Perserteppich Shiraz 203 x 106 cm Wolle handgeknüpft

1572$

Handgeknüpfter Shiraz Ghashghai Perserteppich | Material: Flor 100% Wolle | Größe: 203 x 106 cm | Muster: Geometrisch | Zustand: Top, gewaschen, alt semi-antiqu | Epoche: Spätes 20. Jahrhundert (1970-1999)

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Inventarnummer: 80292088

Beschreibung

Shiraz Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Shiraz Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Wolle. Die Herstellung von Hand gehört zu den traditionellen Verfahren der persischen Teppichkunst. Dabei wird jeder Knoten einzeln in die textile Grundstruktur eingebracht. Anders als bei einem maschinell gefertigten Teppich entsteht das Muster Schritt für Schritt durch die Arbeit der knüpfenden Person. Die Ausführung verlangt Aufmerksamkeit, ein gleichmäßiges Arbeiten und ein sicheres Verständnis für Farbaufbau und Zeichnung.

Wolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer robusten und zugleich angenehm griffigen Eigenschaften verwendet. Als Naturfaser kann sie Wärme aufnehmen und zu einem ausgeglichenen Gefühl unter den Füßen beitragen. Die Oberfläche eines Wollflors besitzt außerdem eine charakteristische, textile Struktur. Bei einem handgeknüpften Teppich verbindet sich diese Materialeigenschaft mit einer Knotenstruktur, die das Muster dauerhaft in den Flor einarbeitet. Die kurze Florhöhe dieses Teppichs unterstützt dabei eine klare Wahrnehmung der geometrischen Zeichnung.

Die Quelle beschreibt das Stück als handgeknüpft, vollständig aus Wolle im Flor gefertigt und als 100% Handarbeit. Diese Angaben unterscheiden es von flach gewebten Kelims und von maschinell produzierten Teppichen. Beim Handknüpfen werden die Konturen nicht lediglich auf eine fertige Fläche gedruckt, sondern während des Entstehungsprozesses aufgebaut. Kleine Eigenheiten der Ausführung gehören deshalb zum Charakter handgefertigter Ware und machen jedes einzelne Stück zu einem Unikat.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Herstellungsregion Schiras, international Shiraz genannt, und wird als Ghashghai-Perserteppich bezeichnet. Shiraz liegt im Süden Irans und ist seit langer Zeit ein bedeutender Bezugspunkt für Teppiche aus dem Umfeld der nomadischen und ländlichen Webtraditionen von Fars. Die Bezeichnung Ghashghai verweist auf eine kulturelle Teppichtradition, in der überlieferte Zeichensprache, handwerkliches Können und die Weitergabe von Mustern eine wichtige Rolle spielen. Die Herkunftsangabe Schiras verbindet dieses Stück mit dieser südiranischen Teppichwelt.

Persische Teppiche werden in vielen Regionen Irans hergestellt, wobei jede Gegend eigene Vorlieben bei Aufbau, Farben und Ornamentik entwickelt hat. Shiraz steht dabei für eine Tradition, in der geometrische Formen und lebendige, klar gegliederte Kompositionen eine besondere Bedeutung besitzen. Die Muster entstehen häufig aus dem Zusammenspiel von Erfahrung, Erinnerung und einem über Generationen überlieferten Formenschatz. Auch wenn einzelne Zeichnungen verändert oder neu kombiniert werden, bleibt die regionale Handschrift in der Anordnung und im Rhythmus der Motive erkennbar.

Die Ghashghai-Tradition ist eng mit mobilen und dörflichen Lebensformen verbunden. Teppiche aus diesem Umfeld wurden traditionell nicht nur als dekorative Gegenstände betrachtet, sondern als Gebrauchsgegenstände mit einer klaren Funktion im Alltag. Das erklärt die Bedeutung strapazierfähiger Wolle, einer praktischen Bindung und einer Gestaltung, die auf einer Fläche auch aus größerer Entfernung gut lesbar bleibt. Gleichzeitig können die Muster persönliche, familiäre und regionale Vorstellungen aufnehmen. Geometrische Formen lassen sich dabei aus einfachen Grundelementen entwickeln und zu komplexeren Bordüren oder Mittelfeldern verbinden.

Die persische Teppichkunst umfasst sowohl urbane Manufakturtraditionen als auch Erzeugnisse aus Dörfern und nomadisch geprägten Regionen. In Städten wurden vielfach detaillierte Entwürfe und sorgfältig geplante Rapportstrukturen gepflegt, während ländliche und nomadische Arbeiten stärker aus dem Gedächtnis und aus überlieferten Mustervarianten heraus geknüpft wurden. Shiraz und die umliegende Region stehen für die Verbindung dieser kulturellen Einflüsse. Der vorliegende Teppich wird als Shiraz Ghashghai geführt und gehört damit in den Zusammenhang der persischen Teppichtradition aus Fars.

Das Stück stammt aus dem späten zwanzigsten Jahrhundert, genauer aus dem Zeitraum von 1970 bis 1999. Damit verbindet es eine traditionelle handwerkliche Technik mit einer Herstellungsepoche, in der persische Teppiche weltweit gesammelt und im Wohnbereich eingesetzt wurden. Die Bezeichnung alt semi-antiqu beschreibt seine Einordnung im Angebot. Sie ersetzt nicht die konkrete Herkunftsangabe, sondern ergänzt die zeitliche Charakterisierung des handgeknüpften Teppichs.

Design und Muster

Als Muster ist eine geometrische Gestaltung angegeben. Geometrische persische Teppichmuster beruhen auf Linien, Winkeln, Rhomben, Sternformen, Rauten und wiederkehrenden Bordüren. Solche Elemente können zu einem Mittelmotiv, zu gereihten Feldern oder zu einer alloverartigen Fläche verbunden werden. Ihre Wirkung entsteht nicht allein durch ein einzelnes Zeichen, sondern durch Wiederholung, Spiegelung, Abstand und die Beziehung zwischen Innenfeld und Randzone.

In der Ghashghai-Tradition werden geometrische Motive häufig in einer gut strukturierten, rhythmischen Weise eingesetzt. Ein Motiv kann vereinfacht, in einzelne Teilformen zerlegt oder in einer neuen Reihenfolge angeordnet werden. Dadurch entsteht eine Zeichnung, die zugleich geordnet und individuell wirkt. Die Handarbeit erlaubt es, überlieferte Formen an die jeweilige Fläche anzupassen, statt ein vollkommen starres industrielles Raster zu reproduzieren. Diese Verbindung von Regelmäßigkeit und handwerklicher Eigenheit gehört zum Verständnis vieler persischer Teppiche.

Die Quelle beschreibt außerdem eine goldene Farbgebung und komplexe Muster. Goldene Töne können in einem Teppich als bestimmender Grundcharakter oder als Akzent innerhalb eines mehrfarbigen Entwurfs auftreten. Im Zusammenspiel mit geometrischen Linien entsteht eine klare visuelle Gliederung. Komplexität bedeutet bei solchen Mustern nicht zwingend kleine Einzelmotive; sie kann ebenso durch verschachtelte Formen, mehrere Bordüren, wiederkehrende Konturen und eine differenzierte Farbverteilung entstehen.

Die Mustertradition persischer Teppiche ist regional geprägt. Florale, figürliche und geometrische Formen wurden in unterschiedlichen Gegenden jeweils anders interpretiert. Bei einem Shiraz-Ghashghai-Teppich steht die geometrische Sprache im Vordergrund. Sie kann an Web- und Knüpftraditionen erinnern, in denen Motive aus dem Gedächtnis überliefert wurden. Auch die Balance zwischen einem klar erkennbaren Zentrum und den rahmenden Bordüren ist ein wichtiges Gestaltungsprinzip, weil sie dem Teppich eine lesbare Ordnung gibt.

Ein geometrischer Teppich fügt sich in unterschiedliche Einrichtungsstile ein, ohne dass daraus eine bestimmte Raumwirkung für dieses konkrete Stück abgeleitet werden muss. Die kurze Florhöhe lässt die Zeichnung vergleichsweise präzise erscheinen, während die Wolloberfläche dem Muster eine textile Tiefe gibt. Entscheidend für die Gestaltung sind die überlieferte Shiraz-Ghashghai-Zuordnung, die geometrische Musterangabe, die goldene Farbgebung und die im Titel genannten komplexen Muster. Weitere einzelne Symbole oder konkrete Ornamente sind nicht angegeben und werden deshalb nicht benannt.

Besonderheiten

Der Teppich wird als originaler Teppich angeboten. Sein Zustand ist mit Top, gewaschen und alt semi-antiqu beschrieben. Diese Zustandsangaben werden durch die Einordnung in das späte zwanzigste Jahrhundert ergänzt. Der Teppich besitzt einen kurzen Flor und eine Stärke von 1 cm. Außerdem wird er als für Fußbodenheizung geeignet, rutschsicher und haustierfreundlich bezeichnet. Zu den weiteren angegebenen Eigenschaften gehören eine leichte Reinigung und eine umweltfreundliche Ausrichtung.

Die Kombination aus handgeknüpfter Ausführung, 100% Wollflor, kurzer Florhöhe und geometrischer Shiraz-Ghashghai-Gestaltung fasst die wichtigsten Merkmale dieses Einzelstücks zusammen. Die gewaschene Ausführung gehört ebenso zur Beschreibung wie die zeitliche Einordnung als alt semi-antiqu. Da jeder handgeknüpfte Teppich nur einmal in dieser konkreten Kombination aus Material, Muster, Farbe und Erhaltungszustand existiert, ist dieses Stück als Einzelobjekt zu betrachten.

FAQ

Wie pflege ich diesen Perserteppich richtig?

Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich vorsichtiges Absaugen, damit Staub und lose Partikel aus dem kurzen Wollflor entfernt werden. Die Düse sollte ohne aggressive Bürstenwirkung über die Oberfläche geführt werden. Flecken werden möglichst zeitnah und behutsam behandelt, ohne den Flor stark zu durchnässen oder die Farben zu reiben. Bei einer gründlichen Reinigung ist eine auf Teppiche spezialisierte Fachreinigung sinnvoll. Direkte, andauernde Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die goldene Farbgebung und die übrigen Farbtöne möglichst gleichmäßig erhalten bleiben. Die Quelle nennt den Teppich als leicht zu reinigen und bereits gewaschen.

Woher kommt der Perserteppich?

Dieser Perserteppich stammt aus der Herstellungsregion Schiras, auf Englisch Shiraz, im Iran. Die Bezeichnung Ghashghai ordnet ihn der entsprechenden persischen Teppichtradition aus dem Umfeld von Fars zu. Shiraz ist mit handwerklichen Traditionen verbunden, in denen geometrische Muster, kräftig gegliederte Kompositionen und handgeknüpfte Wollteppiche eine wichtige Rolle spielen. Der Teppich wird außerdem als Stück aus dem späten zwanzigsten Jahrhundert, also aus dem Zeitraum von 1970 bis 1999, beschrieben.

Woran erkenne ich einen hochwertigen Perserteppich?

Bei der Beurteilung eines handgeknüpften Perserteppichs spielen die handwerkliche Ausführung, die Qualität und Beschaffenheit des Materials, die Regelmäßigkeit der Knoten sowie die Klarheit und Detailgenauigkeit des Musters eine Rolle. Ebenso wichtig sind die Herkunft, die Erhaltung und die nachvollziehbare zeitliche Einordnung. Bei diesem Stück sind eine handgeknüpfte Ausführung, ein Flor aus 100% Wolle, eine geometrische Gestaltung, die Herkunft aus Schiras sowie ein Top-Zustand mit gewaschener Oberfläche angegeben. Diese Merkmale bilden die Grundlage für seine Beschreibung.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

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