Perserteppich Maschhad 282 x 198 cm Wolle handgeknüpft

1258$

Handgeknüpfter Maschhad Perserteppich | Knotendichte: 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 282 x 198 cm | Muster: Florales Design mit klassischem Medaillon | Zustand: Sehr gut erhalten

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: E0B7B3E0 Kategorien: , ,

Inventarnummer: E0B7B3E0

Beschreibung

Maschhad Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Maschhad Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Wolle. Die Knotendichte beträgt 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Damit verbindet das Stück ein traditionelles Herstellungsverfahren mit einer fein ausgeführten, dicht aufgebauten Oberfläche. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die Grundstruktur des Teppichs eingebracht. Die Florfäden werden anschließend auf eine einheitliche Höhe gebracht, sodass das Muster klar lesbar wird und die Oberfläche eine geschlossene Wirkung erhält.

Wolle wird bei persischen Teppichen seit langer Zeit für den Flor eingesetzt. Das Material lässt sich gut verspinnen, färben und in einem festen Knüpfverband verarbeiten. Zugleich besitzt Wolle eine natürliche, griffige Struktur. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht die endgültige Zeichnung nicht durch einen industriellen Druck, sondern durch die Anordnung der einzelnen farbigen Knoten. Das macht die Verarbeitung zu einem Arbeitsprozess, bei dem Muster, Farbflächen und Konturen Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Die angegebene Knotendichte beschreibt, wie viele Knoten auf einer Fläche von einem Quadratmeter liegen. Sie ist ein technisches Maß für die Feinheit der Knüpfung und wird zusammen mit Material, Flor und Muster zur Einordnung eines Teppichs verwendet. Eine dichte Knüpfung ermöglicht es, geschwungene Blätter, Blüten und die Linien eines Medaillons differenziert darzustellen. Die handgeknüpfte Ausführung bleibt dabei das zentrale Merkmal der Herstellung.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien und wird dem Typ Maschhad zugeordnet. Maschhad liegt im Nordosten Irans und gehört zu den bedeutenden Städten der persischen Kulturgeschichte. Die Stadt ist zugleich ein Zentrum religiösen Lebens, des Handels und des Kunsthandwerks. In diesem Umfeld entwickelte sich eine Teppichtradition, in der großformatige Teppiche, ausgewogene Ornamentik und eine sorgfältige handwerkliche Ausführung eine wichtige Rolle spielen.

Die Bezeichnung Maschhad verweist auf eine regionale und stilistische Tradition. Sie steht nicht lediglich für einen dekorativen Namen, sondern für Teppiche, deren Gestaltung mit den Werkstätten und dem kulturellen Umfeld der Stadt verbunden ist. Wie bei vielen persischen Teppichen werden die Entwürfe aus überlieferten Musterfamilien weiterentwickelt. Erfahrene Knüpferinnen und Knüpfer übertragen die Vorlage in eine Folge einzelner Knoten. Dadurch entsteht ein Teppich, dessen Erscheinungsbild von der Verbindung aus Entwurf, Material, Farbauswahl und handwerklicher Ausführung geprägt ist.

Die persische Teppichkunst reicht über viele Jahrhunderte zurück. Teppiche wurden im Alltag verwendet, in repräsentativen Räumen ausgelegt und als Teil der Wohnkultur weitergegeben. Ihre Muster bewahren Formen, die aus der Pflanzenwelt, aus geometrischen Ordnungen und aus zentralen Medaillonkompositionen stammen. In den Werkstätten wurden solche Gestaltungsprinzipien über Generationen hinweg vermittelt. Die Tradition bleibt dabei wandelbar: Proportionen, Farben und Details können je nach Region, Werkstatt und Entwurf unterschiedlich ausfallen.

Maschhad-Teppiche werden häufig mit einer großzügigen, gut lesbaren Gesamtkomposition verbunden. Besonders bei größeren Formaten ist es wichtig, dass Bordüre, Innenfeld und Zentrum in einem nachvollziehbaren Verhältnis zueinander stehen. Die Bordüre rahmt das Innenfeld, während das Zentrum den Blick ordnet. Florale Ranken können die einzelnen Bereiche miteinander verbinden. Diese Art der Gestaltung schafft eine klare Struktur, ohne dass jedes Element isoliert betrachtet werden muss.

Im persischen Teppichhandwerk spielen natürliche Materialien traditionell eine wichtige Rolle. Wolle wird wegen ihrer Verarbeitbarkeit und ihrer Eignung für den Flor seit Langem verwendet. Je nach Teppichtyp können außerdem andere Materialien und technische Lösungen vorkommen; das vorliegende Stück ist im Flor aus Wolle gefertigt. Auch die Farbgebung gehört zur regionalen Tradition. Kräftige Grundfarben und abgestimmte Kontrasttöne werden so kombiniert, dass Ornamente aus der Fläche hervortreten und die Komposition über die gesamte Oberfläche zusammenhält.

Maschhad steht zudem in einem größeren Zusammenhang persischer Teppichzentren. Nain, Tabriz, Kerman und Qum besitzen jeweils eigene Gestaltungstraditionen und werden häufig miteinander verglichen. Solche Vergleiche beziehen sich auf Muster, Farbwirkung, Feinheit und regionale Entwicklung; sie ändern nichts an der Herkunft dieses Teppichs. Dieses Stück ist ein Perserteppich aus Maschhad und verbindet die dort verortete Tradition mit einer floralen Komposition und einem klassischen Medaillon.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist floral und wird durch ein klassisches Medaillon ergänzt. Ein Medaillon ist ein zentrales Ornament, das den Aufbau des Innenfeldes bestimmt. Es kann rund, oval, polygonal oder aus geschwungenen Linien gebildet sein. Unabhängig von seiner genauen Form schafft es einen visuellen Mittelpunkt. Florale Elemente führen den Blick von diesem Zentrum in die umgebenden Flächen und stellen eine Verbindung zwischen Mitte, Seiten und Bordüre her.

Florale persische Muster greifen Formen aus Blüten, Blättern, Ranken und stilisierten Pflanzen auf. In einem geknüpften Teppich werden diese Motive nicht naturgetreu abgebildet, sondern in eine ornamentale Ordnung überführt. Linien werden vereinfacht, wiederholt und symmetrisch oder rhythmisch angeordnet. Dadurch können kleine Blüten mit größeren Ranken verbunden werden, während Zwischenräume bewusst frei bleiben oder mit weiteren Details gefüllt werden. Die Knüpfung übersetzt die Zeichnung in farbige Punkte, aus denen die Konturen aus der Distanz und die Details aus der Nähe lesbar werden.

Die Farbangaben für dieses Stück lauten Rot, Blau und Lila. Rot bildet in der überlieferten Beschreibung die prägende Grundfarbe der Maschhad-Komposition, während Blau und Lila ergänzende Akzente setzen. Eine solche Farbfolge kann dem Innenfeld Tiefe geben: Dunklere Töne grenzen Ornamentflächen voneinander ab, hellere oder kontrastierende Bereiche heben Ranken und Blüten hervor. Die Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel der Farben mit dem Muster und nicht aus einer einzelnen isolierten Fläche.

Das klassische Medaillon ordnet die florale Zeichnung. Es verhindert, dass die Ranken als ungegliederte Fläche erscheinen, und gibt dem Auge einen zentralen Bezugspunkt. Um das Medaillon herum können florale Motive in spiegelnden oder wiederkehrenden Bewegungen angelegt sein. Solche Wiederholungen sind typisch für die Logik vieler persischer Entwürfe: Ein Motiv wird nicht nur einmal verwendet, sondern in veränderter Größe oder Richtung in die Gesamtkomposition eingebunden.

Bordüren übernehmen in persischen Teppichen eine rahmende Funktion. Sie trennen das Innenfeld von der Außenkante und können zugleich eigene florale Muster zeigen. Zwischen Hauptbordüre und Nebenbordüren liegen häufig schmalere Übergangszonen. Die genaue Ausführung einzelner Bordüren ist bei diesem Teppich nicht beschrieben; sicher ist jedoch die Verbindung eines floralen Designs mit einem klassischen Medaillon. Deshalb steht die Gesamtkomposition im Vordergrund und nicht die Zuordnung zu einem einzelnen, nicht genannten Detailmotiv.

Die genannten Farben Rot, Blau und Lila lassen unterschiedliche Kontraste innerhalb des Entwurfs zu. Rot kann große Flächen zusammenfassen, Blau kann Konturen oder einzelne Ornamente definieren, und Lila kann als verbindender Zwischenton wirken. Welche Farbe jeweils in welchem Motivbereich liegt, ist nicht näher bezeichnet. Fest steht die Farbpalette, nicht eine zusätzliche Aufteilung in bestimmte Felder. So bleibt die Beschreibung präzise und konzentriert sich auf die überlieferten Merkmale des Teppichs.

Florale Medaillonmuster gehören zu den verbreiteten Ausdrucksformen persischer Teppichkunst. Sie verbinden eine zentrale Ordnung mit einer reichen Ornamentik. Im Unterschied zu einem rein geometrischen Muster entsteht die Wirkung vor allem durch geschwungene Linien, pflanzliche Formen und die Wiederholung von Motiven. Bei einem handgeknüpften Teppich werden diese Formen aus einzelnen Knoten aufgebaut. Die Knotendichte von 200.000 Knoten pro Quadratmeter unterstützt die differenzierte Darstellung einer solchen Zeichnung.

Besonderheiten

Zu den klar benennbaren Besonderheiten dieses Stücks gehören seine Herkunft aus Persien, die Zuordnung zu Maschhad, der Wollflor, die handgeknüpfte Herstellung und die Knotendichte von 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommen das florale Design, das klassische Medaillon und die Farbgebung in Rot, Blau und Lila. Diese Merkmale beschreiben den Teppich als traditionell gestaltetes Einzelstück mit zentral geordnetem Ornamentaufbau.

Der Zustand ist als sehr gut erhalten angegeben. Diese Zustandsbeschreibung gehört zur konkreten Beschaffenheit des angebotenen Teppichs. Sie ergänzt die Angaben zu Material, Herstellung und Muster und sollte bei der Beurteilung zusammen mit dem sichtbaren Gesamtbild berücksichtigt werden. Weitere Angaben zu Alter, Signatur, Restaurierungen oder besonderen Gebrauchsspuren liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.

Die Kombination aus Wollflor und Handknüpfung macht die Herstellungsweise unmittelbar nachvollziehbar. Jedes Musterfeld beruht auf einer Folge einzelner Arbeitsschritte, während die hohe angegebene Knotendichte die Feinheit der Ausführung beschreibt. Das Medaillon sorgt für ein Zentrum, die floralen Elemente für eine fortlaufende ornamentale Bewegung. So verbinden sich technische und gestalterische Merkmale in einer klar gegliederten Komposition.

FAQ

Wie pflege ich einen Maschhad Perserteppich?

Für die regelmäßige Pflege wird empfohlen, den Teppich mit einem Staubsauger ohne Bürstenaufsatz abzusaugen. Dadurch werden Staub und lose Partikel entfernt, ohne dass eine rotierende Bürste den Wollflor unnötig beansprucht. Bei Flecken sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben kann die Fasern belasten und den Fleck tiefer in den Flor einarbeiten. Eine professionelle Reinigung wird alle paar Jahre empfohlen. Zeitpunkt und Umfang sollten sich am tatsächlichen Gebrauch und am Zustand orientieren.

Wo kann ich einen authentischen Maschhad Perserteppich kaufen?

Authentische Maschhad-Teppiche sind bei spezialisierten Teppichhändlern oder auf Märkten erhältlich, die sich auf orientalisches Kunsthandwerk konzentrieren. Beim Kauf sind mehrere Angaben miteinander abzugleichen: die bezeichnete Herkunft, das Material, die Herstellungsart, die Knotendichte, das Muster und der Zustand. Auch die Bezeichnung Maschhad sollte sich auf die Herkunft beziehungsweise regionale Einordnung beziehen und nicht nur auf ein allgemeines Ornament. Eine nachvollziehbare Produktbeschreibung hilft dabei, ein konkretes Stück von einer bloßen Musterbezeichnung zu unterscheiden.

Welche Farben sind für Maschhad-Teppiche typisch?

Für Maschhad-Teppiche werden Rot, Blau, Lila und verschiedene Erdtöne als typische Farben genannt. Diese Farbtöne können in floralen Mustern miteinander verbunden werden. Beim vorliegenden Teppich sind Rot, Blau und Lila angegeben. Die Farben erscheinen im Zusammenhang mit einem floralen Design und einem klassischen Medaillon. Die konkrete Verteilung der Farbtöne auf Innenfeld, Bordüre und einzelne Blüten ist nicht näher beschrieben. Maßgeblich bleiben daher die überlieferte Farbpalette und der genannte Musteraufbau.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen