








Perserteppich Isfahan 291 x 209 cm Wolle handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 3195$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Isfahan Perserteppich | Knotendichte: ca. 250.000-300.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 291 x 209 cm | Muster: Lachak-Toranj Isfahan Floral Medaillon | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000314
Beschreibung
Isfahan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Isfahan Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung aus einem wollenen Flor und einer Baumwollkette gehört zu den charakteristischen Grundlagen, auf denen viele fein gearbeitete persische Teppiche beruhen. Die Schurwolle bildet die sichtbare und fühlbare Oberfläche. Sie wird beim Knüpfen Reihe für Reihe in die Kette eingebunden und anschließend zu einem geschlossenen Flor ausgearbeitet.
Die angegebene Knotendichte liegt bei etwa 250.000-300.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine differenzierte Ausarbeitung kleiner Formen und feiner Linien. Bei einem floralen Medaillonmuster ist diese handwerkliche Präzision besonders wichtig, weil Blüten, Ranken und die Konturen des zentralen Motivs klar voneinander abgegrenzt werden müssen. Jeder Knoten ist Teil des Aufbaus und trägt zur Zeichnung der Oberfläche bei.
Handknüpfen ist ein Verfahren, bei dem der Teppich nicht als fertige Fläche hergestellt, sondern aus einzelnen Knoten aufgebaut wird. Die Knoten werden an der Kette befestigt, durch Schussfäden gesichert und im weiteren Verlauf verdichtet. So entsteht ein textiles Gefüge, dessen Muster unmittelbar aus der Folge der gesetzten Knoten hervorgeht. Bei diesem Stück verbinden sich die traditionelle Handarbeit, die verwendete Schurwolle und die Baumwollkette mit einer hohen angegebenen Knotendichte.
Herkunft und Tradition
Isfahan, auch Esfahan geschrieben, liegt in Zentralpersien. Die Stadt ist für ihre lange Geschichte, ihre Architektur und ihre Teppichherstellung bekannt. Isfahan-Teppiche nehmen innerhalb der persischen Web- und Knüpftradition einen festen Platz ein. Ihre Gestaltung verbindet eine ausgeprägte Ordnung mit einer fein gegliederten Ornamentik. Das Ergebnis ist eine Teppichform, in der handwerkliche Ausführung und künstlerischer Entwurf eng zusammengehören.
Die Teppichtradition von Isfahan reicht Jahrhunderte zurück. Die Stadt war ein Zentrum der Safawiden-Dynastie und damit ein wichtiger Ort für die Entwicklung hochwertiger persischer Teppiche. In dieser Zeit erhielten Muster, Kompositionen und dekorative Künste eine besondere Bedeutung. Die historischen Einflüsse dieser Epoche wirken in der Isfahan-Tradition bis heute nach. Sie zeigen sich vor allem in der Vorliebe für ausgewogene Flächenaufteilungen, zentrale Kompositionen und eine sorgfältige Behandlung floraler Formen.
Isfahan-Teppiche werden mit einer Kultur des präzisen Entwurfs und der erfahrenen Ausführung verbunden. Die Arbeit der Knüpfer beruht auf erlernten Techniken, wiederkehrenden Gestaltungsvokabularen und einem genauen Verständnis für Proportionen. Ein Entwurf wird nicht nur als einzelne Figur betrachtet, sondern als Zusammenspiel von Mittelfeld, Umrahmung und begleitenden Ornamenten. Dadurch erhält der Teppich eine lesbare Struktur, in der die einzelnen Motive aufeinander bezogen bleiben.
Die regionale Tradition umfasst unterschiedliche ästhetische Ausprägungen. Florale Zeichnungen, Medaillons und arabeske Formen gehören zu den bekannten Gestaltungselementen. Dabei kann ein zentrales Motiv den Schwerpunkt der gesamten Komposition bilden, während Randzonen und kleinere Ornamente den Übergang zur äußeren Begrenzung herstellen. Diese Verbindung aus Zentrum und Einfassung ist für viele klassische persische Teppichentwürfe prägend und erklärt, weshalb Isfahan-Muster sowohl geschlossen als auch fein bewegt wirken können.
Die Herstellung eines solchen Teppichs steht damit in einer langen Entwicklungsgeschichte. Überlieferte Formen werden in der Praxis der Knüpferei weitergeführt, ohne dass jeder Teppich denselben Entwurf wiederholen muss. Die Bedeutung von Isfahan liegt sowohl in der historischen Rolle der Stadt als auch in der bis heute bekannten Verbindung von floraler Gestaltung, Medaillonaufbau und sorgfältiger Handarbeit.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Isfahan Floral Medaillon bezeichnet. Lachak-Toranj verbindet dabei die Vorstellung von Eckformen mit einem Toranj, also einem zentralen Medaillon. In einer solchen Komposition stehen die Ecken und das Zentrum in einem gestalterischen Verhältnis zueinander. Die Bezeichnung verweist somit auf eine klar organisierte Fläche, in der das Mittelfeld durch ein Medaillon geprägt und von ergänzenden Formen begleitet wird.
Die florale Ausrichtung bringt Blüten, Blätter und Ranken als dekorative Elemente in die Komposition ein. Florale Muster werden in der persischen Teppichkunst häufig nicht als naturgetreue Abbildung verstanden, sondern als stilisierte Ornamentik. Linien werden rhythmisch geführt, Blattformen werden geordnet und Blüten in den Gesamtaufbau eingepasst. So entsteht ein Muster, das zugleich detailliert und zusammenhängend gelesen werden kann.
Ein Medaillon bündelt die Aufmerksamkeit im Zentrum. Es kann durch florale Linien gegliedert und von weiteren Ornamenten umgeben sein. Beim Lachak-Toranj-Entwurf wird dieser zentrale Schwerpunkt durch die Gestaltung der Ecken ergänzt. Die Eckmotive schaffen eine visuelle Verbindung zwischen dem Mittelfeld und dem Rand. Dadurch erhält die Fläche eine ausgewogene Orientierung, anstatt ausschließlich aus frei verteilten Einzelmotiven zu bestehen.
Isfahan-Muster sind für ihre ästhetische Vielfalt bekannt. Zu den häufig verbundenen Gestaltungsmitteln gehören florale Designs, Medaillons und arabeske Motive. Arabeske Linien können den Blick von einer Form zur nächsten führen und geben der Zeichnung einen fortlaufenden Rhythmus. In Verbindung mit Blüten und Blättern entsteht eine Ornamentik, die auf Wiederholung, Symmetrie und feinen Übergängen beruht.
Die traditionelle Farbwelt, die mit Isfahan-Teppichen verbunden wird, umfasst tiefe Rottöne, kräftige Blautöne, sanfte Beige- und Cremetöne sowie Goldakzente. Diese Farben können unterschiedliche Aufgaben im Muster übernehmen: Dunklere Töne geben der Komposition Kontur, helle Nuancen schaffen Abstände zwischen Ornamenten, und goldene Akzente betonen einzelne florale Details. Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Farbton, sondern das Verhältnis von Grund, Motiv und Einfassung.
Das Design macht die Herkunftsbezeichnung Isfahan auch auf der Ebene der Formensprache nachvollziehbar. Das zentrale Medaillon, die florale Zeichnung und die gegliederte Einfassung gehören zu einem Musterverständnis, das Ornament nicht zufällig verteilt, sondern in eine übergeordnete Ordnung einfügt. Die hohe Knotendichte unterstützt die Darstellung feiner Linien und kleiner Details, ohne dass daraus eine andere Herkunft oder ein anderes Muster abzuleiten wäre.
Besonderheiten
Als besondere Merkmale dieses Stücks sind die Herkunft aus Isfahan, das Lachak-Toranj Isfahan Floral Medaillon, der handgeknüpfte Aufbau sowie die Verbindung von 100% Schurwolle im Flor mit 100% Baumwolle in der Kette festgehalten. Der Zustand ist als sehr gut angegeben. Die Kennzeichnung als verkauft gehört ebenfalls zu den Angaben dieses Einzelstücks.
Die Kombination aus floralem Medaillonentwurf und hoher Knotendichte macht die handwerkliche Zeichnung des Teppichs zu einem wesentlichen Bestandteil seiner Beschreibung. Gleichzeitig bleibt der Aufbau klar nachvollziehbar: ein Flor aus Schurwolle, eine Baumwollkette und eine in Handarbeit geknüpfte Oberfläche. Damit steht dieses Stück für die Verbindung von Material, Technik und Isfahaner Mustertradition.
FAQ
Was kennzeichnet einen Isfahan Perserteppich?
Isfahan Perserteppiche stammen aus der Tradition der Stadt Isfahan in Zentralpersien. Sie werden mit einer sorgfältigen handwerklichen Ausführung, feinen floralen Zeichnungen, Medaillons und arabesken Ornamenten verbunden. Die Stadt besitzt eine jahrhundertealte Teppichtradition und war ein Zentrum der Safawiden-Dynastie. Dadurch entwickelte sich Isfahan zu einem wichtigen Ort für die Gestaltung und Herstellung hochwertiger persischer Teppiche. Ein typischer Entwurf kann ein zentrales Medaillon mit floralen Details und einer geordneten Einfassung verbinden. Die Bezeichnung beschreibt daher nicht nur einen Ort, sondern auch eine gewachsene Formensprache innerhalb der persischen Teppichkunst.
Was bedeutet Lachak-Toranj Floral Medaillon?
Lachak-Toranj bezeichnet eine Komposition, in der ein Toranj, also ein zentrales Medaillon, mit Eckmotiven verbunden wird. Das Zentrum bildet den Schwerpunkt des Mittelfelds, während die Gestaltung der Ecken eine Beziehung zwischen diesem Zentrum und der äußeren Einfassung herstellt. Der Zusatz Floral weist auf Blüten, Blätter und Ranken als wesentliche Ornamentformen hin. Diese Elemente werden in der persischen Mustertradition stilisiert und in eine ausgewogene Gesamtordnung gebracht. Beim vorliegenden Teppich ist die Musterbezeichnung als Lachak-Toranj Isfahan Floral Medaillon angegeben. Sie beschreibt damit den Aufbau und die florale Ausrichtung, nicht einen abweichenden Herstellungsort.
Welche Materialien wurden für diesen Teppich verwendet?
Der Flor dieses handgeknüpften Teppichs besteht aus 100% Schurwolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Schurwolle bildet die sichtbare Oberfläche und nimmt die geknüpften Ornamente auf. Baumwolle dient als Kettenmaterial, in das die Knoten eingebunden werden. Zusammen ergeben beide Materialien die konstruktive Grundlage des Teppichs. Die angegebene Knotendichte von etwa 250.000-300.000 Knoten pro Quadratmeter steht zusätzlich für die feine Ausarbeitung der Oberfläche. Der Zustand dieses Einzelstücks ist als sehr gut angegeben; die Ware ist als verkauft gekennzeichnet.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








