
















Perserteppich Nain 288x194cm handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 2840$710$Aktueller Preis ist: 710$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La (12 Garnschichten), ca. 250.000 Knoten/qm | Material: Flor 100%, Kette 100% Baumwolle | Größe: ca. 288 x 194 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: Sehr gut mit minimaler Patina, aufwendig restauriert und professionell gewaschen
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Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Material ist mit 100% Flor und einer Kette aus 100% Baumwolle angegeben. Die Baumwollkette bildet bei einem geknüpften Teppich das tragende Grundgerüst. Sie verläuft in Längsrichtung und hält die Knoten während des Aufbaus in ihrer Position. Der Flor entsteht aus den Fäden, die sichtbar an der Oberfläche liegen. Bei diesem Stück ist der Flor mit 100% ausgewiesen, während die Kette ausdrücklich als Baumwolle bezeichnet wird.
Zur traditionellen Herstellung von Nain-Teppichen gehört eine Baumwollkonstruktion mit gedrückten Kettfäden und zwei Baumwollschüssen. Kettfäden verlaufen längs durch den Teppich, Schussfäden quer. Werden die Schüsse von beiden Seiten fest angezogen, verschieben sich die Kettfäden in zwei Ebenen. Dadurch entsteht die für Nain bekannte gedrückte Kette. Diese Konstruktion schafft eine kompakte Grundlage für die feine Zeichnung der geknüpften Fläche.
Nain-Teppiche werden traditionell mit asymmetrischen persischen Knoten gearbeitet. Der Flor wird häufig kurz geschoren, damit Linien, Medaillons, Blüten und Ranken klar voneinander ablesbar bleiben. Die dichte Knüpfung und der kurz gehaltene Flor unterstützen eine präzise Kontur. Bei diesem Teppich ist die Knotendichte mit 12La, also zwölf Garnschichten, und etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Die Bezeichnung 12La verweist auf die Schichten der Kettfäden beziehungsweise auf die Anzahl der Garnfasern in einer Franse.
Der Teppich wurde aufwendig restauriert und professionell gewaschen. Sein Zustand wird als sehr gut mit minimaler Patina beschrieben. Die Restaurierung und die Reinigung gehören damit zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften dieses Einzelstücks. Für die sichtbare Beurteilung der Oberfläche, der Restaurierungsarbeiten und der Patina wird auf die Bilder verwiesen.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt im Zentrum Persiens, unweit von Isfahan. Die Stadt wurde weltweit zunächst nicht vor allem mit Teppichen verbunden. Vor dem zwanzigsten Jahrhundert war sie für handgefertigte Wolltücher bekannt. Diese textile Tradition bildete einen wichtigen Hintergrund für die spätere Entwicklung der lokalen Teppichherstellung.
Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ging das Geschäft mit den Wolltüchern aus verschiedenen Gründen zurück. Daraufhin konzentrierten sich die Behörden stärker auf die Herstellung von Teppichen. In der frühen Phase wurden Teppiche aus Nain zunächst von Webern aus dem nahe gelegenen Isfahan gefertigt. Diese Verbindung erklärt, weshalb viele Nain-Teppiche Designelemente zeigen, die auch bei Isfahan-Teppichen zu finden sind.
Mit der Zeit entwickelten die Knüpferinnen und Knüpfer in Nain eine eigene Formensprache. Lokale Weber brachten persönliche und regionale Merkmale in ihre Arbeiten ein. So entstand eine Verbindung aus Einflüssen der benachbarten Teppichstadt und einer eigenständigen Nain-Tradition. Charakteristisch ist dabei das Zusammenspiel aus feiner Zeichnung, zurückhaltender Farbigkeit und einer sorgfältig gegliederten Ornamentik.
Nain-Teppiche werden mit den Designvorstellungen der Safawiden in Verbindung gebracht. Die Safawiden herrschten von 1502 bis 1722 und beeinflussten in dieser Zeit die Entwicklung persischer Teppichmuster. Schulen, Werkstätten und Fabriken förderten anspruchsvollere Entwürfe mit komplexen floralen und ornamentalen Strukturen. In Nain zeigen sich diese Einflüsse unter anderem in stilisierten Medaillons, Blüten, Ranken und Darstellungen aus der Welt der Fabelwesen.
Die handwerkliche Qualität eines Nain-Teppichs wird traditionell auch über die Laa- beziehungsweise La-Angabe betrachtet. Der Begriff stammt aus dem Farsi und bedeutet Schichten. Er bezieht sich auf die Lagen der einzelnen Kettfäden. Da die überstehenden Kettfäden die Fransen bilden, kann Laa außerdem über die Garnfasern einer Franse verstanden werden. Niedrigere Laa-Werte stehen in der traditionellen Einordnung für besonders feine Ausführungen; 4La gilt als die feinste Stufe, während 9La ebenfalls als gute Qualität bezeichnet wird.
Die Herstellung eines fein geknüpften Nain-Teppichs verlangt Zeit und Erfahrung. Viele einzelne Knoten müssen so gesetzt werden, dass ein zusammenhängendes Muster entsteht. Bei hoher Dichte wächst die Fläche langsam. Das erklärt, weshalb die Anfertigung solcher Teppiche Monate und teilweise Jahre beanspruchen kann. Die überlieferte Arbeitsweise verbindet dabei den Aufbau der Kette, die Auswahl der Schüsse, das Setzen der Knoten und das abschließende Scheren zu einem mehrstufigen Prozess.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Im Zentrum steht damit ein Nain-Medaillon, das in die für Nain typische Ornamenttradition eingeordnet wird. Lachak-Toranj beschreibt eine Komposition, in der Eckzwickel und ein Toranj- beziehungsweise Medaillonmotiv aufeinander bezogen sind. Die genaue Gestaltung des vorliegenden Stücks ist in der Musterbezeichnung zusammengefasst; sie wird durch die Bilder ergänzend sichtbar.
Medaillonkompositionen gehören zu den wichtigen Gestaltungsmöglichkeiten der persischen Teppichkunst. Ein zentrales Ornament ordnet die Fläche und schafft eine klare Blickachse. Die darum angelegten Ranken, Blätter und Blüten führen den Blick in die Randbereiche. Bei Nain werden solche Elemente häufig fein und kurvenförmig gezeichnet. Gegabelte Blätter und arabeskenartige Linien können die florale Bewegung verstärken, ohne die zentrale Ordnung aufzulösen.
Die Nain-Tradition greift häufig auf das Shah-Abbas-Design zurück. Dieses verbindet stilisierte Blüten, geschwungene Ranken und regelmäßig wiederkehrende Pflanzenformen. Auch das Islimi-Motiv ist in Nain-Teppichen verbreitet. Es kann aus miteinander verbundenen Ranken und mehreren Sternmedaillons aufgebaut sein. Tiermotive werden gelegentlich zwischen die floralen Elemente gesetzt. Einige besonders versierte Weber integrieren außerdem menschliche Figuren in ihre Entwürfe.
Die Farbwelt der Nain-Teppiche steht ebenfalls in Beziehung zu Isfahan. Blautöne werden häufig mit Beige, Grau und Braun kombiniert. Als Grund erscheint oft Elfenbein oder Creme. Weiße Seide kann zur Einfassung von Ornamenten verwendet werden, damit Konturen fein hervortreten. Grün, Gelb und Orange sind weniger häufig und können punktuell zur Hervorhebung einzelner Details eingesetzt werden. Diese allgemeine Farbtradition erklärt die ruhige, fein abgestufte Wirkung, für die Nain-Muster bekannt sind, ohne die konkrete Farbverteilung dieses Teppichs festzulegen.
Die Musterwirkung hängt eng mit der technischen Ausführung zusammen. Ein kurz geschorener Flor lässt die Umrisse von Medaillon, Ranken und Blättern deutlicher erscheinen. Eine dichte Folge kleiner Knoten ermöglicht schmale Linien und differenzierte Übergänge. Deshalb stehen bei Nain Konstruktion und Gestaltung in einem direkten Zusammenhang: Die Kette liefert die stabile Basis, die Knoten bauen das Ornament auf, und das Scheren legt die Zeichnung klar frei.
Das Lachak-Toranj Nain-Medaillon verbindet somit die zentrale Ordnung eines Medaillonmusters mit der floralen Detailfreude der Nain-Tradition. Die Bezeichnung verweist auf die formale Struktur des Designs und nicht auf eine andere Herkunft. Die Herkunft dieses Teppichs ist die Stadt Nain in Persien.
Besonderheiten
Zu den besonderen Angaben dieses Einzelstücks gehören die Ausführung als handgeknüpfter Nain Perserteppich, die Einordnung in 12La mit zwölf Garnschichten und die angegebene Knotendichte von etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommen das Lachak-Toranj Nain-Medaillon sowie die Materialangabe mit 100% Flor und 100% Baumwolle für die Kette.
Der Teppich ist aufwendig restauriert und professionell gewaschen. Sein Zustand wird als sehr gut mit minimaler Patina beschrieben. Patina kann bei einem handgearbeiteten Teppich die Spuren seiner bisherigen Nutzung und seines Altersbildes bezeichnen. Bei diesem Stück wird sie ausdrücklich als minimal angegeben. Die Bilder zeigen die konkrete Oberfläche und ergänzen die Zustandsbeschreibung.
Jeder handgeknüpfte Teppich entsteht in vielen einzelnen Arbeitsschritten. Kleine Unterschiede in Knoten, Kontur und Oberfläche gehören zur handwerklichen Fertigung. Bei diesem Teppich werden jedoch nur die genannten Eigenschaften verbindlich beschrieben: Herkunft aus Nain, das Medaillonmuster, die technische Einordnung, die Materialangaben sowie Restaurierung, Reinigung und Zustand.
FAQ
Woher stammt dieser Nain Perserteppich?
Dieser Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt im zentralen Teil Persiens, in der Nähe von Isfahan. Die Stadt ist für ihre eigene Teppichtradition bekannt, die historische Einflüsse aus Isfahan mit einer regionalen Formensprache verbindet. Die Bezeichnung Nain beschreibt hier die Herkunft des Teppichs. Das Muster Lachak-Toranj Nain-Medaillon benennt dagegen seine Gestaltung und ist nicht als zusätzliche Herkunftsangabe zu verstehen.
Was bedeutet 12La bei einem Nain-Teppich?
12La bezeichnet zwölf Garnschichten. Bei Nain-Teppichen bezieht sich La beziehungsweise Laa auf die Lagen der Kettfäden und kann auch über die Garnfasern einer Franse verstanden werden. Die Angabe dient traditionell zur Einordnung der Feinheit eines Nain-Teppichs. Bei diesem Stück ist sie mit einer Knotendichte von etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter verbunden. Die Knüpfung wurde mit asymmetrischen persischen Knoten ausgeführt, wie es für Nain-Teppiche üblich ist.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der Zustand wird als sehr gut mit minimaler Patina beschrieben. Der Teppich wurde aufwendig restauriert und professionell gewaschen. Diese Angaben beziehen sich auf den konkreten Zustand dieses Einzelstücks. Die Bilder dienen dazu, die Oberfläche, die sichtbare Patina und die ausgeführten Restaurierungsarbeiten selbst zu betrachten. Weitere Eigenschaften werden hier nicht ergänzt, da die Zustandsbeschreibung auf die genannten Punkte begrenzt ist.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








