Perserteppich Moud 315 x 210 cm Wolle Seide handgeknüpft

1691$

Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: 300.000 – 360.000 Knoten/m² | Material: Flor aus hochwertiger Wolle und Seide, Kette aus Baumwolle | Größe: 315 x 210 cm | Muster: Medaillon Moud, durchgemustert, Feldmuster Moud | Zustand: Ausgezeichnet

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Inventarnummer: 15175D65

Beschreibung

Moud Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Moud-Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus hochwertiger Wolle und Seide. Die verwendete Wolle ist hochwertige Schafwolle. Sie bildet einen weichen und angenehmen Flor, während die Seide dem Teppich feine Glanzpunkte und eine besondere Haptik verleiht. Die Kombination aus Wolle und Seide gehört zu den charakteristischen Materialverbindungen feiner Moud-Teppiche. Wolle ist in der traditionellen Teppichherstellung wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, ihrer Elastizität und ihrer Fähigkeit zur Farbaufnahme verbreitet. Seide wird eingesetzt, um einzelne Bereiche klarer auszuarbeiten und der Oberfläche eine differenzierte Lichtwirkung zu geben.

Die Kette besteht aus Baumwolle. Auch der Schuss ist aus Baumwolle gefertigt. Fransen aus Baumwollgarn ergänzen den Aufbau. Bei einem handgeknüpften Teppich werden die Florfäden Reihe für Reihe in die vorbereitete Grundstruktur eingeknüpft und anschließend verdichtet. Die Dichte dieses Teppichs liegt zwischen 300.000 und 360.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Knüpfdichte ermöglicht bei Moud-Mustern eine eng gesetzte Ausarbeitung von Medaillons, Blüten, Blättern und Linien.

Die Verarbeitung verbindet einen textilen Wollgrund mit seidigen Partien und einer sorgfältig geknüpften Oberfläche. Wolle sorgt für den weichen Flor, Baumwolle für Kette und Schuss für eine geordnete Basis, und Seide ergänzt die Materialwirkung. Diese Angaben beschreiben den Aufbau dieses Stücks. Der Teppich befindet sich in ausgezeichnetem Zustand.

Herkunft und Tradition

Moud liegt in Ostpersien, südlich von Maschhad. Die Stadt ist als Herkunftsort von Teppichen mit feinen, dicht geknüpften Mustern bekannt. In der regionalen Knüpftradition werden florale Zeichnungen, Herati-Elemente und zentrale Kompositionen mit großer Regelmäßigkeit aufgebaut. Die Bezeichnung Moud verweist dabei auf die Stadt und die dort entwickelte Teppichtradition, nicht lediglich auf ein einzelnes Ornament.

Die Teppichherstellung in Moud steht im Zusammenhang mit der langen persischen Kultur des Entwerfens, Färbens und Knüpfens. Ein Teppich entsteht aus dem Zusammenspiel von Entwurf, Materialauswahl und rhythmischer Handarbeit. Das Grundgerüst aus Kette und Schuss bildet die textile Ordnung, in die die Knoten eingesetzt werden. Nach dem Knüpfen werden Flor und Konturen bearbeitet, damit die Zeichnung lesbar und die Oberfläche gleichmäßig wird. Bei feineren Arbeiten erlaubt die höhere Knotendichte eine differenzierte Wiedergabe kleiner Motive.

In persischen Werkstätten werden Muster häufig nach festen Entwurfstraditionen weitergegeben und zugleich an den jeweiligen Teppich angepasst. Moud-Teppiche greifen dabei auf Formen zurück, die in der persischen Ornamentik eine lange Geschichte haben: Palmetten, stilisierte Blüten, Ranken, Blätter und das Herati-Muster. Diese Elemente werden nicht zufällig verteilt, sondern in einem klaren Verhältnis von Feld, Mittelmotiv und Bordüre angeordnet. Die Ordnung macht auch komplexe Flächen aus größerer Entfernung überschaubar, während aus der Nähe die feinen Einzelheiten sichtbar werden.

Moud wird häufig mit anderen bekannten persischen Teppichregionen verglichen. Kerman-Teppiche sind ebenfalls für florale und geometrische Kompositionen sowie lebendige Farben bekannt. Tabriz-Teppiche werden besonders mit fein ausgearbeiteten Medaillons verbunden. Solche Vergleiche zeigen gemeinsame Merkmale der persischen Teppichkunst, ersetzen aber nicht die Herkunftsbezeichnung: Dieses Stück ist ein Moud aus Ostpersien.

Die Weitergabe des Handwerks umfasst mehr als das reine Knoten. Dazu gehören das Lesen eines Entwurfs, die Auswahl passender Farbtöne, das Spannen der Kette und das gleichmäßige Einbringen von Schuss und Flor. Die Herkunft Moud steht deshalb für eine Verbindung aus regionaler Gestaltung und überlieferter handwerklicher Arbeitsweise. Der Teppich gehört in diesen kulturellen Zusammenhang, ohne dass daraus eine zusätzliche, nicht genannte Werkstatt- oder Altersangabe abgeleitet werden kann.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als Medaillon Moud, durchgemustertes Moud-Design und Feldmuster Moud beschrieben. Diese drei Bezeichnungen benennen die in der Moud-Tradition verbreiteten Kompositionsformen. Beim Medaillon Moud steht ein rundes Sternmedaillon im Zentrum. Es ist in ein charakteristisches Herati-Muster eingebunden und kann von Palmetten und stilisierten Blütenmotiven in der Bordüre begleitet werden.

Das durchgemusterte Design verteilt das Herati-Muster über die gesamte Fläche. Herati-Kompositionen arbeiten typischerweise mit Blättern, Blüten und geschwungenen Ranken, die sich in einem regelmäßigen Rhythmus wiederholen. Die Wiederholung erzeugt eine zusammenhängende Zeichnung und lässt das Feld geschlossen wirken. Kleine Richtungswechsel in den Ranken und die genaue Ausarbeitung der Blätter geben dem Muster trotz seiner Ordnung eine vielschichtige Oberfläche.

Das Feldmuster Moud wird auch Gartenmuster genannt. Dabei wird die Fläche in rechteckige Felder gegliedert. In diesen Feldern erscheinen florale Motive und Lebensbäume. Eine Bordüre mit Tier- und Pflanzenmotiven kann die Feldaufteilung rahmen. Das Gartenmuster verbindet somit eine geometrische Struktur mit Bildern aus der Pflanzenwelt. Die einzelnen Rechtecke wirken wie abgegrenzte Bildbereiche, während die Bordüre den Übergang zum äußeren Rand organisiert.

Die Farbgebung dieses Moud-Teppichs umfasst kräftiges Rot, Rotbraun und Blau. Diese Farben erscheinen auf einem beige- oder rotfarbigen Grund. Der Kontrast zwischen den kräftigen Tönen und dem Grund hebt die Musterachsen, Blütenformen und Medaillonbereiche hervor. Rot und Rotbraun geben den floralen Kompositionen Wärme, Blau setzt unterscheidende Akzente, und Beige schafft helle Zwischenräume. Die Farben sind damit nicht nur dekorative Einzelwerte, sondern unterstützen die Gliederung des gesamten Entwurfs.

Bei einem dicht geknüpften Moud-Muster können Konturen, kleine Blüten und die Verbindungen zwischen den Ornamenten präzise ausgeführt werden. Seidenanteile verstärken zusätzlich die Unterschiede zwischen matt wirkender Wolle und lichtreflektierenden Partien. So entsteht eine Zeichnung, die je nach Blickrichtung und Lichteinfall unterschiedlich deutlich hervortritt. Das ist eine allgemeine Wirkung der verwendeten Materialien und der beschriebenen Moud-Gestaltung; die konkreten Musterangaben dieses Teppichs bleiben Medaillon Moud, durchgemustertes Design und Feldmuster Moud.

Die Gestaltung folgt dem Prinzip, ein Feld durch wiederkehrende Ornamente und eine ordnende Randzone zusammenzuhalten. Ob das Auge zuerst das zentrale Medaillon, das durchgehende Herati-Muster oder die rechteckigen Gartenfelder erfasst, hängt von der jeweiligen Betrachtung ab. Gemeinsam ist den beschriebenen Varianten die Verbindung von floraler Detailarbeit, klarer Komposition und kräftiger Farbgebung. Dadurch bleibt das Muster auch bei einer vielfältigen Ornamentik strukturiert.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus hochwertiger Wolle und Seide sowie die Baumwolle in Kette, Schuss und Fransen. Die hohe Knüpfdichte von 300.000 bis 360.000 Knoten pro Quadratmeter unterstützt die feine Ausarbeitung der Moud-Motive. Das Zusammenspiel aus Schafwolle und Seide verbindet einen weichen Flor mit einer sichtbar glänzenden Materialwirkung.

Die drei genannten Moud-Kompositionen geben dem Teppich eine vielseitige gestalterische Einordnung: Medaillon, durchgemustertes Herati-Design und Feldmuster beziehungsweise Gartenmuster. Die kräftigen Farben Rot, Rotbraun und Blau auf beige- oder rotfarbigem Grund prägen seine Farbwirkung. Der Zustand ist ausgezeichnet. Diese Beschreibung bezieht sich auf die genannten Eigenschaften dieses einzelnen handgeknüpften Teppichs.

FAQ

Was sind typische Merkmale eines Moud-Perserteppichs?

Moud-Perserteppiche verbinden häufig komplexe florale Muster mit kräftigen Farben und einer feinen Knüpfdichte. Zu den bekannten Gestaltungsformen gehören zentrale Medaillons, durchgemusterte Herati-Kompositionen und Feld- oder Gartenmuster mit Lebensbäumen. Hochwertige Moud-Teppiche werden aus Schafwolle und teilweise aus Seide gefertigt. Bei diesem Stück kommen ein Woll- und Seidenflor, Baumwolle in Kette und Schuss sowie Baumwollgarn bei den Fransen zusammen.

Wie pflege ich einen Moud-Perserteppich richtig?

Regelmäßiges, schonendes Absaugen entfernt losen Staub aus dem Flor. Eine direkte und dauerhafte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig bleiben. Werden Flecken sichtbar, ist eine professionelle Reinigung sinnvoll. Haushaltsmittel, starkes Reiben und eine Durchfeuchtung des Teppichs können die Fasern und die Farben belasten. Bei einem Flor aus Wolle und Seide sollte die Reinigung auf die unterschiedlichen Materialien abgestimmt sein.

Woher stammen die Materialien für Moud-Perserteppiche?

Die in Moud-Teppichen verwendeten Rohstoffe stammen überwiegend aus dem Iran und werden dort traditionell in der Teppichknüpfkunst verarbeitet. Für diesen Teppich sind hochwertige Schafwolle und Seide im Flor angegeben. Kette und Schuss bestehen aus Baumwolle, ebenso das Garn der Fransen. Die Wolle bringt einen weichen Flor hervor, während Seide Glanz und eine besondere Haptik ergänzt. Die Materialien werden im handgeknüpften Aufbau zu einer regional geprägten Teppicharbeit verbunden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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