Perserteppich Kashan 527 x 345 cm Wolle handgeknüpft

9230$

Handgeknüpfter Kashan Perserteppich | Knotendichte: 350.000/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 527 x 345 cm | Muster: Floralmotiv mit Medaillon | Zustand: Neu, unbenutzt

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Inventarnummer: B88A46DC

Beschreibung

Kashan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Kashan ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung von Wollflor und Baumwollkette gehört zu den klassischen Grundlagen vieler persischer Teppiche: Die Wolle bildet die sichtbare, weiche Oberfläche, die Baumwolle dient als tragende Grundlage für die geknüpften Reihen. Bei einem handgeknüpften Teppich wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht. So entsteht kein industriell gleichförmiges Druckbild, sondern eine textile Struktur, die aus vielen einzelnen Arbeitsschritten aufgebaut ist.

Schurwolle wird für Teppiche verwendet, weil sie elastisch, widerstandsfähig und angenehm im Griff ist. Die natürliche Faser kann Farbstoffe gut aufnehmen und unterstützt die klare Wirkung von Rot, Creme, Blau oder anderen Farben, die in floralen Kashan-Mustern häufig miteinander verbunden werden. Die Baumwollkette sorgt für eine stabile Basis und erlaubt eine präzise Ausrichtung der geknüpften Reihen. Bei der Verarbeitung werden Knoten, Schussfäden und Kettenfäden zu einer belastbaren Fläche verbunden; anschließend wird der Flor geschoren, damit das Muster lesbar und die Oberfläche gleichmäßig wird.

Die angegebene Knotendichte beträgt 350.000/m². Sie beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb eines Quadratmeters und ist ein technisches Merkmal der Ausführung. Eine solche Angabe macht die handwerkliche Struktur des Teppichs nachvollziehbar, ohne den Charakter der einzelnen Wollfasern oder der Farbgestaltung zu ersetzen. Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs verbindet daher konstruktive Genauigkeit mit der Arbeit an Material, Fadenspannung, Farbübergängen und Florhöhe.

Herkunft und Tradition

Kashan ist eine bedeutende Teppichstadt im Zentrum Persiens. Die Stadt liegt in einer Region, in der sich Handel, Handwerk und textile Produktion über lange Zeit miteinander entwickelt haben. Kashan-Teppiche werden in der persischen Teppichkunde als eigenständige Stadtteppiche wahrgenommen. Ihre Gestaltung steht häufig für eine geordnete, fein ausgearbeitete Komposition mit zentralem Medaillon, Pflanzenformen und einer klar geführten Bordüre. Die Herkunftsbezeichnung Kashan verweist damit nicht nur auf einen geografischen Ort, sondern auch auf eine etablierte regionale Gestaltungstradition.

Die Teppichkultur von Kashan ist eng mit der persischen Ornamentik verbunden. In persischen Werkstätten werden Entwürfe meist in einem Verhältnis von zentraler Ordnung und wiederkehrender Detailarbeit aufgebaut. Ein Musterplan kann die Position des Medaillons, die Anordnung der Ranken, die Platzierung der Blüten und die Abfolge der Bordüren festlegen. Beim Knüpfen wird dieser Plan Knotenreihe für Knotenreihe umgesetzt. Die Ausführung verlangt Aufmerksamkeit, weil kleine Abweichungen in der Knotenspannung oder im Farbwechsel die Proportionen des gesamten Motivs beeinflussen können.

Persische Teppiche aus Kashan stehen außerdem für die Verbindung von Gebrauchsgegenstand und Ornament. Ein Teppich bedeckt nicht nur einen Boden, sondern ordnet eine Fläche durch Farbe, Symmetrie und Wiederholung. Das zentrale Medaillon bildet dabei häufig den visuellen Mittelpunkt, während Seitenfelder und Bordüren den Blick zur Mitte führen. Diese Bildordnung ist ein wesentliches Merkmal der persischen Teppichgestaltung und wird in Kashan mit floralen Zeichnungen, geschwungenen Linien und sorgfältig gegliederten Randzonen verbunden.

Die regionale Tradition lässt sich auch an der technischen Organisation der Herstellung erklären. Ein Entwurf wird in ein Grundgewebe übertragen, danach werden die Knoten in horizontalen Reihen gesetzt und mit Schussfäden gesichert. Das wiederholte Scheren des Flors während und nach der Arbeit hilft dabei, die Zeichnung kontrolliert sichtbar zu halten. Die Handarbeit verlangt nicht nur Erfahrung im Knoten, sondern auch ein Verständnis für Farbfolge, Rapport und die Balance zwischen dichtem Ornament und ruhigeren Flächen. Kashan-Teppiche gehören deshalb zu einer Werkstatttradition, in der Gestaltung und Konstruktion eng zusammengehören.

Die persische Teppichkunst kennt zahlreiche regionale Schulen, deren Unterschiede sich in Farben, Bordüren, Medaillons und der Behandlung von Blüten zeigen. Kashan ist innerhalb dieser Vielfalt durch seine repräsentative, häufig symmetrische Formensprache bekannt. Die Muster können an höfische, botanische oder architektonische Ornamentideen erinnern, ohne eine naturalistische Darstellung anzustreben. Stattdessen werden Blätter, Blüten und Ranken in ein geschlossenes, flächiges System gebracht. Diese Ordnung macht die Herkunftstradition auch dann erkennbar, wenn einzelne Farben oder Details zwischen verschiedenen Teppichen variieren.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als Floralmotiv mit Medaillon bezeichnet. Im Mittelpunkt steht damit eine zentrale Form, die von floralen Ornamenten begleitet wird. Ein Medaillon kann rund, oval, polygonal oder aus ineinanderliegenden Konturen aufgebaut sein. Entscheidend ist seine Funktion als optischer Schwerpunkt: Es bündelt die Komposition und gibt den umliegenden Ranken, Blüten und Blättern eine gemeinsame Ausrichtung. Die florale Zeichnung füllt den Raum, ohne dass die gesamte Fläche ungeordnet wirkt.

Florale persische Muster arbeiten mit wiederkehrenden botanischen Zeichen. Blüten werden stilisiert, Blätter werden rhythmisch gereiht und Ranken verbinden einzelne Motive miteinander. Die Zeichnung folgt dabei nicht zwingend dem Erscheinungsbild einer bestimmten Pflanze. Vielmehr werden natürliche Formen in ornamentale Einheiten übersetzt, die sich spiegeln, wiederholen und an den Randzonen weiterführen lassen. Durch diese Abstraktion bleibt das Muster klar lesbar und kann über die gesamte Teppichfläche hinweg zusammenhängend gestaltet werden.

Die Medaillon-Komposition besitzt oft eine Achse, an der sich die wichtigsten Formen orientieren. Von der Mitte aus können Ranken in die Längsrichtung und zu den Seiten wachsen. Kleinere Blüten und Blattgruppen schließen Zwischenräume und schaffen Übergänge zwischen Zentrum und Bordüre. In einer gut gegliederten persischen Komposition wechseln sich stärker verzierte Bereiche mit ruhigeren Partien ab. Dadurch entsteht ein Rhythmus, der den Teppich als zusammenhängende Fläche erfassbar macht.

Die Bordüre erfüllt bei einem Kashan-Muster mehrere Aufgaben. Sie begrenzt das Innenfeld, wiederholt die florale Sprache des Zentrums und bildet einen Abschluss zur Umgebung. Häufig wird eine Hauptbordüre von schmaleren Nebenbordüren begleitet. In diesen Randstreifen können kleine Blüten, Blattranken oder geometrisch geordnete Elemente erscheinen. Die Abstufung zwischen Innenfeld und Rand verhindert, dass die Zeichnung abrupt endet. Sie führt den Blick entlang der Kanten und hält die Komposition in einer klaren rechteckigen Ordnung.

Farbe und Ornament wirken bei einem Floralmotiv zusammen. Rote Flächen können dem Entwurf eine warme, tragende Grundlage geben, während hellere Konturen einzelne Blüten oder Ranken hervorheben. Dunklere Linien schaffen Abgrenzungen zwischen benachbarten Formen und helfen, die Symmetrie des Medaillons zu lesen. Welche Farbe welche Rolle übernimmt, hängt vom jeweiligen Entwurf ab. Bei persischen Teppichen entsteht die Wirkung nicht durch einen einzelnen Farbton, sondern durch das Verhältnis von Grundfarbe, Kontur, Blüte, Blatt und Bordüre.

Das Medaillon verhindert, dass das florale Muster nur als lose Streuung wahrgenommen wird. Es gibt der Fläche eine Mitte und verbindet die seitlichen Elemente über gedachte Linien. Gleichzeitig können die Ranken eine gewisse Bewegung erzeugen, sodass die Komposition nicht statisch erscheint. Diese Verbindung aus strenger Ordnung und geschwungenem Pflanzenornament ist ein wiederkehrendes Prinzip der persischen Teppichgestaltung und passt zur Kashan-Tradition der sorgfältig aufgebauten Stadtteppiche.

Besonderheiten

Der Teppich wird als neu und unbenutzt beschrieben. Damit ist er nicht als gebrauchtes Stück mit vorhandenen Laufspuren, Reparaturen oder altersbedingten Veränderungen ausgewiesen. Seine Materialangabe nennt 100% Schurwolle im Flor und 100% Baumwolle für die Kette. Die angegebene Herkunft ist Persien, die Stil- und Ortsbezeichnung lautet Kashan. Das Alter wird mit 15-20 Jahren angegeben. Diese Angaben stehen nebeneinander: Der Teppich ist als unbenutzt beschrieben, zugleich wird ein Alter innerhalb dieses Zeitraums genannt.

Der Teppich ist für die Nutzung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Bei einer solchen Verwendung sollte der Boden gleichmäßig temperiert sein und die Wärme nicht durch eine zusätzliche, stark isolierende Schicht eingeschlossen werden. Der Teppich kann dadurch in einem Wohn- oder Repräsentationsbereich eingesetzt werden, in dem textile Ausstattung und gleichmäßige Wärme zusammenkommen. Die Eignung für Fußbodenheizung ist eine konkrete Nutzungseigenschaft dieses Stücks.

FAQ

Was kennzeichnet einen Kashan Perserteppich?

Kashan Perserteppiche gehören zur persischen Stadtteppichtradition. Typisch ist eine geordnete Komposition, in der ein zentrales Medaillon, florale Ornamente und gegliederte Bordüren zusammenwirken. Blüten, Blätter und Ranken werden stilisiert und symmetrisch oder rhythmisch über die Fläche verteilt. Die Bezeichnung Kashan benennt bei diesem Teppich die Herkunftstradition und verweist auf die iranische Teppichkunst, in der Entwurf, Handknüpfung und sorgfältige Farbführung miteinander verbunden werden.

Welche Materialien wurden für diesen Teppich verwendet?

Der Flor besteht aus 100% Schurwolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Wolle bildet die sichtbare Oberfläche und ist für ihre elastische, strapazierfähige Beschaffenheit bekannt. Baumwolle übernimmt im Grundgewebe eine tragende Funktion und unterstützt die Formstabilität der geknüpften Fläche. Die Kombination beider Materialien ist in der persischen Teppichherstellung verbreitet und verbindet einen natürlichen Flor mit einer stabilen textilen Grundlage.

Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung liegen?

Ja. Der Teppich wird als für Fußbodenheizung geeignet beschrieben. Für die Nutzung ist eine gleichmäßige Wärmeverteilung sinnvoll. Außerdem sollte die Wärme unter dem Teppich nicht durch eine stark isolierende Unterlage gestaut werden. So kann die textile Fläche in einem Raum mit Fußbodenheizung verwendet werden, während ihre handgeknüpfte Struktur und das florale Medaillon sichtbar bleiben.

Zusätzliche Informationen
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