




Perserteppich Nain 255 x 158 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
1057$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 9-Lah 450K/Qm | Material: Flor Wolle mit Seide | Größe: 255 x 158 cm | Muster: Klassisch florale Motive | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1A9051D9
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich besteht aus Wolle mit Seide und wurde handgeknüpft. Wolle bildet bei Nain-Teppichen traditionell die belastbare Grundlage des Flors. Sie ist für ihre Strapazierfähigkeit und ihre angenehme Weichheit bekannt. Dadurch entsteht eine Oberfläche, die sowohl für die tägliche Nutzung als auch für repräsentative Wohnbereiche geeignet ist. Die Wolle verleiht dem Teppich eine ruhige, textile Wirkung und unterstützt die klare Lesbarkeit der Muster.
Die zusätzliche Verwendung von Seide gehört zu den Merkmalen feiner ausgearbeiteter Nain-Teppiche. Seide kann in den Motiven eingesetzt werden, um einzelne Linien und florale Details sichtbar hervorzuheben. Durch ihre glattere Struktur nimmt sie das Licht anders auf als Wolle. So entsteht innerhalb der Zeichnung ein dezenter Wechsel zwischen matteren und schimmernden Partien. Bei einem Nain 9-Lah-Teppich wird diese Verbindung von Wolle und Seide mit einer feinen Knüpfqualität verbunden.
Die Knüpfdichte ist mit 9-Lah 450K/Qm angegeben. Die Bezeichnung Lah verweist bei Nain-Teppichen auf eine Qualitäts- und Knüpfstufe. In der Tradition dieser Teppiche werden unterschiedliche Lah-Stufen unterschieden. Eine feinere Knüpfung erlaubt es, geschwungene Blattranken, Blüten und kleine ornamentale Übergänge präzise auszuführen. Die Handarbeit macht jede einzelne Knotengruppe zu einem Bestandteil der Gesamtzeichnung und gibt dem Muster seine differenzierte Struktur.
Die Verbindung aus Wolle, Seide und handwerklicher Knüpftechnik erklärt den ausgewogenen Charakter dieses Teppichs. Das Material bleibt fühlbar textil, während die Seidenanteile in den floralen Partien zusätzliche Lichtakzente setzen. Der Zustand des Teppichs ist sehr gut. Angaben zu Kette oder zu einem weiteren Kettmaterial liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.
Herkunft und Tradition
Nain liegt in Zentraliran und ist als Herkunftsort dieses Perserteppichs genannt. Die Stadt steht für eine eigenständige Tradition der persischen Teppichkunst, in der feine Zeichnung, helle Grundwirkungen und florale Kompositionen eine wichtige Rolle spielen. Nain-Teppiche werden mit sorgfältig ausgearbeiteten Mustern und hochwertigen Materialien verbunden. Ihre Gestaltung richtet sich häufig auf eine ausgewogene, klar gegliederte Gesamtfläche, in der die einzelnen Ranken und Blüten miteinander verbunden bleiben.
Die Geschichte der Nain-Teppiche wird bis in die Sassaniden-Dynastie zurückgeführt. Diese historische Einordnung verweist auf die lange Entwicklung iranischer Textil- und Ornamenttraditionen. Der heutige Nain-Teppich ist dabei nicht einfach eine unveränderte historische Form, sondern steht für die Weiterführung einer regionalen Handwerkskultur. Überliefertes Formengut, die Arbeit mit pflanzlichen Motiven und die sorgfältige Ausführung bilden zusammen die Grundlage für das typische Erscheinungsbild.
Ein wichtiger Bestandteil der Nain-Tradition ist die Einteilung in Lah-Stufen. Diese Bezeichnungen ordnen die Teppiche nach ihrer jeweiligen Feinheit und Knüpfdichte. Die Stufen reichen von groberen bis zu besonders fein geknüpften Qualitäten. Eine höhere Lah-Zahl bezeichnet dabei eine feinere Knüpfung innerhalb des Nain-Systems. Diese Einteilung hilft, die unterschiedliche technische Ausarbeitung von Nain-Teppichen zu verstehen, ohne dass jeder Teppich dasselbe Muster oder dieselbe Materialwirkung haben muss.
Die genannte 9-Lah-Qualität gehört in diesem System zu den feineren Nain-Ausführungen. Eine solche Knüpfung unterstützt die Darstellung kleinteiliger floraler Linien und fein abgestufter Ornamentflächen. Die Knotendichte ist nicht nur ein technischer Wert, sondern wirkt sich auch auf die mögliche Detailtiefe eines Entwurfs aus. Je sorgfältiger die einzelnen Knoten gesetzt und in die Kontur eingebunden werden, desto genauer können Blätter, Blüten und Ranken auf der Teppichfläche erscheinen.
Nain wird häufig im Zusammenhang mit anderen bedeutenden Teppichzentren der Region Isfahan betrachtet. Isfahan- und Qom-Teppiche sind ebenfalls für qualitätsvolle Ausführungen und florale Gestaltung bekannt. Dennoch besitzt Nain eine eigene stilistische Sprache. Auch Tabriz und Kashan haben eine wichtige Stellung in der persischen Teppichkunst und sind für komplexe Muster sowie feine Knüpfungen bekannt. Die Nennung dieser Orte beschreibt die Vielfalt der iranischen Teppichlandschaft; sie verändert nicht die Herkunft dieses Stücks, das aus Nain stammt.
Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs verbindet Entwurf, Materialauswahl und wiederholte manuelle Arbeit. Der Musterrapport wird Knoten für Knoten aufgebaut. Bei floralen Nain-Kompositionen kommt es besonders auf die Führung der Linien und auf die Abstimmung der kleinen Motive an. Die regionale Tradition zeigt sich deshalb nicht allein in einem Ortsnamen, sondern in der Art, wie Material, Dichte und Ornament zusammenwirken.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als klassisch floral beschrieben. Florale Motive gehören zu den charakteristischen Gestaltungsmöglichkeiten von Nain-Teppichen. Ranken, Blätter und Blüten können sich zu einer fortlaufenden Zeichnung verbinden oder in einer stärker gegliederten Komposition auftreten. Die florale Sprache erlaubt es, die Fläche dicht und reichhaltig zu gestalten, ohne auf geometrische Strenge angewiesen zu sein. Gleichzeitig sorgt die wiederkehrende Ordnung der Motive für eine erkennbare Struktur.
Bei Nain-Teppichen begegnen sowohl durchgehend florale Muster als auch Entwürfe mit einem zentralen Medaillon. Eine durchgehende Komposition verteilt die Ornamentik über die gesamte Fläche und lässt die Ranken ineinander übergehen. Ein Medaillon ordnet die Zeichnung dagegen um ein zentrales Feld und schafft eine deutlichere Mitte. Die allgemeine Nain-Tradition umfasst beide Möglichkeiten. Für dieses Stück ist die Musterbeschreibung als klassisch floral angegeben; eine zusätzliche Festlegung auf eine bestimmte Kompositionsform wird nicht vorgenommen.
Die Wirkung floraler Muster entsteht durch das Zusammenspiel von Hauptlinien und kleinen Fülldetails. Eine Ranke kann als verbindendes Element dienen, während Blätter und Blüten die Richtung der Bewegung bestimmen. Feine Konturen trennen die einzelnen Formen voneinander und verhindern, dass die Zeichnung unlesbar wird. In einer feinen Lah-Qualität können solche Übergänge besonders differenziert ausgeführt werden. Die Seide in den Motiven fügt den ornamentalen Partien einen anderen Lichtreflex hinzu und kann dadurch bestimmte Details optisch akzentuieren.
Die Musterwelt von Nain ist eng mit der persischen Tradition der stilisierten Pflanzenornamentik verbunden. Die dargestellten Blüten sind keine botanische Wiedergabe eines einzelnen Gartens, sondern folgen einer überlieferten dekorativen Formensprache. Pflanzenmotive werden rhythmisiert, wiederholt und in ein geschlossenes Flächenkonzept eingebunden. Dadurch entsteht ein Muster, das zugleich gegenständlich an Blätter und Blüten erinnert und als abstrakte Ornamentik gelesen werden kann.
Ein fein geknüpftes florales Muster benötigt eine klare Abstimmung zwischen Kontur, Innenzeichnung und Hintergrund. Kleine Unterschiede in der Knotensetzung können beeinflussen, wie scharf eine Linie erscheint und wie deutlich eine Blüte vom umgebenden Feld abgesetzt ist. Die handgeknüpfte Ausführung macht diese Präzision zu einem Ergebnis vieler einzelner Arbeitsschritte. Sie erklärt, weshalb Nain-Teppiche häufig mit kunstvollen und detailreichen Designs verbunden werden.
Florale Teppiche dieser Art lassen sich in unterschiedliche Einrichtungskonzepte einordnen. Ihre Ornamentik kann einen klassisch eingerichteten Raum ergänzen, zugleich aber auch als geordneter Kontrast zu schlichten Möbeln wirken. Dabei steht nicht eine bestimmte Raumgröße im Mittelpunkt, sondern die Beziehung zwischen Muster, Material und vorhandener Einrichtung. Die textile Oberfläche verbindet die florale Zeichnung mit einer wohnlichen Haptik, während die Seidenanteile in den Motiven eine feinere optische Differenzierung ermöglichen.
Die Kombination aus klassischer Floralik und der für Nain typischen feinen Ausarbeitung macht die Musterwirkung nachvollziehbar. Das Dekor ist nicht auf ein einzelnes Symbol reduziert, sondern lebt von der Verbindung vieler Ranken-, Blatt- und Blütenformen. So erhält die Fläche einen zusammenhängenden Charakter. Die Beschreibung bleibt bei den belegten Merkmalen: klassisch florale Motive, eine feine 9-Lah-Knüpfung sowie Wolle mit Seide als Material.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Stücks ist die Verbindung von Wolle mit Seide in einem handgeknüpften Nain-Teppich. Die Wolle steht für eine strapazierfähige und weiche textile Oberfläche, während die Seide in den feiner ausgearbeiteten Motiven zusätzliche Lichtwirkungen ermöglicht. Zusammen mit der angegebenen Qualität von 9-Lah 450K/Qm entsteht ein Teppich, dessen Material- und Musterbeschreibung eng miteinander verbunden sind.
Der Zustand ist als sehr gut angegeben. Die Ausführung mit klassisch floralen Motiven ordnet den Teppich klar der dekorativen Nain-Tradition zu. Er ist als Perserteppich aus Nain, Iran, ausgewiesen. Weitere Angaben, etwa zu Signatur, Alter, Kette, Farben oder besonderen Restaurierungen, liegen nicht vor und gehören daher nicht zu dieser Beschreibung.
FAQ
Was zeichnet einen Nain-Perserteppich aus?
Nain-Perserteppiche stammen aus der Stadt Nain in Zentraliran und sind für feine Knüpfqualitäten, florale Muster sowie die Verwendung von Wolle und Seide bekannt. Typisch sind sorgfältig gezeichnete Ranken, Blätter und Blüten. Die Nain-Tradition kennt verschiedene Lah-Stufen, die unterschiedliche Feinheiten und Knotendichten bezeichnen. Bei diesem Teppich ist eine 9-Lah-Qualität mit 450K/Qm angegeben. Das Muster wird als klassisch floral beschrieben, und der Zustand ist sehr gut.
Wie pflege ich einen Nain-Perserteppich?
Eine regelmäßige, schonende Reinigung unterstützt die Erhaltung der textilen Oberfläche. Staubsaugen sollte vorsichtig und ohne unnötig starke Belastung von Flor und Fransen erfolgen. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil Licht die Wirkung textiler Materialien und Farben mit der Zeit verändern kann. Frische Flecken werden behutsam mit einem feuchten Tuch behandelt, ohne kräftig zu reiben. Für eine gründliche Pflege ist in größeren Abständen eine professionelle Reinigung empfehlenswert.
Wo kann ich einen Nain-Perserteppich kaufen?
Nain-Perserteppiche werden in spezialisierten Teppichgeschäften, in Antiquitätenläden und in Online-Shops angeboten. Beim Kauf empfiehlt es sich, auf einen seriösen Händler und eine nachvollziehbare Produktbeschreibung zu achten. Angaben zu Herkunft, Material, Knüpftechnik, Lah-Qualität und Zustand sollten klar voneinander getrennt sein. Bei diesem Stück sind Nain in Iran, Wolle mit Seide, handgeknüpfte Ausführung, 9-Lah 450K/Qm, klassisch florale Motive und ein sehr guter Zustand ausgewiesen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












