
















Perserteppich Nain 348 x 250 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 4260$2272$Aktueller Preis ist: 2272$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La, ca. 200.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 348x250cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: TOP, professionelle Handwäsche durchgeführt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1001200003661
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Damit verbindet die Materialangabe natürliche Wolle mit einem Seidenanteil im Flor und einer Baumwollkette als Grundlage des Knüpfgewebes. Wolle wird bei persischen Teppichen traditionell wegen ihrer widerstandsfähigen Faserstruktur und ihrer angenehmen Oberfläche eingesetzt. Sie kann Farben klar aufnehmen und bildet einen belastbaren Flor, der bei sorgfältiger Nutzung seine Struktur bewahrt. Seide wird in feinen Teppichen häufig eingesetzt, um Details präziser auszuarbeiten und der Oberfläche eine feinere Wirkung zu geben. Die Baumwollkette schafft ein regelmäßiges Gerüst, an dem die Knoten Reihe für Reihe befestigt werden.
Die Knotendichte ist mit 12La und etwa 200.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Eine hohe Knotendichte erlaubt es, kleine Formen, geschwungene Linien und feine Übergänge eng nebeneinander anzulegen. Sie ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der technischen Beschreibung eines Nain und steht in Verbindung mit der sorgfältigen Ausarbeitung des Musters. Beim Handknüpfen entsteht jedes einzelne Element durch viele einzelne Knoten. Anders als bei einem maschinell gefertigten Bodenbelag wird das Muster dabei nicht als fertige Fläche aufgebracht, sondern während des Aufbaus des Teppichs aus Knoten und Schussfäden entwickelt.
Die Bezeichnung 12La gehört zur Qualitäts- und Feinheitsangabe, wie sie bei Nain verwendet wird. Entscheidend ist dabei nicht allein die Zahl, sondern das Zusammenspiel von Knotendichte, Material, gleichmäßiger Ausführung und Musterzeichnung. Wolle mit Seide im Flor kann sowohl tragende Flächen als auch feinere ornamentale Partien bilden. Die Baumwollkette unterstützt die Formstabilität des Gewebes. Der Teppich wurde außerdem einer professionellen Handwäsche unterzogen. Dadurch gehört die Reinigung zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften dieses Stücks, ohne dass daraus weitere Aussagen über die Behandlung einzelner Farben oder Fasern abgeleitet werden.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt in der Provinz Isfahan und ist als bedeutendes Zentrum der persischen Teppichknüpferei bekannt. Die Stadt befindet sich am Übergang zwischen den zentraliranischen Wüstenlandschaften und den kulturell wichtigen Orten der Provinz Isfahan. Diese Lage prägt nicht jedes einzelne Muster unmittelbar, erklärt aber den eigenständigen Platz, den Nain innerhalb der iranischen Teppichtradition einnimmt. Nain-Teppiche werden mit einer verfeinerten, klar gegliederten Gestaltung verbunden, bei der die Zeichnung eine ebenso große Rolle spielt wie die technische Ausführung.
Die Entwicklung der Nain-Knüpferei steht in einem größeren Zusammenhang mit der persischen Stadtkultur. In iranischen Städten wurden Teppiche nicht nur als Gebrauchsgegenstände, sondern auch als textile Kunstwerke hergestellt. Entwürfe wurden weitergegeben, Kompositionen verfeinert und handwerkliche Fertigkeiten innerhalb von Werkstätten und Familien bewahrt. Die Verbindung aus geordnetem Aufbau, feiner Knüpfung und floraler Ornamentik gehört zu den Merkmalen, durch die Nain im Handel und in der Fachliteratur einen eigenen Namen erhalten hat. Dabei bleibt jeder handgeknüpfte Teppich ein einzelnes Gewebe: Kleine Abweichungen im Rhythmus, in der Linienführung oder in der Farbwirkung entstehen aus der Arbeit von Hand.
Die Teppichtradition der Provinz Isfahan ist von einer starken Entwurfskultur geprägt. Zentral angelegte Medaillons, gegliederte Felder und umlaufende Bordüren werden häufig so aufeinander abgestimmt, dass ein zusammenhängender Bildaufbau entsteht. Bei Nain wird dieser Aufbau oft mit einer zurückhaltenden, fein differenzierten Farbwelt verbunden. Helle Grundwirkungen, dezente Kontraste und sorgfältig gesetzte ornamentale Linien können den Eindruck von Ordnung und Ruhe erzeugen. Diese allgemeinen Eigenschaften der Nain-Tradition beschreiben die regionale Formensprache; sie ersetzen nicht die konkrete Musterangabe dieses Teppichs, die als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet ist.
Persische Teppiche tragen ihre Herkunft nicht nur über Ortsnamen, sondern auch über Technik, Proportion, Materialwahl und Ornamentik weiter. Nain steht dabei für eine städtische Knüpftradition, in der die Präzision der Zeichnung und die Feinheit der Ausführung eng zusammengehören. Die handgeknüpfte Herstellung verlangt eine dauerhafte Konzentration auf Rapport, Konturen und die Abstimmung von Feld und Bordüre. Das kulturelle Erbe liegt deshalb sowohl im sichtbaren Muster als auch im überlieferten Wissen über Aufbau und Ausführung. Dieser Teppich verbindet seine Herkunftsangabe aus Nain mit der dort üblichen Benennung eines Medaillonentwurfs.
Design und Muster
Das Muster ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon angegeben. Lachak und Toranj bezeichnen in der persischen Ornamentik die Verbindung von Eck- beziehungsweise Zwickelformen mit einem zentralen Medaillon. Ein Toranj kann als eigenständige, meist klar konturierte Mitte einer Teppichkomposition erscheinen. Die Lachak-Elemente antworten auf diese Mitte aus den Rand- oder Eckbereichen heraus. Auf diese Weise entsteht ein Verhältnis zwischen Zentrum und Umfeld, bei dem die Blickführung vom äußeren Feld zum Medaillon und wieder zurück zu den Bordüren verläuft.
Das Medaillon ist ein klassisches Gestaltungsmittel persischer Teppiche. Es ordnet die Fläche, gibt dem Entwurf einen Schwerpunkt und kann von floralen Ranken, Blättern und weiteren Ornamenten begleitet werden. In einem Nain-Kontext wird eine solche Komposition häufig mit feinen Linien und einer kontrollierten Wiederholung aufgebaut. Die Ornamentik kann symmetrisch angelegt sein, während kleine Unterschiede in der handgeknüpften Ausführung den Charakter eines Einzelstücks bewahren. Die Bezeichnung Nain-Medaillon beschreibt dabei die Einordnung des Entwurfs und nicht eine zusätzliche Herkunftsangabe.
Florale Motive gehören zu den wiederkehrenden Bildwelten der persischen Teppichkunst. Ranken verbinden einzelne Blüten und Blattformen, schaffen Übergänge zwischen größeren Ornamenten und füllen Zwischenräume, ohne die Grundordnung aufzugeben. Geometrische Konturen können dabei mit geschwungenen Linien zusammenwirken. In einem Lachak-Toranj-Aufbau helfen diese Elemente, das zentrale Medaillon mit dem umliegenden Feld und den Bordüren zu verbinden. Die Symbolik solcher Formen wird in der persischen Kunst häufig mit Wachstum, Kontinuität und einer geordneten Naturvorstellung in Verbindung gebracht.
Das zentrale Medaillon wird in der überlieferten Deutung außerdem mit dem Ende der Trauer und dem Beginn der Freude verbunden. Solche symbolischen Lesarten gehören zur allgemeinen Bildsprache persischer Ornamentik und müssen nicht als wörtliche Aussage über den konkreten Lebensbereich eines Besitzers verstanden werden. Sie zeigen vielmehr, dass ein Teppichmuster neben seiner dekorativen Ordnung auch kulturelle Bedeutungen tragen kann. Der Wechsel zwischen Mittelpunkt, Zwickeln, Feld und Bordüre erzeugt eine visuelle Struktur, die sich in traditionellen wie in zeitgenössischen Räumen lesen lässt.
Die Farbkombination dieses Teppichs wird als außergewöhnlich beschrieben und reicht von sanften Erdnuancen bis zu lebendigen Akzenten. Damit ist eine differenzierte Farbwirkung verbunden, bei der ruhigere Töne und markantere Farbpunkte nebeneinanderstehen. Die Farbgebung unterstützt die Gliederung des Medaillons und kann die floralen Details voneinander abheben. Zusammen mit der feinen Nain-Zeichnung entsteht ein Musterbild, das sowohl die traditionelle Medaillonordnung als auch eine vielseitige Einbindung in unterschiedliche Raumkonzepte ermöglicht.
Besonderheiten
Zu den ausdrücklich genannten Besonderheiten gehören die Bezeichnung W1 mit der Nummer 377, die Ausführung als Nain 12La Perserteppich und das Lachak-Toranj-Medaillon. Der Flor aus 100% Wolle mit Seide, die Kette aus 100% Baumwolle und die angegebene Knotendichte bilden die technische Beschreibung dieses Stücks. Die Kombination aus sanften Erdnuancen und lebendigen Akzenten prägt seine Farbwirkung. Der Teppich wurde professionell handgewaschen; dieser ausgeführte Reinigungsschritt ist Teil seines beschriebenen Zustands.
Für die Pflege wird empfohlen, den Teppich regelmäßig abzusaugen und vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Bei einer Lagerung sollte er vor Feuchtigkeit und extremen Temperaturen bewahrt werden. Eine Teppichunterlage kann die Abnutzung verringern. Wenn eine weitere Reinigung erforderlich ist, sind professionelle Reinigungsdienste vorgesehen, damit Farben und Textur sachgerecht behandelt werden. Diese Hinweise ergänzen die Produktbeschreibung, ohne weitere Eigenschaften des Teppichs vorauszusetzen.
FAQ
Wie sollte der Nain Perserteppich gelagert werden?
Für eine längere Lebensdauer sollte der Teppich an einem Ort aufbewahrt werden, der vor direkter Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und extremen Temperaturen geschützt ist. Eine Teppichunterlage kann im ausgelegten Zustand dazu beitragen, die Abnutzung zu minimieren. Bei der Lagerung ist außerdem darauf zu achten, dass der Teppich trocken und vor starken klimatischen Schwankungen geschützt bleibt.
Wie oft sollte ein Perserteppich gereinigt werden?
Eine regelmäßige Reinigung alle sechs Monate wird empfohlen. Zusätzlich sollte der Teppich regelmäßig abgesaugt werden, um Staub und Schmutz zu entfernen. Wenn eine gründlichere Behandlung notwendig ist, sollten professionelle Reinigungsdienste beauftragt werden. Bei diesem Teppich wurde bereits eine professionelle Handwäsche durchgeführt.
Woran lässt sich die Qualität eines Perserteppichs erkennen?
Wichtige Kriterien sind die Knotendichte, die verwendeten Materialien und die Komplexität des Musters. Handgeknüpfte Teppiche mit fein ausgearbeiteten und detaillierten Designs zeigen die handwerkliche Arbeit besonders deutlich. Bei diesem Nain gehören die Angabe 12La, der Flor aus 100% Wolle mit Seide, die Baumwollkette und das ausgearbeitete Lachak-Toranj-Medaillon zu den beschriebenen Qualitätsmerkmalen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |
























