Perserteppich Hamadan 220 x 140 cm Wolle handgeknüpft

1011$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 220 x 140 cm | Muster: vielfältige Muster | Zustand: sehr gut erhalten

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Inventarnummer: 514AFB64

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Hamadan besteht aus widerstandsfähiger Wolle und ist handgeknüpft. Die Wollqualität prägt sowohl die Nutzungseigenschaften als auch die Erscheinung des Teppichs. Wolle wird bei persischen Teppichen traditionell eingesetzt, weil sie einen belastbaren Flor ermöglicht und zugleich einen weichen Griff bewahrt. Bei diesem Hamadan-Teppich verbindet sich das robuste Wollmaterial mit einer handwerklichen Herstellung, bei der die einzelnen Knoten von Hand gesetzt werden.

Der Wollflor bietet eine angenehme Oberfläche und ist für eine regelmäßige Nutzung geeignet. Seine Widerstandsfähigkeit macht das Material unempfindlich gegenüber den Beanspruchungen, die in Wohn- und Geschäftsbereichen entstehen können. Gleichzeitig verleiht die Wolle dem Teppich eine körperreiche, üppige Florwirkung. Das Material ist damit nicht nur ein dekorativer Bestandteil, sondern bestimmt auch die funktionale Seite des Stücks.

Die angegebene Knotendichte liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Spannbreite beschreibt die unterschiedliche Feinheit, die innerhalb der Hamadan-Produktion vorkommen kann. Die handgeknüpfte Ausführung steht dabei für einen schrittweisen Webstuhlprozess, bei dem das Muster aus vielen einzelnen Knoten entsteht. Das Ergebnis ist eine textile Arbeit, deren Struktur unmittelbar aus Material, Knoten und handwerklicher Ausführung hervorgeht.

Die Kombination aus widerstandsfähiger Wolle, üppigem Flor und handgeknüpfter Verarbeitung erklärt, weshalb Hamadan-Teppiche sowohl in privaten Räumen als auch in geschäftlich genutzten Bereichen eingesetzt werden. Die Wolle bleibt dabei weich im Griff, ohne ihre robuste Beschaffenheit zu verlieren. Der Teppich verbindet folglich eine angenehme Haptik mit einer auf regelmäßige Nutzung ausgerichteten Konstruktion.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Region Hamadan in Nordwestpersien. Hamadan ist eine bedeutende Teppichlandschaft, in der handgeknüpfte Teppiche nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in zahlreichen umliegenden Dörfern und Orten entstehen. Die Bezeichnung Hamadan verweist deshalb auf eine weit gefasste regionale Tradition und nicht ausschließlich auf eine einzelne Werkstatt. Unterschiedliche lokale Arbeitsweisen haben zur großen Bandbreite dieser Teppichgruppe beigetragen.

Zu den bekannten Orten der regionalen Teppichproduktion zählen Assadabad, Khamseh und Nahawand. Diese Dörfer und Städte gehören zum Umfeld, aus dem die vielfältigen Hamadan-Teppiche hervorgegangen sind. Jeder dieser Orte steht innerhalb der gemeinsamen nordwestpersischen Tradition für eigene Ausprägungen bei Zeichnung, Farbwirkung und handwerklicher Umsetzung. Gemeinsam ist ihnen die Herstellung von Teppichen, deren Gebrauchstauglichkeit eng mit der Verwendung von Wolle und der handgeknüpften Technik verbunden ist.

Nordwestpersien besitzt eine lange Geschichte der Teppichherstellung. Teppiche erfüllen dort traditionell mehrere Aufgaben: Sie können den Boden bedecken, Wärme speichern, den Wohnbereich strukturieren und zugleich Muster und handwerkliches Können sichtbar machen. In dieser Verbindung von Nutzen und Gestaltung liegt ein wesentlicher Charakter der Hamadan-Tradition. Ein Teppich wird nicht allein als Bild betrachtet, sondern als widerstandsfähiges textiles Gebrauchsobjekt, dessen Muster in die Konstruktion eingebunden ist.

Die regionale Vielfalt erklärt, warum Hamadan-Teppiche nicht nach einem einzigen, unveränderlichen Schema gestaltet werden. Je nach Herkunftsort, Werkstatt und überlieferter Vorlage können Zeichnung und Farbzusammenstellung deutlich wechseln. Trotzdem bleibt die Zugehörigkeit zur Hamadan-Tradition durch die handgeknüpfte Fertigung, die Verwendung von Wolle und den Bezug zur Teppichlandschaft rund um Hamadan erkennbar. Diese Verbindung von gemeinsamer Herkunft und unterschiedlicher Gestaltung ist ein wichtiges Merkmal der Region.

Im Vergleich mit anderen persischen Teppichregionen wird Hamadan häufig als eigenständige, stärker gebrauchsorientierte Tradition wahrgenommen. Tabriz-Teppiche sind oft für komplexere Zeichnungen und eine höhere Knotendichte bekannt, während Kashan-Teppiche vielfach eine andere formale Ordnung und Musterwelt zeigen. Hamadan steht daneben für eine große Auswahl an regionalen Varianten, bei denen die Gestaltung zugänglich bleibt und die robuste Ausführung eine zentrale Rolle behält. Auch Kerman besitzt eine eigene, für Qualität und Verarbeitung bekannte Tradition, verfolgt jedoch häufig eine andere Stilrichtung.

Die Geschichte der Hamadan-Teppiche ist daher nicht auf eine einzelne Musterform zu reduzieren. Sie beruht auf dem Zusammenspiel verschiedener Dörfer, Städte und Werkstätten in Nordwestpersien. Überlieferte Techniken werden weitergeführt, während Motive und Farben an unterschiedliche lokale Vorlieben angepasst werden. Der hier beschriebene Teppich steht innerhalb dieser regionalen Geschichte für die Verbindung aus persischer Herkunft, handgeknüpfter Arbeit und widerstandsfähiger Wollqualität.

Design und Muster

Das Design dieses Hamadan-Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Die Hamadan-Tradition umfasst sowohl geometrische Muster als auch florale Motive. Geometrische Zeichnungen können aus geraden Linien, Rauten, Medaillons, Hakenformen oder wiederholten Bordüren aufgebaut sein. Florale Muster arbeiten dagegen mit stilisierten Blüten, Blättern und Ranken. In der regionalen Teppichkunst werden solche Formen meist nicht naturgetreu kopiert, sondern in eine klar gegliederte textile Ornamentik übertragen.

Die große Designvielfalt ist ein Ergebnis der unterschiedlichen Herkunftsorte im Gebiet um Hamadan. Regionale Werkstätten greifen auf überlieferte Muster zurück, verändern Proportionen und kombinieren einzelne Elemente neu. Dadurch können Teppiche derselben Herkunftsbezeichnung sehr unterschiedlich wirken. Ein strenger geometrischer Aufbau steht neben einer weicheren floralen Zeichnung; eine kompakte Bordüre kann ein zentrales Feld einfassen, während ein anderes Muster stärker über die gesamte Fläche verteilt ist.

Auch die Farbwelt der Hamadan-Teppiche ist breit angelegt. Sie reicht von sanften Erdtönen bis zu lebhaften Rottönen. Erdfarben schaffen eine zurückhaltende, bodennahe Wirkung und betonen die Struktur der Zeichnung. Rottöne setzen deutlichere Akzente und können ein Medaillon, eine Bordüre oder einzelne Ornamentgruppen hervorheben. Die Farbpalette dient dabei nicht nur der Dekoration, sondern unterstützt die Lesbarkeit des Musters und die regionale Identität der Komposition.

Bei geometrischen Mustern entsteht Spannung durch Wiederholung, Symmetrie und den Wechsel von Linien und Flächen. Florale Motive erzeugen ihre Ordnung durch die Folge von Ranken, Blüten und Blättern. Beide Gestaltungsrichtungen können in der Hamadan-Tradition nebeneinander bestehen. Die Bezeichnung Hamadan legt deshalb kein einzelnes Muster fest, sondern beschreibt eine regionale Gruppe mit unterschiedlichen dekorativen Sprachen.

Die einfacheren, dennoch ausdrucksvollen Designs unterscheiden Hamadan-Teppiche häufig von aufwendig verschachtelten Mustern anderer Herkunftsregionen. Einfacher bedeutet in diesem Zusammenhang nicht ohne Gestaltung, sondern verweist auf eine klarere Anordnung und eine leichter erfassbare Zeichnung. Die Muster bleiben dekorativ und detailreich, ohne zwingend die komplexe Dichte mancher Tabriz- oder Kashan-Kompositionen anzustreben. Dadurch lässt sich die Hamadan-Tradition in unterschiedliche Einrichtungsumgebungen einordnen.

Ein Teppichmuster erfüllt außerdem eine räumliche Funktion. Eine geordnete Zeichnung kann einen Bereich optisch zusammenfassen, während eine kontrastreiche Bordüre einen klaren Abschluss bildet. Florale und geometrische Elemente lenken den Blick über die Fläche und geben dem Teppich seinen eigenen Rhythmus. Bei diesem Stück ist die Vielfalt der Muster ein ausdrücklich genanntes Merkmal; eine einzelne, nicht belegte Motivbezeichnung wird deshalb nicht festgelegt.

Die Gestaltung bleibt eng mit der handwerklichen Herstellung verbunden. Jede Linie, jede Farbfläche und jedes Ornament wird durch die Folge der Knoten aufgebaut. Die Mustertradition aus Hamadan wird somit nicht auf eine bedruckte Oberfläche übertragen, sondern in eine textile Struktur eingeknüpft. Das erklärt, warum bei handgeknüpften Teppichen Zeichnung, Flor und Material gemeinsam betrachtet werden müssen.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören seine Herkunft aus der Region Hamadan, die handgeknüpfte Ausführung, die widerstandsfähige Wolle und die große Vielfalt der möglichen Muster. Die Knotendichte ist mit 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Außerdem ist der Teppich sehr gut erhalten. Diese Angaben beschreiben seine regionale Einordnung, seine Herstellung, sein Material, seine Gestaltungsmöglichkeiten und seinen Erhaltungszustand.

Die robuste Wollqualität erweitert die möglichen Einsatzbereiche. Hamadan-Teppiche können sowohl in Wohnräumen als auch in geschäftlich genutzten Bereichen verwendet werden. Ein Teppich übernimmt dort nicht nur eine dekorative Aufgabe. Er schafft eine warme Raumwirkung und kann zur Verbesserung der Raumakustik beitragen, weil seine textile Oberfläche Schall anders aufnimmt als ein harter Boden.

Die Verbindung von Funktion und Gestaltung ist für die Hamadan-Tradition charakteristisch. Das Stück kann mit seiner Musterwelt einen Raum ergänzen, während sein Wollflor die praktische Nutzung unterstützt. Die sehr gute Erhaltung ist dabei ein eigenständiges Merkmal dieses Teppichs und wird von der regionalen Herkunft sowie der handwerklichen Fertigung getrennt betrachtet.

FAQ

Wie pflege ich einen Hamadan-Perserteppich?

Für die regelmäßige Pflege wird empfohlen, den Teppich abzusaugen und dadurch Staub sowie losen Schmutz zu entfernen. Die Reinigung sollte gleichmäßig und ohne unnötig aggressive Behandlung erfolgen. Bei Flecken kann ein feuchtes Tuch zusammen mit milder Seife eingesetzt werden. Dabei ist es sinnvoll, vorsichtig zu arbeiten und die betroffene Stelle nicht stärker zu durchnässen als erforderlich. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre unterstützt die langfristige Pflege. Besonders bei handgeknüpften Teppichen aus Wolle sollte eine solche Reinigung von Fachleuten durchgeführt werden, die Material, Flor und Konstruktion berücksichtigen.

Was macht die Wolle von Hamadan-Teppichen besonders?

Die Wolle von Hamadan-Teppichen ist für ihre Langlebigkeit und ihren üppigen Flor bekannt. Sie kann sich weich und angenehm begehen lassen und besitzt zugleich eine robuste, widerstandsfähige Beschaffenheit. Diese Verbindung ist für Bereiche mit regelmäßiger Nutzung relevant, weil der Teppich nicht nur eine angenehme Oberfläche bieten, sondern auch Beanspruchungen standhalten soll. Beim vorliegenden Teppich wird ausdrücklich widerstandsfähige Wolle als Material genannt. Die Wollqualität unterstützt damit sowohl die haptische Wirkung als auch die funktionale Verwendung im Wohn- und Geschäftsbereich.

Wie unterscheiden sich Hamadan-Teppiche von anderen persischen Teppichen?

Hamadan-Teppiche zeichnen sich durch eine große Vielfalt an Mustern und durch einfachere, dennoch ansprechende Designs aus. Im Vergleich dazu werden Tabriz- und Kashan-Teppiche häufig mit komplexeren Mustern und einer höheren Knotendichte verbunden. Hamadan bietet innerhalb der persischen Teppichkunst eine stärker zugängliche Verbindung aus Gestaltung und Gebrauchstauglichkeit. Die regionale Gruppe umfasst geometrische ebenso wie florale Motive und kann von sanften Erdtönen bis zu lebhaften Rottönen reichen. Kerman-Teppiche sind ebenfalls für Qualität und Verarbeitung bekannt, verfolgen jedoch oft eine andere Stilrichtung.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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