







Perserteppich Hamedan 260 x 140 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 1420$473$Aktueller Preis ist: 473$
Handgeknüpfter Hamedan Perserteppich | Knotendichte: 250.000-300.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 260 x 140 cm | Muster: symmetrisches Medaillon | Zustand: sehr gut, professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000319
Beschreibung
Hamedan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamedan Perserteppich ist handgeknüpft. Der Flor besteht aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle. Die Schurwolle bildet die sichtbare Oberfläche des Teppichs, während die Baumwollkette das längs verlaufende Grundgerüst bildet. In dieses Grundgerüst werden die einzelnen Knoten eingearbeitet. Damit sind die für dieses Stück angegebenen Materialien eindeutig benannt.
Schurwolle ist ein traditionelles Material des persischen Teppichhandwerks. Die Faser lässt sich beim Knüpfen präzise verarbeiten und ergibt eine textile Oberfläche mit natürlicher Struktur. Ihre Verwendung ist mit der langen Entwicklung handgeknüpfter Teppiche verbunden, bei denen der Flor nicht auf eine Trägerschicht aufgetragen, sondern aus einzelnen Garnknoten aufgebaut wird. Die Baumwolle der Kette ergänzt den Wollflor durch ein regelmäßiges und tragfähiges Grundgewebe.
Beim Handknüpfen wird der Teppich Reihe für Reihe aufgebaut. Die Knoten werden einzeln um die Kettfäden gelegt und durch Schussfäden sowie die folgenden Reihen im Gewebe gehalten. Der Aufbau unterscheidet sich dadurch deutlich von einem maschinell hergestellten Teppich. Das Muster entsteht unmittelbar aus den farbigen Knoten. Die Zeichnung ist somit mit der Struktur des Teppichs verbunden und nicht lediglich auf seine Oberfläche gedruckt.
Die Knotendichte ist ein technisches Merkmal handgeknüpfter Teppiche. Sie beschreibt, wie viele Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche liegen. Eine höhere Dichte ermöglicht grundsätzlich eine feinere Ausarbeitung von Konturen und Details, während eine geringere Dichte häufig mit kräftiger angelegten Zeichnungen verbunden wird. Bei Hamedan-Teppichen kann die technische Ausführung innerhalb der regionalen Tradition unterschiedlich sein. Für dieses Stück ist im ausführlichen Datensatz eine Knotendichte von 120.000-125.000 Knoten/qm angegeben.
Nach dem Knüpfen wird der Flor in der Regel ausgerichtet und auf eine gleichmäßige Höhe gebracht. Auch das Waschen gehört zur Pflegegeschichte eines Teppichs. Dieses Stück wurde professionell gewaschen und befindet sich in sehr gutem Zustand. Weitere Aussagen über Alter, frühere Nutzung oder eine Restaurierung werden damit nicht verbunden.
Herkunft und Tradition
Hamedan liegt im Westen Irans und zählt zu den historischen Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt besitzt eine lange Geschichte und wird mit einer reichen Tradition des Knüpfens und Webens verbunden. In Hamedan und der umliegenden Region entstanden über lange Zeit Teppiche mit unterschiedlichen Formaten, Zeichnungen und technischen Ausführungen. Die Herkunftsbezeichnung Hamedan steht deshalb für eine vielseitige regionale Teppichkultur.
Hamedan gehört zu den ältesten Städten Irans. Die historische Bedeutung des Ortes zeigt sich auch in seinen archäologischen Stätten und Denkmälern. Diese lange kulturelle Entwicklung bildet den Hintergrund für die örtlichen Handwerkstraditionen. Teppichherstellung war ein wichtiger Bestandteil des regionalen Kunsthandwerks und wurde durch praktische Erfahrung und die Weitergabe handwerklicher Kenntnisse fortgeführt.
Die Teppiche der Region werden nicht durch ein einziges, unveränderliches Dekor bestimmt. Vielmehr umfasst die Hamedan-Tradition eine breite Palette volkstümlicher und traditioneller Entwürfe. Dazu gehören geometrische Kompositionen ebenso wie florale Zeichnungen und Muster mit einem zentralen Medaillon. Die Vielfalt erklärt, warum zwei Teppiche aus derselben Region trotz gemeinsamer Herkunft sehr unterschiedlich gegliedert sein können.
Regionale Teppichtraditionen entstehen aus dem Zusammenspiel von Material, Technik, Gebrauch und Gestaltung. Die Wahl der Wolle, die Vorbereitung der Kette, die Knotung und die abschließende Bearbeitung prägen die textile Beschaffenheit. Gleichzeitig beeinflussen überlieferte Muster die Anordnung von Innenfeld, Medaillon und Bordüre. Hamedan steht dabei für eine Entwicklung, in der handwerkliche Zweckmäßigkeit und dekorative Gestaltung miteinander verbunden sind.
Persische Teppiche wurden historisch sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für repräsentative Räume gefertigt. In den verschiedenen Regionen entstanden daher unterschiedliche Vorstellungen von Format, Ornament und Farbwirkung. Hamedan-Teppiche sind für ihre große gestalterische Bandbreite sowie für ihre handwerkliche Qualität bekannt. Die regionale Herstellung kann einfache, klar lesbare Formen ebenso hervorbringen wie kleinteiligere Kompositionen mit zahlreichen Einzelmotiven.
Die lange Tradition der Region lässt sich außerdem an der Weiterentwicklung technischer Kenntnisse erkennen. Ein handgeknüpfter Teppich verlangt Erfahrung bei der Vorbereitung des Grundgewebes, bei der gleichmäßigen Knotung und bei der Umsetzung einer Vorlage oder eines überlieferten Entwurfs. Solche Kenntnisse werden nicht nur durch schriftliche Muster, sondern vor allem durch praktische Arbeit vermittelt. Dadurch bleibt die regionale Tradition lebendig und kann zugleich unterschiedliche individuelle Ausprägungen annehmen.
Die Herkunftsbezeichnung Hamedan ist daher als Einordnung in einen historischen iranischen Herstellungsraum zu verstehen. Sie beschreibt den regionalen Zusammenhang der Teppichtradition, ohne jedes einzelne Stück auf ein bestimmtes Muster festzulegen. Das vorliegende Stück wird als Hamedan Perserteppich bezeichnet. Seine Gestaltung mit einem symmetrischen Medaillon steht innerhalb jener regionalen Vielfalt, in der zentrale, geometrische und florale Lösungen nebeneinander vorkommen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als symmetrisches Medaillon bezeichnet. Ein Medaillon ist ein zentrales Ornament, das den Aufbau des Innenfeldes bestimmt. Es bildet einen visuellen Mittelpunkt und ordnet die umgebenden Flächen. Symmetrisch bedeutet, dass die wesentlichen Formen ausgewogen auf eine Mittelachse bezogen sind. So entsteht eine Komposition mit klarer Mitte und nachvollziehbarer Balance.
Das Medaillon gehört zu den häufig verwendeten Gestaltungsprinzipien der persischen Teppichkunst. Es kann in unterschiedlichen Formen auftreten: als kompakte geometrische Figur, als ausladendes Ornament oder als Verbindung verschiedener Einzelmotive. Auch die Übergänge zwischen Medaillon und Innenfeld können verschieden gestaltet werden. Für dieses Stück ist die symmetrische Anlage des Medaillons als Mustermerkmal angegeben. Weitere konkrete Angaben zu seiner Form liegen nicht vor.
In der Hamedan-Tradition finden sich neben Medaillons auch geometrische Elemente, Blumen, Ranken und volkstümliche Motive. Geometrische Formen verleihen einer Fläche klare Konturen und eine erkennbare Ordnung. Florale Elemente können diese Struktur ergänzen und die Binnenzeichnung differenzieren. Die Motive werden beim Knüpfen aus farbigen Knoten aufgebaut. Ihre Linienwirkung hängt daher sowohl von der Vorlage als auch von der technischen Ausführung ab.
Ein zentraler Entwurf wird häufig durch eine Bordüre gefasst. Die Bordüre kann den Übergang vom Innenfeld zum äußeren Rand ordnen und die Gesamtkomposition zusammenhalten. Innerhalb des Innenfeldes können kleinere Ornamente die Fläche füllen oder die Hauptform begleiten. Bei einem symmetrischen Medaillon richtet sich die Gestaltung auf die zentrale Achse aus. Welche Bordüren- und Nebenmotive dieses Stück genau zeigt, ist nicht näher angegeben und wird deshalb nicht ergänzt.
Auch die Farbpalette von Hamedan-Teppichen kann von Stück zu Stück variieren. In der regionalen Tradition kommen häufig warme Erdtöne, Rottöne und Blautöne vor. Farben strukturieren die Fläche, grenzen einzelne Musterzonen voneinander ab und beeinflussen die Lesbarkeit der Ornamentik. Kontraste können das Medaillon hervorheben, während verwandte Farbtöne einen fließenden Zusammenhang zwischen Innenfeld und Bordüre schaffen.
Die symmetrische Ordnung hat eine klare visuelle Wirkung, weil sie dem Auge einen festen Mittelpunkt bietet. Von dieser Mitte aus lässt sich die übrige Zeichnung erschließen. Das Prinzip ist zugleich offen genug, um verschiedene Formen, Farben und Detailgrade aufzunehmen. Deshalb kann ein symmetrisches Medaillon streng geometrisch, floral bereichert oder mit volkstümlichen Einzelmotiven verbunden sein, ohne dass das Grundprinzip der zentralen Ordnung verloren geht.
Das Design dieses Stücks wird somit durch zwei Angaben bestimmt: Es gehört zur Hamedan-Tradition, und sein Muster ist ein symmetrisches Medaillon. Diese Beschreibung macht keine Aussage über eine nicht genannte Untergruppe, eine bestimmte Vorlage oder eine einzelne Werkstatt. Sie benennt den regionalen Musterzusammenhang und die zentrale symmetrische Gestaltung, ohne weitere Einzelheiten hinzuzufügen.
Besonderheiten
Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand und wurde professionell gewaschen. Die professionelle Wäsche ist eine ausdrücklich genannte Besonderheit dieses Stücks. Sie gehört zu seiner Pflegegeschichte und wird zusammen mit dem sehr guten Zustand beschrieben. Daraus werden keine zusätzlichen Aussagen über Alter, Nutzung oder Restaurierungsarbeiten abgeleitet.
Weitere festgehaltene Merkmale sind die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle und das symmetrische Medaillon. Die Bezeichnung Hamedan ordnet das Stück der persischen Teppichtradition dieser Region zu. Die genannten Eigenschaften beschreiben seine Technik, Materialien, Musterzuordnung und seinen dokumentierten Pflegezustand.
FAQ
Was kennzeichnet einen Hamedan Perserteppich?
Ein Hamedan Perserteppich stammt aus einer traditionsreichen Teppichregion im Westen Irans. Hamedan ist historisch mit der Herstellung handgeknüpfter Teppiche verbunden und besitzt eine vielseitige regionale Musterwelt. Dazu zählen geometrische Formen, florale Motive, volkstümliche Entwürfe und Medaillons. Die Bezeichnung steht nicht für ein einziges festgelegtes Muster, sondern für den Herkunfts- und Traditionzusammenhang der Region. Unterschiede bei Zeichnung, Farbwirkung und technischer Ausführung sind innerhalb dieser vielfältigen Tradition möglich.
Was bedeutet ein symmetrisches Medaillon?
Ein Medaillon ist ein zentrales Ornament im Innenfeld eines Teppichs. Es bildet den gestalterischen Mittelpunkt und ordnet die umliegenden Musterbereiche. Bei einer symmetrischen Anlage sind die wesentlichen Formen ausgewogen entlang einer Mittelachse angeordnet. Dadurch erhält die Komposition eine klare Mitte und eine regelmäßige Balance. Das Medaillon kann grundsätzlich geometrische oder florale Details enthalten. Bei diesem Hamedan Perserteppich ist die symmetrische Medaillonkomposition als Muster angegeben.
Welche Materialien wurden für diesen Teppich verwendet?
Der Flor besteht aus 100% Schurwolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Die Wolle bildet die sichtbare Oberfläche, in die die Knoten eingearbeitet sind. Die Baumwolle bildet als Kette die längs verlaufende Grundlage des Grundgewebes. Diese Materialkombination ist bei handgeknüpften Teppichen technisch klar zu unterscheiden: Der Flor bestimmt die Oberfläche, während die Kette die Basis für den Aufbau bildet. Für dieses Stück sind genau diese beiden Materialien angegeben.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








