












Perserteppich Heriz 301×216 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 1243$639$Aktueller Preis ist: 639$
Handgeknüpfter Heriz Perserteppich | Knotendichte: 60000 K/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 301×216 cm | Muster: Heriz, symmetrisches Medaillon | Zustand: Gebraucht mit Patina (siehe Bilder)
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1001200003801
Beschreibung
Heriz Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Heriz Perserteppich ist handgeknüpft. Die Ausführung verbindet einen Flor aus 100% Wolle mit einer Kette aus 100% Baumwolle. Wolle ist seit Jahrhunderten ein klassisches Material für den Flor orientalischer Teppiche. Ihre natürliche Faserstruktur kann Farbe gut aufnehmen und verleiht der Oberfläche eine griffige, textile Beschaffenheit. Baumwolle wird bei der Kette eingesetzt, weil sie sich zu gleichmäßigen, belastbaren Fäden verspinnen lässt und damit eine geordnete Grundlage für die Knüpfarbeit bildet.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingearbeitet. Nach jeder Reihe wird der Schuss eingelegt und verdichtet, bevor die nächste Knotenreihe entsteht. So wächst das Teppichgewebe Schritt für Schritt. Die Handarbeit erklärt, weshalb ein einzelnes Stück nicht vollkommen identisch mit einem anderen Heriz Teppich sein muss. Kleine Unterschiede in der Spannung, im Rhythmus der Reihen und in der Wirkung der Farben gehören zur Herstellung von Hand.
Die angegebene Knotendichte beträgt 60000 K/Qm. Sie beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und ist ein technisches Merkmal der Ausführung. Zusammen mit dem Wollflor und der Baumwollkette ergibt sich die für einen handgeknüpften Teppich typische Verbindung aus sichtbarer Oberfläche und stabilem Grundgewebe. Die Naturfarben des Teppichs unterstreichen dabei den Charakter der verwendeten Materialien.
Wolle und Baumwolle unterscheiden sich in ihrer Aufgabe klar voneinander: Der Flor aus Wolle bildet die Oberfläche, während die Baumwolle die Kette stellt. Diese Kombination ist in vielen orientalischen Knüpftraditionen zu finden. Für die tägliche Behandlung empfiehlt sich ein schonender Umgang mit dem Flor, damit die handgearbeitete Oberfläche und die vorhandene Patina erhalten bleiben.
Herkunft und Tradition
Der Heriz Perserteppich stammt aus Heris im Iran. Heriz liegt in der Provinz Ost-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes. Die Region ist für ihre Teppichknüpfkunst bekannt und besitzt eine lange Tradition im Teppichhandel. Heriz bezeichnet damit nicht nur einen Ort, sondern auch eine eigenständige Richtung innerhalb der persischen Teppichkultur. Die Bezeichnung verweist auf eine regionale Arbeitsweise, auf vertraute Kompositionsformen und auf das Wissen, das in den Werkstätten über Generationen weitergegeben wurde.
Die Teppichkultur im Nordwesten Irans ist eng mit dem Austausch zwischen Orten, Märkten und Werkstätten verbunden. Entwürfe wurden über lange Zeit verwendet, angepasst und in unterschiedlichen Größen und Ausführungen geknüpft. Dadurch entstand eine klare regionale Bildsprache, ohne dass jedes einzelne Stück gleich aussehen musste. Heriz Teppiche werden traditionell mit einer robusten Bauweise und reichen, erdigen Farben verbunden. Diese Farbwelt nimmt Bezug auf die Landschaft der Region und gehört zu den wiedererkennbaren Eigenschaften des Heriz Stils.
Die lange Geschichte der Region reicht im überlieferten Teppichhandel bis in das 16. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit entwickelten sich Teppiche zu wichtigen Gebrauchs- und Handelsgütern. Das Knüpfen war zugleich handwerkliche Arbeit und kulturelle Weitergabe. Kenntnisse über Wolle, Färbung, Knotentechnik und Muster wurden von einer Generation an die nächste vermittelt. Ein Heriz Teppich steht deshalb immer auch in einer Tradition, in der praktische Haltbarkeit und eine markante ornamentale Gestaltung zusammengehören.
Im Unterschied zu einer rein dekorativen Einordnung beschreibt Heriz eine regionale persische Herkunft. Die Stadt und ihre Umgebung sind mit einer Teppichsprache verbunden, die kräftige Linien, klar gegliederte Flächen und eine gut erkennbare Mitte bevorzugt. Die regionale Identität zeigt sich nicht nur in einzelnen Ornamenten, sondern auch in der Art, wie ein Entwurf auf dem Teppichfeld organisiert wird. Das macht Heriz zu einer eigenständigen Herkunfts- und Stilbezeichnung innerhalb der iranischen Teppichtradition.
Die Weitergabe des Handwerks erfolgte nicht allein über schriftliche Musterbücher. Vieles wurde in der praktischen Arbeit gelernt: das Vorbereiten der Kette, das Setzen der Knoten, das Einlegen und Verdichten des Schusses sowie das Ausarbeiten der Konturen. Diese Verbindung aus Übung und überliefertem Entwurf prägt die regionale Herstellung. Auch die Verwendung von Naturfarben gehört zu dem Erscheinungsbild, das mit diesem Teppichtyp verbunden wird und bei diesem Stück ausdrücklich genannt ist.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Heriz mit symmetrischem Medaillon beschrieben. Ein Medaillon bildet den gestalterischen Mittelpunkt des Teppichfeldes. Bei einer symmetrischen Anlage wird dieser Mittelpunkt so aufgebaut, dass sich die wesentlichen Formen entlang einer gedachten Achse oder um das Zentrum herum ausbalancieren. Dadurch erhält das Muster eine klare Ordnung, die den Blick in die Mitte führt und die übrigen Ornamente miteinander verbindet.
Heriz Entwürfe sind häufig geometrisch gegliedert. Gerade Linien, kantige Konturen und stilisierte florale Formen können sich zu einem zusammenhängenden Rapport verbinden. Florale Elemente werden dabei nicht zwingend naturalistisch wiedergegeben. Sie erscheinen oft vereinfacht, gespiegelt oder in eine strengere Form übersetzt. Diese Stilisierung ist ein wichtiger Teil der persischen Teppichzeichnung: Pflanzenformen werden so bearbeitet, dass sie in einem klaren, knüpfbaren Aufbau funktionieren.
Ein symmetrisches Medaillon kann von Nebenmotiven und einer Bordüre begleitet werden. Die Bordüre rahmt das zentrale Feld und schafft einen Übergang zwischen dem Innenbereich und dem äußeren Abschluss. In der Heriz Tradition werden solche Rahmen häufig mit wiederholten Ornamenten gefüllt. Wiederholung sorgt für Rhythmus, während die geometrische Zeichnung die einzelnen Motive voneinander abgrenzt. Das Muster wirkt dadurch geordnet, ohne auf die für handgeknüpfte Teppiche typische individuelle Ausführung zu verzichten.
Die Naturfarben geben dem Design eine zurückhaltende, erdverbundene Wirkung. Farben sind in der persischen Teppichkunst nicht nur dekorative Mittel. Sie strukturieren das Verhältnis von Innenfeld, Medaillon und Bordüre und beeinflussen, wie deutlich die Linien aus der Gesamtfläche hervortreten. Erdige Töne können geometrische Formen ruhig miteinander verbinden, während Kontraste die Gliederung des Entwurfs sichtbar machen. Bei diesem Stück wird die Farbgebung ausdrücklich als naturfarben bezeichnet.
Geometrische Heriz Muster können außerdem stilisierte Tiere, Blätter, Blüten und weitere überlieferte Zeichen aufnehmen. Solche Motive werden in der persischen Kultur häufig mit symbolischen Bedeutungen verbunden. Ihre konkrete Wirkung entsteht jedoch immer aus dem Zusammenspiel von Form, Wiederholung und Platzierung. Bei diesem Teppich ist als bestimmtes Muster das symmetrische Medaillon genannt; weitergehende einzelne Motive werden nicht festgelegt. Entscheidend bleibt daher die klar geordnete Heriz Komposition mit ihrer zentralen Ausrichtung.
Die Zeichnung eines handgeknüpften Teppichs entsteht nicht wie ein industrieller Druck. Jeder Knoten setzt einen kleinen Teil der Kontur und trägt zur Ausformung des Gesamtbildes bei. Gerade bei geometrischen Entwürfen führt diese Technik zu einer charakteristischen Verbindung von Planbarkeit und handwerklicher Eigenheit. Das zentrale Medaillon bleibt lesbar, während die Ausführung die Arbeit der knüpfenden Hand erkennen lässt.
Besonderheiten
Als besondere Merkmale dieses Stücks sind die Naturfarben, die handgeknüpfte Ausführung und die vorhandene Patina genannt. Der Zustand wird als gebraucht mit Patina angegeben; für die Beurteilung der Oberfläche und ihres Erhaltungsbildes wird auf die Bilder verwiesen. Patina bezeichnet bei einem gebrauchten Teppich die sichtbare Entwicklung, die durch Zeit und Nutzung an Farbe und Oberfläche entstehen kann. Sie ist damit Teil des beschriebenen Zustands und keine nachträglich hinzugefügte Gestaltung.
Die Verbindung aus Wollflor und Baumwollkette, das symmetrische Heriz Medaillon und die traditionelle Herkunft aus Heris ergeben ein klar bestimmbares Profil. Die Naturfarben unterstützen die erdige Farbwirkung, die mit Heriz Teppichen verbunden wird. Zugleich bleibt jedes handgeknüpfte Einzelstück in seiner Ausführung eigenständig. Die vorhandene Patina macht bei diesem Exemplar den gebrauchten Charakter unmittelbar sichtbar.
Für die Pflege sollte der Teppich regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden. Frische Flecken können mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Eine professionelle Teppichreinigung wird empfohlen, wenn eine gründliche Reinigung erforderlich ist oder die Farben und die Lebensdauer des Teppichs langfristig bewahrt werden sollen.
FAQ
Wie pflege ich meinen Heriz Perserteppich am besten?
Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden. Flecken werden am besten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft, statt sie kräftig zu reiben. Für eine gründliche Behandlung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Das ist besonders sinnvoll, wenn die Oberfläche stärker verschmutzt ist oder die Farben und die bereits vorhandene Patina möglichst schonend erhalten werden sollen.
Woher stammt die Wolle für diesen Teppich?
Die Wolle für diesen Heriz Perserteppich stammt aus spezialisierten Regionen im Iran, in denen Schafe für ihre feine, hochwertige Wolle gezüchtet werden. Im Teppich bildet diese Wolle den Flor. Die Kette besteht dagegen aus 100% Baumwolle. Damit sind die beiden Materialien und ihre jeweiligen Aufgaben bei diesem Stück klar benannt.
Kann ich diesen Teppich auch in einem modernen Einrichtungsstil verwenden?
Ja. Der Heriz Perserteppich in Naturfarben lässt sich sowohl mit traditionellen als auch mit modernen Einrichtungsstilen verbinden. Das symmetrische Medaillon bringt eine geordnete, zentrale Struktur ein, während die Naturfarbtöne zurückhaltend wirken. Dadurch kann der Teppich in unterschiedlichen Wohnkonzepten eingesetzt werden, ohne dass seine persische Herkunft und sein traditionelles Muster verloren gehen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








