






Perserteppich Nain 140 x 70 cm Wolle handgeknüpft
511$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12-Lah (ca. 250.000 Knoten/m²) | Material: Flor Wolle und Seide | Größe: 140 x 70 cm | Muster: Klassisch florales Design mit Medaillon | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 64C095DE
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus hochwertiger Wolle und Seide. Beide Materialien werden in der Nain-Tradition wegen ihrer unterschiedlichen Eigenschaften miteinander verbunden. Wolle eignet sich als strapazierfähige Faser für den Flor und verleiht der Oberfläche eine textile, angenehm griffige Struktur. Seide kann innerhalb der Zeichnung für besonders feine Linien und eine glatte, lichtreflektierende Wirkung eingesetzt werden. Die Materialkombination unterstützt damit sowohl die Gebrauchseigenschaften als auch die differenzierte Darstellung des Musters.
Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs erfolgt nicht durch Aufdrucken eines Motivs, sondern durch das Einsetzen einzelner Knoten in ein vorbereitetes Grundgewebe. Nach jeder Reihe wird das Gewebe verdichtet und der Flor bearbeitet. Auf diese Weise entsteht das Muster Schritt für Schritt aus farbigen Knoten. Die Ausführung erfordert eine genaue Orientierung am Entwurf, eine gleichmäßige Spannung des Gewebes und die fortlaufende Kontrolle von Konturen, Farben und Proportionen.
Bei Nain-Teppichen wird die Feinheit der Knüpfung traditionell mit der Einheit Lah bezeichnet. Übliche Bezeichnungen sind 4-Lah, 6-Lah, 9-Lah und 12-Lah. Diese Angabe dient der Einordnung verschiedener Qualitätsstufen und steht in Zusammenhang mit der Anzahl und Feinheit der Knoten. Bei diesem Teppich ist 12-Lah angegeben, mit etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Dichte ermöglicht eine genaue Wiedergabe kleiner Blüten, Blätter, Ranken und der Kontur des Medaillons.
Eine hohe Knüpfdichte beeinflusst die Art, in der ein Muster gelesen wird. Schmale Linien können klarer ausgeführt werden, Übergänge lassen sich feiner staffeln und kleine Ornamente können näher an der Vorlage bleiben. Die Dichte allein beschreibt jedoch nicht jedes Merkmal eines Teppichs. Ebenso bedeutsam sind die Qualität der Fasern, die Färbung, der Entwurf, die handwerkliche Erfahrung und die sorgfältige Ausführung des Grundgewebes. Bei handgeknüpften Teppichen wirken diese Faktoren zusammen.
Wolle und Seide verändern ihr Erscheinungsbild unter unterschiedlichem Lichteinfall. Wollfasern geben der Oberfläche eine eher matte und weiche Wirkung, während Seide feinere Glanzpunkte setzen kann. Dadurch können Konturen und einzelne Details je nach Blickwinkel unterschiedlich hervortreten. Die handwerkliche Struktur bleibt dabei Teil des Designs. Der Zustand dieses Teppichs ist sehr gut.
Herkunft und Tradition
Nain liegt in Zentralpersien und gehört zur Region Isfahan im Iran. Die Stadt ist für ihre handgeknüpften Teppiche bekannt und besitzt innerhalb der persischen Teppichkunst ein eigenes regionales Profil. Nain-Teppiche werden häufig mit hellen, lebendigen Farben, feinen floralen Zeichnungen und einer sorgfältig geordneten Komposition verbunden. Ihre Gestaltung beruht auf dem Zusammenspiel von Material, Knotendichte, Linienführung und ausgewogenen Flächen.
Die Teppichherstellung in Nain steht in der langen Tradition Zentralpersiens. In dieser Region wurden Kenntnisse über Entwurf, Fasern, Färbung, Knoten und Webtechnik über Generationen weitergegeben. Ein Teppich entsteht dort durch eine Folge miteinander verbundener Arbeitsschritte. Zunächst wird die Komposition geplant. Danach werden Grundstruktur und Farbfolge vorbereitet, bevor der Flor Knoten für Knoten aufgebaut wird. Anschließend werden Reihen verdichtet und die Oberfläche durch Scheren und Nacharbeiten geordnet.
Die Herkunftsbezeichnung Nain verweist deshalb nicht nur auf einen geografischen Ort. Sie bezeichnet auch eine bestimmte Art, einen persischen Teppich zu entwerfen und auszuführen. Charakteristisch ist die Verbindung einer kontrollierten, fein gegliederten Musterordnung mit hochwertigen Materialien. Die Bezeichnung unterscheidet sich von einem bloßen Motivnamen: Ein florales Medaillon kann in verschiedenen persischen Regionen vorkommen, während Nain die regionale Einordnung der hier beschriebenen Teppichtradition angibt.
Die Region Isfahan gehört zu den wichtigen Zentren persischer Kunst und Kultur. Dort entwickelten sich unterschiedliche Teppichstile mit jeweils eigener Zeichnung und Materialauswahl. Isfahan-Teppiche sind für ihre Detailgenauigkeit und die Verwendung von Seide bekannt. Nain knüpft an diese umfassende regionale Kultur an, besitzt aber eine eigenständige Formensprache. Feine florale Ornamente, helle Farbbereiche und eine sorgfältige Symmetrie gehören zu den Merkmalen, mit denen Nain in der Teppichkunde häufig beschrieben wird.
Die Lah-Einteilung macht außerdem sichtbar, dass Nain-Teppiche in unterschiedlichen Feinheitsstufen hergestellt werden. 4-Lah-Teppiche können mehr als eine Million Knoten pro Quadratmeter aufweisen, während 12-Lah-Teppiche etwa 250.000 Knoten aufweisen. Diese Werte dienen als traditionelle Orientierung für den Aufbau und die Detailfähigkeit der Knüpfung. Eine feinere oder weniger dichte Ausführung ist nicht allein eine Frage des Musters, sondern beeinflusst auch die Arbeitszeit, die Proportionen der Ornamente und die Wirkung der Oberfläche.
Persische Teppiche werden traditionell nach mehreren Gesichtspunkten eingeordnet. Dazu gehören die Herkunft, die verwendete Technik, der Aufbau des Gewebes, die Faserqualität, die Färbung und das Muster. Die regionale Handarbeit ist in der sichtbaren Ordnung des Designs und in der Struktur des Flors erkennbar. Bei einem Nain aus Zentralpersien treffen diese Elemente in einer präzisen, meist fein proportionierten Gestaltung zusammen. Die Weitergabe des Wissens erfolgt dabei nicht nur über Musterzeichnungen, sondern auch über praktische Erfahrung im Umgang mit Materialien und Werkzeugen.
Die Geschichte der persischen Teppichkunst ist von regionalen Werkstätten, familiären Fertigkeiten und überlieferten Ornamenten geprägt. Motive wurden über lange Zeiträume hinweg bewahrt, verändert und an neue Entwürfe angepasst. Ein Medaillon mit floraler Umgebung gehört zu den Kompositionsformen, die in vielen Werkstätten weiterentwickelt wurden. Nain-Teppiche zeigen, wie eine solche allgemeine persische Form durch regionale Farbwahl, feine Konturen und die charakteristische Verwendung von Wolle und Seide eine eigene Identität erhält.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist ein klassisch florales Design mit Medaillon. Ein zentrales Medaillon bildet den formalen Mittelpunkt des Feldes. Darum gruppieren sich Blumen- und Pflanzenmotive, die den Übergang zwischen Zentrum und Umgebung gestalten. Diese Komposition gehört zu den etablierten Grundformen persischer Teppiche. Das Medaillon gibt der Fläche eine klare Mitte, während Ranken und Blüten für Verbindung und Bewegung innerhalb des Entwurfs sorgen.
Florale Ornamente sind in der persischen Teppichkunst nicht als naturgetreue Abbildung einzelner Pflanzen zu verstehen. Sie werden stilisiert, rhythmisch wiederholt und in die Geometrie des Teppichfeldes eingepasst. Eine Blüte kann dadurch als klar umrissenes Zeichen erscheinen, während Blätter und Ranken die Zwischenräume füllen. Die Wiederholung schafft Ordnung, ohne dass jedes Motiv identisch sein muss. So entsteht ein Muster, das zugleich regelmäßig und handwerklich differenziert wirkt.
Das Medaillon funktioniert als visueller Bezugspunkt. Es kann rund, oval, gezackt oder aus miteinander verbundenen Formen aufgebaut sein; seine genaue Gestalt richtet sich nach dem jeweiligen Entwurf. In einer klassischen Komposition wird es von kleineren floralen Elementen begleitet. Diese können radial angeordnet, gespiegelt oder durch Ranken miteinander verbunden sein. Die Bordüre übernimmt dabei eine begrenzende und rahmende Funktion. Sie hält das Feld zusammen und setzt einen Abschluss zur äußeren Kante.
Nain-Teppiche werden häufig mit hellen und lebendigen Farben sowie sanften Pastelltönen in Verbindung gebracht. Eine zurückhaltende Farbskala lässt feine Linien und kleine Blüten klar hervortreten. Die Wirkung eines floralen Entwurfs entsteht nicht nur durch einzelne Farbtöne, sondern durch ihre Abstufung und ihr Verhältnis zum Grund. Helle und dunklere Bereiche können das Medaillon voneinander absetzen, während ähnliche Nuancen eine ruhige Verbindung zwischen Zentrum, Feld und Bordüre herstellen.
Die Knüpfdichte spielt für die Darstellung des Musters eine technische Rolle. Bei etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter können kleine Konturen, schmale Ranken und differenzierte Blütenformen präzise in das Gewebe übertragen werden. Seide wird in der traditionellen Nain-Herstellung häufig für feine Akzente eingesetzt und kann bestimmte Linien durch einen leichten Glanz hervorheben. Wolle schafft dagegen eine zusammenhängende, textile Fläche. Die Zeichnung entsteht somit aus dem Zusammenspiel der beiden Fasern und der Anordnung der Knoten.
Symmetrie ist ein wichtiges Ordnungsprinzip vieler persischer Teppichentwürfe. Sie kann sich auf das Medaillon, die Seitenachsen, die Bordüren oder die Wiederholung einzelner Pflanzenmotive beziehen. Gleichzeitig bewahrt die Handarbeit einen eigenen Charakter. Kleine Unterschiede in der Ausführung sind nicht mit einem maschinellen Raster gleichzusetzen, sondern entstehen aus dem manuellen Arbeitsprozess. Die Komposition bleibt lesbar, während die Oberfläche die Herstellung von Hand erkennen lässt.
Verwandte florale Muster finden sich auch bei Kashan- und Isfahan-Teppichen. Kashan-Teppiche werden häufig mit tiefen, satten Farben und einer vielfältigen Ornamentik verbunden. Isfahan-Teppiche stehen für Detailgenauigkeit und die Verwendung von Seide. Tabriz und Ghom verwenden ebenfalls Medaillons, Ranken und florale Bordüren, entwickeln daraus jedoch eigene regionale Lösungen. Diese Vergleiche ordnen das Motiv in die persische Teppichgeschichte ein. Sie ändern nicht die Herkunft dieses Stücks: Es ist ein Nain aus Zentralpersien, aus der Region Isfahan.
Besonderheiten
Die Besonderheiten dieses einzelnen Teppichs liegen in seiner handgeknüpften Ausführung, der Verwendung von hochwertiger Wolle und Seide, der angegebenen 12-Lah-Knüpfung und dem klassisch floralen Design mit Medaillon. Die Dichte beträgt etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Dadurch ist eine feine Ausarbeitung der floralen Zeichnung möglich. Der Zustand ist sehr gut.
Auch die Verbindung von Herkunft und Technik ist für die Einordnung wesentlich. Nain bezeichnet hier einen Perserteppich aus Zentralpersien und nicht lediglich ein florales Muster, das auch in anderen Regionen vorkommen kann. Material, Knüpftechnik, regionale Tradition, Musteraufbau und Zustand bilden zusammen die sachliche Beschreibung dieses Einzelstücks.
FAQ
Wie pflege ich meinen Nain Perserteppich?
Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz entfernt lose Verschmutzungen, ohne den Flor unnötig mechanisch zu beanspruchen. Gelegentliches Ausklopfen im Freien kann ebenfalls zur Pflege gehören. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Dabei sollte nicht stark gerieben werden, weil Reibung die Oberfläche und die feinen Übergänge der Farben belasten kann. Eine professionelle Teppichreinigung kann in Betracht gezogen werden, wenn eine gründlichere Reinigung oder eine Auffrischung der Farben erforderlich ist. Da Wolle und Seide unterschiedliche Eigenschaften besitzen, sollte eine Reinigung auf beide Materialien abgestimmt sein.
Was macht einen Nain Perserteppich besonders?
Nain-Teppiche verbinden eine feine Knüpfung mit hochwertigen Materialien wie Wolle und Seide und einer charakteristischen floralen Gestaltung. Die Einheit Lah beschreibt dabei traditionelle Qualitätsstufen der Knüpfung. Bei diesem Teppich ist 12-Lah mit etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Das zentrale Medaillon und die umgebenden Pflanzenmotive geben dem Feld eine klare Ordnung. Die handgeknüpfte Herstellung ermöglicht eine detaillierte Wiedergabe der Zeichnung, während Wolle und Seide unterschiedliche Eigenschaften in der Oberfläche zusammenführen. Diese Kombination prägt die regionale und technische Einordnung des Nain.
Wo werden Nain-Teppiche hergestellt?
Nain-Teppiche werden in der Stadt Nain hergestellt, die in Zentralpersien und in der Region Isfahan im Iran liegt. Die Region besitzt eine lange Tradition der Teppichknüpfkunst. Wissen über Entwurf, Materialauswahl, Färbung, Knotentechnik und die Anordnung von Bordüren wird innerhalb der Handwerkskultur weitergegeben. Die Bezeichnung Nain beschreibt deshalb sowohl den geografischen Ursprung als auch eine bestimmte persische Gestaltungstradition. Handgeknüpfte Ausführung, feine florale Muster und hochwertige Materialien wie Wolle und Seide gehören zu den Merkmalen, die mit dieser Tradition verbunden werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |















