Perserteppich Kashan 222 x 145 cm Schurwolle handgeknüpft

1399$

Handgeknüpfter Kashan Perserteppich | Knotendichte: 350.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 222 x 145 cm | Muster: Floralmotiv mit Medaillon | Zustand: Neu, unbenutzt

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Inventarnummer: D44C3453

Beschreibung

Kashan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kashan Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 100% Schurwolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Damit sind die beiden im Teppich verwendeten Materialien klar voneinander unterschieden: Die Schurwolle bildet die sichtbare, fühlbare Oberfläche, während die Baumwolle als Grundlage des Knüpfgewebes dient. Eine solche Materialaufteilung ist bei handgeknüpften Orientteppichen von Bedeutung, weil Flor und Kette unterschiedliche Aufgaben innerhalb des Teppichs übernehmen.

Beim Handknüpfen wird jeder einzelne Knoten in die Kette eingearbeitet und anschließend durch weitere Arbeitsschritte zu einer geschlossenen Teppichfläche verdichtet. Die Ausführung verlangt Aufmerksamkeit bei der Umsetzung von Konturen, Übergängen und kleinen Musterelementen. Bei diesem Teppich liegt die Knotendichte bei 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie ermöglicht eine detaillierte Darstellung des floralen Motivs und des Medaillons, ohne dass die Gestaltung auf grobe Formen beschränkt bleibt.

Schurwolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer angenehmen Haptik und ihrer widerstandsfähigen Eigenschaften verwendet. Sie verleiht dem Flor eine weiche Oberfläche und unterstützt ein angenehmes Laufgefühl. Die im Ausgangstext beschriebene Verarbeitung verbindet diese haptische Qualität mit der sorgfältigen Ausführung der Handknüpfung. Der Teppich wird außerdem als strapazierfähig und feuchtigkeitsresistent beschrieben. Verwendet wurden hochwertige Naturmaterialien.

Die Fertigung in Handarbeit macht die Herstellung zu einem Arbeitsprozess, bei dem das Muster Schritt für Schritt aus Knoten aufgebaut wird. Anders als bei einer maschinell erzeugten Fläche entsteht das Design durch die Folge einzelner handgesetzter Elemente. Dadurch können florale Linien, Rahmungen und die zentrale Form differenziert ausgeführt werden. Der Teppich ist neu und unbenutzt; seine Oberfläche wurde daher noch nicht durch vorherige Nutzung geprägt.

Herkunft und Tradition

Kashan liegt im Herzen Irans und gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt und ihre Umgebung verfügen über eine lange Tradition, in der das Knüpfen von Teppichen über Generationen hinweg gepflegt wurde. Kashan-Teppiche werden mit einer ausgearbeiteten Ornamentik, einer geordneten Komposition und einer sorgfältigen handwerklichen Ausführung verbunden. Die Herkunftsbezeichnung verweist dabei auf eine regionale Knüpftradition und nicht nur auf ein dekoratives Muster.

Die persische Teppichkultur entwickelte sich aus dem Zusammenspiel von Gebrauch, Gestaltung und handwerklicher Weitergabe. Ein Teppich musste als textile Fläche funktionieren und zugleich eine klar lesbare ornamentale Ordnung besitzen. In Kashan wurde diese Verbindung besonders in Entwürfen mit zentralem Medaillon und floraler Begleitung ausgeprägt. Die Gestaltung wird zunächst als Vorlage organisiert und anschließend beim Knüpfen Knoten für Knoten in die textile Struktur übertragen.

Traditionelle Knüpftechniken werden in Teppichregionen häufig innerhalb von Familien und Werkstätten weitergegeben. Dabei geht es nicht nur um den eigentlichen Knoten, sondern auch um das Zählen von Reihen, den Aufbau der Kette, die Umsetzung von Bordüren und die Abstimmung von Farben und Formen. Die regionale Schule prägt, wie ein Entwurf gelesen und in Material übersetzt wird. Kashan steht in diesem Zusammenhang für eine persische Teppichtradition, in der ornamentale Genauigkeit und handwerkliche Disziplin zusammengehören.

Die historische Bedeutung Kashans beruht auf seiner Rolle als wichtiges Zentrum der Teppichproduktion im Iran. Über lange Zeit konnten sich dort Kenntnisse zu Entwurf, Faserverarbeitung und Knüpftechnik erhalten und weiterentwickeln. Die Weitergabe von Techniken von einer Generation an die nächste erklärt, warum regionale Teppiche trotz individueller Unterschiede wiedererkennbare gestalterische Merkmale besitzen. Zugleich bleibt jeder handgeknüpfte Teppich ein einzelnes textiles Werk, weil die Ausführung nicht in jedem Detail mechanisch identisch wiederholt wird.

Persische Teppiche werden außerdem als Teil einer umfassenden Ornamenttradition verstanden. Pflanzenformen, symmetrische Ordnung und eine hervorgehobene Mitte sind nicht zufällig nebeneinander gesetzt, sondern bilden ein System aus Schwerpunkt, Wiederholung und Einfassung. In der Kashan-Tradition wird dieses System mit einer präzisen Knüpfarbeit verbunden. So entsteht eine textile Darstellung, die sowohl aus der Entfernung als zusammenhängende Fläche als auch aus der Nähe in ihren einzelnen Knoten und Linien betrachtet werden kann.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als Floralmotiv mit Medaillon beschrieben. Im Mittelpunkt steht damit eine klar erkennbare zentrale Form, die von floralen Elementen begleitet wird. Ein Medaillon gibt dem Gesamtentwurf einen Schwerpunkt und hilft, die Fläche optisch zu ordnen. Die floralen Motive übernehmen dabei die Verbindung zwischen Zentrum, Umfeld und den weiteren Teilen der Komposition.

Florale Teppichmuster greifen Formen aus der Pflanzenwelt auf, setzen sie jedoch in eine ornamentale Ordnung um. Blätter, Blüten, Ranken und stilisierte Zweige werden so angeordnet, dass sie sich wiederholen, einander spiegeln oder auf das Zentrum hinführen können. Die Darstellung muss dabei keine naturgetreue Abbildung sein. In der persischen Teppichkunst werden Naturformen meist formalisiert, damit sie innerhalb eines fortlaufenden Musters, einer Bordüre oder eines symmetrischen Feldes funktionieren.

Die Kombination aus Medaillon und floraler Gestaltung gehört zu den bekannten Kompositionsprinzipien persischer Teppiche. Das Zentrum kann als ruhender Bezugspunkt dienen, während die umliegenden Pflanzenformen Bewegung und Rhythmus erzeugen. Geometrische Ordnung und weichere florale Linien stehen dabei nicht im Widerspruch. Gerade ihr Zusammenspiel ermöglicht eine Gestaltung, die strukturiert wirkt und dennoch aus vielen einzelnen Details besteht.

Ornamente in der Teppichkunst können kulturelle Vorstellungen und überlieferte Bedeutungen aufnehmen. Florale Formen werden häufig mit Fruchtbarkeit, Glück und Wohlstand in Verbindung gebracht. Diese Deutungen gehören zum allgemeinen Symbolgehalt solcher Motive und sind Teil der kulturellen Lesart orientalischer Teppiche. Das florale Medaillon verbindet daher eine sichtbare dekorative Funktion mit einer Mustertradition, in der Pflanzenformen nicht ausschließlich als schmückende Linien verstanden werden.

Die hohe Knotendichte unterstützt die differenzierte Ausarbeitung des Designs. Feine Konturen, kleine Abzweigungen und Übergänge innerhalb eines floralen Entwurfs lassen sich dadurch präziser in der Teppichfläche anlegen. Das bedeutet nicht, dass die Gestaltung auf einzelne Details reduziert wird. Vielmehr arbeiten Mittelmotiv, florale Umgebung und die gesamte Flächenordnung zusammen. Die Handknüpfung übersetzt diese Zeichnung in eine Folge von Knoten und Farbbereichen.

Bei der Betrachtung eines solchen Musters lohnt sich der Wechsel zwischen Gesamtansicht und Nahsicht. Aus der Distanz tritt die Ordnung des Medaillons hervor; aus der Nähe werden die einzelnen floralen Formen und die Arbeit der Knüpfer sichtbar. Diese doppelte Lesbarkeit ist ein wichtiges Merkmal vieler traditioneller Teppichentwürfe. Der Kashan-Teppich verbindet damit eine zentrale Komposition mit einer detailreichen Oberfläche und bleibt klar in der persischen Ornamenttradition verankert.

Besonderheiten

Eine zentrale Besonderheit dieses Teppichs ist seine Knotendichte von 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie ermöglicht eine feine Darstellung des floralen Medaillonmusters und verleiht der Oberfläche eine detaillierte Struktur. Die Wirkung beruht dabei auf der Verbindung von dichter Knüpfung, handwerklicher Ausführung und der gewählten Ornamentik.

Der Teppich besteht im Flor aus 100% Schurwolle und besitzt eine Kette aus 100% Baumwolle. Diese Naturmaterialien bestimmen seine Haptik und seinen Aufbau. Der Teppich ist handgeknüpft, neu und unbenutzt. Außerdem ist er für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Bei der Nutzung mit Fußbodenheizung sollte die Temperatur nicht zu hoch eingestellt werden, damit das Material geschont wird.

Als Kashan Perserteppich steht dieses Einzelstück für eine iranische Herkunft und eine Gestaltung mit floraler Mitte. Seine Besonderheiten liegen damit sowohl in den konkret genannten Material- und Verarbeitungsdaten als auch in der Verbindung aus regionaler Tradition und Medaillonmuster. Die Ausführung ist als hochwertiges textiles Handwerk einzuordnen, ohne dass seine Wirkung von einer maschinellen Gleichförmigkeit abhängt.

FAQ

Wie pflege ich meinen Kashan Perserteppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden, damit sich Staub und lose Partikel nicht dauerhaft im Flor sammeln. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, um ein Ausbleichen der Farben zu verhindern. Bei einem Fleck tupfen Sie die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten, sauberen Tuch ab, statt sie kräftig zu reiben. Für eine gründliche Behandlung wird eine professionelle Reinigung empfohlen. Sie schont die feinen Materialien und berücksichtigt die handgeknüpfte Struktur des Teppichs. Da dieser Teppich aus Schurwolle mit Baumwollkette besteht, ist eine sachkundige Behandlung sinnvoll, wenn eine stärkere Verschmutzung vorliegt.

Kann ich den Teppich in Räumen mit Fußbodenheizung verwenden?

Ja, dieser Kashan Perserteppich ist für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Die Temperatur sollte jedoch nicht zu hoch eingestellt werden, damit das Material nicht beschädigt wird. Eine gleichmäßige, angemessene Wärme unterstützt die Nutzung im Alltag. Der Teppich kann dadurch auch in einem Raum eingesetzt werden, der über eine Fußbodenheizung temperiert wird. Bei der Pflege und beim Betrieb der Heizung sollte darauf geachtet werden, dass die empfohlenen Rahmenbedingungen eingehalten werden und die Wärme nicht unnötig stark auf die textile Fläche einwirkt.

Wie erkenne ich einen originalen handgeknüpften Teppich?

Ein original handgeknüpfter Teppich weist häufig eine unregelmäßige Struktur auf. Auch Schnitte auf der Rückseite können Hinweise auf die handwerkliche Knüpfung geben. Bei der Gestaltung sollten Muster und Farben lebendig und vielschichtig erscheinen. Eine hohe Knotenzahl gilt ebenfalls als Indikator für einen qualitativ hochwertigen handgeknüpften Teppich. Das Fehlen von Fabrikzeichen kann ein weiteres Merkmal sein. Einzelne Hinweise sollten immer gemeinsam betrachtet werden: Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Rückseite, Struktur, Muster, Farbwirkung und der Ausführung der Knoten. Bei diesem Stück sind die Handknüpfung und die hohe Knotendichte ausdrücklich Teil der Beschreibung.

Zusätzliche Informationen
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