Perserteppich Hamadan 240 x 127 cm Wolle handgeknüpft

1012$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 240 x 127 cm | Muster: vielfältige Designs

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Inventarnummer: D08DE222

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das textile Gefüge Knoten für Knoten auf einem Webstuhl. Die Knüpferin oder der Knüpfer führt den Florfaden um die Kettfäden, befestigt ihn und schneidet ihn anschließend ab. Reihe für Reihe wächst auf diese Weise ein zusammenhängender Flor. Die Arbeit unterscheidet sich grundsätzlich von einer maschinellen Fertigung, weil jeder Arbeitsgang unmittelbar von Hand ausgeführt wird.

Wolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer robusten Eigenschaften verwendet. Das Material bildet einen belastbaren Flor und ist zugleich angenehm im Griff. Die Wollfäden können dicht nebeneinander gesetzt werden, wodurch eine geschlossene Oberfläche entsteht. Bei Hamadan-Teppichen wird eine solche Verarbeitung traditionell mit einer breiten Auswahl an Mustern verbunden. Die im Stück angegebene Knotendichte liegt im Bereich von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine hohe Knotendichte erlaubt eine differenzierte Ausarbeitung von Linien, Konturen und kleinen Musterteilen.

Die Wolle wird in der vorliegenden Beschreibung als widerstandsfähig und schmutzabweisend charakterisiert. Der dichte Flor verbindet dadurch praktische Nutzungseigenschaften mit einer klar wahrnehmbaren textilen Struktur. Die Handknüpfung, der Wollflor und die ausgewiesene Knotendichte bestimmen gemeinsam den Aufbau dieses Teppichs. Angaben zu einem separaten Kettmaterial liegen nicht vor; im Mittelpunkt der Materialangabe steht die Wolle des Flors.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten des Iran und gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Bezeichnung Hamadan steht dabei häufig für eine größere Teppichregion und nicht ausschließlich für einen einzigen Herstellungsort. Rund um die Stadt gibt es zahlreiche Dörfer und kleinere Städte, in denen Teppiche geknüpft werden. Diese dezentrale Struktur erklärt, weshalb unter dem gemeinsamen Handelsnamen Hamadan sehr unterschiedliche Ausführungen erscheinen können.

Zu den in Verbindung mit der Region genannten Orten gehören Assadabad, Khamseh und Nahawand. Auch Tuyserkan wird als Herkunftsort innerhalb des weiteren Hamadan-Gebiets genannt. Jede dieser Gegenden entwickelte eigene Vorlieben bei Zeichnung, Farbzusammenstellung und Ausführung. Deshalb kann ein Hamadan-Teppich sowohl streng geometrische als auch stärker florale Elemente zeigen. Die regionale Vielfalt ist kein Widerspruch, sondern ein kennzeichnendes Merkmal des Hamadan-Handelsnamens.

Die Teppichproduktion rund um Hamadan gehört zu den produktiven Bereichen der iranischen Knüpfkunst. In Dörfern und Städten werden Kenntnisse über das Aufspannen der Kette, das Setzen der Knoten, das Schichten des Flors und das Abschließen der Webkanten weitergegeben. Handgeknüpfte Teppiche entstehen in diesem Zusammenhang nicht in einem einzigen standardisierten Erscheinungsbild. Das Ergebnis hängt vom jeweiligen Ort, vom überlieferten Muster und von der handwerklichen Ausführung ab.

Die Tradition der Region verbindet Gebrauchstauglichkeit mit einer ausgeprägten Musterkultur. Ein Teppich musste im häuslichen Alltag bestehen können, sollte aber zugleich eine sorgfältig geordnete Fläche bilden. Die Wolle unterstützt diesen praktischen Charakter, während die Knüpfarbeit eine genaue Darstellung von Ornamenten ermöglicht. So stehen bei Hamadan-Teppichen regionale Handarbeit und eine große gestalterische Bandbreite nebeneinander.

Persische Teppiche aus anderen Zentren zeigen, wie unterschiedlich sich die iranische Teppichkunst entwickelt hat. Tabriz ist für detailreiche Motive und feine Knüpftechniken bekannt. Kashan wird mit reichen Farben und komplexen Entwürfen verbunden. Nain und Isfahan stehen ebenfalls für hochwertige Teppiche mit traditionellen und modernen Gestaltungen; bei vielen Ausführungen werden feine Seidenfäden eingesetzt. Diese Orte gehören zur weiteren Geschichte des persischen Teppichhandwerks, sind jedoch nicht mit der Herkunft Hamadan gleichzusetzen.

Hamadan-Teppiche werden außerdem als Teil eines kulturellen Erbes verstanden. Knoten, Farben und Ornamente sind aus einer langen textilen Überlieferung hervorgegangen. Dabei darf ihre Bedeutung nicht pauschal auf jedes einzelne Stück übertragen werden: Die konkrete Gestaltung hängt vom jeweiligen Dorf, vom Entwurf und von der ausführenden Handarbeit ab. Sicher ist jedoch, dass die Region durch ihre Vielzahl an Werkstätten, Orten und überlieferten Gestaltungsvorlieben einen eigenständigen Platz in der persischen Teppichgeschichte einnimmt.

Design und Muster

Die vorliegende Beschreibung hebt die hohe Designvielfalt der Hamadan-Teppiche hervor. Unter diesem Namen werden sowohl traditionelle geometrische Muster als auch florale Motive angeboten. Geometrische Entwürfe arbeiten häufig mit klaren Linien, wiederholten Formen und gegliederten Flächen. Florale Gestaltungen können dagegen Ranken, Blütenformen und verschlungene Ornamentverbindungen in den Vordergrund stellen. Beide Richtungen gehören zur regionalen Bandbreite und können in unterschiedlichen Kombinationen auftreten.

Ein geometrischer Aufbau gibt dem Teppich eine gut lesbare Ordnung. Wiederholungen können ein Feld strukturieren, während Bordüren den inneren Bereich rahmen. Diagonale, rechteckige oder rautenähnliche Formen erzeugen dabei unterschiedliche Rhythmen. Bei einer feinen Knüpfung lassen sich Konturen und Übergänge detaillierter ausarbeiten. Die Knotendichte ist deshalb nicht nur eine technische Angabe, sondern steht auch mit der Möglichkeit in Verbindung, kleinere Zeichenelemente sichtbar zu gestalten.

Florale Muster beruhen auf einer anderen Form der Ordnung. Pflanzenformen werden vereinfacht, wiederholt oder symmetrisch angelegt, damit sie sich in die Gesamtfläche einfügen. Ranken können als verbindende Linien dienen, während Blüten oder Blätter Akzente setzen. In persischen Teppichtraditionen begegnen solche Motive sowohl in streng komponierten als auch in freier wirkenden Anordnungen. Bei Hamadan sorgt die Vielfalt der regionalen Werkstätten dafür, dass florale Darstellungen nicht auf ein einziges Schema festgelegt sind.

Die Farbwelt der in der Quelle beschriebenen Hamadan-Teppiche reicht von warmen Erdtönen bis zu leuchtenden Rottönen. Erdtöne vermitteln einem Muster eine zurückhaltende, bodenbezogene Wirkung und lassen geometrische Gliederungen deutlich hervortreten. Rottöne können als Grundfarbe, in Bordüren oder als Akzent innerhalb eines Ornaments eingesetzt werden. Die Wirkung einer Farbe hängt immer von ihrer Nachbarschaft ab: Ein warmer Ton erscheint anders neben einem dunkleren Feld als neben einer helleren Kontur.

Designvielfalt bedeutet bei Hamadan auch, dass unterschiedliche Raum- und Einrichtungszusammenhänge möglich sind. Ein klar gegliederter geometrischer Entwurf kann eine sachliche Umgebung ergänzen, während ein florales Muster stärker auf dekorative Zusammenhänge reagiert. Diese allgemeine gestalterische Flexibilität ist ein Merkmal der Teppichgruppe, nicht die Behauptung eines bestimmten Einrichtungsstils für dieses einzelne Stück. Die konkrete Musteranordnung dieses Teppichs wird in der Quelle nicht weiter benannt; festgehalten ist seine vielfältige Designausrichtung.

Die Musterentwicklung einer Region entsteht aus dem Zusammenspiel von überlieferten Vorbildern und örtlicher Ausführung. Ein Dorf kann bestimmte Bordüren bevorzugen, ein anderes die Zeichnung des Mittelfelds anders ordnen. Auch die Wahl zwischen geometrischer Strenge und floralem Detail verändert den Charakter. Darum werden Hamadan-Teppiche trotz ihres gemeinsamen Namens nicht als vollkommen einheitliche Serie verstanden. Ihre gemeinsame Zugehörigkeit liegt in der Region und der Tradition, während die sichtbare Gestaltung von Stück zu Stück variieren kann.

Besonderheiten

Zu den festgehaltenen Besonderheiten dieses Teppichs gehören die Handknüpfung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und die große gestalterische Bandbreite, die für Hamadan-Teppiche beschrieben wird. Die Wolle wird als robust und schmutzabweisend charakterisiert. Dadurch eignet sich ein Wollteppich grundsätzlich auch für Bereiche, in denen der Boden regelmäßig genutzt wird. Die dichte Oberfläche verbindet die textile Haptik des Materials mit einer belastbaren Ausführung.

Für die Pflege wird regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz empfohlen, damit der Flor geschont wird. Bei Flecken sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Aggressive Reinigungsmittel sollen nicht verwendet werden. Eine fachgerechte Teppichreinigung kann bei stärkerer Verschmutzung sinnvoll sein; die tägliche Pflege bleibt dennoch bewusst schonend. Diese Hinweise beziehen sich auf den Umgang mit einem handgeknüpften Wollteppich und ersetzen keine Prüfung der jeweiligen Verschmutzung.

FAQ

Wie pflege ich einen Hamadan-Perserteppich?

Staubsaugen Sie regelmäßig ohne Bürstenaufsatz, damit der Wollflor nicht unnötig aufgeraut oder beschädigt wird. Tupfen Sie frische Flecken möglichst sofort mit einem feuchten Tuch ab, anstatt zu reiben. Aggressive Reinigungsmittel sollten nicht zum Einsatz kommen. Bei größeren oder älteren Flecken ist eine sachkundige Teppichreinigung die sichere Vorgehensweise.

Welche Größen gibt es bei Hamadan-Perserteppichen?

Hamadan-Perserteppiche werden in unterschiedlichen Formaten angeboten. Das Spektrum reicht von kleinen Läufern bis zu großen Teppichen für Wohnbereiche. Dadurch können sie in verschiedenen Räumen und Einrichtungssituationen verwendet werden. Die verfügbare Größe hängt vom jeweiligen Einzelstück ab, da jeder handgeknüpfte Teppich ein eigenes Format besitzt.

Woher stammen Hamadan-Perserteppiche?

Sie stammen aus der Region rund um Hamadan im Nordwesten des Iran. Als Orte innerhalb des weiteren Gebiets werden unter anderem Assadabad, Khamseh und Tuyserkan genannt; auch Nahawand gehört zu den mit Hamadan verbundenen Teppichorten. Die einzelnen Dörfer und Städte bringen eigene Muster- und Ausführungstraditionen ein. Deshalb kann das Erscheinungsbild eines Hamadan-Teppichs innerhalb der regionalen Gruppe deutlich variieren.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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