





Perserteppich Nain 140 x 68 cm Wolle handgeknüpft
492$
Handgeknüpfter Nain Perserteppich | Knotendichte: 12-Lah (ca. 250.000 Knoten/m²) | Material: Flor Wolle und Seide | Größe: 140 x 68 cm | Muster: Klassisch florale Motive mit zentralem Medaillon | Zustand: Sehr gut
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 831DF2F0
Beschreibung
Nain Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Nain-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Wolle und Seide. Die Verbindung beider Materialien gehört zu den kennzeichnenden Merkmalen hochwertiger Nain-Teppiche. Schafwolle bringt eine griffige, textile Struktur in den Flor ein. Seide wird bei dieser Teppichart eingesetzt, um besonders feine Details, eine weiche Haptik und einen sanften Glanz zu ermöglichen. Beide Materialien erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich in der Wirkung des fertigen Teppichs.
Die Knüpfdichte dieses Einzelstücks ist mit 12-Lah angegeben. Lah bezeichnet bei Nain-Teppichen eine traditionelle Einteilung der Knüpfdichte. Die Bezeichnungen 4-Lah, 6-Lah, 9-Lah und 12-Lah stehen für unterschiedliche Dichtestufen. Ein 4-Lah-Teppich kann mehr als eine Million Knoten pro Quadratmeter aufweisen, während ein 12-Lah-Teppich etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter hat. Die Lah-Angabe ist damit ein technischer Hinweis auf die Struktur und die mögliche Feinheit der Musterzeichnung.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Die Zeichnung entsteht Schritt für Schritt aus der Folge dieser Knoten. Im Unterschied zu einem gedruckten Muster ist das Ornament deshalb unmittelbar mit dem Aufbau des Teppichs verbunden. Eine höhere Dichte kann die Darstellung kleiner floraler Formen unterstützen; zugleich prägen Material, Garnstärke und die Erfahrung der Knüpferinnen und Knüpfer die tatsächliche Ausführung. Jeder handgeknüpfte Teppich bleibt dadurch ein eigenes Stück.
Nain-Teppiche werden traditionell mit einer sorgfältigen Verarbeitung von Wolle und Seide verbunden. Wolle eignet sich für einen belastbaren textilen Flor, während Seide innerhalb der Muster feine Linien und differenzierte Akzente ermöglichen kann. Die Kombination ist ein Ausdruck der regionalen Handwerkskunst, ohne dass sie bei jedem Teppich in gleicher Weise eingesetzt werden muss. Bei diesem Stück sind Wolle und Seide als Flormaterial angegeben.
Der Zustand dieses Teppichs ist als sehr gut beschrieben. Diese Angabe gehört zur individuellen Produktbeschreibung und ergänzt die Angaben zu Herkunft, Knüpfdichte, Material und Muster. Die handgeknüpfte Fertigung, die 12-Lah-Einteilung und der Flor aus Wolle und Seide bilden zusammen die technischen Grundlagen dieses Nain-Teppichs.
Herkunft und Tradition
Nain liegt in Zentralpersien und ist nahe Isfahan gelegen. Die Stadt hat eine eigenständige Bedeutung innerhalb der persischen Teppichherstellung entwickelt. Nain-Teppiche werden mit einer klar gegliederten Gestaltung, feiner Ornamentik und einer sorgfältigen handwerklichen Ausführung verbunden. Ihre regionale Identität entsteht aus dem Zusammenspiel von Entwurf, Materialwahl, Knüpftechnik und der überlieferten Einteilung nach Lah.
Die Teppichkunst Persiens beruht auf einer langen Tradition, in der praktische textile Arbeit und ornamentale Gestaltung eng zusammengehören. Entwürfe wurden über Generationen weitergegeben, verändert und an die jeweiligen Werkstätten angepasst. Dabei entstand keine völlig einheitliche Form, sondern eine Vielzahl regionaler Sprachen. Nain gehört zu diesen eigenständigen Richtungen. Die dort gefertigten Teppiche greifen Grundformen der persischen Kunst auf und entwickeln daraus geordnete Kompositionen mit floralen Motiven und häufig einem Mittelpunkt.
Die Nähe zu Isfahan ist für die Einordnung Nains in das kulturelle Umfeld Zentralpersiens wichtig. Isfahan zählt zu den bedeutenden Zentren persischer Kunst und Teppichgestaltung. Zwischen den verschiedenen Orten bestehen gemeinsame ornamentale Wurzeln, auch wenn sich Proportionen, Farbkonzepte, Knotendichten und Muster im Einzelnen unterscheiden. Nain wird insbesondere mit zurückhaltend aufgebauten floralen Entwürfen und einer präzisen Zeichnung in Verbindung gebracht.
Die Lah-Einteilung gehört zur technischen Sprache der Nain-Teppiche. Sie beschreibt die Dichte der Knoten und macht unterschiedliche Ausführungen vergleichbar. Die Stufen 4-Lah, 6-Lah, 9-Lah und 12-Lah werden traditionell verwendet. Eine feinere Einteilung kann die Ausarbeitung kleiner Ornamente erleichtern, während eine andere Dichte den Teppich durch ihre eigene Oberflächenstruktur prägt. Die Angabe ersetzt jedoch nicht die Betrachtung des konkreten Musters, denn jeder Entwurf und jede handwerkliche Ausführung bleibt individuell.
Nain-Teppiche werden in unterschiedlichen Formaten gefertigt. Die Vielfalt reicht von kleineren Teppichen bis zu größeren Stücken für verschiedene Bereiche eines Hauses. Dadurch ist die regionale Tradition nicht auf einen einzigen Verwendungszweck beschränkt. Entscheidend sind jeweils die Komposition, die handwerkliche Ausführung und die Eignung des einzelnen Teppichs für seinen vorgesehenen Platz. Die Herkunftsbezeichnung Nain verweist dabei auf die regionale Tradition und nicht lediglich auf ein dekoratives Muster.
Im weiteren Zusammenhang der persischen Teppichkunst stehen auch Isfahan, Tabriz und Kashan. Isfahan-Teppiche sind für komplexe Muster und einen hohen Einsatz von Seide bekannt. Tabriz-Teppiche treten häufig mit geometrischen Designs auf und werden in verschiedenen Qualitätsstufen hergestellt. Kashan-Teppiche werden mit üppigen Farben und feinen Details verbunden. Diese Richtungen haben jeweils eigene Merkmale, teilen aber die kulturellen Wurzeln der persischen Knüpfkunst. Nain unterscheidet sich innerhalb dieses Umfelds durch seine eigene Verbindung von floraler Ordnung, Materialwahl und technischer Klassifizierung.
Die Nain-Tradition zeigt, wie stark ein Teppich von seiner Herkunft geprägt werden kann, ohne dass jedes Stück gleich aussieht. Werkstatt, Entwurf, Garn und handwerkliche Ausführung wirken zusammen. Überlieferte Formen werden nicht mechanisch wiederholt, sondern in jedem Teppich neu umgesetzt. So bezeichnet Nain zugleich einen Ort, eine gewachsene Handwerkstradition und eine charakteristische Richtung innerhalb der persischen Teppichkultur.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist klassisch floral und besitzt ein zentrales Medaillon. Das Medaillon bildet den Schwerpunkt der Komposition. Die floralen Motive ordnen sich um diesen Mittelpunkt und geben der Fläche ihre ornamentale Struktur. Eine solche Gestaltung verbindet eine klar erkennbare Mitte mit einer differenzierten Umgebung.
Florale Muster gehören zu den wichtigsten Bildsprachen persischer Teppiche. Blüten, Blätter, Ranken und stilisierte Pflanzenformen werden dabei nicht als naturgetreue Abbildungen eingesetzt. Sie werden vereinfacht, rhythmisiert und in ein ausgewogenes Ornamentgefüge überführt. Die Natur dient als Anregung, während die eigentliche Gestaltung den Regeln der persischen Dekorationskunst folgt. Wiederholung und Variation sorgen dafür, dass viele Einzelmotive als zusammenhängendes Muster wahrgenommen werden.
Ein zentrales Medaillon gibt einem Teppich eine ausgeprägte Kompositionsachse. Es kann als geschlossene Form gestaltet oder von weiteren Ornamenten begleitet werden. Die umliegenden Musterzonen schaffen eine Verbindung zwischen der Mitte und den Randbereichen. Bei einer klassischen floralen Anordnung entsteht dadurch ein Verhältnis von Konzentration und Ausbreitung: Der Blick findet zunächst einen Mittelpunkt und kann anschließend den feineren Details folgen.
Die Zeichnung floraler Nain-Teppiche wird häufig mit einer eleganten und geordneten Wirkung verbunden. Diese Wirkung beruht nicht auf einem einzelnen Symbol, sondern auf dem Zusammenspiel vieler Elemente. Formen müssen in ihrer Größe aufeinander abgestimmt sein, Abstände benötigen rhythmische Ordnung und die verschiedenen Bereiche der Komposition müssen miteinander korrespondieren. Die Handarbeit setzt diese Beziehung Knoten für Knoten um.
Persische Ornamentik besitzt eine lange Geschichte. Florale Motive finden sich in unterschiedlichen Kunstformen, darunter Buchkunst, Architektur, Textilien und Teppiche. Auf dem Teppich werden sie in eine flächige Struktur übertragen. Ranken können Bereiche verbinden, Blüten können Akzente setzen und Blätter können die Richtung einer Bewegung bestimmen. Die Motive bleiben dabei stilisiert und werden so Teil einer dekorativen Gesamtordnung.
Das Medaillonmotiv ist in der persischen Teppichkunst weit verbreitet, wird aber regional unterschiedlich interpretiert. Größe, Kontur, Begleitornamente und die Beziehung zum Feld können von Werkstatt zu Werkstatt variieren. Bei Nain wird das Medaillon häufig mit fein gegliederten floralen Formen kombiniert. Das vorliegende Muster wird durch genau diese beiden Angaben bestimmt: klassische florale Motive und ein zentrales Medaillon.
Andere persische Herkunftsregionen zeigen eigene Schwerpunkte. Isfahan ist für komplexe Muster und einen hohen Einsatz von Seide bekannt. Tabriz wird häufig mit geometrischen Designs und mehreren Qualitätsstufen verbunden. Kashan steht in der Teppichtradition für üppige Farben und feine Details. Diese Vergleiche verdeutlichen die Vielfalt persischer Gestaltung, ohne die Nain-Herkunft mit einem anderen Ursprung gleichzusetzen. Die regionale Bezeichnung und das konkrete Muster müssen getrennt betrachtet werden.
Ein florales Medaillonmuster kann in unterschiedlichen Wohnbereichen als ordnendes textiles Element eingesetzt werden. Seine Gestaltung ist nicht an einen einzigen Raum gebunden. Die Wirkung hängt von der Umgebung, der Anordnung der Möbel und dem vorhandenen Licht ab. Für die Einordnung dieses Einzelstücks sind jedoch die überlieferten Gestaltungsmerkmale entscheidend: die Nain-Tradition, die florale Komposition und der zentrale Mittelpunkt.
Besonderheiten
Die Besonderheiten dieses Einzelstücks liegen in seiner Herkunft aus Nain in Zentralpersien, der handgeknüpften Ausführung, der 12-Lah-Knüpfdichte und dem Flor aus Wolle und Seide. Sein Muster besteht aus klassisch floralen Motiven mit einem zentralen Medaillon. Der Zustand ist als sehr gut angegeben. Diese Merkmale beschreiben das konkrete Angebot, ohne ihm eine andere Herkunft oder eine nicht genannte Eigenschaft zuzuschreiben.
Als Typ stehen Nain-Teppiche für die Verbindung aus regionaler Handarbeit, differenzierter Knüpfdichte und persischer Ornamentik. Die Lah-Angabe macht einen technischen Aspekt der Herstellung sichtbar. Wolle und Seide bringen unterschiedliche textile Eigenschaften zusammen, während die florale Medaillonkomposition die Gestaltung ordnet. Weil ein handgeknüpfter Teppich nicht maschinell identisch reproduziert wird, bleibt jedes Exemplar ein Einzelstück.
FAQ
Was macht einen Nain-Perserteppich einzigartig?
Nain-Perserteppiche verbinden die Herkunft aus Zentralpersien mit einer sorgfältigen handgeknüpften Verarbeitung. Typische Merkmale der Teppichart sind die Einteilung nach Lah, die Verwendung von Wolle und häufig Seide sowie florale Entwürfe mit einem zentralen Medaillon. Die Muster greifen die persische Kunst und Naturformen in stilisierter Weise auf. Dieses Einzelstück besitzt eine 12-Lah-Knüpfdichte, einen Flor aus Wolle und Seide sowie klassisch florale Motive mit zentralem Medaillon. Seine Besonderheit liegt damit in der Verbindung von regionaler Tradition, Material und konkreter Ausführung.
Wie pflege ich einen Nain-Perserteppich richtig?
Zur regelmäßigen Pflege sollte der Teppich vorsichtig abgesaugt werden, damit Staub und lose Verschmutzungen aus dem Flor entfernt werden. Bei Flecken ist eine schnelle Behandlung sinnvoll. Starke Reinigungsmittel sollten nicht verwendet werden, weil sie textile Fasern und die Farbwirkung beeinträchtigen können. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich ein professioneller Teppichreinigungsbetrieb. Eine sachgerechte Behandlung berücksichtigt die Empfindlichkeit von Seide, die Eigenschaften der Wolle und die handgeknüpfte Struktur. So lässt sich der gute Zustand des Teppichs angemessen erhalten.
Welches Zimmer eignet sich für einen Nain-Perserteppich?
Nain-Perserteppiche können in verschiedenen Wohnbereichen eingesetzt werden. Besonders häufig eignen sie sich für Wohnzimmer, Esszimmer und Eingangsbereiche, weil dort das zentrale Medaillon und die florale Zeichnung sichtbar sind. Auch Schlafzimmer und Flure kommen als Einsatzorte infrage. Ein bestimmter Raum ist nicht vorgeschrieben. Maßgeblich sind die vorhandene Fläche, die Einrichtung und eine Platzierung, die den handgeknüpften Flor schützt. Bei einem Teppich aus Wolle und Seide sollte außerdem auf eine Pflege geachtet werden, die den Materialien entspricht.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














