Perserteppich Sarough 319 x 227 cm handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 2130$Aktueller Preis ist: 1243$

Handgeknüpfter Sarough Farahan Perserteppich | Knotendichte: ca. 150.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 319 x 227 cm | Muster: Sarough Farahan Medaillon | Zustand: Renoviert, TOP ZUSTAND, in unserer Werkstatt renoviert und professionell gewaschen

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Inventarnummer: 1001200003863

Beschreibung

Sarough Farahan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich ist handgeknüpft. Für den Flor wurde 100% Wolle verwendet, während die Kette aus 100% Baumwolle besteht. Die Verbindung dieser beiden Materialien gehört zu den klassischen Grundlagen vieler orientalischer Knüpfarbeiten: Die Kette bildet das tragende Gerüst, und der Wollflor gibt der Oberfläche ihre textile Struktur. Wolle wird bei handgeknüpften Teppichen wegen ihrer belastbaren Faser und ihrer angenehmen Haptik eingesetzt. Sie kann eine dichte, geschlossene Oberfläche bilden und lässt sich in der Gestaltung differenziert einsetzen.

Beim Handknüpfen wird jeder einzelne Knoten von Hand in das vorbereitete Kettensystem eingearbeitet. Nach jeder Reihe wird das Schussmaterial eingebracht und verdichtet, sodass nach und nach ein stabiler Flor entsteht. Diese Arbeitsweise erlaubt es, Linien, Konturen und Farbwechsel präzise auszuführen. Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt ca. 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie steht für eine sorgfältig ausgeführte Knüpfstruktur und ermöglicht die klare Ausarbeitung des angegebenen Medaillonmusters.

Die Baumwollkette sorgt für eine regelmäßige Grundlage der Knüpfarbeit. Der Wollflor liegt darauf als sichtbare und fühlbare Schicht. Bei einem handgeknüpften Teppich werden Material, Knoten und Muster nicht industriell in einem einzigen Vorgang erzeugt, sondern Schritt für Schritt miteinander verbunden. Dadurch entsteht ein textiles Einzelstück, dessen Oberfläche und Zeichnung aus der handwerklichen Ausführung hervorgehen.

Der Teppich wurde renoviert. Die Renovierung erfolgte in unserer Werkstatt; anschließend wurde er professionell gewaschen. Als Zustand ist TOP ZUSTAND angegeben. Diese Angaben beschreiben die Aufarbeitung und den gegenwärtigen Zustand des konkreten Teppichs. Die Renovierung ist damit ein ausdrücklich dokumentierter Bestandteil seiner Geschichte und nicht lediglich eine allgemeine Pflegeempfehlung.

Herkunft und Tradition

Sarough Farahan gehört zur persischen Teppichtradition der Provinz Markazi im Iran. Die Bezeichnung verbindet den Ort Sarough mit Farahan und verweist auf eine regionale Form der Knüpfkunst, die innerhalb der iranischen Teppichlandschaft einen eigenen Namen trägt. Iranische Teppiche werden in vielen unterschiedlichen Regionen hergestellt, wobei sich Herkunftsbezeichnungen aus Orten, Landschaften und historischen Produktionsgebieten entwickeln. Sarough Farahan steht in diesem Zusammenhang für eine klar benannte regionale Tradition.

Die Provinz Markazi liegt im zentralen Iran und ist seit langer Zeit mit handwerklicher Textil- und Teppichproduktion verbunden. In solchen Knüpfregionen werden Kenntnisse über Materialauswahl, Knotentechnik, Webgrund und Musteraufbau über Generationen weitergegeben. Das handwerkliche Wissen umfasst nicht nur das Setzen der Knoten, sondern auch die Vorbereitung der Kette, das Einbringen der Schüsse, das Ausarbeiten der Konturen und die abschließende Bearbeitung der Oberfläche.

Die persische Teppichkunst entwickelte sich aus dem Zusammenspiel von Alltag, regionaler Gestaltung und sorgfältiger Handarbeit. Ein Teppich konnte Räume schmücken, Flächen wärmen und zugleich ein Musterarchiv der jeweiligen Gegend sein. Geometrische Ordnungen, pflanzliche Formen und zentrale Kompositionen wurden in unterschiedlichen Regionen immer wieder neu interpretiert. Die regionale Benennung Sarough Farahan bezeichnet daher nicht bloß eine Farbbezeichnung, sondern eine Herkunft innerhalb der iranischen Knüpftradition.

Bei Sarough-Farahan-Teppichen wird die Gestaltung häufig durch eine gut lesbare zentrale Komposition und eine ausgewogene Rahmung geprägt. Die Ausführung bleibt dabei an die Logik des Knüpfens gebunden: Ein Muster wird in Knotenfolgen umgesetzt, und jede Kontur entsteht aus einer Folge farbiger Florfäden. Die Handarbeit macht es möglich, dass die Zeichnung nicht wie ein gedrucktes Bild auf einer Oberfläche liegt, sondern in die Struktur des Teppichs eingebunden ist.

Die Weitergabe des Wissens erfolgt traditionell innerhalb von Werkstätten und Familien. Knüpferinnen und Knüpfer lernen den Umgang mit dem Webgrund, die Wiederholung von Rapporten und die Ausarbeitung von Details über praktische Erfahrung. Auch wenn ein Muster eine überlieferte Grundlage besitzt, erhält jeder handgeknüpfte Teppich durch seine konkrete Ausführung eine eigene textile Gestalt. Herkunft und Handwerk stehen deshalb in engem Zusammenhang: Die Region liefert die Tradition, die Handarbeit setzt sie in ein einzelnes Werk um.

Die Bezeichnung Perserteppich ist bei diesem Stück sachlich begründet, weil als Herkunft Persien beziehungsweise der Iran und ausdrücklich die Provinz Markazi mit Sarough Farahan angegeben sind. Damit unterscheidet sich der Teppich von orientalischen Teppichen anderer Länder, auch wenn viele Musterbegriffe der Teppichwelt über regionale Grenzen hinweg verwendet werden. Sein Bezug zu Sarough Farahan bleibt die maßgebliche Herkunftsangabe.

Design und Muster

Das konkrete Muster dieses Teppichs ist als Sarough Farahan Medaillon angegeben. Ein Medaillon bezeichnet in der Teppichgestaltung eine zentrale Form, die den Aufbau der Fläche ordnet. Sie kann klar konturiert, floral ausgearbeitet oder von weiteren Ornamenten umgeben sein. Entscheidend ist die zentrale Stellung: Das Auge erhält einen Mittelpunkt, von dem aus sich die übrige Komposition in Richtung der Seiten und der Rahmung entwickelt.

Die Medaillonkomposition gehört zu den wichtigen Gestaltungssystemen der persischen Teppichkunst. Sie schafft eine erkennbare Mitte und verbindet diese mit einer umlaufenden Ordnung. Neben dem zentralen Feld spielen Bordüren eine wichtige Rolle. Sie fassen die Innenfläche ein, schaffen Übergänge zwischen Zentrum und Rand und geben der Gesamtzeichnung einen rhythmischen Rahmen. Bei einem handgeknüpften Teppich werden diese Beziehungen Knoten für Knoten aufgebaut.

Die Bezeichnung Sarough Farahan Medaillon macht zugleich den regionalen Bezug des Musters sichtbar. Muster und Herkunft sind jedoch nicht dasselbe: Das Medaillon beschreibt die Komposition, während Sarough Farahan die Herkunfts- und Stilbezeichnung des Teppichs angibt. In der persischen Teppichkunde werden solche Ebenen häufig gemeinsam genannt, weil eine regionale Tradition bestimmte Vorlieben für Aufbau, Ornamentik und Ausführung entwickeln kann.

Florale Details können ein Medaillon begleiten, indem sie die zentrale Form umspielen oder die Zwischenräume beleben. Geometrische Elemente geben den Konturen Halt und sorgen für eine nachvollziehbare Gliederung. Bei regionalen persischen Entwürfen werden pflanzliche und geometrische Formen oft so miteinander verbunden, dass ein geordnetes, aber nicht rein schematisches Gesamtbild entsteht. Die Musterwirkung ergibt sich aus der Abfolge der Knoten, der Farbflächen und der Linien.

Ein Teppichmuster ist außerdem ein Beispiel dafür, wie Zeichnung in textile Technik übersetzt wird. Auf einer Vorlage kann eine Linie glatt erscheinen; im Teppich entsteht sie aus kleinen, aneinandergereihten Knoten und aus der jeweiligen Florrichtung. Kurven, Spitzen und Blütenformen werden dadurch in eine strukturierte Oberfläche übertragen. Die handgeknüpfte Ausführung gibt dem Medaillon seine textile Präsenz und macht die Konstruktion des Musters nachvollziehbar.

Traditionelle persische Kompositionen sind häufig auf Ausgewogenheit ausgerichtet. Ein Zentrum wird durch seitliche Felder, Ecklösungen und Bordüren in Beziehung gesetzt. Diese Ordnung schafft Orientierung, ohne dass das Muster auf einen einzigen dekorativen Effekt reduziert wird. Beim Sarough Farahan Medaillon steht daher die Verbindung von regionaler Zeichensprache und zentraler Komposition im Vordergrund. Die Musterbezeichnung beschreibt genau diese Grundlage, ohne zusätzliche Motive zu behaupten, die für dieses Stück nicht angegeben sind.

Der Teppich kann dadurch mit klassischen Einrichtungskonzepten ebenso in Beziehung treten wie mit einer reduzierteren Umgebung. Diese Aussage betrifft die Wirkung der Medaillonordnung als Gestaltungssystem, nicht eine zusätzliche Eigenschaft des konkreten Stücks. Maßgeblich bleibt, dass dieser Teppich ein Sarough Farahan Medaillon trägt und in der Provinz Markazi der persischen Tradition zugeordnet ist.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Besonderheiten dieses Einzelstücks gehören die Renovierung, die Ausführung in unserer Werkstatt und die professionelle Wäsche. Der Teppich ist als TOP ZUSTAND beschrieben. Damit sind sowohl eine handwerkliche Aufarbeitung als auch eine fachgerechte Reinigung Bestandteil seiner Produktangaben. Die Renovierung hebt ihn von einem Teppich ab, zu dem lediglich eine allgemeine Pflegegeschichte bekannt ist.

Seine weitere Kennzeichnung ergibt sich aus der Verbindung von handgeknüpfter Ausführung, Wollflor, Baumwollkette und dem Sarough Farahan Medaillon. Diese Angaben gehören zusammen, ohne dass daraus zusätzliche Aussagen über ein Herstellungsjahr oder eine bestimmte Werkstatt abgeleitet werden. Der Teppich bleibt ein einzelnes Stück mit einer klar benannten regionalen Herkunft und einem klar benannten Muster.

FAQ

Wie kann ich meinen Perserteppich richtig reinigen?

Regelmäßiges Staubsaugen entfernt lose Verschmutzungen aus dem Flor. Bei einer kleinen Verschmutzung kann ein leicht feuchtes, sauberes Tuch verwendet werden; natürliche Reinigungsmittel sind dabei die im Ausgangstext genannte Möglichkeit. Nässe sollte nicht in den Teppich einziehen oder längere Zeit auf der Oberfläche bleiben. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Bei diesem Stück ist bereits eine professionelle Wäsche im Rahmen der Renovierung angegeben. Weitere Reinigungsarbeiten sollten die Wolloberfläche und die handgeknüpfte Struktur berücksichtigen.

Woher stammt der Sarough Farahan Teppich?

Dieser Sarough Farahan Perserteppich stammt aus Persien beziehungsweise dem Iran, genauer aus der Provinz Markazi. Sarough Farahan ist sowohl die regionale Herkunftsbezeichnung als auch der Name, unter dem das konkrete Muster und die Teppichtradition geführt werden. Die Herstellung ist als traditionelle Handarbeit einzuordnen, und der Teppich selbst ist handgeknüpft. Markazi gehört zu den iranischen Regionen mit einer ausgeprägten Teppichtradition, in der Kenntnisse über Knüpftechnik und Muster über Generationen weitergegeben werden.

Wie erkenne ich die Qualität eines handgeknüpften Teppichs?

Bei einem handgeknüpften Teppich werden unter anderem Knotendichte, Material und die Ausarbeitung des Designs betrachtet. Eine höhere Knotendichte kann feinere Konturen und mehr Detail ermöglichen, während die Materialwahl die Haptik und die Beanspruchbarkeit der Oberfläche beeinflusst. Bei diesem Teppich sind ca. 150.000 Knoten pro Quadratmeter, ein Flor aus 100% Wolle und eine Kette aus 100% Baumwolle angegeben. Zusätzlich sind die Renovierung, die professionelle Wäsche und der Zustand TOP ZUSTAND dokumentiert. Qualität sollte immer anhand des gesamten Stücks beurteilt werden, nicht anhand eines einzigen Merkmals.

Zusätzliche Informationen
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