Perserteppich Hamedan Malayer 263 x 145 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 1420$Aktueller Preis ist: 692$

Handgeknüpfter Hamedan Malayer Perserteppich | Knotendichte: 120000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 263×145cm | Muster: Floral, seltene Motive | Zustand: Sehr gut mit minimaler Patina, professionell gewaschen

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Inventarnummer: 100120000415

Beschreibung

Hamedan Malayer Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamedan Malayer Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100% aus Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die beiden Materialien erfüllen damit unterschiedliche Aufgaben im Aufbau des Teppichs: Die Wolle bildet die sichtbare Oberfläche, die Baumwolle gehört zum tragenden Grundgerüst. Die Herstellung erfolgt Knoten für Knoten von Hand und unterscheidet sich dadurch grundsätzlich von der maschinellen Produktion.

Die Knotendichte dieses Exemplars beträgt 120000/Qm. Sie beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche. Bei handgeknüpften Teppichen steht die Knotendichte mit der möglichen Feinheit von Konturen und Übergängen in Verbindung. Eine höhere Dichte kann eine differenzierte Zeichnung unterstützen, ersetzt aber nicht die handwerkliche Arbeit an jedem einzelnen Knoten. Das Muster wird während des Knüpfens aufgebaut und nicht nachträglich auf eine fertige Oberfläche gedruckt.

Wolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer strapazierfähigen und angenehm textilen Eigenschaften verwendet. Sie besitzt eine natürliche Oberfläche und eignet sich für die Ausbildung eines belastbaren Flors. Baumwolle wird häufig für die Kette eingesetzt, weil sie gerade und stabile Fäden für den Grundaufbau bereitstellen kann. Bei diesem Teppich treffen deshalb ein Flor aus 100% Wolle und eine Kette aus 100% Baumwolle in einer handgeknüpften Konstruktion zusammen.

Die Handarbeit prägt den Charakter jedes einzelnen Knüpfteppichs. Die Kettfäden werden auf dem Webstuhl gespannt, anschließend werden die Knoten in Reihen eingearbeitet und durch Schussfäden gesichert. Danach wird der Flor fortlaufend ausgerichtet. Je nach regionaler Technik können dabei verschiedene Knotenausführungen und Arbeitsweisen vorkommen. Entscheidend ist bei diesem Stück die ausdrücklich genannte handgeknüpfte Fertigung.

Durch das Arbeiten von Hand entsteht keine vollkommen identische Wiederholung industrieller Ware. Knoten, Reihen und Farbflächen werden laufend aufeinander abgestimmt. Kleine handwerkliche Eigenheiten gehören zu dieser Fertigungsweise. Das Stück wird als Unikat bezeichnet und trägt die Kennzeichnung W1(#415). Diese Bezeichnung dient der Identifikation des einzelnen Teppichs.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Hamedan, Persien. Hamedan liegt im Westen des Iran und gehört zu den bekannten Teppichregionen des Landes. Die dortige Tradition umfasst unterschiedliche Arten von handgeknüpften Teppichen, die sich in Zeichnung, Aufbau, Farbverteilung und Ausführung unterscheiden können. Hamedan bezeichnet daher ein regionales Handwerksumfeld und kein einziges, für alle Teppiche verbindliches Muster.

Die Verbindung mit Malayer verweist auf eine bedeutende Teppichtradition innerhalb des Raumes Hamedan. Malayer ist für handgeknüpfte Arbeiten mit eigenständiger regionaler Zeichensprache bekannt. In diesem Umfeld entstanden sowohl Teppiche mit geometrischer Ordnung als auch Stücke mit floralen Kompositionen. Werkstatt, Dorf, Auftrag, Zeit und persönlicher Stil der Knüpfer konnten die konkrete Gestaltung beeinflussen. Eine regionale Bezeichnung beschreibt somit die Herkunftstradition, nicht eine standardisierte Vorlage.

Das Knüpfen persischer Teppiche ist ein Handwerk, in dem technische Kenntnisse und Gestaltung eng miteinander verbunden sind. Die Vorbereitung der Kette, die Spannung am Webstuhl, die Wahl des Materials und die Abfolge der Knoten bestimmen gemeinsam die spätere Oberfläche. Gleichzeitig muss die Zeichnung Reihe für Reihe aus dem Musterplan oder aus überlieferten Formen entwickelt werden. Der Knüpfer arbeitet daher sowohl konstruktiv als auch dekorativ.

In Hamedan wurden Kenntnisse über Materialien, Muster und Knüpftechniken über Generationen weitergegeben. Solche Traditionen konnten innerhalb von Familien, Werkstätten und lokalen Gemeinschaften fortbestehen. Überlieferte Motive wurden dabei nicht zwangsläufig unverändert übernommen. Sie konnten vereinfacht, erweitert, neu angeordnet oder mit anderen regionalen Formen verbunden werden. Daraus erklärt sich die große Vielfalt der Teppiche, die mit Hamedan und Malayer in Verbindung gebracht werden.

Die westiranische Teppichkultur umfasst ein breites Spektrum an floralen, geometrischen und kombinierten Zeichnungen. Florale Formen können auf stilisierten Pflanzen, Blättern, Blüten und Ranken beruhen. Geometrische Elemente strukturieren Felder und Bordüren, schaffen Wiederholungen und geben der Komposition einen klaren Rhythmus. Auch dort, wo ein Teppich überwiegend floral erscheint, können Ordnung, Symmetrie und geometrische Konturen eine wichtige Rolle spielen.

Persische Teppiche sind traditionell sowohl Gebrauchsgegenstände als auch textile Ausdrucksformen regionaler Kultur. Ihre Funktion als Bodenbelag verbindet sich mit der Weitergabe von Ornamenten, handwerklichem Wissen und Materialerfahrung. Ein Teppich aus Hamedan steht deshalb immer im Zusammenhang mit einer gewachsenen regionalen Praxis. Die Einordnung als Perserteppich folgt bei diesem Stück der angegebenen Herkunft Hamedan, Persien.

Die Bezeichnung Malayer darf nicht als Hinweis auf eine andere Provenienz neben Hamedan verstanden werden. Sie beschreibt das im Namen genannte regionale Umfeld innerhalb der persischen Teppichtradition. Für die konkrete Herkunft dieses Teppichs ist Hamedan, Persien, angegeben. Die allgemeine Geschichte der Region liefert den kulturellen Rahmen, während die individuellen Eigenschaften des Unikats durch die Angaben zu Technik, Material, Dichte, Muster und Zustand bestimmt werden.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als floral mit seltenen Motiven beschrieben. Florale Ornamente gehören zu den wichtigen Gestaltungsmitteln persischer Teppiche. Naturformen werden dabei gewöhnlich nicht als botanische Abbildung übernommen, sondern in eine textile Formensprache übersetzt. Blüten, Blätter, Ranken und Rosetten können stilisiert, rhythmisiert und in ein übergeordnetes Flächenmuster eingebunden werden.

Der Ausdruck „seltene Motive“ hebt die besondere Motivauswahl innerhalb der floralen Gestaltung hervor. Er ist eine Beschreibung der Musterwirkung und keine zusätzliche Angabe zu Herkunft, Alter oder Material. Bei einem handgeknüpften Teppich werden solche Ornamente während des Knüpfens aus einzelnen Knoten aufgebaut. Konturen, Zwischenräume und Wiederholungen entstehen Schritt für Schritt und bleiben mit der technischen Ausführung verbunden.

Florale Kompositionen können unterschiedlich organisiert sein. Ein zentrales Feld kann von einer oder mehreren Bordüren umgeben werden, oder die Pflanzenformen können über eine gesamte Fläche verteilt erscheinen. Eine Bordüre gibt dem Rand eine klare Ordnung und kann den Übergang zwischen Innenfeld und Außenkante gliedern. Kleinere Ornamente dienen häufig dazu, Zwischenräume zu beleben oder größere Formen miteinander zu verbinden. Welche Anordnung ein einzelnes Stück zeigt, ist Teil seiner individuellen Zeichnung.

In der Hamedan-Malayer-Tradition werden florale Formen häufig mit einer klaren, gut lesbaren Struktur verbunden. Die Zeichnung kann durch Wiederholung, Spiegelung oder rhythmische Abfolge geordnet werden. Gleichzeitig lässt die Handarbeit Raum für feine Unterschiede in Linienführung und Ornament. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen überliefertem Musterwissen und der individuellen Ausführung durch die Knüpfer.

Die Knotendichte wirkt sich auf die Darstellung eines Musters aus, weil sie die Größe und Differenzierung der einzelnen Knoten bestimmt. Bei dichter gearbeiteten Teppichen können Übergänge zwischen Formen feiner abgestuft werden. Die Knotendichte allein erklärt jedoch nicht die gesamte Gestaltung. Auch die Anordnung der Farben, die Wahl der Konturen, die Proportionen der Ornamente und die technische Erfahrung der Knüpfer tragen zur Wirkung eines floralen Teppichs bei.

Florale Teppiche lassen sich in traditionellen wie in zeitgenössischen Räumen einsetzen, weil ihre Gestaltung organische Formen mit einer geordneten Fläche verbindet. In einem klassisch eingerichteten Raum kann die regionale Ornamentik mit anderen traditionellen Elementen korrespondieren. In einer reduzierten Umgebung kann die Zeichnung als eigenständige textile Struktur erscheinen. Diese allgemeine Eigenschaft floraler Muster ist keine zusätzliche Aussage über den individuellen Teppich.

Bei der Betrachtung eines floralen Teppichs lohnt sich der Blick auf das Verhältnis von großen und kleinen Formen. Größere Blüten oder Ranken können die Hauptbewegung bestimmen, während kleinere Elemente die Zwischenräume ausarbeiten. Wiederholungen erzeugen Rhythmus, Abweichungen bewahren den handwerklichen Charakter. Die im Angebot genannten floralen und seltenen Motive bilden gemeinsam die dokumentierte Musterbeschreibung dieses Unikats.

Besonderheiten

Der Teppich ist ein Unikat und wird unter der Kennzeichnung W1(#415) geführt. Sein Zustand wird als sehr gut mit minimaler Patina beschrieben. Außerdem wurde er professionell gewaschen. Patina bezeichnet bei einem gebrauchten textilen Stück leichte Veränderungen, die sich im Lauf der Zeit an Oberfläche und Erscheinungsbild entwickeln können. Die Angabe „minimal“ weist auf eine geringe Ausprägung hin und ist Teil der Zustandsbeschreibung.

Zu den ausdrücklich genannten Merkmalen gehören die Handknüpfung, der Flor aus 100% Wolle, die Kette aus 100% Baumwolle und die Knotendichte von 120000/Qm. Hinzu kommen die Herkunft Hamedan, Persien, sowie das florale Muster mit seltenen Motiven. Diese Angaben beschreiben das Stück in technischer, regionaler, gestalterischer und erhaltungsbezogener Hinsicht. Die professionelle Wäsche ist ebenfalls als Besonderheit vermerkt.

Handgeknüpfte Teppiche können sich durch Nutzung und Pflege im Erscheinungsbild verändern. Bei diesem Stück ist eine minimale Patina bereits ausdrücklich genannt. Angaben zu Reparaturen, Restaurierungen, Fransen, Kanten oder einzelnen Gebrauchsspuren enthält die Quelle nicht. Deshalb werden diese Punkte nicht ergänzt. Die Besonderheit dieses Angebots liegt in der Verbindung der genannten Eigenschaften mit der Ausführung als einzelnes Unikat.

FAQ

Wie pflege ich diesen Hamedan Malayer Perserteppich richtig?

Für die regelmäßige Pflege eines handgeknüpften Perserteppichs empfiehlt sich Staubsaugen mit niedriger Saugstärke. Loser Staub kann so entfernt werden, ohne den Flor unnötig stark zu beanspruchen. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Starkes Reiben kann Fasern und Farbflächen belasten; eine vorsichtige, örtlich begrenzte Behandlung ist daher sinnvoll. Zusätzlich wird empfohlen, einen solchen Teppich alle drei bis fünf Jahre professionell reinigen zu lassen. Der tatsächliche Bedarf hängt von Nutzung und Verschmutzung ab. Da dieses Exemplar bereits professionell gewaschen wurde, sollte eine weitere Reinigung am realen Zustand ausgerichtet werden und nicht automatisch erfolgen. Bei stärkeren Verschmutzungen oder unsicheren Flecken ist ein Fachbetrieb die geeignete Wahl.

Kann dieser Teppich auf einer Fußbodenheizung verwendet werden?

Ein handgeknüpfter Perserteppich kann in der Regel auf einer Fußbodenheizung verwendet werden, solange die Temperatur nicht zu hoch eingestellt wird. Der Teppich sollte nicht regelmäßig extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein. Zusätzlich spielen der Aufbau des Bodens und die Eignung einer verwendeten Unterlage eine Rolle. Eine gleichmäßige, moderate Wärme ist günstiger als häufige starke Wechsel. Bei einer ungewöhnlichen Heizungs- oder Bodenkonstruktion kann eine Beratung durch einen Heizungsfachbetrieb oder einen Teppichfachmann klären, ob die konkrete Kombination geeignet ist. Die allgemeine Empfehlung bedeutet daher eine mögliche Nutzung bei angemessenen Temperaturen, nicht eine uneingeschränkte Belastbarkeit durch starke Hitze.

Wie kann ich die Authentizität dieses Perserteppichs überprüfen?

Bei der Prüfung eines handgeknüpften Hamedan-Malayer-Perserteppichs können mehrere Merkmale betrachtet werden. Dazu zählen die Knotendichte, die verwendeten Materialien und die Feinheit der Muster. Auch die Rückseite, der Aufbau der Knoten und die handwerkliche Ausführung können Fachleuten Hinweise geben. Der Kauf bei einem vertrauenswürdigen Händler bietet zusätzliche Sicherheit, weil Herkunft und Fertigungsart nachvollziehbar beschrieben werden. Für dieses Stück sind Hamedan, Persien, die Handknüpfung, ein Flor aus 100% Wolle und eine Kette aus 100% Baumwolle angegeben. Außerdem kann ein Zertifikat über die Herkunft des Teppichs bereitgestellt werden. Für eine formale Einschätzung bleibt die Begutachtung durch eine fachkundige Person die zuverlässigste Möglichkeit.

Zusätzliche Informationen
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