als textile Ausstattung von Wohnräumen, als Schutz vor dem Boden und als Träger dekorativer und kultureller Zeichen. Muster wurden weitergegeben, verändert und an neue Materialien oder örtliche Gewohnheiten angepasst. Werkstätten spezialisierten sich auf bestimmte Knüpftechniken und Gestaltungstraditionen. Auch heute beruht die Bedeutung eines handgeknüpften Perserteppichs auf dem Zusammenspiel von Herkunft, Material, Arbeitszeit und überliefertem Wissen.
Renommierte Werkstätten und Hersteller persischer Teppiche widmen sich traditionellen Knüpftechniken. Ihre Arbeit steht neben der Herstellung durch kleinere Werkstätten und regionale Weber. Die unterschiedlichen Produktionsorte bewahren jeweils eigene Kenntnisse über Wolle, Färbung, Musteraufbau und Oberflächenbearbeitung. Ein Teppich aus Shiraz wird in diesem Zusammenhang nicht nur nach seinem dekorativen Eindruck betrachtet, sondern auch als Teil einer lebendigen iranischen Handwerkstradition.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs besteht aus geometrischen Ornamenten. Geometrische Gestaltung beruht auf Linien, Winkeln, Rauten, gegliederten Flächen und wiederkehrenden Formen. Sie kann den Blick über die Teppichfläche führen und eine klare Ordnung schaffen. Anders als eine naturalistische Darstellung muss ein geometrisches Muster keine Landschaft, Pflanze oder Figur abbilden. Seine Wirkung entsteht durch das Verhältnis von Form, Zwischenraum, Wiederholung und Farbfläche.
Die Farben dieses Stücks liegen in Rottönen und Brauntönen. Rot kann in der persischen Teppichgestaltung als kräftige Grund- oder Akzentfarbe eingesetzt werden. Braun ergänzt diese Farbwirkung mit einem erdigen und ruhigeren Ton. Gemeinsam bilden beide Farbfamilien einen deutlichen Kontrast und unterstützen die Lesbarkeit der geometrischen Ornamente. Die Farbflächen können Motive voneinander abgrenzen, Wiederholungen hervorheben und dem Gesamtbild eine geschlossene Wirkung geben.
Die Farbtradition von Shiraz wird häufig mit lebendigen Rot- und Brauntönen in Verbindung gebracht. In der regionalen Teppichherstellung werden natürliche Farbstoffe aus pflanzlichen und mineralischen Quellen verwendet. Pflanzenbestandteile und mineralische Materialien werden dabei zu Färbemitteln verarbeitet, mit denen die Wolle vor dem Knüpfen eingefärbt wird. Die spätere Wirkung hängt vom Material, vom Färbevorgang, vom Licht und vom Zusammenspiel benachbarter Farben ab. Für diesen Teppich sind Rottöne und Brauntöne als Farbgebung festgehalten.
Geometrische Ornamente können aus einzelnen wiederkehrenden Zeichen oder aus größeren zusammenhängenden Kompositionen bestehen. Eine Bordüre kann die Mitte rahmen, während kleinere Formen den Grund füllen oder Übergänge zwischen verschiedenen Bereichen schaffen. Bei handgeknüpften Teppichen wird jedes Motiv durch die Anordnung der Knoten aufgebaut. Die technische Dichte der Knüpfung unterstützt dabei die erkennbare Zeichnung und die differenzierte Ausarbeitung der Oberfläche.
Die Musterwelt von Shiraz steht in Beziehung zu den vielfältigen Teppichtraditionen Südwestirans. Ghashghai-Teppiche greifen häufig ähnliche geometrische Grundideen auf, können aber einen höheren Detailgrad und eine tiefere Farbtiefe zeigen. Nomadenteppiche aus der Umgebung sind oft weniger aufwendig und verbinden eine breite Auswahl an Farben und Mustern mit Motiven, die die nomadische Lebensweise widerspiegeln. Diese Unterschiede zeigen, dass ähnliche geometrische Formen je nach kulturellem Umfeld und Herstellungsweise eine andere Wirkung erhalten.
Die Bedeutung geometrischer Gestaltung liegt nicht nur in einzelnen Symbolen. Entscheidend ist auch der Rhythmus, der durch Wiederholung und Abwandlung entsteht. Eine Form kann mehrfach erscheinen und dennoch durch ihre Größe, Ausrichtung oder Nachbarschaft anders wirken. Linien können eine Richtung vorgeben, während geschlossene Formen Ruhepunkte bilden. So verbindet ein geometrischer Teppich Ordnung mit Bewegung, ohne seine klare textile Struktur aufzugeben.
Die handwerkliche Herstellung gibt dem Design eine eigene Ausprägung. Ein Muster wird nicht einfach auf die fertige Oberfläche aufgebracht, sondern entsteht gemeinsam mit ihr. Die Wahl der Wolle, die Färbung, die Reihenfolge der Knoten und die Gestaltung der Farbfelder greifen ineinander. Dadurch bleibt die regionale Gestaltung erkennbar, während das einzelne Stück seine eigene Ausführung erhält. Diese Verbindung von überlieferter Formensprache und manueller Arbeit gehört zu den prägenden Eigenschaften persischer Teppiche.
Ein geometrischer Shiraz-Teppich lässt sich in unterschiedlichen Einrichtungskontexten einsetzen. Die kräftigen Rot- und Brauntöne können mit traditionellen Möbeln verbunden werden, aber auch einen Kontrast zu reduzierten und modernen Formen bilden. Diese Einsatzmöglichkeit ist eine Folge der klaren Musterstruktur und der ausdrucksstarken Farbpalette. Sie verändert jedoch nicht die Herkunft des Teppichs: Die Bezeichnung Shiraz verweist weiterhin auf seine iranische regionale Tradition.
Besonderheiten
Der Teppich ist sehr gut erhalten. Zu den genannten Merkmalen gehören seine Herkunft aus Shiraz im Iran, die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus natürlicher Wolle, die dichte Knüpfung, die geometrischen Ornamente sowie die Rottöne und Brauntöne. Er eignet sich auch für stark frequentierte Bereiche. Die natürliche Wolle kann Feuchtigkeit regulieren und zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Für die Pflege sollten Staub regelmäßig abgesaugt, Flecken mit einem feuchten Tuch abgetupft und aggressive Reinigungsmittel vermieden werden. Bei stärkerem Reinigungsbedarf ist eine fachgerechte Reinigung sinnvoll.
Als handgeknüpfter Perserteppich aus Shiraz verbindet dieses Stück eine regionale Ornamenttradition mit einer natürlichen Wolloberfläche. Die klare Geometrie und die kräftige Farbgebung erlauben eine Verwendung in traditionellen ebenso wie in modernen Wohnstilen. Seine handwerkliche Herstellung macht ihn zu einem einzelnen textilen Stück und nicht zu einem beliebig reproduzierten Serienprodukt.
FAQ
Wie pflege ich meinen Perserteppich aus Shiraz?
Saugen Sie den Teppich regelmäßig ab, um Staub und lose Verschmutzungen zu entfernen. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Starkes Reiben kann die Wolloberfläche unnötig beanspruchen. Aggressive Reinigungsmittel sind nicht geeignet und sollten vermieden werden. Wenn eine gründliche Reinigung erforderlich ist, empfiehlt sich die Behandlung durch einen Fachmann, der mit handgeknüpften Wollteppichen vertraut ist.
Kann ich den Perserteppich auch in einem modernen Wohnstil verwenden?
Ja. Die geometrischen Ornamente bieten eine klare Formensprache, die gut mit minimalistischen Möbeln und geradlinigen Einrichtungen verbunden werden kann. Rottöne und Brauntöne setzen dabei einen sichtbaren Kontrast zu neutralen oder reduzierten Flächen. Gleichzeitig lässt sich die regionale Gestaltung mit klassischeren Möbeln kombinieren. Die Eignung für einen modernen Wohnstil beruht auf dem strukturierten Muster und der ausdrucksstarken Farbgebung.
Wie erkenne ich die Echtheit eines Perserteppichs?
Echte Perserteppiche sind handgeknüpft und weisen eine hohe Knotendichte auf. Die Verwendung natürlicher Farbstoffe kann sich in einer tiefen und lebendigen Farbwirkung zeigen. Achten Sie außerdem auf eine sorgfältige Verarbeitung und auf das Fehlen von Fabrikmarkierungen. Diese Merkmale können erste Hinweise geben, ersetzen bei einer konkreten Prüfung jedoch keine fachkundige Beurteilung. Für eine verlässliche Einschätzung kann daher ein Spezialist für handgeknüpfte persische Teppiche hinzugezogen werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












