Perserteppich Kashmar 250 x 350 cm Wolle handgeknüpft

1891$

Handgeknüpfter Kashmar Perserteppich | Material: Flor Wolle, Kette Baumwolle | Größe: 250 x 350 cm | Muster: Vasenmuster in Rost- und Brauntönen | Zustand: Gebraucht

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Inventarnummer: 4C1BEF86

Beschreibung

Kashmar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kashmar Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus hochwertiger Wolle. Die Kette ist aus Baumwolle gefertigt. Beim Handknüpfen wird jeder einzelne Knoten in einem wiederkehrenden Arbeitsprozess in die Kettfäden eingebracht und anschließend durch Schussfäden gesichert. So entsteht eine textile Fläche, deren Aufbau unmittelbar mit der Arbeit am Webstuhl verbunden ist. Die handgeknüpfte Herstellung unterscheidet den Teppich von maschinell gefertigten Bodenbelägen, bei denen das Muster technisch wiederholt wird.

Wolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer belastbaren, elastischen Faser eingesetzt. Sie kann sich nach einer Druckbelastung teilweise wieder aufrichten und besitzt von Natur aus eine griffige, zugleich angenehme Oberfläche. Außerdem wirkt Wolle temperaturausgleichend und kann zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit im Raum beitragen. Ihre Faserstruktur nimmt Staub zunächst auf, statt ihn sofort in die Raumluft abzugeben; deshalb ist regelmäßiges, schonendes Saugen bei Wollteppichen wichtig.

Die Baumwollkette bildet das innere Gerüst, an dem die Florfäden befestigt werden. Wolle und Baumwolle erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben: Die Wolle bestimmt die sichtbare und fühlbare Oberfläche, während die Kette die Konstruktion trägt. Die Florhöhe dieses Teppichs beträgt 8 mm. Zusammen mit der handgeknüpften Ausführung ergibt sich ein klassischer Aufbau, der für die traditionelle Teppichherstellung typisch ist. Der Teppich ist gebraucht und wird daher als bereits genutztes Stück angeboten.

Herkunft und Tradition

Kashmar gehört zur persischen Teppichtradition und liegt in der iranischen Provinz Razavi-Khorasan. Die Stadt und ihr Umland sind für Teppiche bekannt, die häufig durch eine klare Gesamtordnung, florale Themen und eine sorgfältige Ausarbeitung geprägt sind. In der persischen Teppichkunst wird das Muster nicht lediglich als dekorative Oberfläche verstanden. Es ordnet das Feld, bestimmt den Rhythmus der Betrachtung und verbindet Bordüre, Innenfeld und einzelne Motive zu einer geschlossenen Komposition.

Die iranische Teppichherstellung verfügt über eine lange regionale Entwicklung. Unterschiedliche Orte entwickelten eigene Vorlieben bei Zeichnung, Farbwirkung, Knotung und Aufbau. Kashmar steht dabei für eine Tradition, in der ornamental aufgefasste Pflanzenformen, Vasen, Blüten und Ranken eine wichtige Rolle spielen können. Solche Motive werden in Werkstätten über lange Zeit weitergegeben und von Knüpferinnen und Knüpfern innerhalb der jeweiligen gestalterischen Schule ausgeführt. Das Ergebnis ist keine anonyme industrielle Wiederholung, sondern eine Arbeit, die aus vielen einzelnen Handgriffen entsteht.

Beim Knüpfen dient die Kette als Grundlage für die Länge des Teppichs. Darauf werden Knotenreihen und Schussfäden aufgebaut, bis das geplante Feld vollständig ausgeführt ist. Nach und nach entsteht aus den einzelnen Farbbereichen ein zusammenhängendes Bild. Die technische Genauigkeit liegt nicht nur im Setzen der Knoten, sondern auch in der fortlaufenden Kontrolle von Reihenfolge, Spannung und Musteranschluss. Allgemein können persische Werkstätten für bestimmte Entwürfe Kartons oder überlieferte Muster verwenden; die eigentliche textile Ausführung bleibt dennoch ein manueller Vorgang.

Die Bezeichnung Kashmar verweist bei diesem Stück auf die regionale Einordnung, während seine persische Herkunft den kulturellen Rahmen der Gestaltung beschreibt. Perserteppiche aus Iran werden weltweit nach ihren Orten, ihren Mustern und ihrer handwerklichen Tradition unterschieden. Tabriz, Isfahan, Kashan und weitere Zentren haben jeweils eigene Entwicklungen hervorgebracht. Bei Kashmar stehen dekorative, häufig florale Bildideen und eine ausgewogene Feldaufteilung im Vordergrund. Dieses Exemplar gehört nach der angegebenen Epoche zum späten 20. Jahrhundert und wurde zwischen 1970 und 1999 gefertigt.

Design und Muster

Das zentrale Gestaltungsthema dieses Teppichs ist ein Vasenmuster in Rost- und Brauntönen. Die Vase gehört zu den wiederkehrenden Bildmotiven der persischen Ornamentik. Sie kann als Gefäß für Blüten, Zweige und Ranken dargestellt werden und verbindet damit eine klar erkennbare Grundform mit floraler Ausarbeitung. Bei einem Vasenmuster entsteht der Eindruck, dass die Pflanzen aus einem Gefäß herauswachsen und sich in das umgebende Feld ausbreiten.

Rost und Braun bilden eine warme, erdige Farbgruppe. Rost liegt zwischen Rot und Orange und wirkt als gedämpfter, mineralischer Ton; Braun bringt eine dunklere, ruhige Basis in die Komposition. Die Kombination kann Konturen voneinander absetzen, ohne den Entwurf auf harte Kontraste zu reduzieren. Im Zusammenspiel mit floralen Formen entsteht eine traditionell wirkende Farbwirkung, die den Charakter des Vasenmotivs unterstützt.

Florale Muster gehören zu den wichtigsten Themen der persischen Teppichkunst. Blüten, Blätter, Stängel und Ranken werden häufig symmetrisch oder rhythmisch angeordnet. Dabei muss ein Motiv nicht naturgetreu wiedergegeben werden. Es wird stilisiert, vereinfacht und so in Linien übersetzt, dass es sich in die textile Struktur einfügt. Die wiederholte Ordnung gibt dem Auge Orientierung, während kleine Abweichungen und handwerkliche Unterschiede den manuellen Entstehungsprozess sichtbar machen können.

Bei der Betrachtung eines Vasenmusters lässt sich zwischen dem Gefäß als Ausgangspunkt und der Verteilung der floralen Elemente unterscheiden. Eine Bordüre kann den inneren Bereich fassen und einen Übergang zwischen Teppichfeld und Rand schaffen. Die genaue Ausführung dieser Bereiche ist bei jedem einzelnen Stück maßgeblich für seine Erscheinung. Bei diesem Teppich sind als konkrete Gestaltungseigenschaften das Vasenmuster sowie die Rost- und Brauntöne angegeben. Weitere einzelne Symbole oder eine bestimmte Bordürenform werden nicht benannt und werden daher nicht zugeschrieben.

Die traditionelle Bildsprache kann in klassisch eingerichteten Räumen ebenso gelesen werden wie in einer zurückhaltenden, zeitgemäßen Umgebung. Entscheidend ist dabei nicht eine behauptete Stilzuordnung des Raums, sondern die Wirkung der warmen Farbgruppe und der klaren Motividee. Ein Vasenmotiv verleiht dem Feld eine erkennbare Mitte und schafft durch seine Pflanzenformen einen dekorativen Zusammenhang. Das Muster bleibt dabei an die Geschichte persischer Ornamentik gebunden, ohne dass einzelne Bedeutungen für jedes Exemplar zwingend festgelegt werden müssen.

Besonderheiten

Der Teppich ist für die Verwendung auf Fußbodenheizungen geeignet. Bei dieser Nutzung sollte die Wärme nicht dauerhaft auf sehr hohe Temperaturen eingestellt werden; eine gleichmäßige, moderate Erwärmung ist für textile Bodenbeläge grundsätzlich sinnvoll. Wolle speichert Wärme und gibt sie nach und nach wieder ab, wodurch sie sich als natürlicher Werkstoff für Wohnbereiche mit warmer Bodenfläche eignet. Die Eignung für Fußbodenheizung ist eine ausdrücklich genannte Eigenschaft dieses Teppichs.

Als gebrauchtes, handgeknüpftes Stück trägt der Teppich die Merkmale seiner bisherigen Nutzung. Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Saugen ohne Bürstenaufsatz, damit die Wollfasern geschont werden. Flüssigkeiten sollten vorsichtig aufgenommen und nicht in die Tiefe gerieben werden. Bei stärkeren oder älteren Flecken ist eine Reinigung durch einen Fachbetrieb angemessen, weil Feuchtigkeit, Reibung und ungeeignete Mittel die Farben oder die Konstruktion beeinträchtigen können.

Die Kombination aus Wollflor, Baumwollkette, handgeknüpfter Ausführung, Vasenmuster und der rostbraunen Farbgebung fasst die wesentlichen Eigenschaften dieses Einzelstücks zusammen. Es stammt aus dem späten 20. Jahrhundert, ist gebraucht und für Fußbodenheizung geeignet.

FAQ

Ist der Teppich für Allergiker geeignet?

Wolle besitzt natürliche Eigenschaften, die in Wohnräumen hilfreich sein können. Ihre Faserstruktur kann Staubpartikel binden, anstatt sie unmittelbar wieder an die Raumluft abzugeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Wollteppich für jede Person mit einer Allergie gleichermaßen geeignet ist. Entscheidend sind die individuelle Empfindlichkeit, eine regelmäßige Pflege und ein möglichst staubarmer Umgang mit dem Teppich. Bei bekannten Allergien sollte die Eignung im persönlichen Fall mit einer Fachperson geklärt werden.

Wie wird der Perserteppich gereinigt?

Für die laufende Pflege genügt in der Regel vorsichtiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. Dadurch werden lose Partikel entfernt, ohne den Wollflor unnötig zu beanspruchen. Verschüttete Flüssigkeiten sollten mit einem saugfähigen Tuch aufgenommen werden; Reiben kann den Fleck tiefer in die Fasern bringen und die Oberfläche verändern. Bei Flecken, einer gründlichen Wäsche oder Unsicherheit über die Behandlung ist ein auf handgeknüpfte Teppiche spezialisierter Fachbetrieb die sichere Wahl.

Wo kann der Teppich eingesetzt werden?

Die traditionelle Gestaltung mit Vasenmuster und Rost- sowie Brauntönen eignet sich für Wohnbereiche, in denen ein dekoratives, warm wirkendes Bodenbild gewünscht ist. Genannt werden insbesondere Wohnzimmer, Esszimmer und Eingangsbereiche; auch in Büros kann das Muster eingesetzt werden. Als handgeknüpfter Wollteppich ist er für den Wohngebrauch ausgelegt. Da er gebraucht ist, sollten Standort und tägliche Belastung außerdem an seinen individuellen Erhaltungszustand angepasst werden.

Zusätzliche Informationen
Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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