Perserteppich Sabzevar ca. 335 x 200 cm handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 2485$Aktueller Preis ist: 1136$

Handgeknüpfter Sabzevar Perserteppich | Knotendichte: ca. 160000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 335 x 200 cm | Muster: Floral Medaillon | Zustand: Sehr gut, gewaschen

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Inventarnummer: 100120000294

Beschreibung

Sabzevar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Sabzevar Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100 % aus Wolle, während die Kette aus 100 % Baumwolle gefertigt ist. Diese Materialangaben beschreiben den konkreten Teppich und unterscheiden klar zwischen dem sichtbaren Flor und der Grundkonstruktion. Die angegebene Knotendichte beträgt ca. 160000 Knoten/qm. Der Teppich wurde gewaschen und befindet sich in sehr gutem Zustand.

Wolle und Baumwolle erfüllen beim Teppich unterschiedliche Aufgaben. Der Flor bildet die sichtbare und fühlbare Oberfläche. Die Baumwollkette gibt dem Knüpfvorgang seine Grundlage und hält die einzelnen Knoten in einer geordneten Struktur. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die Grundbindung eingearbeitet. Dadurch entsteht ein textiles Gewebe, dessen Erscheinungsbild von Material, Knotendichte, Farbgebung und Muster zusammen bestimmt wird.

Für Sabzevar-Teppiche wird in der Regel ein Wollflor mit einer Grundbindung aus Baumwolle verbunden. Die überlieferte Verwendung dieser Materialien gehört zur regionalen Teppichherstellung in Khorasan. Wolle kann den Flor zugleich weich und widerstandsfähig gestalten; Baumwolle wird häufig für Kette und Schuss eingesetzt, weil sie eine stabile Basis für die Knüpfarbeit bildet. Beim vorliegenden Stück ist ausdrücklich ein Wollflor auf einer Baumwollkette angegeben. Über den Schuss enthält die Beschreibung keine gesonderte Angabe.

Die handwerkliche Qualität eines geknüpften Teppichs zeigt sich nicht allein in der Zahl der Knoten. Auch das gleichmäßige Einsetzen der Knoten, die Spannung der Grundbindung und die sorgfältige Ausarbeitung des Musters gehören zur Verarbeitung. Die Knotendichte dieses Stücks wird mit ca. 160000 Knoten/qm angegeben. Zusammen mit dem handgeknüpften Aufbau erklärt dies die differenzierte textile Oberfläche, ohne zusätzliche Eigenschaften des einzelnen Teppichs vorauszusetzen.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Sabzevar in Khorasan, Persien. Khorasan liegt im Nordosten Persiens und zählt zu den großen historischen Teppichregionen des Landes. Die Provinz umfasst zahlreiche Städte und Siedlungsräume mit eigener Web- und Knüpftradition. Sabzevar gehört neben Kashmar, Mashad, Mood, Ghain und Birjand zu den genannten Zentren der Teppichproduktion in dieser Region. Mashad ist die Hauptstadt von Khorasan und ein bedeutender Handelsplatz für Teppiche aus dem weiteren Umfeld.

Die Teppichlandschaft Khorasans ist vielfältig. In den Städten werden unterschiedliche Arten handgefertigter Teppiche hergestellt, von mittlerer bis feiner Ausführung. Daneben knüpfen Belutschennomaden in den südlichen Gebieten der Provinz eigene Teppiche. Diese nomadischen Arbeiten stehen neben den städtischen Erzeugnissen und bilden einen weiteren Teil der regionalen Tradition. Sabzevar ist in diesem Zusammenhang als städtisches Zentrum zu verstehen, dessen Teppichhandwerk in die größere Geschichte Khorasans eingebettet ist.

Die Geschichte der Region war von politischen Umbrüchen geprägt. Ein afghanischer Einfall brachte Persien in eine Phase großer Unordnung und beeinträchtigte die Teppichherstellung über längere Zeit. Besonders etablierte Zentren wie Mashad waren davon betroffen. Die Knüpfkunst in Khorasan und anderen persischen Regionen erholte sich jedoch wieder. Höfe und Herrscher unterstützten die Rückkehr qualifizierter Handwerker und die Pflege der traditionellen Fertigkeiten. Die Geschichte persischer Teppiche ist deshalb nicht nur eine Geschichte einzelner Muster, sondern auch eine Geschichte von Werkstätten, Handelswegen und der Weitergabe handwerklichen Wissens.

In Khorasan entwickelten sich städtische und nomadische Formen nebeneinander. Nomaden fertigten Teppiche ursprünglich vielfach für den eigenen Gebrauch. Die Städte übernahmen handwerkliche Kenntnisse und entwickelten sie in Werkstätten weiter. Dadurch entstand eine regionale Vielfalt, in der robuste Gebrauchseigenschaften, sorgfältige Knüpfung und unterschiedliche Entwürfe zusammenkommen können. Teppiche aus Kashmar, Mashad, Mood, Sabzevar und Birjand werden im regionalen Vergleich allgemein als qualitativ höher eingeordnet als viele nomadische Arbeiten der Gegend. Diese Einordnung beschreibt die gewachsene Tradition der Zentren, nicht eine zusätzliche Spezifikation des vorliegenden Stücks.

Die Bezeichnung Sabzevar oder Sabzewar verweist auf denselben Herkunftsort. In deutschsprachigen Beschreibungen können beide Schreibweisen vorkommen, während Sabzevar im internationalen Gebrauch ebenfalls geläufig ist. Die Herkunftsangabe verbindet den konkreten Teppich mit Khorasan und mit einer Region, in der seit langer Zeit unterschiedliche Formen handgefertigter Teppiche entstehen. Seine Einordnung als Perserteppich folgt der angegebenen Herkunft Persien.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als Floral Medaillon bezeichnet. Ein Medaillon bildet gewöhnlich den zentralen Blickpunkt eines Teppichentwurfs. Florale Formen ergänzen diesen Aufbau durch pflanzliche Motive, geschwungene Linien und eine ornamental gegliederte Gestaltung. Der Begriff beschreibt hier die im Produkttext angegebene Musterart. Über einzelne Blüten, Farben, Bordüren oder Nebenmotive dieses konkreten Teppichs enthält die Beschreibung keine weiteren Festlegungen.

Sabzevar-Teppiche sind nicht auf ein einziges, unveränderliches Muster beschränkt. Die überlieferte Gestaltung kann Entwürfe anderer persischer Städte aufnehmen. Deshalb wird bei dieser Teppichgruppe nicht automatisch ein ausschließlich lokales Sabzevar-Muster vorausgesetzt. Werkstätten in Khorasan arbeiteten mit einem breiten Formenschatz, der regionale Gewohnheiten und übernommene Mustertraditionen miteinander verbinden konnte. Ein florales Medaillon steht in diesem größeren Zusammenhang der persischen Ornamentik.

Das Medaillonprinzip ordnet die Fläche um ein zentrales Ornament. Es kann dem Auge eine klare Mitte geben und die übrige Komposition auf diese Mitte beziehen. Florale Ranken und Blattformen werden in der persischen Teppichkunst häufig eingesetzt, um Übergänge zwischen Zentrum, Feld und Bordüre zu gestalten. Dabei geht es nicht um eine naturgetreue Abbildung, sondern um die rhythmische Ordnung stilisierter Pflanzenformen. Linien, Wiederholungen und Symmetrie tragen zur Lesbarkeit eines solchen Entwurfs bei.

Persische Mustertraditionen wurden über Werkstätten, Händler und Vorlagen zwischen verschiedenen Städten weitergegeben. Dadurch konnten ähnliche Medaillon- und Blumenmotive in mehreren Regionen erscheinen, ohne dass jeder Teppich aus demselben Produktionsort stammen musste. Gerade bei Sabzevar wird beschrieben, dass Muster anderer Städte Persiens übernommen werden. Die Musterbezeichnung Floral Medaillon informiert daher über den Aufbau und die Ornamentik des Teppichs, während die Herkunftsangabe Sabzevar seine regionale Zuordnung nennt.

Die Gestaltung eines handgeknüpften Teppichs entsteht aus dem Zusammenspiel von Zeichnung, Knoten und Farbe. Ein Entwurf wird in Knotenreihen umgesetzt, wobei die Konturen der Ornamente schrittweise aufgebaut werden. Die Knotendichte beeinflusst, wie fein solche Konturen ausgearbeitet werden können, ohne dass daraus allein eine vollständige Aussage über das Design des konkreten Stücks folgt. Beim vorliegenden Teppich ist die florale Medaillon-Komposition die ausdrücklich genannte Musterinformation. Weitere Farb- oder Motivdetails werden nicht ergänzt.

In der regionalen Teppichkunst Khorasans begegnen sowohl streng geordnete als auch freier wirkende florale Kompositionen. Städtische Werkstätten konnten Muster in unterschiedlichen Maßstäben und Ausformulierungen anfertigen. Die Bezeichnung Floral Medaillon stellt dieses Stück in die Tradition eines zentral gegliederten, floralen Entwurfs. Sie sagt zugleich nichts über ein bestimmtes Farbschema aus, da im Produkttext keine Farben des Teppichs genannt werden.

Besonderheiten

Der Teppich ist als Unikat beziehungsweise als Einzelstück bezeichnet und wird als verkauft geführt. Seine ausdrücklich genannten Merkmale sind die Herkunft aus Sabzevar in Khorasan, die handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor auf einer Baumwollkette und das florale Medaillonmuster. Als Zustand ist sehr gut, gewaschen angegeben. Die Waschung gehört damit zur Beschreibung dieses Teppichs; über ein bestimmtes Waschverfahren oder einen Zeitpunkt der Reinigung wird nichts ausgesagt.

Eine weitere Besonderheit ist die Verbindung aus regionaler Herkunft und einem Muster, das nicht auf ein ausschließlich lokales Sabzevar-Motiv beschränkt wird. Sabzevar gehört zur persischen Teppichtradition Khorasans, während das Floral Medaillon auf einen breiteren Formenschatz der persischen Städte verweist. So lassen sich Herkunft und Muster getrennt und präzise benennen, ohne die Musterbezeichnung mit dem Produktionsort zu verwechseln.

FAQ

Woher stammt dieser Perserteppich?

Dieser Teppich stammt aus Sabzevar in Khorasan, Persien. Sabzevar ist ein Zentrum der Teppichherstellung in der großen nordöstlichen Provinz Khorasan. Die Region umfasst außerdem Orte wie Mashad, Kashmar, Mood, Ghain und Birjand. Ihre Tradition verbindet städtische Werkstätten mit weiteren nomadischen Knüpftraditionen. Die Herkunftsangabe Sabzevar bezeichnet den Produktionsort beziehungsweise die regionale Zuordnung des Teppichs. Sie ist nicht mit dem Muster gleichzusetzen: Das florale Medaillon beschreibt die Gestaltung, während Sabzevar für die Herkunft steht.

Aus welchen Materialien besteht der Teppich?

Der Flor besteht zu 100 % aus Wolle. Die Kette besteht zu 100 % aus Baumwolle. Der Wollflor bildet die sichtbare Oberfläche des handgeknüpften Teppichs, die Baumwollkette gehört zur Grundbindung. Diese Materialkombination ist in der Teppichherstellung Khorasans weit verbreitet. Für diesen Teppich ist ausdrücklich Wolle im Flor und Baumwolle in der Kette angegeben. Zu weiteren Bestandteilen, insbesondere zum Schuss, enthält die Beschreibung keine gesonderte Information.

Welches Muster hat der Sabzevar-Teppich?

Das Muster ist als Floral Medaillon angegeben. Damit wird eine zentral gegliederte Komposition mit floraler Ornamentik bezeichnet. Ein Medaillon bildet den Mittelpunkt des Entwurfs, während stilisierte pflanzliche Formen die Gestaltung ergänzen können. Sabzevar-Teppiche übernehmen nach der regionalen Tradition auch Muster anderer persischer Städte. Das genannte Muster muss deshalb nicht als ausschließlich lokales Sabzevar-Motiv verstanden werden. Konkrete Angaben zu Farben, Bordüren oder einzelnen Blütenformen liegen für dieses Stück nicht vor.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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