














Perserteppich Nain 354×243 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 3195$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La (ca. 200.000 Knoten/qm) | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 354 x 243 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1001200003871
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 100% Wolle mit Seide. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Die Verbindung von Wolle und Seide prägt sowohl den Griff als auch die textile Wirkung des Teppichs. Wolle steht bei handgeknüpften Teppichen für eine belastbare und strapazierfähige Faser. Seide ergänzt den Wollflor um einen feinen Glanz und eine glatte, elegante Anmutung. Dadurch entsteht ein Materialbild, in dem robuste Wollanteile und glänzende Seidenfasern zusammenwirken.
Die Knotendichte ist mit 12La angegeben und beträgt etwa 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche feine Knüpfung verlangt ein sorgfältiges, präzises Vorgehen. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingearbeitet und anschließend durch Schussfäden gesichert. Das Muster entsteht dadurch schrittweise Reihe für Reihe. Die Baumwollkette bildet dabei das tragende Grundgerüst, während der Flor die sichtbare Oberfläche und die Zeichnung des Teppichs bestimmt.
Die handwerkliche Ausführung macht jedes einzelne Stück zu einem Unikat. Auch bei einem überlieferten Muster sind kleine Unterschiede in der Ausführung Teil der Handarbeit. Die Kombination aus Wolle, Seide und Baumwolle verbindet unterschiedliche textile Eigenschaften innerhalb eines Teppichs: Die Wolle bildet den wesentlichen Flor, die Seide setzt glänzende Akzente, und die Baumwolle dient als Kettenmaterial. Diese Materialangaben beschreiben den Aufbau dieses Teppichs klar und nachvollziehbar.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain ist für seine feinen handgeknüpften Teppiche bekannt und gehört zu den wichtigen Zentren der persischen Teppichkunst. Die dortige Tradition verbindet eine sorgfältige Knüpftechnik mit klar gegliederten Ornamenten und einer ausgewogenen Flächengestaltung. Nain-Teppiche werden häufig mit einer feinen Ausarbeitung und dem Einsatz hochwertiger Materialien verbunden. Bei diesem Stück zeigt sich diese Tradition in der feinen Knüpfung, im Wollflor mit Seide und im charakteristischen Lachak-Toranj-Medaillon.
Die Teppichherstellung in Nain steht in der langen Geschichte persischer Textilkunst. In dieser Kunst werden technische Erfahrung, ornamentale Ordnung und die Kenntnis regionaler Gestaltungsvorstellungen miteinander verbunden. Ein Teppich entsteht nicht allein durch das Aneinanderreihen von Knoten. Vor der eigentlichen Knüpfarbeit müssen Kette, Schuss, Farbflächen und Muster so aufeinander abgestimmt werden, dass aus einzelnen Arbeitsschritten ein geschlossenes textiles Bild entsteht. Die Knüpferinnen und Knüpfer arbeiten dabei nach einer überlieferten Formensprache, die zugleich Raum für die genaue Ausführung des jeweiligen Stücks lässt.
Nain liegt im Iran und war historisch durch seine Lage an wichtigen Verkehrs- und Handelswegen geprägt. Der Austausch mit anderen Regionen beeinflusste die Entwicklung von Techniken und Ornamenten. Solche kulturellen Kontakte erklären, warum persische Teppiche einerseits erkennbare regionale Merkmale tragen und andererseits Motive aus einem größeren gestalterischen Zusammenhang aufnehmen können. Nain entwickelte daraus eine eigene Richtung, die für feine Zeichnung, geordnete Komposition und die Verbindung von Wolle und Seide bekannt ist.
Auch die natürlichen Voraussetzungen der Region stehen mit der Teppichherstellung in Verbindung. Wasser und landwirtschaftlich nutzbare Böden unterstützten die Schafhaltung und damit die Verfügbarkeit von Wolle. Wolle ist seit Jahrhunderten ein zentrales Material der persischen Teppichproduktion, weil sie sich verspinnen, färben und zu einem widerstandsfähigen Flor verarbeiten lässt. Seide wurde ergänzend eingesetzt, wenn eine feinere Oberfläche und ein besonderer Glanz in der Zeichnung gewünscht waren. Baumwolle wiederum eignet sich als gleichmäßiges Material für die Kette. Die Materialkombination dieses Nain entspricht damit einer in der Teppichkunst nachvollziehbaren technischen Tradition.
Die Herkunftsbezeichnung Nain verweist hier auf die Stadt und ihre lokale Knüpftradition. Sie ist nicht lediglich eine Bezeichnung für ein Ornament, sondern steht für ein persisches Teppichzentrum mit eigener handwerklicher Geschichte. Die Bezeichnung Perserteppich beschreibt die iranische Herkunft und ordnet das Stück in die Kulturgeschichte persischer Knüpfteppiche ein. Über Generationen weitergegebenes Wissen zeigt sich in der Vorbereitung des Webstuhls, in der Regelmäßigkeit der Knoten und in der Ausarbeitung der Musterflächen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Im Zentrum steht ein Toranj, also ein Medaillon, das als ordnendes Element die Komposition zusammenhält. Lachak bezeichnet die zugehörigen Eckformen, die eine Beziehung zwischen dem zentralen Medaillon und den Randbereichen herstellen. Diese Anordnung gehört zu den bekannten Gestaltungsmöglichkeiten der Nain-Teppiche. Sie lässt die Fläche klar gegliedert erscheinen und verbindet Mitte, Ecken und umlaufende Musterbereiche zu einem zusammenhängenden Bild.
Das Medaillon ist in der persischen Teppichkunst mehr als eine einzelne geometrische Form. Es schafft einen visuellen Mittelpunkt und gibt dem übrigen Ornament eine feste Ordnung. Von der Mitte aus können florale Linien, Blätter und weitere dekorative Formen auf die Ecken und Bordüren bezogen werden. Beim Lachak-Toranj-Motiv entsteht dadurch ein Zusammenspiel aus zentraler Konzentration und seitlicher Ausgewogenheit. Die Zeichnung wirkt strukturiert, ohne dass die einzelnen Ornamentbereiche voneinander getrennt erscheinen.
Florale und geometrische Formen werden in Nain-Mustern häufig miteinander verbunden. Florale Ornamente können Wachstum, Natur und die Schönheit der Pflanzenwelt versinnbildlichen. Geometrische Konturen geben diesen Formen eine klare Begrenzung und sorgen für rhythmische Wiederholung. In der persischen Teppichkunst werden solche Motive nicht zufällig verteilt, sondern in ein Verhältnis von Symmetrie, Wiederholung und Hierarchie gebracht. Das Muster bleibt dadurch auch über größere Flächen lesbar und erhält eine ruhige, geordnete Wirkung.
Die Farbwirkung dieses Teppichs wird durch das harmonische Zusammenspiel von Blau, Rot und Erdtönen geprägt. Blau kann in der persischen Ornamentik eine kühle, klare Tiefe in die Fläche bringen, während Rot den zentralen oder floralen Bereichen mehr Präsenz verleihen kann. Erdtöne verbinden die farbigen Partien mit einem zurückhaltenden, natürlichen Grundklang. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne Farbe, sondern das Verhältnis der Farbfelder zueinander. Die genannten Töne sind so aufeinander abgestimmt, dass das Medaillon, die Eckformen und die floralen Details als zusammengehörige Gestaltung wahrgenommen werden.
Die Seide im Flor unterstützt die Zeichnung dort, wo feine Konturen und glänzende Akzente sichtbar werden. Licht trifft auf die glatteren Seidenfasern anders als auf die wollenen Partien, wodurch sich innerhalb eines Motivs unterschiedliche textile Wirkungen ergeben können. Dieser Wechsel von matterer Wolle und leicht reflektierender Seide gehört zu den charakteristischen gestalterischen Möglichkeiten einer Materialkombination. Das Lachak-Toranj-Medaillon erhält dadurch eine differenzierte Oberfläche, ohne dass die traditionelle Ordnung des Musters verloren geht.
Ein Nain-Medaillon ist zudem eng mit der Idee einer ausgewogenen Gesamtkomposition verbunden. Bordüren und Innenfeld stehen in einem Verhältnis, das den Blick von außen nach innen führt. Wiederkehrende Blätter, Ranken und geometrisch gefasste Formen schaffen Übergänge zwischen den einzelnen Zonen. Die Gestaltung vermittelt so zwischen der konzentrierten Mitte und der umlaufenden Rahmung. Der Teppich verbindet damit eine traditionsreiche persische Formensprache mit einer präzisen, feinen Ausarbeitung.
Besonderheiten
Als Besonderheit dieses Stücks nennt die Beschreibung seine Pflegeleichtigkeit und die hochwertige Materialkombination aus Wolle und Seide. Der Teppich wird als langlebig und relativ unempfindlich gegenüber Flecken und Abnutzung beschrieben. Dadurch eignet er sich nach der Produktbeschreibung für Wohnbereiche, Esszimmer und andere stärker genutzte Räume. Die praktische Eignung steht dabei neben der handwerklichen Ausführung und dem dekorativen Medaillonmuster.
Der Zustand ist als sehr gut angegeben. Die feine Knotendichte, die handgeknüpfte Ausführung und der Seidenanteil machen den Teppich zu einem Stück persischer Handwerkskunst. Hochwertige handgeknüpfte Teppiche werden zudem häufig über lange Zeit bewahrt und innerhalb einer Familie weitergegeben. Dieses Stück verbindet daher seine Nutzung als Teppich mit dem Charakter eines handwerklich gefertigten Kulturguts aus Nain.
FAQ
Wie pflege ich meinen Nain Teppich richtig?
Regelmäßiges gründliches Absaugen hilft dabei, Staub und lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie die Farben mit der Zeit ausbleichen kann. Bei hartnäckigen Flecken empfiehlt sich die Behandlung durch einen Fachmann. Eine professionelle Reinigung kann die Materialien und die feine Knüpfung besser berücksichtigen als ungeeignete Reinigungsmittel oder intensive Eigenbehandlung. Besonders bei einem Flor aus Wolle mit Seide ist ein schonendes Vorgehen wichtig.
Wo finde ich den besten Platz für einen Nain Teppich?
Der Teppich eignet sich für den Wohnbereich, das Esszimmer oder als Mittelpunkt eines eleganten Flurs. Sein Lachak-Toranj-Medaillon und die harmonische Verbindung von Blau, Rot und Erdtönen können als gestalterischer Bezugspunkt in einem Raum dienen. Ein Platz, an dem das Muster sichtbar bleibt und der Teppich nicht durch Möbel vollständig verdeckt wird, macht die zentrale Komposition gut erkennbar. Ebenso sollte die direkte Sonneneinstrahlung möglichst begrenzt werden.
Wie erkenne ich einen echten Nain Teppich?
Zu den genannten Merkmalen eines authentischen Nain-Teppichs gehören eine hohe Knotendichte, handgeknüpfte Kanten und das typische Zusammenspiel aus floralen Motiven und Medaillons. Auch die Kombination aus Wolle und Seide wird als wichtiges Kennzeichen genannt. Bei einer Prüfung sollten deshalb die Knüpfung, die Kanten, das Muster und die verwendeten Materialien gemeinsam betrachtet werden. Wenn Zweifel bestehen, ist es sinnvoll, eine Fachperson hinzuzuziehen, die Herkunft und Ausführung beurteilen kann.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








