
















Perserteppich Kirman 310 x 210 cm Schurwolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 3579$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Kirman Perserteppich | Knotendichte: ca. 300.000 Knoten/m² | Material: Flor Schurwolle, Kette Baumwolle | Größe: 310 x 210 cm | Muster: Gol-Farang Ghab-Ghorani | Zustand: Top Zustand
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000198
Beschreibung
Kirman Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus Schurwolle, während die Kette aus Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung dieser beiden Materialien gehört zu den klassischen Lösungen der traditionellen Teppichherstellung: Die Wolle bildet die sichtbare, weiche Oberfläche, die Baumwolle trägt als stabiles Grundgerüst die Knüpfung. Dadurch entsteht ein textiles Gewebe, bei dem Flor und Kette unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Die Schurwolle ist als Naturfaser elastisch und strapazierfähig. Sie kann Farbstoffe gut aufnehmen und verleiht dem Flor seine charakteristische textile Haptik. Die Baumwollkette sorgt für eine gleichmäßige Grundlage der Knoten und unterstützt die Form des Gewebes. Bei der Fertigung wurde jeder Knoten von Hand gesetzt. Das Muster entsteht somit nicht durch einen industriellen Druck oder eine maschinelle Nachbildung, sondern durch das Zusammenspiel von Knoten, Schuss und Flor.
Die Knotendichte liegt bei etwa 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht die Ausarbeitung feiner Linien, kleiner Ornamente und differenzierter Übergänge innerhalb der Zeichnung. Gleichzeitig erfordert sie ein hohes Maß an Konzentration und Erfahrung. Die Fasern wurden mit natürlichen Pigmenten aus Pflanzen, Mineralien und anderen Naturstoffen gefärbt. So gehört auch die Farbgebung zur überlieferten handwerklichen Arbeitsweise.
Der Teppich befindet sich in Top Zustand. Der Flor ist dicht, die Farben sind klar, die Fransen sind original erhalten. Reparaturen oder Beschädigungen sind nicht erkennbar. Das Gewebe wird als fest und gleichmäßig beschrieben, die Oberfläche als gepflegt.
Herkunft und Tradition
Kirman, auch Kerman genannt, liegt im Südosten Irans und zählt zu den traditionsreichen Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Region entwickelte eine eigenständige Knüpfkultur, in der sorgfältig aufgebaute Kompositionen, feine Floralarbeiten und ausgewogene Farbfolgen eine wichtige Rolle spielen. Kirman-Teppiche werden mit einer detailreichen Zeichnung und einer kontrollierten, harmonischen Gestaltung verbunden.
Die Lage Kirman in einer trockenen Landschaft prägte eine Gesellschaft, in der textile Fertigkeiten über lange Zeit weitergegeben wurden. Teppiche waren dabei nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern auch Träger von Mustern, Techniken und regionalem Wissen. In den Werkstätten wurden Entwürfe über Generationen bewahrt und zugleich in Einzelheiten verändert. Deshalb kann ein vertrautes Kirman-Schema bei jedem handgeknüpften Stück eine eigene Ausführung erhalten.
Im 19. Jahrhundert gelangten Kirman-Teppiche nach Europa. Sie fanden Eingang in Paläste und Sammlungen und wurden dort als Ausdruck persischer Handwerkskunst wahrgenommen. Ihre Wirkung beruhte auf dem Verhältnis von dichtem Flor, präziser Zeichnung und einer Farbgestaltung, die sowohl geordnet als auch nuanciert erscheinen kann. Die regionale Tradition blieb dabei mit der handwerklichen Herstellung verbunden: Der Entwurf wird in Knoten umgesetzt, nicht lediglich auf eine Oberfläche aufgebracht.
Die Bezeichnung Kirman beschreibt bei diesem Stück die Herkunft aus Kirman, Persien. Iranische Provenienz und persische Knüpftradition sind daher Teil seiner Einordnung. Das Muster darf davon getrennt betrachtet werden: Ein Motivname bezeichnet die Gestaltung und ist nicht automatisch eine zusätzliche Herkunftsangabe. Gerade bekannte persische Muster wurden später auch außerhalb Irans verwendet und kopiert. Bei diesem Teppich werden Herkunft und Fertigung ausdrücklich mit Iran und Kirman verbunden.
Die handwerkliche Tradition beruht auf Arbeitsschritten, die ein geschultes Auge und gleichmäßige Ausführung verlangen. Die Knüpferin oder der Knüpfer folgt der vorgesehenen Komposition Knoten für Knoten. Die Kette bildet die Ordnung des Gewebes, der Schuss stabilisiert die Reihen, und der Flor bringt das Muster sichtbar hervor. Mit zunehmender Dichte können Formen genauer abgestuft werden. Kirman steht in diesem Zusammenhang für eine persische Werkstatttradition, die florale Entwürfe mit einer klaren Gesamtordnung verbindet.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs trägt die Bezeichnung Kirman Gol-Farang Ghab-Ghorani. Gol-Farang bedeutet wörtlich „europäische Blume“. Der Name verweist auf den Einfluss westlicher Ornamentik, der im späten 19. Jahrhundert in Kirman mit traditionellen persischen Formen verbunden wurde. Aus dieser Verbindung entstand ein florales Gestaltungsvokabular, das europäisch anmutende Blüten mit persischen Ranken, Medaillons und Bordüren zusammenführt.
Das Gol-Farang-Motiv arbeitet mit Blumen als ordnenden und belebenden Elementen. In persischen Teppichkompositionen können Blüten, Blätter und Ranken den Blick durch die Fläche führen. Ranken verbinden einzelne Ornamente, während Blüten Akzente setzen und die Wiederholung rhythmisch gliedern. Ein solcher Aufbau wirkt nicht zufällig, sondern beruht auf einer bewussten Verteilung von Formen, Zwischenräumen und Linien.
Ghab-Ghorani bezeichnet den ornamentalen Rahmen, der das zentrale Medaillon umgibt und die Gesamtkomposition fasst. Ein Rahmen übernimmt in einem Teppich mehrere Aufgaben: Er grenzt das Innenfeld ab, schafft einen Übergang zum äußeren Rand und gibt der Zeichnung eine lesbare Ordnung. Bei einer floralen Komposition können Hauptbordüre und Nebenbordüren die Bewegungen der Ranken aufnehmen und die Mitte mit dem Abschluss verbinden.
Die Gestaltung verbindet Symmetrie mit einer fein abgestimmten Farbaufteilung. Symmetrische Anordnungen erleichtern die Orientierung innerhalb eines komplexen Entwurfs, ohne jede Einzelheit mechanisch gleich erscheinen zu lassen. Kleine Abweichungen, handwerkliche Nuancen und die individuelle Ausführung gehören zur Herstellung eines Unikats. Die hohe Knotendichte unterstützt dabei die klare Wiedergabe von Linien, Blüten und ornamentalen Übergängen.
Gol-Farang Ghab-Ghorani gehört zu den bekannten Designs der klassischen persischen Knüpfkunst und wird seit mehr als hundert Jahren weltweit geschätzt. Seine Bekanntheit führte dazu, dass ähnliche Entwürfe in anderen Ländern aufgegriffen wurden. Pakistan und Indien werden im Zusammenhang mit Kopien dieses Musters ausdrücklich genannt. Der Mustername allein ist daher kein Beweis für die Herkunft eines Teppichs. Bei diesem Stück stehen Musterbezeichnung und iranische Herkunft gemeinsam in der Beschreibung.
Die florale Sprache des Entwurfs lässt sich zugleich als dekorativ und strukturiert lesen. Das zentrale Motiv, der umgebende Rahmen und die Bordüren bilden verschiedene Ebenen der Komposition. Ranken schaffen Verbindungen, Blüten bringen Wiederholungen und Abwechslung, während die Rahmung die Fläche zusammenhält. Diese Prinzipien sind typisch für viele persische Teppichentwürfe und erklären, weshalb das Muster in unterschiedlichen Ausführungen wiederkehren kann, ohne dass zwei handgeknüpfte Stücke vollständig identisch sind.
Besonderheiten
Das Stück ist ein handgeknüpftes Unikat aus Iran mit Herkunft Kirman. Es handelt sich nicht um eine Replik. Das Muster Gol-Farang Ghab-Ghorani wurde in anderen Ländern vielfach kopiert, unter anderem in Pakistan und Indien; diese Kopien werden in der Beschreibung ausdrücklich von diesem Original aus Iran abgegrenzt.
Zu den konkret genannten Eigenschaften gehören der Schurwollflor auf Baumwollkette, die Knotendichte von etwa 300.000 Knoten pro Quadratmeter und der Top-Zustand. Der dichte Flor, die klaren Farben, die original erhaltenen Fransen sowie das feste und gleichmäßige Gewebe prägen den Erhaltungszustand. Reparaturen oder Beschädigungen sind nicht erkennbar.
Die Verbindung aus regionaler Herkunft, benanntem Kirman-Entwurf und traditioneller Handknüpfung macht die Einordnung dieses Teppichs nachvollziehbar. Seine Individualität liegt nicht nur im Muster, sondern auch in der konkreten handwerklichen Ausführung. Knotenfolge, Farbauftrag und kleine Ausprägungen der Ornamente entstehen bei jedem einzelnen Stück neu.
FAQ
Woher stammt der Teppich?
Der Teppich stammt aus Kirman, Persien, im Südosten Irans. Er wird als original iranischer Kirman-Perserteppich bezeichnet. Die Angabe zur Herkunft bezieht sich auf dieses Stück und ist von der Musterbezeichnung Gol-Farang Ghab-Ghorani zu unterscheiden. Dieses Muster wurde auch außerhalb Irans kopiert, unter anderem in Pakistan und Indien. Die Kopien ändern jedoch nicht die angegebene Herkunft dieses Teppichs.
Was bedeutet Gol-Farang Ghab-Ghorani?
Gol-Farang bedeutet „europäische Blume“ und beschreibt den westlichen Einfluss auf einen floralen persischen Entwurf. In Kirman wurde diese Ornamentik mit traditionellen persischen Formen verbunden. Ghab-Ghorani bezeichnet den ornamentalen Rahmen um das zentrale Medaillon. Zusammen beschreibt die Bezeichnung eine Komposition aus floralen Motiven, Ranken, Medaillon und rahmenden Bordüren.
Wie wurde der Teppich gefertigt?
Der Teppich wurde von Hand geknüpft. Der Flor besteht aus Schurwolle und liegt auf einer Baumwollkette. Die Knotendichte beträgt etwa 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Dadurch können florale Linien und kleine Ornamente detailliert ausgearbeitet werden. Die verwendeten Fasern wurden mit natürlichen Pigmenten aus Pflanzen, Mineralien und anderen Naturstoffen gefärbt. Der Erhaltungszustand wird als Top Zustand beschrieben.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |























