Perserteppich Kashan 314 x 200 cm Wolle Seide handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 2308$Aktueller Preis ist: 1172$

Handgeknüpfter Kashan Perserteppich | Knotendichte: 360000/Qm | Material: Flor 100% Wolle & Seide, Kette 100% Baumwolle | Größe: 314 x 200 cm | Muster: Kashan Floral | Zustand: Sehr guter Zustand, professionell gewaschen

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Inventarnummer: 1001200003451

Beschreibung

Kashan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kashan Perserteppich ist handgeknüpft. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht. Die Arbeit verlangt eine gleichmäßige Handführung, Ausdauer und Erfahrung, weil die Dichte der Knoten und die Ausarbeitung des Musters Schritt für Schritt entstehen. Die Handarbeit prägt den Aufbau eines Teppichs und unterscheidet ihn von maschinell gefertigten Bodenbelägen.

Der Flor dieses Teppichs besteht zu 100% aus Wolle & Seide. Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk wegen ihrer widerstandsfähigen und zugleich angenehm griffigen Struktur verwendet. Sie kann zur Schalldämpfung beitragen und die Raumluftfeuchtigkeit in gewissem Maß ausgleichen. Seide ergänzt Wollflor durch ihre feine Faser und ihre charakteristische, lichtabhängige Wirkung. Die Materialkombination verbindet damit unterschiedliche Eigenschaften innerhalb des Flors, ohne die Zusammensetzung des Teppichs zu vereinfachen.

Die Kette besteht zu 100% aus Baumwolle. Als Kette bezeichnet man die längs verlaufenden Fäden des Grundgewebes, in die die Knoten eingearbeitet werden. Baumwolle eignet sich für diese Aufgabe, weil sie strapazierfähig ist und fein sowie engmaschig gesponnen werden kann. Eine gleichmäßige Kette bildet die Grundlage dafür, dass die handgeknüpften Reihen stabil miteinander verbunden werden.

Mit einer Knotendichte von 360000/Qm gehört die Knüpfstruktur zu den präzise ausgeführten Merkmalen dieses Teppichs. Eine hohe Knotendichte ermöglicht eine differenzierte Darstellung von Linien, Blüten und weiteren kleinen Formelementen. Sie ist ein technischer Wert der Herstellung und wird unabhängig von der späteren Wirkung der Farben oder des Musters betrachtet.

Herkunft und Tradition

Die Herkunft dieses Teppichs ist Kashan. Kashan zählt zu den bekannten persischen Teppichregionen und steht für eine lange Tradition der kunsthandwerklichen Herstellung. Persische Teppiche werden in unterschiedlichen regionalen Zentren mit jeweils eigenen Vorstellungen von Zeichnung, Aufbau und Farbwirkung gefertigt. Kashan gehört dabei zu den Herkunftsbezeichnungen, die sowohl eine geografische Verbindung als auch eine gewachsene Gestaltungstradition benennen.

In persischen Teppichregionen wird Wissen über Entwurf, Knotung, Material und Farbgebung über Generationen weitergegeben. Die Herstellung verbindet die Vorbereitung der Kette mit dem Aufbau des Flors und der sorgfältigen Ausarbeitung eines vorgegebenen oder frei entwickelten Entwurfs. Das Knüpfen ist ein langsamer Arbeitsprozess. Jede Reihe wird kontrolliert, damit die Konturen des Musters im Gewebe lesbar bleiben und die Fläche geschlossen aufgebaut wird.

Kashan-Teppiche sind für ihre gestalterische Vielfalt bekannt. Traditionelle Entwürfe können florale Ordnungen, Medaillons, Ranken und gegliederte Bordüren miteinander verbinden. Andere Ausprägungen arbeiten stärker mit wiederholten Rapporten oder mit einer insgesamt freieren Verteilung der Ornamente. Diese Vielfalt erklärt, weshalb die Herkunftsbezeichnung Kashan nicht auf ein einziges unveränderliches Muster reduziert werden kann.

Die Geschichte persischer Teppiche zeigt außerdem, dass Muster zwischen Regionen, Werkstätten und Zeiten in Beziehung stehen. Herati ist ein bekanntes Motivsystem, das in der Vergangenheit häufig bei Kaschmir-Teppichen verwendet wurde. In der überlieferten Beschreibung der Kaschmir-Tradition wird für die Gegenwart eher das Sirchaki-Design genannt. Diese Entwicklung beschreibt eine allgemeine Veränderung von Gestaltungsvorlieben und ist nicht mit der Herkunft dieses Kashan Teppichs gleichzusetzen.

Persische Teppiche sind weltweit für aufwendige Handarbeit und komplexe Zeichnungen in floralen und geometrischen Formen bekannt. Zu den häufig genannten persischen Herkunftsregionen zählen Nain, Sarough, Täbriz, Isfahan, Kashan, Bidjar und Ghom. Jede dieser Bezeichnungen verweist auf eine eigene regionale Geschichte. Die Erwähnung anderer Regionen erklärt die Vielfalt persischer Teppiche, macht sie jedoch nicht zur Herkunft dieses Stücks.

Bei der Herstellung können Wolle, Seide und Baumwolle unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Der Flor bestimmt die haptische und visuelle Oberfläche, während die Kette das tragende Grundgewebe bildet. Die Verbindung dieser Materialien gehört zur technischen Sprache des Teppichhandwerks. Bei diesem Teppich sind die genannten Bestandteile klar zugeordnet: Wolle und Seide liegen im Flor, Baumwolle bildet die Kette.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als Kashan Floral bezeichnet. Der Name weist auf eine florale Gestaltung aus dem Umfeld der Kashan-Tradition hin. Florale Teppichmuster beruhen häufig auf stilisierten Blüten, Blättern, Ranken und verbindenden Linien. Diese Elemente werden nicht wie eine naturgetreue Zeichnung wiedergegeben, sondern in eine geordnete ornamentale Sprache übertragen.

Bei einem floralen Entwurf entsteht die Wirkung durch das Verhältnis von einzelnen Motiven und der Fläche, die sie miteinander verbindet. Blüten können als eigenständige Ornamente auftreten, in Ranken eingebunden sein oder sich in regelmäßigen Abständen wiederholen. Blätter und geschwungene Linien schaffen Übergänge zwischen den Motiven. Je nach Entwurf kann ein Medaillon den Mittelpunkt bilden oder die Zeichnung kann über die gesamte Fläche in einem fortlaufenden Rapport angelegt sein.

Die Bezeichnung Kashan Floral beschreibt die Musterfamilie, nicht eine zusätzliche Aussage über jedes einzelne Detail des vorliegenden Teppichs. Sie grenzt das florale Thema von rein geometrischen Kompositionen ab, ohne den Entwurf auf eine einzige Anordnung festzulegen. In der persischen Teppichkunst können florale Motive mit geometrisch kontrollierten Konturen verbunden werden. Dadurch entsteht eine klare Ordnung, in der geschwungene und geradlinige Formen zusammenwirken.

Die feine Knüpfstruktur unterstützt die Darstellung kleiner Ornamente. Bei einer hohen Knotendichte lassen sich schmale Konturen, enge Ranken und abgestufte Übergänge genauer ausarbeiten als bei einer groben Struktur. Der technische Aufbau ist deshalb eng mit der Lesbarkeit eines Musters verbunden. Trotzdem entstehen Musterwirkung und Farbwirkung erst aus dem Zusammenspiel von Knotung, Material, Entwurf und Ausführung.

In der Tradition persischer Teppiche werden florale Kompositionen oft durch Bordüren gegliedert. Eine Bordüre fasst die Hauptfläche ein und schafft einen Übergang zum äußeren Rand. Nebenbordüren können die Hauptbordüre begleiten und die Proportionen des Entwurfs ordnen. Ob ein bestimmtes Motiv in einer Bordüre, im Innenfeld oder in einer anderen Position erscheint, gehört zum jeweiligen Entwurf und wird durch die Musterbezeichnung Kashan Floral nicht vollständig beschrieben.

Die historische Entwicklung von Teppichmustern zeigt, dass Motive weitergegeben, verändert und neu kombiniert werden. Das Herati-Muster wurde bei Kaschmir-Teppichen früher häufig eingesetzt. Heute wird dort eher das Sirchaki-Design genannt, dessen Darstellungen unter anderem an archäologische Fundstücke wie Vasen, Waffen und Schalen anknüpfen können. Diese Information gehört zur allgemeinen Musterentwicklung von Kaschmir-Teppichen; der vorliegende Teppich ist als Kashan Floral aus Kashan bezeichnet.

Besonderheiten

Zu den dokumentierten Merkmalen dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Wolle und Seide sowie die Kette aus 100% Baumwolle. Hinzu kommt die Knotendichte von 360000/Qm. Diese Angaben beschreiben Herstellung, Material und technische Struktur des Teppichs, ohne daraus nicht genannte Eigenschaften abzuleiten.

Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand und wurde professionell gewaschen. Die professionelle Wäsche ist als ausgeführte Pflegebehandlung Bestandteil der Zustandsangabe. Sie wird getrennt von der Material- und Musterbeschreibung betrachtet. Der Teppich bleibt in seiner Einordnung ein Kashan Perserteppich mit Kashan Floral Muster.

Die Kombination aus Woll- und Seidenflor sowie Baumwollkette verbindet traditionelle Materialien mit einer fein ausgeführten Knüpfstruktur. Baumwolle übernimmt die Funktion der stabilen Grundlage, während Wolle und Seide die Oberfläche bilden. Gemeinsam mit der Handarbeit und der ausgewiesenen Knotendichte ergeben diese Merkmale ein klar beschriebenes Beispiel persischer Teppichherstellung aus Kashan.

FAQ

Welches Muster war bei Kaschmir-Teppichen früher häufig und welches dominiert heute?

In der Vergangenheit wurden Kaschmir-Teppiche häufig nach dem Herati-Muster gefertigt. Heute wird in der Beschreibung dieser Tradition eher das Sirchaki-Design als vorherrschende Gestaltung genannt. Diese Aussage bezieht sich auf die allgemeine Entwicklung von Kaschmir-Teppichen. Der hier angebotene Teppich stammt aus Kashan und trägt die Musterbezeichnung Kashan Floral.

Welche Merkmale sind für persische Teppiche typisch und welche Regionen sind bekannt?

Typisch sind komplexe Muster in floralen und geometrischen Formen sowie eine aufwendige handwerkliche Fertigung. Zu den bekannten persischen Herkunftsregionen zählen Nain, Sarough, Täbriz, Isfahan, Kashan, Bidjar und Ghom. Die regionale Vielfalt erklärt unterschiedliche Entwurfstraditionen. Für diesen Teppich ist Kashan als Herkunft angegeben.

Welche Vorteile bietet Schurwolle und welche Rolle spielt Baumwolle?

Ein Teppich aus reiner Schurwolle kann eine behagliche Atmosphäre schaffen, zur Schalldämpfung beitragen und die Raumluftfeuchtigkeit regulieren. Der Flor dieses Teppichs besteht allerdings aus Wolle und Seide. Baumwolle dient bei handgeknüpften Teppichen als stabile Grundlage: Als Kette ist sie strapazierfähig und kann fein sowie engmaschig gesponnen werden.

Zusätzliche Informationen
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