Perserteppich Nain 284 x 191 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 2130$Aktueller Preis ist: 1302$

Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12La, ca. 250.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle mit Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 284 x 191 cm | Muster: Lachak-Toranj Nain-Medaillon | Zustand: NEU, professionelle Handwäsche durchgeführt

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Inventarnummer: 100120000379

Beschreibung

Nain Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Nain Perserteppich besitzt einen Flor aus 100% Wolle mit Seide. Die Verbindung von Wolle und Seide im Flor prägt die haptische und visuelle Wirkung des Teppichs. Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk wegen ihrer belastbaren Faser, ihrer angenehmen Griffigkeit und ihrer Fähigkeit verwendet, Farbtöne klar aufzunehmen. Seide ergänzt diese Eigenschaften durch eine feinere, glattere Faser und durch eine charakteristische Lichtwirkung. Im vorliegenden Teppich ist Seide Bestandteil des Flors und nicht der Kette.

Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Sie bildet das tragende Längssystem, auf dem die Knoten aufgebaut werden, und gehört damit zu den wesentlichen Bestandteilen der Konstruktion. Eine Baumwollkette kann eine gleichmäßige Grundlage für eine präzise Zeichnung schaffen. Bei einem fein geknüpften Teppich unterstützt sie die klare Ausarbeitung kleiner Musterpartien und die geordnete Wirkung der Gesamtkomposition.

Die Knotendichte ist mit 12La und etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Eine solche Dichte erlaubt eine detaillierte Darstellung, weil viele einzelne Knoten auf engem Raum zusammenwirken. Die feine Knüpfung ist dabei nicht nur eine technische Kennzahl, sondern steht auch in Zusammenhang mit der ruhigen Kontur von Medaillon, Anhängern und ornamentalen Einzelheiten. Der Teppich wurde handgeknüpft ausgeführt; jeder Knoten ist Teil eines schrittweise aufgebauten Flors.

Der Teppich ist neu und wurde einer professionellen Handwäsche unterzogen. Diese Behandlung gehört zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften dieses Einzelstücks. Weitere Aussagen zu Reparaturen, Abnutzung oder späteren Veränderungen werden nicht gemacht. Material, Konstruktion und Pflegeangabe werden deshalb getrennt betrachtet: Der Flor besteht aus Wolle mit Seide, die Kette aus Baumwolle, und als Pflegezustand ist eine professionelle Handwäsche dokumentiert.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain liegt in der zentraliranischen Hochebene und ist als bedeutender Ort der persischen Teppichherstellung bekannt. Die Stadt entwickelte eine eigene textile Tradition, in der feine Knüpfung, sorgfältige Zeichnung und ausgewogene Medaillonkompositionen eine wichtige Rolle spielen. Nain-Teppiche werden häufig mit einer kontrollierten, präzisen Ornamentik verbunden, bei der das Verhältnis von Grundfläche, Bordüre und zentralem Motiv klar lesbar bleibt.

Die Geschichte der Nain-Knüpfkunst ist eng mit der Weiterentwicklung feiner Werkstattteppiche verbunden. In Nain wurden Kenntnisse des Webens, Spinnens und Färbens mit einer auf Detailtreue ausgerichteten Entwurfskultur verbunden. Die Herstellung beginnt mit der Vorbereitung der Kette. Danach werden die Knoten Reihe für Reihe gesetzt und durch Schussfäden sowie das anschließende Verdichten stabilisiert. Am Ende werden Flor, Seiten und Abschlüsse bearbeitet. Diese Abfolge erklärt, weshalb die Gestaltung eines Nain-Teppichs eng mit seiner Konstruktion verbunden ist.

Die Bezeichnung 12La verweist im Nain-Kontext auf eine bestimmte Feinheitsklasse der Knüpfung. Die Zählung ist eine fachliche Einordnung, die im Handel zur Beschreibung der Knotendichte verwendet wird. Sie ist nicht mit einer Größenangabe zu verwechseln. Bei feinen Nain-Teppichen ermöglicht eine hohe Knotenzahl eine differenzierte Wiedergabe von Linien, Blättern, Ranken und kleinen Füllornamenten. Gleichzeitig verlangt eine solche Ausführung vom Knüpfer oder von der Knüpferin eine gleichmäßige Spannung und eine genaue Orientierung am Entwurf.

Persische Teppiche werden traditionell nicht nur nach ihrer Herkunft, sondern auch nach ihrer Zeichenwelt betrachtet. Bei Nain steht die Herkunft für eine regionale Handwerkstradition, während das konkrete Muster die gestalterische Aufgabe des einzelnen Teppichs beschreibt. Deshalb bezeichnet Nain hier die Stadt und den Herkunftsbezug. Lachak-Toranj benennt die verwendete Komposition. Beide Angaben ergänzen einander, erfüllen aber nicht dieselbe Funktion.

Die Nain-Tradition ist zudem von einer Verbindung aus zentralem Aufbau und fein gegliedertem Umfeld geprägt. Ein Medaillon kann als optischer Mittelpunkt dienen, während Anhänger, Ranken und Bordüren die Fläche ordnen. In Werkstatttraditionen werden solche Entwürfe sorgfältig gespiegelt, rhythmisiert oder in ausgewogenen Abständen wiederholt. Das Ergebnis ist eine Komposition, die auf Übersichtlichkeit und Detail zugleich angelegt ist. Der vorliegende Teppich gehört mit seiner Nain-Herkunft und der angegebenen 12La-Knüpfung in diesen handwerklichen Zusammenhang.

Design und Muster

Das Muster ist als Lachak-Toranj Nain-Medaillon bezeichnet. Toranj ist die persische Bezeichnung für ein Medaillon beziehungsweise ein mandelförmiges, zentral angeordnetes Ornament. Lachak bezeichnet in der Teppichgestaltung die Eck- oder Anhängerformen, die mit einem Medaillon in Beziehung stehen. Zusammen beschreiben beide Begriffe eine Komposition, in der das Zentrum und die Ecken nicht unabhängig voneinander behandelt werden, sondern als aufeinander bezogene Elemente erscheinen.

Ein Medaillon gibt einem Teppich eine deutliche innere Ordnung. Es lenkt den Blick zur Mitte und bildet einen Bezugspunkt für die umliegenden Ranken und Füllmotive. Bei einer Lachak-Toranj-Komposition wird diese Mitte durch Formen in den Ecken ergänzt. Die Ecklösungen können den zentralen Aufbau aufnehmen, verkürzt wiederholen oder in eine eigene Kontur überführen. Dadurch entsteht ein Wechsel zwischen zentraler Konzentration und einer über die Fläche verteilten Ornamentik.

Die Nain-Mustertradition arbeitet häufig mit feinen Linien, stilisierten Blüten, Blättern und Ranken. Solche Motive sind keine naturgetreuen Abbilder, sondern ornamental geordnete Formen. Eine Ranke kann als verbindendes Linienmotiv dienen, während Blätter und Blüten den Zwischenraum gliedern. Bei hoher Knotendichte lassen sich diese kleinen Formen mit klaren Konturen und abgestuften Details ausarbeiten. Der hier angegebene Entwurf wird deshalb nicht nur durch das Medaillon, sondern auch durch die Präzision seiner ornamentalen Umgebung bestimmt.

In persischen Teppichen erfüllt das Muster mehrere Aufgaben gleichzeitig. Es schmückt die Fläche, schafft eine visuelle Hierarchie und verbindet die einzelnen Bereiche miteinander. Das zentrale Toranj-Motiv bildet den Schwerpunkt. Lachak-Formen führen von den Ecken in Richtung Mitte und helfen, den Entwurf über die gesamte Fläche auszubalancieren. Die Bezeichnung Nain-Medaillon macht deutlich, dass die Komposition innerhalb der gestalterischen Sprache von Nain gelesen wird und nicht lediglich aus einem isolierten Zentralornament besteht.

Die feine Knüpfung unterstützt die Wirkung eines solchen Designs. Kleine Richtungswechsel in einer Ranke, schmale Konturen an einem Blatt oder dicht gesetzte Füllungen können durch viele einzelne Knoten differenziert wiedergegeben werden. Bei der Betrachtung aus größerer Entfernung erscheint die Gesamtordnung des Medaillons; aus der Nähe treten die einzelnen ornamentalen Entscheidungen hervor. Diese beiden Betrachtungsebenen gehören zur Arbeitsweise fein geknüpfter Nain-Teppiche und erklären die Verbindung von klarer Gesamtform und kleinteiliger Zeichnung.

Das Muster wird hier ausschließlich als Lachak-Toranj Nain-Medaillon beschrieben. Aussagen über einzelne Farben oder über zusätzliche Bordürenmotive enthält die Produktbeschreibung nicht. Die gestalterische Einordnung stützt sich daher auf die genannte Musterbezeichnung, die Herkunft aus Nain und die angegebene Knüpfungsfeinheit. So bleibt die Beschreibung bei den Merkmalen, die für dieses Stück benannt sind.

Besonderheiten

Zu den besonderen Angaben dieses Einzelstücks gehören die 12La-Knotendichte mit etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter, der Flor aus 100% Wolle mit Seide und die Kette aus 100% Baumwolle. Hinzu kommen die Herkunft aus Nain, das Lachak-Toranj-Medaillon und der neue Zustand. Der Teppich wurde außerdem professionell handgewaschen. Diese Merkmale beschreiben Material, Ausführung, Muster und Pflegezustand, ohne weitere Eigenschaften vorauszusetzen.

Die Kombination aus feinem Flor, detaillierter Medaillonzeichnung und der genannten Nain-Tradition macht die Konstruktion und Gestaltung gemeinsam lesbar. Der Teppich ist als neues, handgeknüpftes Stück mit bereits durchgeführter professioneller Handwäsche dokumentiert. Angaben zu einem bestimmten Entwurfsjahr, zu einer Signatur oder zu einer besonderen Provenienz liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Woher stammt der Teppich?

Der Teppich stammt aus der Stadt Nain in Persien. Nain ist ein etablierter Ort der persischen Teppichherstellung und steht für eine Tradition fein geknüpfter Werkstattteppiche. Die Herkunftsangabe beschreibt den regionalen Ursprung dieses Teppichs. Sie ist von der Musterbezeichnung zu unterscheiden: Lachak-Toranj Nain-Medaillon benennt die Gestaltung, während Nain als Stadt den Herkunftsbezug angibt.

Welche Materialien wurden verwendet?

Der Flor besteht aus 100% Wolle mit Seide. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Damit sind Flor- und Kettenmaterial getrennt ausgewiesen. Die Wolle bildet den Hauptbestandteil des Flors, während die Seide als Bestandteil des Flors genannt wird. Die Baumwolle gehört zur tragenden Kette und ist nicht als zusätzliches Flor-Material auszuweisen.

Wie ist der Zustand des Teppichs?

Der Teppich ist neu. Außerdem wurde eine professionelle Handwäsche durchgeführt. Diese beiden Angaben beschreiben den angegebenen Zustand und die bereits erfolgte Pflege. Weitere Informationen zu Alter, Gebrauchsspuren, Reparaturen oder Veränderungen enthält die Beschreibung nicht. Der Zustand wird daher mit den genannten Fakten wiedergegeben: neu und professionell handgewaschen.

Zusätzliche Informationen
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