Perserteppich Hamadan 88 x 57 cm Wolle handgeknüpft

417$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 88 x 57 cm | Muster: Geometrische und florale Motive | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: 95DFA62B

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die Handarbeit gehört zu den prägenden Merkmalen persischer Teppiche: Knoten werden einzeln in die vorbereitete Grundstruktur eingebracht, sodass ein zusammenhängender Flor und ein klar gegliedertes Muster entstehen. Anders als bei maschinell gefertigten Bodenbelägen entsteht jedes handgeknüpfte Stück in vielen aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten. Die Ausführung verbindet daher Material, Knotenarbeit und Muster unmittelbar miteinander.

Für Hamadan-Teppiche ist eine robuste, zugleich weiche Wollqualität kennzeichnend. Wolle eignet sich für einen dichten Flor und wird wegen ihrer Widerstandsfähigkeit traditionell häufig für Teppiche verwendet. Die dichte Knotenarbeit unterstützt eine präzise Darstellung der Motive und trägt zur Haltbarkeit des Florbildes bei. Bei diesem Teppich wird eine Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Die Spanne beschreibt die im Angebot genannte Dichte und ordnet die Ausführung in den Bereich fein gegliederter Hamadan-Knüpfarbeiten ein.

Der Flor aus widerstandsfähiger Wolle ist außerdem pflegeleicht. Regelmäßiges Staubsaugen entfernt lose Verschmutzungen, ohne dass der Teppich dabei unnötig belastet wird. Für die Erhaltung von Farben und Struktur sollte eine gründliche Reinigung fachgerecht erfolgen. Die im Angebot ausgewiesene Beschaffenheit ist sehr gut. Angaben zu einer Kette oder zu weiteren Materialanteilen liegen nicht vor und werden deshalb nicht ergänzt.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Hamadan-Region im Nordwesten Persiens, also aus dem Gebiet des heutigen Iran. Hamadan ist ein bedeutendes Zentrum der persischen Teppichherstellung. Neben der Stadt selbst ist die umliegende Region durch zahlreiche dörfliche und lokale Knüpftraditionen geprägt. Die Bezeichnung Hamadan verweist deshalb nicht nur auf einen einzelnen Ort, sondern auch auf ein weit gefasstes regionales Umfeld, in dem unterschiedliche Muster und Ausprägungen entstanden sind.

Zu den im Zusammenhang mit dieser Region genannten Orten gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Solche Ortsbezeichnungen stehen für eigene handwerkliche Traditionen innerhalb des nordwestpersischen Teppichgebiets. Unterschiede können sich in der Gestaltung der Felder, in der Auswahl der Ornamente und in der Farbwirkung zeigen. Gemeinsam bleibt die Verbindung von handwerklicher Knüpfarbeit, strapazierfähiger Wolle und einer klar lesbaren Musterordnung.

Die Teppichkultur Hamadans entwickelte sich in einem Umfeld, in dem Teppiche sowohl für den täglichen Gebrauch als auch als handwerkliche Erzeugnisse hergestellt wurden. Die regionale Vielfalt erklärt, weshalb Hamadan-Teppiche in sehr unterschiedlichen Entwürfen vorkommen. Manche Arbeiten wirken durch geometrische Formen streng gegliedert, andere greifen stärker auf florale Ornamente zurück. Die Herkunftsbezeichnung beschreibt daher eine Tradition mit mehreren lokalen Stimmen und nicht ein einziges festgelegtes Dekor.

Persische Teppiche werden traditionell von Hand geknüpft, wobei Entwurf, Farbanordnung und Knotensetzung zusammenwirken. In Hamadan verbindet sich diese allgemeine persische Knüpftradition mit einer regionalen Vorliebe für widerstandsfähige Wollqualitäten und vielseitige Muster. Die Stadt und ihre Nachbarorte sind für Teppiche mit eigenständigen Designs und hochwertigen Materialien bekannt. Dieser regionale Hintergrund macht verständlich, warum Hamadan als eigenständige Herkunftsbezeichnung im Teppichhandel verwendet wird.

Auch die Lage im Nordwesten Persiens ist für die Einordnung wichtig. Sie unterscheidet Hamadan von anderen persischen Teppichzentren, etwa Kerman oder Isfahan, die jeweils eigene Gestaltungstraditionen entwickelt haben. Kerman ist vor allem für detaillierte florale Muster bekannt, während Isfahan mit feinen Knotungen und kunstvollen Entwürfen verbunden wird. Diese benachbarten oder vergleichbaren Herkunftsbezeichnungen zeigen, wie vielfältig die persische Teppichproduktion ist, ohne die Herkunft dieses Stücks zu verändern: Dieser Teppich gehört zur Hamadan-Tradition.

Design und Muster

Hamadan-Teppiche sind für eine große Designvielfalt bekannt. Das Spektrum reicht von traditionellen geometrischen Mustern bis zu floralen Motiven. Geometrische Entwürfe arbeiten mit Linien, Winkeln, Rauten, wiederkehrenden Feldern und symmetrischen Ordnungen. Florale Muster setzen dagegen Blüten, Blätter und rankenartige Formen ein. Beide Gestaltungsrichtungen können in der persischen Teppichkunst regional interpretiert und miteinander verbunden werden.

Die Muster eines handgeknüpften Teppichs entstehen Knoten für Knoten. Dadurch werden Konturen, Wiederholungen und Übergänge nicht durch einen industriellen Druck aufgebracht, sondern in der Struktur des Flors aufgebaut. Eine höhere Knotendichte kann allgemein eine feinere Darstellung kleiner Formen ermöglichen. Bei Hamadan-Arbeiten bleibt die Gestaltung dennoch nicht auf ein einziges Schema beschränkt: Die regionale Tradition umfasst einfache, klar erkennbare Geometrien ebenso wie stärker ausgearbeitete florale Kompositionen.

Die Farbwelt, die für Hamadan-Teppiche beschrieben wird, umfasst häufig warme Rottöne, tiefes Blau und sanfte Erdtöne. Diese Farben können Felder, Bordüren und einzelne Ornamente voneinander absetzen. Rot und Blau werden in der persischen Teppichgestaltung oft als tragende Kontraste eingesetzt, während erdige Nuancen eine verbindende Wirkung innerhalb der Komposition haben. Die Farbpalette unterstützt damit sowohl die Lesbarkeit geometrischer Formen als auch die Differenzierung floraler Einzelheiten.

Ein Teppichmuster besteht meist aus mehreren Ebenen: einem zentralen Feld, einer Rahmung und Bordüren mit wiederkehrenden Ornamenten. Bei geometrischen Entwürfen entsteht Spannung durch die Wiederholung und Spiegelung von Formen. Bei floralen Entwürfen wird die Fläche durch Blüten, Blätter oder geschwungene Verbindungen gegliedert. Welche dieser Elemente den stärksten Eindruck erzeugt, hängt vom jeweiligen regionalen Entwurf ab. Die Hamadan-Tradition lässt hierfür bewusst unterschiedliche Lösungen zu.

Die Bezeichnung Hamadan darf nicht mit jeder einzelnen Musterform gleichgesetzt werden. Sie bezeichnet die Herkunftsregion und die dort gewachsene Knüpftradition, während das konkrete Dekor von Stück zu Stück variieren kann. Kerman-Muster mit detaillierten floralen Formen, Isfahan-Entwürfe mit kunstvoller Ausarbeitung oder Gabbeh-Motive mit einfachen geometrischen Figuren gehören zu anderen Gestaltungstraditionen. Ein Hamadan-Teppich kann florale oder geometrische Elemente zeigen, bleibt in seiner Einordnung aber ein Teppich aus der Hamadan-Region.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und die angegebene Knotendichte. Die Kombination aus dichtem Flor und strapazierfähigem Wollmaterial erklärt die traditionelle Eignung von Hamadan-Teppichen für häufig genutzte Wohnbereiche. Gleichzeitig bietet die regionale Designvielfalt eine Auswahl zwischen geometrischen und floralen Bildsprachen. Der Zustand dieses Einzelstücks ist sehr gut.

Hamadan-Teppiche können in klassischen ebenso wie in modernen Wohnumgebungen eingesetzt werden. Entscheidend ist dabei nicht eine bestimmte Stilvorgabe, sondern das Zusammenspiel aus Muster, Farbwirkung und vorhandener Einrichtung. Die Pflege bleibt bei einem Wollteppich mit dichtem Flor überschaubar: regelmäßiges Staubsaugen und eine sachgerechte Behandlung von Verschmutzungen unterstützen den Erhalt. Für die langfristige Pflege wird eine professionelle Reinigung empfohlen.

FAQ

Was zeichnet einen Hamadan Perserteppich aus?

Ein Hamadan Perserteppich steht für die Knüpftradition der Hamadan-Region im Nordwesten Persiens. Typisch ist die Verarbeitung widerstandsfähiger Wolle zu einem dichten Flor. Die regionalen Entwürfe sind vielseitig und reichen von geometrischen Mustern bis zu floralen Motiven. Bei diesem Stück kommen die handgeknüpfte Herstellung, der Wollflor, die angegebene Knotendichte und der sehr gute Zustand als konkrete Merkmale hinzu.

Wie wird ein Hamadan Teppich gepflegt?

Für die laufende Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen. Loser Staub und alltägliche Verschmutzungen werden dadurch entfernt, ohne den Flor unnötig zu beanspruchen. Bei einem Fleck sollte die Stelle zeitnah mit einem feuchten Tuch und milder Seife behandelt werden. Eine professionelle Reinigung ist sinnvoll, wenn eine gründliche Pflege erforderlich ist, da sie dazu beiträgt, Farben und Struktur des handgeknüpften Wollteppichs zu erhalten.

Welche Muster gibt es bei Hamadan Teppichen?

Die Hamadan-Tradition umfasst eine große Bandbreite an Mustern. Dazu gehören traditionelle geometrische Kompositionen mit klaren Linien und wiederkehrenden Formen ebenso wie florale Entwürfe mit Blüten, Blättern und geschwungenen Ornamenten. Auch die Farbwirkung kann unterschiedlich ausfallen; häufig werden warme Rottöne, tiefes Blau und sanfte Erdtöne genannt. Das konkrete Muster variiert je nach regionaler und handwerklicher Ausprägung.

Zusätzliche Informationen
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