












Perserteppich Moud 290 x 200 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 3195$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Moud Perserteppich | Knotendichte: 250000/Qm | Material: Flor 100% Wolle und Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 290×200 cm | Muster: Floral Fisch mit Medaillon | Zustand: Neuwertig
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000355
Beschreibung
Moud Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Moud Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle und Seide, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung von Wolle und Seide im Flor gehört zu den Merkmalen, die bei Moud-Teppichen den Charakter der Oberfläche bestimmen. Wolle bildet dabei den wesentlichen textilen Flor, Seide wird zur Verfeinerung und zur Betonung des Glanzes eingesetzt. Die Baumwollkette bildet das Fundament der Knüpfung.
Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 250000/Qm. Moud-Teppiche werden mit dem persischen, also asymmetrischen Knoten hergestellt. Dieser Knoten ermöglicht es erfahrenen Knüpfern, komplizierte und detailreiche Zeichnungen präzise auszuführen. Bei der Herstellung werden zwei Schussfäden verwendet. Die überlieferte Verarbeitung verbindet damit ein Baumwollfundament, einen Woll- und Seidenflor sowie eine dichte, handwerklich ausgeführte Knüpfung.
Die Materialangabe für dieses Stück lautet 100% Wolle und Seide im Flor sowie 100% Baumwolle in der Kette. Der Teppich wird als neuwertig beschrieben. Weitere Angaben zur Ausführung werden nicht ergänzt; die genannten Materialien, die Handknüpfung und die Knotendichte bilden die technischen Kennzeichen dieses Einzelstücks.
Herkunft und Tradition
Moud-Teppiche gehören zur persischen Teppichtradition von Khorassan. Moud wird als Stadt südlich von Birdjan und Mashad beschrieben und verfügt über eine lange Knüpftradition. Zugleich werden Moud-Teppiche mit der Stadt Mashad in der Provinz Khorassan verbunden. Mashad ist ein großes Webereizentrum und zugleich ein Handelszentrum für Teppiche aus benachbarten Städten und Dörfern. Diese Verbindung erklärt, warum die Bezeichnung Moud innerhalb der Khorassan-Tradition sowohl auf einen charakteristischen Stil als auch auf ein regionales Herstellungsumfeld verweist.
Die Teppiche aus Moud sind im Antiquitätenhandel seit der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert bekannt. Die Herstellung erfolgte überwiegend in Werkstätten der Stadt, gelegentlich aber auch auf Heimwebstühlen. Damit stehen bei Moud verschiedene Formen der Produktion nebeneinander: die organisierte Werkstattarbeit und die kleinere, häusliche Knüpfung. In beiden Fällen bildet die Handarbeit die Grundlage der Teppiche.
In ihrer Gestaltung zeigen Moud-Teppiche Merkmale, die auch bei Teppichen aus Birjand zu finden sind. Frühe Knüpfungen werden im Vergleich zu Meshad-Khorasan-Teppichen als von zweitrangiger Qualität beschrieben. Gleichzeitig wurden Moud-Teppiche in großen Mengen für die heimische und die westliche Mittelklasse hergestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entfernten sich einige Knüpfer von den traditionellen Mustern und fertigten Entwürfe, die Teppichen aus anderen persischen Knüpfregionen ähnelten. Damit reagierten sie auf die Nachfrage inländischer und ausländischer Exportkunden.
Die Knüpfdichte ist bei Moud-Teppichen ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Im allgemeinen Spektrum werden 220.000 bis 450.000 Knoten pro Quadratmeter als hohe Dichte beschrieben. Eine solche Knüpfung benötigt entsprechend Zeit. Die Mustertradition reicht von kompakten, detailreichen Feldern bis zu Entwürfen mit größerer, ruhigerer Wirkung. Moud-Teppiche kommen in unterschiedlichen Größen vor und wurden sowohl für kleinere Bereiche als auch für große Räume gefertigt.
Die Region ist außerdem für Teppiche bekannt, bei denen Seide den Glanz des Flors hervorhebt. Dieser Einsatz ist bei Moud üblich, aber nicht zwingend. Die hier ausgewiesene Kombination aus Wolle und Seide im Flor steht damit in einer in der Moud-Tradition bekannten Materialbeziehung. Die Bezeichnungen Birdjan und Kashmar werden als weitere Teppichtraditionen aus derselben persischen Region genannt, ohne dass sie die Herkunft dieses Moud-Teppichs bestimmen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als floral, als Fischmotiv und mit Medaillon beschrieben. Das Herati-Muster, dessen Fischmotiv zu den kennzeichnenden Zeichnungen der Moud-Teppiche gehört, nimmt in vielen Entwürfen einen großen Teil des Feldes ein. Seine Elemente werden aus geschwungenen Blättern, Ranken und den charakteristischen Fischformen aufgebaut. Die Darstellung kann dicht und wiederholend angelegt sein, sodass sich über das Feld ein zusammenhängendes Ornamentnetz entwickelt.
Das zentrale Medaillon setzt innerhalb dieser floralen Ordnung einen klaren Schwerpunkt. Bei Moud-Teppichen kann ein solches Medaillon an einen Stern oder an ein Sechseck erinnern. Es ordnet das Feld um eine Mitte und steht einem Allover-Aufbau gegenüber, bei dem die Muster ohne deutlich hervorgehobenes Zentrum wiederholt werden. Das vorliegende Muster verbindet die florale Gestaltung mit dem Fischmotiv und einem Medaillon.
Neben Herati werden in Moud-Feldern Boteh-, Gitter- und Minakhani-Muster verwendet. Boteh ist auch als Paisley bekannt. Das Minakhani-Muster besteht aus Rosetten, die durch Spaliere oder Gitterelemente miteinander verbunden werden. Die Schah-Abbas-Palmette mit Blättern und Ranken gehört ebenfalls zu den beliebten Moud-Motiven. Diese Zeichnungen können einzeln auftreten oder miteinander verbunden werden und zeigen die große Bandbreite der floralen Khorassan-Ornamentik.
Auch die Bordüre folgt einer eigenständigen Tradition. Sie zeigt Khorasan-Muster mit großen Palmetten, Blättern und Ranken. In manchen Moud-Teppichen erscheinen zusätzlich kleine rechteckige Bordüren mit Motiven aus persischen Gärten. Solche Gartenmotive werden sonst besonders mit Bachtiari-Teppichen in Verbindung gebracht. Die Bordüre rahmt das Innenfeld und schafft einen Übergang zwischen dem zentralen Ornament und dem äußeren Abschluss.
Farblich ist Granatapfelrot im Feld ein übliches Merkmal der Moud-Teppiche; dieses Rot wird mit Cochenille verbunden. Bei einem kleineren Anteil der Teppiche ist das Feld stattdessen dunkelblau. In Bordüren, Musterelementen und Konturen kommen außerdem verschiedene Rot-, Blau-, Beige-, Gold-, Grün-, Zimt-, Braun- und Grautöne vor. Kräftige Blau- und Rottöne können mit einem kontrastierenden elfenbeinfarbenen Hintergrund kombiniert werden. Diese Farbtraditionen erklären die typische farbliche Spannweite der Moud-Muster, ohne die konkrete Farbverteilung dieses Stücks festzulegen.
Besonderheiten
Das Einzelstück wird als neuwertig beschrieben. Es besitzt eine Knotendichte von 250000/Qm und einen Flor aus 100% Wolle und Seide auf einer Kette aus 100% Baumwolle. Die Handknüpfung, der persische asymmetrische Knoten und die Verwendung von zwei Schussfäden gehören zur überlieferten Herstellung der Moud-Teppiche. Als gestalterische Besonderheit verbindet dieses Stück eine florale Zeichnung und ein Fischmotiv mit einem zentralen Medaillon.
Die Seide im Flor kann den Glanz der Oberfläche betonen. Bei Moud-Teppichen wird Seide häufig zu diesem Zweck verwendet, sie ist jedoch kein zwingendes Merkmal jeder Ausführung. Die Materialkombination dieses Teppichs macht den Seidenanteil ausdrücklich zu einem Bestandteil des Flors.
FAQ
Was sind die charakteristischen Merkmale der Moud-Teppiche?
Moud-Teppiche gehören zur persischen Khorassan-Tradition und werden mit Mashad sowie der Stadt Moud verbunden. Charakteristisch sind der persische asymmetrische Knoten und florale Zeichnungen wie Schah-Abbas-Palmetten. Das Herati- beziehungsweise Fischmotiv ist besonders prägend. Häufig erscheint Granatapfelrot im Feld, während auch dunkelblaue Felder vorkommen. Die Teppiche werden in unterschiedlichen Größen gefertigt und können mit Seide im Flor zusätzlichen Glanz erhalten.
Welche traditionellen Muster werden in Moud-Teppichen verwendet?
Zu den traditionellen Mustern zählen Boteh, auch Paisley genannt, Herati mit Fischmotiven, Gittermuster und Minakhani-Muster mit durch Spaliere verbundenen Rosetten. Die Bordüren zeigen Khorasan-Ornamente mit großen Palmetten, Blättern und Ranken. Moud-Teppiche können außerdem Schah-Abbas-Palmetten oder Motive persischer Gärten in kleinen rechteckigen Bordüren aufgreifen. Handgeknüpft werden sie mit dem persischen asymmetrischen Knoten auf einem Baumwollfundament mit Wollflor.
Welche Bedeutung hat die Stadt Moud für die Teppichproduktion?
Moud ist eine Stadt südlich von Birdjan und Mashad und wird mit einer langen Knüpftradition verbunden. Ihre Teppiche sind für charakteristische Designs bekannt, wobei das Herati-Muster häufig dominiert. Die Herstellung findet überwiegend in Werkstätten statt, gelegentlich auch auf Heimwebstühlen. Nach dem Zweiten Weltkrieg passten einige Knüpfer ihre Muster an die Nachfrage des heimischen und des ausländischen Marktes an. Seide wird bei manchen Ausführungen eingesetzt, um den Glanz des Flors hervorzuheben.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








